Die Kevelaererin Ronja Ebeling spricht in ihrem Buch „Jung, besorgt, abhängig: Eine Generation in der Krise“ über Ängste und Sorgen junger Menschen

Über eine Generation in der Krise

Ronja Ebeling hat ihr eigenes Buch „Jung, besorgt, abhängig: Eine Generation in der Krise“ veröffentlicht. Foto: Jan Lops

„Junge Leute werden einfach so gesehen, als hätten sie keine Probleme. Aber wir haben Probleme.“ Ronja Ebeling ist wütend. Sauer. Enttäuscht über die häufig falsche Wahrnehmung ihrer Generation in der Gesellschaft. Und damit ist die 25-jährige Kevelaererin sicher nicht alleine. Doch während viele junge Leute ihren Frust mit sich selbst ausmachen, macht Ebeling ihrer Wut Luft. Am 3. September ist ihr Buch „Jung, besorgt, abhängig: Eine Generation in der Krise“ erschienen. Schonungslos spricht sie darin die Fragen an, die ihre Generation beschäftigen.

Wenn Ronja Ebeling über ihr Buch spricht und darüber, dass sie eigentlich einen Roman schreiben wollte, kann sie sich ein Lächeln nicht verkneifen. Im vergangenen Jahr widmete sie sich dem Projekt, begann mit dem Verfassen eines Romans und kam schließlich in Kontakt mit ihrem heutigen Verlag „Eden Books“. Romane waren nicht gefragt, dafür autobiografische Themen. Dass es da durchaus Dinge gab, über die zu sprechen es sich lohnt, daran hatte Ebeling keinen Zweifel. „Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, darüber ein Buch zu schreiben.“ 

Einen Probeartikel später lag Anfang Januar dieses Jahres der Vertrag auf dem Tisch. „Dann hatte ich 12 Wochen Zeit, dieses Buch zu schreiben“, erzählt die heutige Wahlhamburgerin lachend. Wenngleich ihr während des Schreibens tatsächlich häufig gar nicht zum Lachen zumute war. „Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, wie emotional anstrengend das ist“, gibt di…