Wenn man eine Sache viele Jahrzehnte macht, dann blickt man schon mal gerne zurück. Aber der Kabarettist Bruno Schmitz, seit über 30 Jahren der Motor und das Lenkrad des Kulturbüros Niederrhein, blickt nicht nur zurück, sondern immer wieder auch nach vorn – und hält so diverse Kleinkunstreihen am Niederrhein auf Trab.

Unter anderem die Reihe „Kabarett unter‘m Dach“, die nun ihr 34. Jahr in Kevelaer erlebt und im Forum der ÖBS und im Bühnenhaus schon manche Kabarett- und Comedygröße in ihren Anfängen präsentiert hat. Auch in dieser Spielzeit gibt es wieder eine wunderbare Auswahl aus Ikonen und Neuentdeckungen aus der Kleinkunstszene, die das Publikum in Kevelaer erleben kann.

Den Auftakt macht tatsächlich ein Grenzgänger zwischen den Genres Kabarett und Comedy: Ralf Senkel kommt am Sonntag, 21. September, 19 Uhr, in die Öffentliche Begegnungsstätte, die wie immer von Stefan Reudenbach und seinem Team in ein intimes Kleinkunststübchen verwandelt wird. Senkel ist so ein Typ, der sitzt (tatsächlich bei allen Auftritten und auf jeder Bühne) und erzählt. Aus dem und über den Alltag. Aus den und über Erinnerungen, mit Witz und Tiefgang, mit Pointen und Phrasen, mit Komik und Charisma. „Der hat gesessen!“ hat er sein erstes Soloprogramm genannt, und das wird man wohl am Ende nicht nur über diesen Kleinkünstler selbst…