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Auch Kevelaerer*innen können in die Pedale treten

Stadtradeln startet am 21. Juni

Am Montag, 21. Juni, startet das diesjährige „Stadtradeln“. Alle 16 Städte und Gemeinden des Kreises Kleve nehmen unter dem Motto „Mit dem Rad zum Einkaufen“ gemeinsam teil.

Fleißige Zweiradfahrer beim dritten Stadtradeln

Deutlich mehr Kilometer, mehr Teilnehmer und zwei Kreis-Sieger – so lautete die Bilanz des dritten Kevelaerer „Stadtradelns“. Zur Ehrung der besten Radler im Zuge des Wettbewerbs hatte die Klimaschutzmanagerin Nina Jordan die Vertreter der Gruppen und die Einzelradler in den Ratssaal der Stadt eingeladen. „Es ist eine etwas andere Siegerehrung, es hat ein anderes Stadtradeln gegeben – und trotzdem sind die Zahlen gut“, lobte Jordan die insgesamt 278 Teilnehmer für ihren Fleiß auf dem Zweirad. Damit konnte die Klimaschutzmanagerin zugleich auch einen neuen Teilnehmerrekord vermelden -  stolze 71 Prozent mehr als im Vorjahr. Und mit der „Stiftung Wadentest“ fand sich auch der ihrer Meinung nach originellste Team-Name.   

Die Corona-Pandemie habe dazu sicher ihren Beitrag geleistet, vermutete sie. „Das hat natürlich nochmal ‘Rückenwind’ gegeben dieses Jahr. Es haben deutlich mehr Leute das Rad lockdown-bedingt wiederentdeckt. Das Radfahren war eines der wenigen Dinge, die man während dieser Zeit so machen konnte.“ Und unter den Teilnehmern seien auch „erfreulich viele Parteien und Parlamentarier“ – insgesamt 14 – gewesen, sagte Jordan. Der positive Effekt für die Umwelt zeigte sich dementsprechend in der hohen Zahl der Kilometer, die die Teilnehmer in den drei Sommerwochen vom 15. Juni 2020 bis zum 5. Juli 2020 absolviert hatten.

67.412 Kilometer bedeuteten unter dem Strich eine Einsparung von zehn Tonnen Kohlendioxid, die man sonst mit dem Auto verbraucht hätte. „Das ist eine Strecke zweimal von hier aus nach Australien und wieder zurück – und die zehn Tonnen entsprechen zwei Millionen gefüllter Luftballons“, verdeutlichte Jordan die Dimension, die das Ergebnis der Aktion hat. Im vergangenen Jahr hatte die Quote noch bei 56.302 Kilometern und 7,995 Tonnen gelegen.

Die Belohnung: 41 Kevelaer-Taschen

Maik Thesing nahm mit einem Mitstreiter die insgesamt 41 Kevelaer-Taschen als „Belohnung“ für die Leistung als radelaktivstes Team in absoluten Kilometern entgegen. „Wahrscheinlich werde ich jetzt eine Rundmail schreiben und die Sachen dann gleich verteilen“, griffen sich die beiden die Beutel und schwangen sich nach der Ehrung damit tatsächlich auf ihre Räder. Als Team „the different“ hatten die 41 Mitglieder seiner Gruppe stolze 12.438 Kilometer zurückgelegt und 1828 Kilo Co2 eingespart.

„Ich mache jedes Jahr ein Team – das sind Freunde und Verwandte, vom KSV welche, einige von der Leichtathletik. Und es kommen immer mehr Leute“, stachele man sich da auch ein gutes Stück gegenseitig an. „Ich glaube schon, dass einige schon mehr Rad fahren, wenn man denen sagt, du musst mehr Kilometer machen als ich. Das kommt da zum Tragen.“

Bester Pendler wurde in diesem Jahr Klaus Beckers mit insgesamt 753 Kilometern und einer Einsparung von 109 Kilogramm Co2. Erfolgreichstes Firmenteam waren die Stadtwerke Kevelaer mit elf Teilnehmern und 2225 Kilometern, was 237 Kilo Co2 entspricht.

Kilometer pro Kopf

Christina und Gerhard Paplinski aus Kervenheim durften bei der Ehrung gleich zweimal nach vorne kommen – einmal, weil sie in Kevelaer mit 1551 Kilometern und 228 eingesparten Kilo Co2 das radaktivste Team gemessen an den Pro-Kopf-Kilometern waren, und dann noch, weil sie in einer Auswertung für den Kreis Kleve auch die Nase vorn hatten.

