Museums-Workshop für Erwachsene
Der Erwachsenenworkshop „Von Zeichnungen, Glasmalerei und Abstraktion“ findet im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Hans Mennekes – Sein Lebenswerk“ im Niederrheinischen Museum in Kevelaer statt.
Der Erwachsenenworkshop „Von Zeichnungen, Glasmalerei und Abstraktion“ findet im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Hans Mennekes – Sein Lebenswerk“ im Niederrheinischen Museum in Kevelaer statt.
Die Jugendabteilung des SV Union Wetten und der Trägerverein Knoasesaal hatten am 1. Mai 2023 zum gemütlichen Beisammensein und einer besonderen Malaktion eingeladen. Denn ganz nebenbei sollte ein riesengroßes „Peace-Zeichen“ aus Kreide auf dem Friedensplatz im Dorf entstehen.
Traditionell wurden im KUK-Atelier die Türen für Groß und Klein geöffnet. Dabei spielte das Malen eine große Rolle. Tatjana van Went plante für dieses Jahr alles, um den Kindern den größtmöglichen Spaß zu bereiten.
Dieses Jahr hatte sie geplant, dass die Kinder mit Pastellkreide Bilder von ihren Fantasien und Träumen malen dürfen. Es ging ihr aber hauptsächlich darum, dass die Kinder übers Malen in Kontakt kommen, vielleicht sogar Freundschaften schließen und den Kindern die Welt des Malens ein Stückchen näher zu bringen.
Eltern waren aber natürlich auch willkommen. Axel Theyhsen spielte zur Begleitung am Anfang 30 Minuten lang Kinderlieder, um eine bessere Atmosphäre zu schaffen. Die ganzen Pastellkreiden wurden dabei von der Sparkasse Kevelaer gesponsert. Schlussendlich gingen alle Kinder mit Spaß und vielleicht neuen Freundschaften raus.
Ungläubiges Staunen, anerkennende Blicke und am Ende viel Beifall erhielten die 20 Künstler, die sich ein Wochenende lang der Aufgabe gestellt hatten, auf den großen Holzwänden das jeweils von ihnen ausgewählte christliche Motiv zu erstellen.
Am Ende standen die Werke reihum aufgerichtet im Forum Pax Christi – und viele der Besucher aus Kevelaer und von außerhalb konnten sich wortwörtlich „ein Bild“ davon machen, was in diesen 72 Stunden an meisterhaften Arbeiten fertiggestellt worden war.
„Ich bin sehr, sehr bewegt“, versuchte Frederike „Fredda“ Wouters, die Initiatorin des Madonnari-Festivals, beim Abgehen der einzelnen Bilder ihrer Gefühle Herr zu werden, nachdem sie schon „die ersten sentimentalen Momente“ mit einigen Künstlern geteilt hatte und die Anspannung von ihr abfiel.
Der Vergänglichkeit bewusst
Drei Tage lang hatten die 19 Künstler aus allen Herren Ländern – von den USA bis Russland – im Forum Pax Christi gearbeitet, waren zur Andacht in der Kerzenkapelle gewesen, waren von der Kirchengemeinde als Partner ins Priesterhaus zum Speisen eingeladen worden und hatten im KuK-Atelier abends zusammen Musik gemacht.
„Man genießt das, weil es so vergänglich ist – das alles hier ist so in dieser Konstellation halt einmalig“, dankte Wouters später allen am Festival Beteiligten und erinnerte gerade im Kontext der vielen dargestellten „starken Frauen“ an 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland.
Lob gab es von allen Seiten: Anne van Rennings von „wirKsam e.V.“, erstmalig als Kooperationspartner dabei, unterstrich: „Das Festival verkörpert alles, wofür wir stehen – nämlich gemeinsam Atmosphäre in das Forum Pax Christi und die Stadt zu tragen.“ Bürgermeister Dominik Pichler freute sich über die ungeheure Resonanz, hielt sich mit Kunstbewertungen aber zurück. „Das war schon vor zwei Jahren ein Erfolg – und jetzt ist es wieder einer.“ Und Bernd Pool vom Stadtmarketing meinte: „Das ist bestens gelaufen. Das Interesse der Kevelaerer hat mich gestern schon überrascht und es sind viele Auswärtige da.“

Das Siegerbild.
Konzentriert widmet sich Marion Ruthardt den letzten Strichen auf ihrer „Holzleinwand“, als sie urplötzlich von einem Journalisten angesprochen wird – und gelassen reagiert. „Hallo“, grüßt die 60-Jährige den „Störenfried“ und lächelt freundlich.
„Wir müssen ja früh fertig sein, das sind wir nicht gewohnt“, meint die Duisburgerin und macht die Pause gerne – wie in den letzten Tagen, wo zwischendurch auch mal eine Yoga-Übung angesagt war.
„Das kann schon stören, aber das pusht auch. Und ich rede gerne mit den Leuten“, antwortet sie auf die Frage, ob sie der Durchgangsverkehr nervt. „Ich male gerne und bin gerne draußen. Das hat mit Bewegung zu tun – und mit Freiheit.“ Das Bild, das sie sich ausgesucht hatte – ein Madonnenbild mit Schaf von William-Adolphe Bouguereau – sei für sie eine „echte Herausforderung. Es ist so sanft und ich mache sonst weniger so Pastellartiges.“

Die Duisburger Künstlerin.
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