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Letztes Late-Night-Shopping in 2020

Am kommenden Freitag, 4. Dezember 2020, haben die Geschäfte auf der Busmannstraße in Kevelaer zum letzten Mal in diesem Jahr bis 21 Uhr für ihre Kund*innen geöffnet. Der lange Freitag ist mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus bei Kevelaer*innen und Besucher*innen der Wallfahrtsstadt beliebt und wird gerne genutzt, um gemütlich und entspannt einzukaufen und die einzigartige Atmosphäre zu genießen. Gerade jetzt in der Adventszeit lädt die schön beleuchtete und weihnachtlich geschmückte Einkaufsstraße zu einem schönen Bummel ein.

Am Freitag endet dann auch die Stempelkartenaktion der Busmannstraßen-Händler. Danach werden die eingegangenen Kärtchen für die Verlosung am 13. Dezember eingesammelt und auf ihre Vollständigkeit geprüft. Dem Gewinner des Hauptpreises winkt ein Einkaufsgutschein-Paket im Wert von 1.000 Euro, aber auch die übrigen Preise können sich sehen lassen. Unabhängig vom Late-Night-Shopping haben viele Geschäfte in der Kevelaerer Innenstadt an allen Adventssamstagen bis 18 Uhr geöffnet. Außerdem ist am 5. Dezember von ca. 10 bis 13.30 Uhr der Nikolaus zu Gast und verteilt mit seinem Helfer Geschenke an Kinder.   

Händler erweitern Stempelaktion

Die Händler der Busmannstraße hatten sich vor einiger Zeit speziell für die Late-Night-Shopping-Termine eine besondere Aktion ausgedacht:

Bei jedem Einkauf bekommt der Kunde einen Händlerstempel in eine dafür vorgesehene Stempelkarte, und mit jeder Karte, die mit vier unterschiedlichen Händlerstempeln gefüllt ist, kann der Kunde an einer Verlosung im Dezember teilnehmen.

Ursprünglich war die Ausgabe der Stempel auf die Late-Night-Shopping-Abende beschränkt, aber aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung gibt es ab sofort bis zum Ende des Gewinnspiels die Stempel bei jedem Einkauf in teilnehmenden Geschäften während der gesamten Öffnungszeit.

Der letzte Abgabetermin für die Stempelkarten und gleichzeitig auch der letzte Late-Night-Shopping-Termin für dieses Jahr ist der 4. Dezember 2020. Die vollständig ausgefüllten Karten können bei allen teilnehmenden Händlern – erkennbar an den runden Late-Night-Shopping-Aufklebern an den Schaufenstern – abgegeben werden. Mit der Abgabe nimmt man automatisch an der Verlosung am 13. Dezember 2020 teil (Teilnahme ab 18 Jahren).

Als Hauptpreis wartet ein Einkaufsgutschein-Paket im Wert von 1.000 Euro.

 

Fotos: privat

Late-Night-Shopping findet im November als „light“-Version statt

Noch bis Mittwoch, 28. Oktober 2020, liefen die Planungen und Vorbereitungen für das vorletzte „Late-Night-Shopping“ des Jahres auf Hochtouren. Zusätzlich hatten Stadt und Händler unter dem Namen „Kevelaer im Licht“ für kommenden Freitag und Samstag  Abende mit ausgefallenen Lichtinstallationen, Foodtrucks und verlängerten Öffnungszeiten in der Kevelaerer Innenstadt geplant. Dann konkretisierten sich die Informationen zur neuen Corona-Schutzverordnung. Die Stadt sagte die Veranstaltung „Kevelaer im Licht“ bereits ab.

Die Händler der Busmannstraße haben sich daraufhin intensiv ausgetauscht und gemeinsam beraten, wie sie mit der aktuellen Situation verantwortungsvoll umgehen können. Letztlich fiel dann die Entscheidung, das „Late-Night-Shopping“ am 6. November 2020 nicht in der ursprünglich geplanten Variante durchzuführen, sondern den Kunden eine der Situation angepasste „light“- Version anzubieten, bei der die Geschäfte in der Busmannstraße (unter Berücksichtigung aller Hygieneregeln) wie geplant bis 21 Uhr geöffnet sind. Auf ein begleitendes Rahmenprogramm sowie das bekannte und beliebte Getränke- und Speisenangebot aber verzichtet wird.

