Am Sonntag, 3. November, fand auf dem Gocher Marktplatz eine Informationsveranstaltung zum geplanten Nationalpark Reichswald statt.
Rund 150 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung, um mehr über die Chancen und Herausforderungen des Nationalparks zu erfahren.
Moderiert von Katja Eis, Mitglied der Initiative Internationalpark Reichswald, gab es einen regen Austausch über die mögliche Entwicklung der Region.
Josef Tumbrinck, Abteilungsleiter für Naturschutz im Umweltministerium des Landes NRW, war einer der Hauptredner und betonte die positiven Auswirkungen, die Nationalparks auf ihre Umgebung haben.
„Die Erfahrung zeigt, dass in allen deutschen Nationalparkregionen die Bürger ihren Nationalpark schätzen und nicht missen möchten“, erklärte Tumbrinck.
Er nahm den Anwesenden die Sorgen, die insbesondere in Bezug auf die Trinkwassergewinnung und die Landwirtschaft geäußert wurden.
„Die Nationalparkgrenze ist auch eine Grenze der Bestimmungen. Die Landwirtschaft ist von den Bestimmungen für den Nationalpark nicht betroffen und auch die Trinkwasserversorgung bleibt weiterhin möglich“, so Tumbrinck weiter.
Der geplante Nationalpark, der in Anlehnung an den erfolgreichen Nationalpark Eifel entstehen soll, könne, wie zahlreiche Beispiele zeigten, der Region einen touristischen Aufschwung bescheren.
Tumbrinck erläuterte, dass die Kosten für einen Nationalpark vollständig vom Land getragen würden, während die Kommunen optional in die Infrastruktur, wie etwa Busverbindungen, investieren könnten – die sei aber keine Verpflichtung.
Die Veranstaltung bildete den Abschluss einer einwöchigen Wanderung durch den Südkreis des Kreises Kleve, bei der Katja Eis die Bürgerinnen und Bürger einlud, sich selbst ein Bild von der Option eines Nationalparks für die Region zu machen.
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