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Jury bewertet die Gestaltung als „erfrischend" und „wohltuend zurückhaltend"

Architekturpreis für Um- und Ausbau des Hallenbades

Schöner schwimmen: „Ein erfrischender und wohltuend zurückhaltender Beitrag im Feld einer sonst oftmals überdreht animierten Bäderwelt“, so urteilte die Jury des Architekturpreises Linker Niederrhein über den Anblick.

KBV besichtigt Hallenbad

Im Rahmen ihrer Besichtigungen der Kevelaerer Unternehmen und Institutionen besuchte die Kevelaerer Bürgervereinigung die Baustelle des Mehrzweckbeckens.
Architekt Michael van Ooyen und Architekt Olaf Kleikemper vom Architekturbüro van Ooyen, Straelen sowie Kämmerer Ralf Püplichuisen (Leiter Fachbereich 3 – Finanzen, Gebäudeservice und Betriebshof) informierten die KBV-Mitglieder über die durchgeführten Arbeiten. Die Führung begann mit der Besichtigung des renovierten und modernisierten Umkleidebereiches im Hallenbad. Dieser Teilbereich ist bereits wieder nutzbar.
Anschließend wurde das noch im Bau befindliche Mehrzweckbecken in Augenschein genommen. Die Architekten berichteten über den Bauablauf und die im Rahmen der Bauausführung aufgetreten Probleme. Diese sind jedoch gelöst, sodass mit der Nutzung des Mehrzweckbeckens nach den Sommerferien gerechnet wird.
KBV-Vorsitzender Helmut Komorowski bedankte sich zum Abschluss bei den Architekten und dem Kämmerer für die sehr informativen Erläuterungen und Führung.

Bau des Beckens beginnt

Kevelaer. An der Notwendigkeit hatte kaum jemand jemals gezweifelt. An der Durchführbarkeit dieses Unternehmens schon: Am Dienstagvormittag setzte der erste Spatenstich zum Bau eines Mehrzweckbeckens ein deutliches Zeichen. Wo ein Wille ist, da hat der Volksmund recht. Zumindest, wenn er behauptet, dass da auch ein Weg sei.
Es ist sicherlich müßig, das jahrelange Tauziehen um das Mehrzweckbecken noch einmal aufrollen zu wollen. Der politische Wille war ebenso umfassend da, wie die Finanzmittel allenthalben fehlten. Bis aus Berlin eine kräftige Finanzspritze kam.
Betrachtet man das Projekt vom Spatenstich aus rückwärts, erkennt man zwei weitere bemerkenswerte Aspekte: Es handelt sich um eines der ersten Projekte, für die sich der noch junge Bürgermeister Dominik Pichler zu Beginn seiner Amtszeit stark macht und sich damit in die Geschichtsbücher der Wallfahrtsstadt schreibt. Und es handelt sich wohl um eines der vorerst letzten Projekte einer in ihrem Heimtwahlkreis nicht ganz unumstrittenen Bundesumwelt- und Bundesbauministerin Barbara Hendricks, die damit einen zumindest in der Wallfahrtsstadt gern gesehenen Gruß in die Heimat sendet.
Denn nicht nur am Niederrhein ist der Sanierungsstau groß. Immerhin sei das Förderprogramm 15-fach überzeichnet gewesen, erklärte die Ministerin bei ihrem Besuch am Dienstag. Die Wallfahrtsstadt bekommt 1,12 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm für Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen zum Bau eines Lehrschwimmbeckens und ist damit eines von insgesamt 104 geförderten Projekten bundesweit.
Hendricks lobte aber auch das lokale Engagement. Die engagierten Mitglieder des Kevelaerer Bädervereins (sie ist selbst eines) steuern 150.000 Euro bei, lobte sie die Frauen und Mannen um Klaus Schürmanns. Pichler und Hendricks erklärten unisono, dass sie Schwimmunterricht für Kinder zu den vordringlichsten Aufgaben im Bildungsbereich zählten.
„Sportangebote fördern die soziale Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen. Hier erhoffe ich mir, dass unabhängig vom sozialen Umfeld künftig jedes Kind in Kevelaer die Chance erhält, das Schwimmen zu erlernen“, so Pichler. „Des Weiteren passt das Projekt zur Entwicklung auf der Hüls, wo neben einem Gradierwerk mit einer Parkanlage ein Hotel sowie ein Medizinisches Versorgungszentrum entstehen werden.“
Jedes Kind soll schwimmen können
Hendricks: „Mit der Sanierung des Hallenbads wird dem steigenden Bedarf an Schwimmflächen für den Vereins- und Schulsport Rechnung getragen und das Angebot für Sport und Erholung für alle Bürgerinnen und Bürger in Kevelaer sowie in den Nachbargemeinden erhöht. Auch das wichtige Ziel ‚jedes Kind soll schwimmen können‘ wird damit gefördert. Ich freue mich, dass wir zudem die umfassende energetische Sanierung des Hallenbads unterstützen können.“
Das 1973 errichtete Hallenbad soll um ein Mehrzweckbecken mit eingebautem Hubboden erweitert werden, das vor allem als Lehrschwimmbecken genutzt werden kann.
Im Rahmen der geförderten Umbaumaßnahme werden eine energetische Sanierung des Hallenbades und ein Umbau des Umkleidebereichs durchgeführt. Die von einem Privatunternehmer betriebene Sauna fällt im Zuge des Umbaus weg.
Die Gesamtprojektkosten liegen bei rd. 2,6 Millionen Euro, die Wiederinbetriebnahme des Schwimmbads ist für September 2018 vorgesehen.