Weiterhin angeboten werden an diesem Abend in allen teilnehmenden Geschäften die „Late-Night-Shopping-Stempelkarten“, die beim Einkaufen während der verlängerten Öffnungszeiten mit Händlerstempeln gefüllt werden können und die – vollständig ausgefüllt – zur Teilnahme an der großen Verlosung mit Preisen im Gesamtwert von über 2.000 Euro berechtigen.

Lichtinstallationen und Late-Night-Shopping in der Innenstadt

Trotz diverser coronabedingter Absagen zahlreicher Veranstaltungen lässt sich das Team „Tourismus & Kultur“ nicht davon abhalten, eine Attraktion in der Innenstadt auf die Beine zu stellen, die es zuvor noch nicht gab. Die Tage werden kürzer und es wird schneller dunkel. Da passt die Aktion „Kevelaer im Licht“ optimal. „Durch gezielte Lichtinstallationen lassen wir Gebäude sowie Straßenteile gezielt in Szene setzen, um eine ganz besondere Stimmung in unserer schönen Stadt zu erzeugen“, sagt Leiterin Verena Rohde der Abteilung „Tourismus & Kultur“.

Als besonderes Highlight ist in der St.-Antonius-Kirche halbstündlich eine 3D-Videoprojektion für ca. zehn bis zwölf Minuten zu sehen. Projektoren sorgen dafür, dass eine emotionale und ansprechende Geschichte im Kirchenraum mit musikalischer Untermalung zu verfolgen ist, die die Besucher in ihren Bann ziehen soll. Janik Hensen von Dekor-Event hat den Zuschlag zur Realisierung des relativ kurzfristig geplanten Events erhalten und mit seinem Team ein Konzept präsentiert. „Uns allen war klar, dass wir nicht die Vorlaufzeit haben, die wir ansonsten für die Realisierung eines Projekts benötigen, aber derzeit ist ohnehin alles anders“, sagt Rohde weiter und ist glücklich über die Unterstützung ihres Teams des Konzert- und Bühnenhauses, das das entsprechende technische Know-how mitbringt.

Damit die Abstandswahrung auch innerhalb der Kirche gewährleistet ist, sind die Plätze mit viel Abstand festgelegt und einzelne Bankreihen geschlossen, sodass nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern die jeweiligen Vorstellungen mit Mund-Nasen-Maske besuchen kann, die übrigens kostenfrei sind. „Wir sind an beiden Abenden vor Ort und sorgen dafür, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden“, erklärt Hendrik Görtz, Leiter des Konzert- und Bühnenhauses. Auch in der Innenstadt können die Besucher den nötigen Abstand wahren und nach Herzenslust durch die Stadt schlendern, shoppen oder einfach nur die Ansicht der illuminierten Gebäude und weitere Beleuchtungshighlights genießen.

Foodtrucks, Kerzen und Licht

Passend zur Aktion rücken auch Einzelhändler und Gastronomen ihre Locations ins rechte Licht. Sie verlängern ihre Öffnungszeiten und haben einige Foodtrucks organisiert, um auch neben der Illumination den Besuchern einen weiteren Mehrwert zu bieten. Da zum Thema Licht auch Kerzen gut passen, hat die Wirtschaftsförderung insgesamt 15.000 Stabkerzen mit Kevelaer-Fanlogo herstellen lassen und dem Einzelhandel als auch der Gastronomie zum halben Preis zur Verfügung gestellt. So können diese ein Zeichen setzen und ihren Kunden mit einem besonderen „Dankeschön“ in Erinnerung bleiben, denn: „Eine Kerze anzuzünden gehört einfach bei einem Kevelaer-Besuch dazu“, sagt Citymanager Tobias Nelke.