Was sie dazu bewogen hatte, an dem Wettbewerb teilzunehmen? „Weil wir Zeit hatten – und mit Corona waren wir halt zu zweit immer allein unterwegs“, erzählte Gerhard Paplinski. Dementsprechend „haben wir uns halt so ein paar Ziele vorgenommen“, ergänzte seine Frau. Und so traten die beiden mächtig in die Pedale, um in der Umgebung eine Reihe von Orten abzufahren – von Kervenheim ging es nach Venray, Nijmegen, Anholt, Xanten bis nach Menzelen.

In der kreisweiten Auswertung lagen die Kevelaerer Einzelpendler, die für das „Stadtradeln“ zusammengezählt wurden, vorn.   

Mitglieder der SPD Kevelaer radelten durch die Ortschaften

Am vergangenen Samstag radelte der Ortsvereinsvorstand der SPD Kevelaer im Rahmen der Stadtradeln-Aktion von der Kevelaerer Innenstadt aus zunächst zum Gradierwerk und danach weiter nach Kleinkevelaer und Twisteden, wo man sich zum gemeinsamen Minigolfen mit Bürgermeister Dr. Dominik Pichler und der Landtagsabgeordneten Ina Spanier-Oppermann traf. Bei Sonnenschein gab es viele interessante Gespräche zu den Themen Politik, Kultur und Entwicklung in Kevelaer. Weitere Ausflüge nach Winnekendonk und Kervenheim sind bereits in Planung.

„Für uns als SPD Ortsverein geht es beim Stadtradeln um zweierlei Dinge: zum einen natürlich um den Umweltschutz, also das Auto lieber mal stehen zu lassen und stattdessen den Drahtesel zu nehmen. Zum anderen auch darum, die vielen schönen Sehenswürdigkeiten unserer Heimatgemeinde zu besuchen und mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu kommen.“, sagt Moritz Walter, Pressesprecher des Ortsvereins. „Politik muss auch Spaß machen“, ergänzt Ulli Hütgens, Ortsvereinsvorsitzender. „Daher liegt es bei einem wunderschönen Wetter wie am Samstag natürlich nahe, politischen Austausch mit einer guten Aktion wie dem Stadtradeln zu verknüpfen.“

Kevelaer beim Stadtradeln nach vorne bringen

Die bundesweite Kampagne „Stadtradeln“, bei der Kevelaer bereits zum zweiten Mal mitmacht, geht in die zweite Woche. In den ersten sieben Tagen sind bereits weit über 10.000 Kilometer geradelt worden, aktuell haben die Kevelaerer die 24.000-Kilometer-Marke geknackt. Nach wie vor können sich alle, die in Kevelaer wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder einem Verein angehören, an der Kampagne beteiligen, die noch bis 23. August 2019 läuft.

„Probieren Sie das Fahrrad aus als Verkehrsmittel im Alltag“, rät Klimaschutzmanagerin Nina Jordan. „Sie werden feststellen, dass es sehr angenehm ist, sich an der frischen Luft zu bewegen.“ Denjenigen, die bereits überzeugte Viel-Radler sind, dankt sie für ihre vielen Kilometer. „Es hat mich schon erstaunt zu sehen, dass manche auf mehrere Hundert geradelte Kilometer pro Woche kommen. Das ist natürlich super, um Kevelaer im Ranking der Kommunen nach oben zu befördern.“

Preise für die Teilnehmer

Den Teams mit den meisten Kilometern winken attraktive Preise von den lokalen Sponsoren. Unter allen Teilnehmern werden außerdem Preise verlost, damit es sich auch für die lohnt, die nicht die Chance haben, überdurchschnittlich viel zu fahren. Denn, so Jordan: „Jeder Kilometer zählt für die Umwelt und die eigene Gesundheit“.

Einen Tipp hat sie noch für alle Kurzentschlossenen: Am Freitag, 16. August 2019, wird am Nachmittag eine geführte Radtour zum Rouenhof in Kervenheim stattfinden. Hier gibt es Gelegenheit für Kaffee und Kuchen, die Besichtigung der Ställe sowie die Ausstellung „Irrweg Pestizide“ zum Thema Chemie in der Landwirtschaft. Nur wenige wissen um die negativen Effekte der zahlreichen chemischen Substanzen, die von Menschen in die Umwelt ausgebracht werden, und das will die Ausstellung ändern. Die Tour ist für Familien geeignet. Infos zur Radtour und zum Stadtradeln gibt es unter www.stadtradeln.de/kevelaer und Tel. 02832-122740.

