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Nächster Schritt bei der OW 1

Im Verfahren für den Bau der Ortsumgehung Kevelaer ist der nächste Schritt geschafft: Die Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Winnekendonk hat ihren Vorstand gewählt. Vorsitzender ist Jakob Maaßen, zum Stellvertreter wurde Bernd Ingenhaag gewählt. Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, der aus fünf Mitgliedern und jeweils einer Stellvertretung besteht, nimmt die gemeinschaftlichen Interessen der Grundstückseigentümer wahr, die von der Flurbereinigung für den Bau der Umgehung betroffen sind. Hierzu zählen unter anderem die Vergabe von Vermessungsleistungen und die Mitwirkung bei der Überprüfung und der eventuell notwendigen Optimierung von Wirtschaftswegen. In den ersten Sitzungen des Gremiums wird es um die Festlegung von Grundsätzen für die Wertermittlung der Grundstücke im Verfahrensgebiet gehen.
Eigentlich sollte die Wahl bereits im Frühjahr stattfinden, musste aber wegen der coronabedingten Einschränkungen verschoben werden. Mit dem Konzert- und Bühnenhaus in Kevelaer wurde ein geeigneter Versammlungsort gefunden, der den rund 50 Teilnehmenden genug Platz bot, um die notwendigen Abstandsregelungen und Vorsichtsmaßnahmen erfolgreich umzusetzen.

Wichtiger Schritt in Richtung OW1

“Aus Anlass des geplanten Baus der Ortsumgehung Kevelaer hat die Bezirksregierung Düsseldorf die Flurbereinigung Winnekendonk angeordnet”, heißt es in einer Mitteilung der Bezirksregierung an das Kevelaerer Blatt vom späten Montagnachmittag. “Der Flurbereinigungsbeschluss, der im Frühjahr öffentlich bekannt gemacht wurde, ist zwischenzeitlich bestandskräftig. Das heißt: Keiner der ca. 120 Eigentümer hat Widerspruch gegen die Bodenordnung eingelegt.”

Das Team unter der Leitung des Planungsdezernenten bei der Bezirksregierung Düsseldorf, Ralf Wilden, konzentriere sich zunächst auf die Bereitstellung von Flächen im Bereich der Issumer Fleuth. Auf einer Fläche von etwa 7 ha müssten bis Herbst dieses Jahres vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für gefährdete Tierarten ausgeführt werden. “Im Rahmen der Flurbereinigung werden die Eigentümer und Bewirtschafter der hiervon betroffenen Flächen in Kürze kontaktiert mit dem Ziel, Vereinbarungen über Bauerlaubnisse und Entschädigungen zu erzielen”, heißt es in der Mitteilung.

Die eigentlich für Frühjahr 2020 vorgesehene Wahl des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft sei aufgrund der Einschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus bislang nicht durchgeführt worden. “Sobald eine geeignete Örtlichkeit gefunden ist, die die Einhaltung der Abstandsregelungen zulässt, soll die Wahl kurzfristig nachgeholt werden, um die Kommunikation zwischen Behörde und Beteiligten zu erleichtern.”

Bürgerinitiative freut sich auf den Bau der Ortsumgehung

Einen Blumenstrauß überreichten Mitglieder der Bürgerinitiative „pro OW1“, die seit Jahrzehnten für die Ortsumgehung kämpft, der Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher (3.v.l.), die am Dienstagabend persönlich in die Wallfahrtsstadt gekommen war, um den Planfeststellungsbeschluss ihrer Behörde in Kevelaer zu überreichen.