Die Besucher dürfen sich somit am 6. und 7. November 2020 auf einen ganz besonderen Aufenthalt in der Wallfahrtsstadt Kevelaer freuen. Die faszinierende und kostenfreie 3D-Videoprojektion in der St.-Antonius-Kirche findet freitags ab 17 Uhr, samstags ab 19 Uhr bis jeweils 22 Uhr statt und die Illumination in der Innenstadt darf den ganzen Abend über betrachtet werden – natürlich mit ausreichend Abstand.

Pures Herbstfeeling in der Busmannstraße

Zum dritten Mal lockten die Geschäftsleute der Busmannstraße Einheimische und Auswärtige zum „Late Night Shopping“ auf ihre Straße. „Diesmal haben wir ja das Motto ,Herbstzauber‘“, hatten sich Anja Hummler vom „Schauplatz“ und ihre MitstreiterInnen von der Straße was einfallen lassen. „Wir haben mehr Kerzen und Lichter draußen, herbstliche Deko, einen Zauberer als Walking-Act, David Freitag mit seinem „Bear´s Street    Food Truck“, Ermäßigungen wie bei Gustrau und besondere Angebote.“

Am Anfang der Straße fanden sich mit dem „Bear´s Street Food“-Wagen aus Moers, der „Rheinberger Cocktailambulanz“ und „Feelgoody“ gleich drei kulinarische Angebote nahe der Sparkasse wieder.

„Heiße Weiße“

Bei „Feelgoody“ konnte man „heiße Weiße“ genießen. „Das ist wie Berliner Weiße in heiß mit Nelke, Vanille und Zimt – schmeckt fast besser als Glühwein“, hatten sich Michaela und ihre Kollegen dem Herbstthema getränkemäßig angepasst, obwohl es noch mild war.
„Ich bin gerne hier, war bei der Busmann-Spätschicht diverse Male da. Die Leute sind nett, in der Regel läuft hier auch viel, ich komme gerne her“, konnte auch David Freitag nicht klagen.

Bei den Geschäften konnte man vereinzelt wahrnehmen, dass solche Abende natürlich nicht die Verluste ausgleichen können, die Corona oder wegbrechende verkaufsoffene Sonntage nach sich ziehen. „Man kann die Kunden nicht umtrainieren, die kämen sonntags“, war vor der Ladentür des Schuh- und Strumpfgeschäfts Sinsbeck zu vernehmen.

„Ich freue mich, dass was stattfindet. Wir sind auf der Busmannstraße schon immer aktiv gewesen, damit was los ist und wir den Kunden was bieten können. Wir müssen es nehmen, wie es ist“, zog Astrid Biesemann, die mit ihrer Marke natürlich unter den ausfallenden Oktoberfesten leidet, das Positive aus der Aktion.

„Gerade der letzte Abend war sehr gut, da gab es gezielt Leute, die abends losgegangen sind, in die Geschäfte zu kommen“, beschrieb Markus Kaenders vom gleichnamigen Modehaus aber den mehrheitlichen Eindruck, dass sich zumindestens das Freitag-Format bei den Leuten so langsam durchsetzt und etwas in die Kasse bringt. „Das erste Mal war zu heiß, aber heute ist es so wie letztes Mal.“

Beim letzten Mal hatte die Essenerin Gabriele Gustrau ihr Fashion-Geschäft auf der Busmannstraße neu eröffnet. „Heute ist es ein bisschen mäßiger, das liegt vielleicht an der Herbststimmung. Aber es ist schon schön und eine Abwechslung.“

Alles abchecken

Bei „Vrede“ hatten sich die Geldernerin Steffi Jansen und ihre Freundin ein Herbstkleid ausgeguckt. „Das war unser erstes Geschäft, erstmal alles abchecken“ , gefiel ihnen das Ambiente. „Deshalb haben wir nach der langen Arbeitswoche beschlossen, hier unser Wochenende zu beginnen.“

Tobias Velmer gelang es, mit seinen Seil- und Hütchen-Kunststücken die Passanten ein wenig zu verzaubern. „Ich war am Anfang total nervös“, gestand der Künstler selbst. „Aber die Leute haben das total aufgelöst, weil sie auch stehen geblieben sind, verweilten und viel Spaß hatten. Da wurde ich doch locker. Die Menschen freuen sich auch, dass was passiert. “

