Reparieren statt Wegwerfen

Eine Reparatur-Initiative für Kevelaer

Reparieren kommt dank neuer Initiativen wieder in Mode. Foto: Netzwerk Reparaturinitiativen

Fast jeder hat sich schon einmal darüber geärgert, dass ein komplettes Gerät weggeworfen werden musste, obwohl nur ein winziges Ersatzteil gefehlt hat oder kaputtgegangen ist. Und ganz allgemein werde heutzutage weniger repariert und mehr weggeworfen als früher, heißt es von der Klimaschutzmanagerin der Wallfahrtsstadt Kevelaer, Nina Jordan. Viele hätten die nötigen Kenntnisse und Werkzeuge nicht.

Klimaschutzmanagerin Dr. Nina Jordan. Foto: KB-Archiv

„Da kommen die Reparatur-Initiativen ins Spiel!“, so Jordan, die das System noch einmal erklärt: In den Reparatur-Initiativen treffen sich Interessierte, um Kaputtes zu reparieren. Durch das gemeinsame Reparieren setzen Bürgerinnen und Bürger ein Zeichen gegen eine Wegwerf-Gesellschaft und für die Schonung wertvoller Ressourcen, weil Gegenstände länger nutzbar bleiben. Zudem teilen Menschen untereinander ihr Wissen über das Reparieren und die Technik dahinter. Laien und Experten arbeiten gemeinschaftlich zusammen, geben Hilfe zur Selbsthilfe und regen so zu einem bewussten Konsumverhalten an.

Nachbarschaft

Gleichzeitig treffen Menschen aus der Nachbarschaft am Reparaturtisch aufeinander – das stärkt den lokalen Zusammenhalt und schafft neue Bekanntschaften. Im Kreis Kleve gibt es solche Initiativen bereits in Kleve, Rheurdt und Goch. Auch in Kevelaer wird an der Einführung eines festen Termins für Reparier-Treffs gearbeitet.

Am 6. Mai 2019 um 18 Uhr findet die offizielle Vereinsgründung der ReparierBar Kevelaer statt in den Räumlichkeiten des Mittagstreffs, Kroatenstraße 85 (Zugang über den Parkplatz gegenüber der Shell-Tankstelle). Es werden Freiwillige gesucht, die den neuen Verein unterstützen wollen, indem Sie Mitglied werden, zum Vorstand gewählt werden oder spenden. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und kann an dem Abend beantragt werden.

Alle sind herzlich eingeladen. Für Rückfragen steht zur Verfügung: Nina Jordan, Klimaschutzmanagerin der Wallfahrtsstadt Kevelaer, T.: 02832-122740, E-Mail klimaschutz@kevelaer.de.

Weitere Informationen zum Hintergrund unter www.reparatur-initiativen.de