Zweierlei Löwen an der Busmannstraße

KB-Autor Wilfried Schotten hat sich wieder auf einen Streifzug durch sein Kevelaer-Archiv begeben

Ansichten der Busmannstraße aus dem Jahre 1981 und 2007. Fotos: WiScho

In der Höhe des ersten oder auch zweiten Stockwerks unserer Häuserfassaden sind ganz interessante Dinge zu finden, zu denen ich als „Hans guck in die Luft“ hin und wieder aufschaue, eine „gehobene“ Kopfhaltung, die sich manchmal wirklich lohnt. Der „Goldene Löwe“ z.B. an der Amsterdamer Straße wurde fast bis zu ihrem Tod in 1980 von Margarethe Aengenheyster als uneingeschränkte Chefin mit zweien ihrer Töchter geleitet. Und sie bildet die gedankliche Brücke zu einem weiteren Löwen. Den finde ich an der Busmannstraße rechts neben dem Eingang zur LuGa.

Die älteren Kevelaerer erinnern sich noch an die Drogerie Ambaum in diesem Gebäude. Über seinem Eingang wacht ebenfalls eine Löwenfigur und dazu, ein paar Meter höher, ein entsprechender Kopf. Diese Drogerie gehörte um 1900 herum einem anderen Inhaber namens Leukers. Hier haben wir endlich die erwähnte Brücke:

Er war der Vater der obigen Chefin, die später einen gewissen Gerhard Aengenheyster heiratete. Leukers soll angeblich und unbewiesen die Löwenfigur über seinem Drogerieeingang von Hand angefertigt haben. Es wäre plausibel, dass die beiden Löwenkörper von Amsterdamer und Busmannstraße etwas miteinander zu tun hatten, leider ist dies nicht belegbar.

Das ältere Foto zeigt die Folgen eines Brandes in 1981. Heute beherbergt das Gebäude eine gute Einkaufsquelle für modische Accessoires.