Schwein gehabt

Mitorganisator Andreas Geurtzen sah den Abend positiv. „Wir haben Schwein gehabt mit dem Wetter. Die Leute waren da, sind trinken und essen gegangen, haben in die Geschäfte geguckt. Eine entspannte Atmosphäre, hat Spaß gemacht.“

Und Saskia Steilen trug zum Ausklang des Shoppings mit ihrer Freundin Silke Frink jeweils drei Taschen mit Kleidungsstücken zum Wagen.

„Wir haben im Internet gegoogelt, geguckt, wo gehen wir heute hin, weil wir Mädelsabend haben und uns immer Städte angucken, die wir so noch nicht kennen“, lobten die beiden Hamminkelne-rinnen den Service in den Läden. „Die Frauen und Männer in den Geschäften sind unwahrscheinlich freundlich – auch bei der Beratung, die man sonst auch mal vermisst. Das ist uns sehr aufgefallen.“

Herbstliches Late-Night-Shopping in Kevelaer

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr lädt Kevelaer zum abendlichen Stadtbummel und Shoppingerlebnis ein. Unter dem Motto „Herbstzauber“ werden die Straßen und Geschäfte herbstlich dekoriert und die Besucher so zu einem entspannten Einkaufsabend eingeladen.

Erstmalig wird am Freitag, 2. Oktober, neben den Händlern der Busmannstraße auch der „Baumark VOS“ an der Ladestraße seine Türen zum „Late-Night-Shopping“ geöffnet haben und die Kunden vor dem Wochenende ab 18 Uhr beim Einkauf mit einer kleinen Überraschung erwarten.

Darüber hinaus wird auf der Busmannstraße „Tobias der Zauberer“ für magische Momente sorgen, die „Cocktail-Ambulanz“ und „Feelgoodys“ mixen Zaubertränke mit und ohne Alkohol und David Freitag zaubert bei „Bear´s Streetfood“ herbstliche Gaumenfreuden auf den Teller. Die Einzelhändler bieten an diesem Abend unterschiedliche Aktionen an. So kann zum Beispiel bei Optik Mayer ein neues Antibeschlag-Brillentuch getestet werden, im „Stoffqult“ werden kreative Dinge für den Herbst gezaubert, und Gustrau Fashion & Deko gewährt 20 Prozent auf jeden Einkauf.

In allen teilnehmenden Geschäften wird es auch dieses Mal wieder die „Late-Night-Shopping-Stempelkarten“ geben, die beim Einkaufen nur während der verlängerten Öffnungszeiten mit Händlerstempeln gefüllt werden können. Wer bis zum Dezember-Termin seine Karte(n) mit vier unterschiedlichen Händlerstempeln gefüllt hat, kann an der großen Verlosung teilnehmen, bei der neben anderen attraktiven Gewinnen als Hauptpreis ein Einkaufsgutschein-Paket im Wert von 1.000 Euro winkt.

„Für Kevelaer ist das gut“

Schon bevor es richtig losging, zeigte sich Mitinitiatorin Anja Hummler vom „Schauplatz“ optimistisch. „Das Wetter ist toll, Menschen sind da, das wird sicher ein schöner Abend“, meinte sie und plauderte mit dem  Foodtruck-Besitzer Klaus Nießen. Der war mit seinem Gefährt extra aus Wegberg angereist. „Wir sind bei der Busmann-Spätschicht immer dabei gewesen. Es ist immer sehr angenehm in Kevelaer und wir sind von Anja und ihren Mitstreitern immer sehr schön empfangen worden. Wir haben uns gefreut, herzukommen und die Busmann-Leute zu unterstützen“, sagte der Geschäftsmann.

