Transparenzhinweis der Redaktion: Der Autor dieses Beitrags, Rudolf Beerden, ist Herausgeber des Kevelaerer Blatt und übernimmt ab September 2026 zusätzlich die Repräsentanz des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) für den Kreis Kleve. Er wird beim Zukunftsdialog in dieser neuen Funktion anwesend sein. Diese Nebentätigkeit hatte keinen Einfluss auf Auswahl und Bewertung der in diesem Beitrag genannten Fakten. Details am Ende des Beitrags.
Was braucht unsere Region, damit sie 2035 noch stark dasteht? Diese Frage klingt groß, wird aber am Freitag, 18. September, ganz konkret verhandelt – im Forum der Realschule An der Fleuth in Geldern. Der „Zukunftsdialog Wirtschaft“ der LEADER-Regionen „Lei.La“ und „Lemini“ richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte sowie wirtschaftlich Interessierte aus dem Kreis Kleve und der Region.
Wer in Kevelaer ein Geschäft, einen Betrieb oder eine Werkstatt führt, könnte versucht sein, den Termin als Gelderner Angelegenheit abzuhaken. Ein Blick auf das Programm zeigt: Kevelaer sitzt an diesem Nachmittag mit am Rednerpult.
Kevelaer ist Teil des Bündnisses, nicht der Zaungast
Die LEADER-Region „Leistende Landschaft“, kurz Lei.La, ist ein Zusammenschluss von vier Kommunen: Geldern, Kevelaer, Nettetal und Straelen arbeiten hier seit 2016 gemeinsam an der Entwicklung des ländlichen Raums.
Der Zukunftsdialog ist der Höhepunkt eines ganzen Bündels an Fokusworkshops, mit denen Lei.La derzeit das Handlungsfeld „Regionale Wirtschaft, Wertschöpfung und Ernährung“ bearbeitet (leader-leila.de).
Kevelaerer Unternehmen sind also nicht nur eingeladen, sie gehören zur Zielgruppe, für die dieses Förderprogramm überhaupt gemacht ist. „Die bisherigen Anmeldezahlen zeigen, dass das Thema einen Nerv trifft“, sagt Ute Neu, Geschäftsführerin der Leader-Region Leistende Landschaft, über die gute Resonanz auf die Veranstaltung.
Vom Zielbild zurückdenken statt sich Schritt für Schritt vorzutasten
Den Auftakt macht Prof. Dr. Andreas Engelen von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit seinem Impulsvortrag „Von der Vision zur Umsetzung: Mit Future-Back die Zukunft des Unternehmens gestalten“.
Der Ansatz dreht die übliche Planungslogik um: Statt sich von heute aus Schritt für Schritt in die Zukunft zu tasten, wird zunächst das gewünschte Zielbild entworfen – und von dort aus rückwärts überlegt, was jetzt zu tun ist. Für kleinere Kevelaerer Familienbetriebe, die oft im Tagesgeschäft kaum zum Luftholen kommen, kann genau dieser Perspektivwechsel wertvoll sein, wenn es um Nachfolge, Standorterweiterung oder neue Geschäftsfelder geht.
MERA aus Kevelaer zeigt, wie sich Nachhaltigkeit rechnet
Mit MERA Petfood steht eines der drei Praxisbeispiele des Nachmittags mitten in Kevelaer. Das Familienunternehmen produziert am Standort Kevelaer bereits seit Jahren CO2-neutral, beliefert von dort aus rund 40 Länder in Europa und ist darüber hinaus mit Exporten nach Afrika, Asien sowie Nord- und Südamerika präsent.
Wenn ein Kevelaerer Betrieb in Geldern erklärt, wie sich Klimaschutz und Bilanz vertragen, hören die Zuhörer keine Theorie aus dem Lehrbuch, sondern einen Erfahrungsbericht aus der Nachbarschaft.
Ergänzt wird die Praxisrunde durch BAAK Sicherheitsschuhe aus dem benachbarten Straelen, das über den Umgang mit Generationenwechsel und Nachfolge im eigenen Betrieb spricht, sowie durch die DHG Vertriebs- & Consultinggesellschaft aus Wachtendonk, die Nachhaltigkeit als Teil ihrer Unternehmensstrategie versteht und dafür bereits mit einer EcoVadis-Bronzemedaille ausgezeichnet wurde.
Beide Betriebe liegen von Kevelaer aus nur wenige Autominuten entfernt – und beide stehen vor Fragen, die auch viele Kevelaerer Familienunternehmen umtreiben: die Nachfolge im eigenen Haus und der Anspruch, wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, ohne die eigenen Werte zu verraten.
Schnelle Fakten
- Termin: Freitag, 18. September 2026, Einlass ab 14 Uhr, Programmstart 14.30 Uhr
- Ort: Forum der Realschule An der Fleuth, Geldern
- Veranstalter: LEADER-Regionen „Lei.La“ (Geldern, Kevelaer, Nettetal, Straelen) und „Lemini“, in Kooperation mit IHK und Volksbank an der Niers
- Zielgruppe: Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte, wirtschaftlich Interessierte aus dem Kreis Kleve und der Region
- Programm: Impulsvortrag „Future-Back“ von Prof. Dr. Andreas Engelen (HHU Düsseldorf), Praxisimpulse von MERA Petfood (Kevelaer), BAAK Sicherheitsschuhe (Straelen) und DHG (Wachtendonk), Netzwerkimpulse von Wirtschaftsjunioren, Agrobusiness Niederrhein und Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, Zukunftswerkstatt „Niederrhein 2035“
- Moderation: Antonia Cox, gemeinsam mit Regionalmanagerin Anne van Rennings
- Kevelaerer Beteiligung: MERA Petfood als Praxisbeispiel, Irrland-Geschäftsführer Benedikt Tebartz van Elst als Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Kreis Kleve
- Kosten und Anmeldung: kostenlos, Anmeldeschluss 10. September 2026 über leader-leila.de
Transparenzhinweis: Rudolf Beerden, Autor dieses Beitrags und Herausgeber des Kevelaerer Blatt, übernimmt ab September 2026 zusätzlich die Repräsentanz des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) für den Kreis Kleve und wird beim Zukunftsdialog in dieser Funktion anwesend sein. Diese Nebentätigkeit wird hiermit offengelegt, um einen möglichen Interessenkonflikt transparent zu machen; sie hatte keinen Einfluss auf die journalistische Auswahl oder Bewertung der in diesem Beitrag genannten Fakten. Wer im Rahmen dieser BVMW-Tätigkeit Kontakt aufnehmen möchte, erreicht Rudolf Beerden unter rudolf.beerden@bvmw.de.


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