Schottergärten sind nicht nur lebensfeindlich für Insekten, Vögel, Igel und Co., sondern auch schlecht für das lokale Klima und den Wasserhaushalt, weil sie sich stark aufheizen und Regenwasser nicht speichern können. Deswegen sind sie seit Januar 2024 in der Landesbauordnung NRW sogar explizit verboten (§ 8 BauO NRW 2018). In Kevelaer betrifft es zwischen 2.000 und 2.400 Gärten aus Splitt und Schotter, die in blühende Anlagen umgewandelt werden müssten.

Oft wird als Hauptargument für das Anlegen von Schottergärten die einfache Pflege genannt. Doch wie ist das in der Realität? Ist nur der Zeitmangel zur Pflege Grund für die Auswahl eines Schottergartens oder spielen andere Gründe eine Rolle, wie zum Beispiel der finanzielle Aspekt oder der persönliche Geschmack? Fehlt es an Alternativen? Wissen Bürgerinnen und Bürger über die Auswirkungen von Schottergärten Bescheid? Was würde die Menschen motivieren, sich für einen Naturgarten zu entscheiden?

Um diese Fragen zu beantworten und um die zukünftige Entwicklung von Vorgärten in Kevelaer gezielter zu gestalten, wurde eine Umfrage von der Abteilung Stadtplanung und Umwelt der Wallfahrtstadt Kevelaer erstellt und steht vom 25. März bis zum 19. April über das Portal „Beteiligung NRW“ unter dem Link https://beteiligung.nrw.de/portal/kevelaer/beteiligung/themen/1006061 zur Verfügung.

Alle Kevelaerer und Kevelaererinnen, die einen Vorgarten besitzen, können anonym an der Umfrage teilnehmen. Je mehr Menschen mitmachen, desto genauer werden die Ergebnisse und umso gezielter kann die Wallfahrtsstadt Kevelaer in Zukunft Maßnahmen ableiten, wie zum Beispiel das Anlegen von Wildblumenbeeten als Anschauungsmaterial und Inspiration, weitere Vorgartenwettbewerbe ausrufen oder Informationsveranstaltungen organisieren.
Die Ergebnisse der Online-Umfrage werden im Rahmen der Veranstaltung „Vorgarten naturnah gestalten“ am 25. März um 18 Uhr im Forum der Öffentlichen Begegnungsstätte Kevelaer vorgestellt. An diesem Abend referiert der Gartenberater Philippe Dahl-mann vom Verband Wohneigentum. Interessierte können sich im Vorfeld per E-Mail an umweltschutz@kevelaer.de für die Veranstaltung anmelden.