Bei einem derart klassischen Set eines Krimi-Theaterstücks läuft‘s einem schon vorher eiskalt den Rücken runter: Eine abgelegene Berghütte, ein verschneiter Winterabend, eine ebenso illustre wie absonderliche Hüttengesellschaft, ein überraschender Gast … Tausendmal gehört bzw. gesehen, tausendmal is nix passiert, außer ein obligatorischer Todesfall und die ober-obligatorische Aufklärung durch einen verschrobenen Meisterdetektiv oder eine pragmatische Amateuer-Ermittlerin. Doch beim „Alpenkrimi“-Autor Jörg Maurer ist und kommt in dessen Bestseller-Büchern alles ganz anders und die Bühnenadaption; die im Bühnenhaus zu sehen war, steht dem in nichts nach: „Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt“ lautet die Vorlage, die Intendant, Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner Thomas Rohmer für ein zehnköpfiges Ensemble seiner „Theatergastspiele Fürth“ ausgelegt hat.

Mit einfrierenden Szenen, aus denen sich immer wieder Einzelpersonen lösen, um dem Publikum gegenüber Erklärungen abzugeben, schafft das Theaterstück den Spagat zum Buch. Die vorherrschende Mischung aus Melancholie und Heiterkeit, die den Kommissar Jennerwein und mit ihm die Leser durch die Bücher trägt, kommt vielleicht etwas zu kurz. Doch einige lustige Regieeinfälle, wie etwa die akrobatische Untersuchung einer verdächtigen Weihnachtskeksdose zur Musik von „Mission Impossible“, machen das wieder wett und lassen die Zeit nicht lang werden.

Dazu trägt auch bei, dass zumindest dieser Alpenkrimi des Bestsellerautors so angelegt ist, dass der Kommissar und sein in der Hütte zur Weihnachtsbetriebsfeier versammeltes Team nicht etwa einen Fall lösen müssen, sondern dieser sich in Form einer Entführung vor ihren Augen entwickelt. Muss man auch erstmal drauf kommen. Auch Jennerwein und sein Team brauchen etwas Zeit, um die Zeichen derselben deuten zu können. Das und diese Zeit nutzt das Bühnenstück wiederum fü…