Jamie wurde ganz komisch zumute, sein Körper fühlte sich ganz anders, fast schon behäbig an, beinahe tapsig bewegte er sich durch das Kevelaerer Konzert- und Bühnenhaus. Schuld daran war der „Altersanzug“, den ihm die Mitarbeiterinnen der Caritas angelegt hatten: Eine Brille, die sein Sehvermögen einschränkte, Gewichte an den Fußgelenken und am Oberschenkel, Handschuhe, die die Motorik der Hände verändern, ein schweres Oberteil, das einer Sicherheitsweste ähnelte. „Das war ein krasses Gefühl“, meinte der junge Mann nur, als er wieder dem Anzug entsteigen konnte.

Leben im Alter, wie ist das? Bei der achten Gesundheitsmesse am vergangenen Sonntag konnten die Gäste zahlreiche Möglichkeiten der Selbsterfahrung austesten, und vor allem wichtige Informationen für die Altersgruppe und ihre Angehörigen sammeln und mitnehmen. Initiiert hatte diesen Tag, wie schon in den Jahren zuvor, der Seniorenbeirat der Stadt Kevelaer. Dessen Vorsitzender Josef Lipka erläutert das Konzept der Gesundheitsmesse: „Hier können die Besucher sehen, welche Hilfsangebote es für sie in jeder Lage gibt, und auch für deren Angehörige aus der Familie bieten wir zahlreiche Möglichkeiten der Unterstützung an.“ Diese schließen technische Hilfsmittel wie Rollatoren, Rollstühle, Notruf und Duschhocker ebenso mit ein wie Kontaktadressen zu wichtigen Hilfsdiensten, Sozialverbänden (VdK), Sanitätshäusern und Pflegeeinrichtungen, so der Kevelaerer. „In diesem Jahr haben wir die Messe unter das Schwerpunktthema „Demenz – Gegen das Vergessen“ gesetzt“, erklärt Josef Lipka. Gerade in diesem Bereich s…