Es ist Donnerstag, 20 Uhr im Pfarrheim Winnekendonk und langsam füllt sich der Raum mit Menschen. Denn es ist Zeit für eine Probe des Chores „Glaubhaft“. Die heiße Probephase vor dem jährlichen Konzert im November ist angebrochen. Erst am vergangenen Sonntag hatte man sich für einen Probetag getroffen, um an den Feinheiten zu schleifen. Heute geht es erstmal entspannt los mit ein paar Lockerungsübungen und einem leichten Einsingen zu den Worten „Mamma Mia“.

So entspannt fing die Geschichte des Chores wohl auch vor 38 Jahren an. Während einer Gemeindemission unter der Leitung der Redemptoristen aus Bottrop-Kirchhellen entstand damals der „Jugendliturgiekreis Winnekendonk“. „Damals hatten wir nur eine Gitarre und eine Querflöte“, erinnern sich Gründungsmitglieder Lisa Werner und Christiane Hendricks zurück. Mitte der 1980er waren die Mitglieder allesamt zwischen 14 und 18 Jahre alt und ihre Aufgabe war es, die Jugendgottesdienste mitzugestalten. Natürlich blieb es in all den Jahren nicht aus, dass die Mitglieder auch einmal die Heimat verließen. Auch Werner und Hendricks lebten eine Weile in Münster und Bonn. Aber mit der Rückkehr in die Heimat kam auch die Rückkehr zum Chor. Und sie waren nicht die einzigen, die zurückkehrten.
„Viele der Mitglieder sind auch schon über 20 Jahre dabei“, freut sich Werner. Das Einzige, das ich in den Jahren geändert hat, ist der Name. Als die Mitglieder ihre Jugend hinter sich ließen, fand sich der neue Name „Glaubhaft…