Winnekendonker Kinderchor begeisterte mit „Schneewittchen“

Mit „Schneewittchen“ hat der Kinderchor der Pfarrgemeinde St. Urbanus unter Leitung von Birgit Lorenz schon zum 28. Mal in Folge ein großartiges Singspiel präsentiert. Bereits seit dem Sommer hatten die zurzeit 33 Kinder das Stück „Schneewittchen“ eingeübt, das nun in vier Darbietungen aufgeführt wurde.

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“, so die berühmte Frage der neuen, bösen Königin und Stiefmutter, gespielt von Alea Kutschereiter, an ihren Zauberspiegel, der von fünf Mädchen dargestellt wurde. „Erst wenn sie hört: Frau Königin, ihr seid die Schönste hier!, gibt sie Ruhe. Mich küsst sie sogar oft. Igitt!“, so die Spiegel zueinander, als sie wieder unter sich waren. Auch die Diener waren sich einig: „Sie ist zwar schön, aber so kalt und sie hat so stechende Augen.“

Schneewittchen, die anfangs von Sophie Henow, später von Magdalena Chmiel gespielt wurde, sollte getötet werden, weil sie immer schöner wurde. Der Jäger alias Emely Aufermann führte sie zwar in den Wald, aber dort musste er vor den Waldtieren Eule, Specht, Igel und Fuchs zugeben: „Der Königinnen Plan ist fies, ich find das von ihr ganz schön mies!“ Mitleidig ließ er Schneewittchen laufen und diese kam zu den sieben Zwergen.
Die fünf Spiegel schließlich sagten der bösen Königin mutig die Wahrheit: „Schneewittchen ist tausendmal schöner als ihr!“ Diese wendete sich an eine alte Hexe, die von Charlotte Paris gespielt wurde. Triumphierend sang die Königin, nun im Besitz eines Giftfläschchens ins Publikum: „Ich bring sie um, drauf seid gefasst!“ Und als Schneewittchen mit dem vergifteten Kamm im Haar wie tot umfiel, sagte sie böse: „Dumme Pute! Schön bist du jetzt mit dem Kamm. Schön und tot! Haha!“

Doch erst der vergiftete Apfel führte zum vollen Erfolg der bösen Königin: „Dieses Mal sind wir wirklich zu spät gekommen. Wir legen Schneewittchen in einen gläseren Sarg, dann können wir sie immer anschauen“, beschlossen die sieben Zwerge. Prinz Heinrich alias Lilli Kutschereiter verliebte sich in Schneewittchen im gläsernen Sarg und bat darum, diesen auf sein Schloss mitnehmen zu dürfen. Dabei fällt das Apfelstück heraus und Schneewittchen wacht auf. Die sieben Zwerge, die erst mit weißen Taschentüchern laut schnäuzend dastehen, geben Schneewittchen schließlich gerne ab, nachdem sie hörten, dass sie diese immer besuchen können. „Lasst uns Hochzeit feiern und fröhlich sein“, verkündete Prinz Heinrich. So winken schließlich die Zwerge dem jungen Paar fröhlich mit den Tüchern nach. Und im Lied sangen alle zum Schluss über die böse Königin: „Jetzt kriegt sie ab den rechten Lohn, und sitzt nicht mehr am Königsthron!“

Viele Eltern hatten wieder vor und hinter der Bühne, im Vorfeld und bei den Aufführungen unter der Regie von Barbara Lemkamp-Kroon, Ursula Aufermann und Birgit Lorenz zum Gelingen beigetragen, Kostüme und Requisiten erstellt und viele Kinder aufwändig geschminkt. Die zahlreichen Gäste genossen auch die reichhaltige Auswahl beim Kuchenbüffet der Cafeteria.