Neben ihm hatten die Initiatoren diesmal auch die „Feelgoodys“ aus Moers und die Rheinberger „Cocktailambulanz“ platziert. An der „Cocktailambulanz“ deckten sich Susanne Berritz und Marie Kufen ein. „Sex on the Beach“ stand auf ihrem Programm. „Wir haben gerade erst angefangen, werden gleich schlendern“, nahmen die beiden jungen Frauen zum Genusstrinken ein paar Meter weiter auf einer Bank Platz.

„Endlich mal was los in Kevelaer“

Diverse kleine Gruppen nahmen die Gelegenheit wahr, beim gemeinsamen Schnacken auf der Straße ein paar Minuten zu verweilen oder wie Sarah Verheiden und ihre neunjährige Tochter Thalia bei „Go-In“ an den Kleiderständern zu stöbern. „Endlich mal was los in Kevelaer und nicht nur tote Hose wegen Corona. Für Kevelaer ist das gut“, fand die 30-Jährige.

Vor und in den Läden der Busmannstraße war an dem Abend viel los.

Was als günstiger Umstand an diesem Tag noch dazukam, war die Jubiläumsfeier von „Stoffqult“, wo in dem Laden eine große Ballon-„5“ im Raum schwebte, und die Neueröffnung von „Gustrau Fashion & Deko“. Inhaberin Gabriele Gustrau nutzte selbst zwischendurch mal die Gelegenheit, mit ihren beiden Nichten, die zu dem besonderen Anlass im „Rilano“-Hotel abgestiegen waren,  durch die Straße zu bummeln. „Wir haben bewusst heute eröffnet, weil das so ein besonderes Event ist“, meinte sie. „Das ist ein total gelungener Einstieg für uns. Kevelaer ist spitze.“ Ein paar Meter weiter war den Abend über bei der „Beauty lounge“ eine lange Schlange mit jungen Leuten zu sehen. „Ich will mir ein Zungenpiercing machen lassen“, verriet die 22-jährige Theresa aus Geldern.

Bei Chefin Lisa Verhaelen saß Rebecca Heideck, deren Freundin ihr das Nabel-Piercing zum Geburtstag geschenkt hatte. „Ein bisschen Angst hab ich schon“, sagte sie, entspannte sich aber angesichts der ruhigen, sicheren Arbeit der Inhaberin. „Gut, dass es so hell ist, da hat man noch Lust rauszugehen“, freute die sich über den Andrang.

Zwei wichtige Wünsche hörte man bei den Besuchern an dem Abend deutlich heraus: Einmal, dass es gut wäre, die Straße für den Autoverkehr für die Zeit des Anlasses zu sperren, und mehr Geschäftsleute, die sich an so einer Aktion mit beteiligen. „Wenn das von der gesamten Stadt getragen würde, könnte man das sicher auch anders kommunizieren und bewerben“, meinte Dirk Winkels von „Mutter&Kind.“ Und Hans Hahlen, seit 1948 Bewohner der Busmannstraße, äußerte den Gedanken, dass es schön wäre, „wenn jetzt noch eine Brass-Band aus Holland hier durchgehen würde.“

„Late Night Shopping“ am 4. September

Die Premiere des Kevelaerer „Late-Night-Shoppings“ im August bewerten die Organisatoren „trotz der tropischen Temperaturen“ als Erfolg und die Besucher hätten die zusätzliche Einkaufszeit genutzt, um entspannt und in kleinen Gruppen durch die sommerlich dekorierte Busmannstraße und die geöffneten Geschäfte zu bummeln. „Auch wenn die Stimmung aufgrund der aktuellen Situation nicht ganz so ausgelassen und fröhlich war wie bei ähnlichen Events in der Vergangenheit, so hat man doch gemerkt, wie gut dieses kleine Stück Normalität bei den Besuchern angekommen ist“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Am Freitag, 4. September 2020, gibt es unter dem Motto „Trends 2020“ die nächste Möglichkeit, bis mindestens 21 Uhr in den teilnehmenden Geschäften der Busmannstraße in Kevelaer zu bummeln und einzukaufen. Als kleinen Anreiz haben sich die Händler für diesen und die kommenden Termine etwas einfallen lassen: In allen teilnehmenden Geschäften gibt es spezielle „Late-Night-Shopping-Stempelkarten“, die beim Einkaufen nur während der verlängerten Öffnungszeiten mit Händlerstempeln gefüllt werden können. Wer bis zum Dezember-Termin seine Karte(n) mit vier unterschiedlichen Händlerstempeln gefüllt hat, kann an der großen Verlosung teilnehmen, bei der neben anderen attraktiven Gewinnen als Hauptpreis ein Einkaufsgutschein-Paket im Wert von 1.000 Euro winkt.