Startschuss fürs “Stadtradeln”

Radfahren ist in Kevelaer beliebt. Es könnte also klappen, was die Stadtverwaltung da vor hat und in einer Pressemitteilung euphorisch so formuliert: „Ab dem 4. August radelt ganz Kevelaer beim diesjährigen ‚Stadtradeln‘. Die Kommune nimmt erstmalig an der Kampagne des Klima-Bündnisses teil. Da Newcomer-Kommunen gesondert prämiert werden, hat Kevelaer eine gute Chance, in diesem bundesweiten Wettbewerb aufs Siegertreppchen zu steigen. Jetzt heißt es: Radeln für ein gutes Klima! Interessierte können sich noch bis einschließlich 24. August unter stadtradeln.de/kevelaer anmelden und ein Team gründen oder einem Team beitreten, um Kilometer zu sammeln. Jeder, der kein eigenes Team gründen will, tritt einfach dem offenen Team bei.“

Jeder Kilometer zählt

Die Kevelaerer Klimaschutzmanagerin Nina Jordan erklärte: „Fahrrad fahren ist eindeutig im Kommen und wir wollen Kevelaer als Fahrradstadt etablieren. Die Bürgerinnen und Bürger können mit ihrer Teilnahme am Stadtradeln zeigen, wie wichtig ihnen das Thema ist. Auch die, die sowieso oft fahren, sind angesprochen. Jeder Kilometer zählt.“

Bürgermeister Dominik Pichler und die Klimaschutzmanagerin Nina Jordan laden alle Kevelaerer herzlich ein, sich am Auftakttag am Stand des Stadtradelns auf dem Stadtfest an diesem Wochenende zu informieren und zu registrieren (Samstag, 11-17 Uhr, Peter-Plümpe-Platz). „Es winken tolle Preise dank unserer Partner Zweirad Peters, Fahrrad Service Bosch, Intersport Dorenkamp und FranceBike. Mitmachen lohnt sich aber auf jeden Fall, denn unter allen Teilnehmern werden Trostpreise verlost“, betont Jordan Zum Stadtfest wird selbstverständlich eine Anreise mit dem Fahrrad begrüßt.

Mehr Informationen unter
stadtradeln.de
facebook.com/stadtradeln
twitter.com/stadtradeln

Kevelaer radelt erstmals für ein gutes Klima

2008 wurde deutschlandweit das „STADTRADELN“ für mehr Klimaschutz und Radverkehr ins Leben gerufen. Kevelaer ist vom 04.08. bis 24.08.2018 zum ersten Mal mit von der Partie. In diesem Zeitraum können alle Personen, die in Kevelaer arbeiten, wohnen, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen bei der Kampagne „STADTRADELN“ des Klima-Bündnisses mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln.
Die Kampagne richte sich „insbesondere an Mitglieder des Stadtrates und der städtischen Ausschüsse, denn sie sind Vorbilder und können die Weichen stellen für Radverkehrsförderung und -planung in Kommunen“, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung. Anmelden können sich Interessierte schon jetzt unter „stadtradeln.de/kevelaer“.
„Der Bürgermeister ist begeistert und fährt mit“, so die Mitteilung der Stadt. Und weiter: „Mit dem Fahrrad fahren ist gesund für Leib und Seele, hilft gegen verstopfte Innenstädte und hält auch noch die Luft rein.“ Beim Wettbewerb „STADTRADELN“ geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren sowie um tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
„Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstünden im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursache der Innerortsverkehr“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren werden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.“
Jeder könne ein „STADTRADELN“-Team gründen bzw. einem beitreten, um am Wettbewerb teilzunehmen. Dabei sollten die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad privat und beruflich nutzen. Als besonders beispielhafte Vorbilder sucht Kevelaer auch sogenannte „STADTRADELN“-Stars, welche „demonstrativ in den 21 „STADTRADELN“-Tagen kein Auto von innen sehen und komplett auf das Fahrrad umsteigen“. Diese sollen nach Möglichkeit während der Aktionsphase von lokalen und/oder überregionalen Medienpartnern begleitet werden und über ihre Erfahrungen in ihrem „STADTRADELN-Blog“ berichten.
Der Kevelaerer Bürgermeister Dominik Pichler und die Klimaschutzmanagerin Nina Jordan hoffen auf eine rege Teilnahme aller Kevelaerer, Parlamentarier­Innen und Interessierten beim „STADTRADELN“, um dadurch aktiv ein Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen. Für die besten Teams winkten tolle Preise von Sponsoren, schreibt die Stadt Kevelaer.