Unter der Überschrift „Trends 2020“ sind am 4. September in den Geschäften bereits die ersten Trends für die kommende Herbst- und Wintersaison zu sehen, die Straße ist spätsommerlich dekoriert, und für das leibliche Wohl ist ebenfalls wieder gesorgt, neben der heimischen Gastronomie auch durch die bereits von den „Spätschichten“ bekannte „Father & Son – Burger and Soulfood Company“, die „Cocktail-Ambulanz“ und die „Feelgoodys“.

Der Auftakt war verhalten

Passend zum Wetter hatte sich die Busmannstraße auch optisch dem „Summer Sale“-Thema angepasst. Vor den Türen standen Plastikpalmen oder sogar ein Pool, wo man mal die Hände hineinhalten konnte. Die Organisatoren hatten an drei Positionen verteilt über die Straße Anbieter von Leckereien und Getränken positioniert. Florian Elsmann und seine zwei Kollegen betreuten den „Feelgoody“-Stand nahe der Sparkasse – und hatten nicht viel zu tun. „Es ist sehr mau, einfach zu warm. Die Leute sitzen eher im Garten und grillen“, war seine Vermutung. Trotzdem wagten es doch einige Menschen in die City. Die Kervenheimerin Sigrid Ehrentraut wollte gerade Geld holen. „Die Atmosphäre ist sehr schön, gemütlich und entspannt. Ein bisschen warm, aber passend zur Jahreszeit. Meinen Mann habe ich da vorne ‚geparkt‘. Wir machen uns noch einen schönen Abend“, meinte sie.

An der „Cocktail Ambulanz“ gönnte sich Andrea Niederholz   eine Erfrischung: „Ich muss nicht fahren“, lachte sie. Das Ambiente gefiel ihr sehr. „Überall Klappstühle, der Pool. Hier kann man gut schnuppern“, sagte sie und schlenderte entlang der Einkaufsstraße anschließend weiter.

Claudia aus Twisteden betrat mit drei Freundinnen den „Go In“-Laden. „Wir waren bei einer Freundin, die in der Nähe wohnt und haben gesagt, wir gehen mal vorbei gucken.“ Bei „Vrede“ hatten sie nichts Passendes gefunden, jetzt stöberten sie hier. „Es ist gut, aber ich finde es sehr leer.“ Die beiden anwesenden Verkäuferinnen ließen sich trotzdem nicht entmutigen. „Die Leute haben alle gute Laune, sind froh, dass sie wieder auf die Straße können und was los ist. Und je später es wird, desto mehr kommen.“

Nette Gespräche bei einem Gläschen Wein

Auch bei Nießen kamen die Leute zusammen, um gemeinsam den Wein zu genießen. Foto: AF

Am Weinhandel Nießen standen ein paar kleine Tische, an denen immer wieder mal einzelne Personen oder kleine Grüppchen zum Plausch stehenblieben. „Der Tropfen ist sehr zu empfehlen“, meinte Ludger Merten bei einem kühlen Getränk. „Für die Anstrengung des Tages ist es schade, dass es so ruhig ist“, war sein Eindruck.

Die Geschäftsleute selbst ließen sich von der mäßigen Resonanz nicht unterkriegen. „Ich bin froh, dass sich alles auf der Busmannstraße bewegt“, meinte Markus Nießen. „Und wenn man Wetter und Corona zusammennimmt, können wir sehr zufrieden sein. Wir haben Wein verkauft, hatten schöne Gespräche. Leider dürfen wir ja nicht an Tischen servieren, aber die Vorschriften gelten ja für alle. Wir verkaufen im Laden und die Leute müssen ihn vor der Tür trinken.“

Es kam wieder Stimmung in die Stadt

Markus Kaenders vom Modehaus sprach von einem „guten Anfang. Die Erwartungen waren gering, ein paar Leute waren da, und es ist eine nette Straßenatmosphäre.“ Für ihn war vor allem eine Sache wichtig: „Es sollte zeigen, dass wir leben, dass wir Feste feiern können.“

Bei „Stoffqult“ bekamen altbekannte Gäste sogar mal ein kleines Gläschen. „Es war zwar mäßig, hätte besser sein können. Aber bei mir kommen viele Frauen gucken, von denen ich weiß, dass die nächste Woche zum Einkaufen wiederkommen“, meinte Inhaberin Sabine Toonen. Sie sah die Aktion als „eine positive Marketing-Geschichte.“ „Wir müssen uns eh nach der Decke strecken wegen Corona und alles Mögliche versuchen, den Kunden so viel wie möglich zu zeigen, dass es sicher in der Stadt ist.“

Und Nadine Kerkmann räumte bei „Wäsche und mehr“ am Ende der drei Stunden schon mal die Plastikpalmen und die draußen stehenden Verkaufsartikel rein. „Es war ganz gut, hat sich auf jeden Fall gelohnt“, wusste die Mitarbeiterin zu berichten. „Es sind einige Leute reingekommen, haben aber auch viel gekauft. Da habe ich nicht mit gerechnet bei den Temperaturen.“

Das Beste aus der Situation herausgeholt

Auch die kleinen Besucher hatten Spaß. Foto: AF

Andreas Gertzen, Mitinitiator vom „Schauplatz“, sah es ähnlich: „Warm aber schön – für eine Premiere sehr gut. Voll wäre nicht gut gewesen, ganz leer auch nicht.“  Dafür, „dass es relativ kurzfristig war und super heiß war“, habe man das Beste rausgeholt. „Ich denke, dass die Leute Lust haben, sich ein Stück Normalität zu erobern und was zu erleben. Wir haben versucht, im Rahmen des Möglichen etwas anzubieten. Und die, die da waren, haben sicher auch einen netten Abend gehabt.“

Die Hoffnung richtet sich auf die kommenden drei Abende, die bis Dezember noch vonstatten gehen sollen. Am 4. September gibt es „Late Night Shopping“ unter dem Motto „Trends 2020“, am 2. Oktober folgt der „Herbstzauber“. Am 6. November heißt es dann „It´s cold outside“. Und am 4. Dezember herrscht auf der Busmannstraße „Vorfreude“.

Neues Shopping-Erlebnis in Kevelaer startet

Besondere Zeiten erfordern besondere Aktionen: Unter diesem Motto haben sich die Händler und Gastronomen der Wallfahrtsstadt für die kommenden Monate etwas einfallen lassen. Erstmalig – und zum Start auch nur auf der Busmannstraße – bleiben am Freitag, 7. August 2020, die Geschäfte bis 21 Uhr geöffnet. Unter dem Motto „Summer SALE“ gibt es rund um das Thema „Sommer, Sonne, Strand und Urlaub“ viele Angebote in und vor den Geschäften – unter Berücksichtigung der Auflagen der aktuellen Coronaschutzverordnung. Diesen Auflagen ist es auch zu „verdanken“, dass zwar alle Termine (jeweils der erste Freitag im Monat) und Themen für das „Late-Night-Shopping“ bis zum Ende des Jahres bereits feststehen, die Inhalte und Aktionen aber kurzfristig der aktuellen Lage angepasst werden müssen.

So wird zum Beispiel derzeit noch gemeinsam mit der Stadt geprüft, ob es bei der Premiere ein kleines Speisen- und Getränkeangebot geben kann. Und vielleicht sind im weiteren Verlauf des Jahres ja noch weitere kleine „Highlights“ möglich.

Die aktuelle Terminplanung im Überblick: 4. September (Motto: „Trends 2020“); 2. Oktober („Herbstzauber“); 6. November („It‘s cold outside“) und 4. Dezember („Vorfreude“).