Wenn das Urmel und Jim Knopf die Bühne betreten

Da muss man sich schon etwas trauen! 26 Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums hatten vor gut 200 Gästen ihren großen Auftritt im Konzert- und Bühnenhaus. Zwei Geschichten der Augsburger Puppenkiste präsentierten die Mädchen und Jungen der Theater AG als Bühnenstücke und zeigten damit, was sie seit dem letzten Oktober mit den Lehrerinnen Birgit Coersmeier und Ricarda Corbach einstudiert hatten.

„Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, ein Schauspiel für Kinder nach dem gleichnamigen Buch von Michael Ende (Unterstufe) und „Urmel aus dem Eis“, ein Musical für große und kleine Kinder, nach einem Buch von Max Kruse und in einer Bühnenbearbeitung von Frank Pinkus (Mittelstufe) brachten die jungen Mimen mit großem Enthusiasmus auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Man hatte das Gefühl, als sei es wirklich ihre Welt, in der sie sich bewegten. Alle füllten ihre Rollen ganz und gar aus. Mimik, Sprache und Gestik – alles passte und sie zeigten eine Bühnenpräsenz, die schon sehr professionell wirkte. Die jungen Laien konnten ihre Rollen so glaubwürdig darstellen, dass sie die Illusion erzeugten, die verkörperten Personen und Figuren seien tatsächlich anwesend.

Oberthema „Freundschaft“

„Oberthema war die Freundschaft zwischen Mensch und Tier“, beschrieb Ricarda Corbach die Auswahl der Stücke. Die Augsburger Puppenkiste feiert in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag und da boten sich deren Geschichten an. „Die Schülerinnen und Schüler hatten ein wenig Gestaltungsfreiheit und so fügten sie noch Rollen hinzu, die eigentlich nicht vorgesehen waren. Meerjungfrauen und Seepferdchen fanden so Einzug in die Bühnenstücke.“ Birgit Coersmeier erklärte, welche positiven Auswirkungen die Teilnahme an den Theater AG bedingt. „Selbstvertrauen und Selbstständigkeit werden gefördert.

Die Schüler lernen Situationen zu bewältigen und Gefühle auszudrücken. Die mediale Überflutung wird durchbrochen und es gibt einfach viel Freude. Es kommt gar nicht darauf an perfektes Theater zu spielen, sondern dass die Schüler etwas von sich selbst lernen. Konzentration und Merkfähigkeit werden zusätzlich verbessert und es ist einfach etwas Schönes, wenn Schüler und Lehrkräfte durch die andere Arbeit, als sie der Unterricht bietet, einander kennenlernen.“

Zum Schluss gab es viel App­laus und der Dank der Schüler ging an Eltern, die teilweise die Kostüme hergestellt hatten, an Hausmeister „Igel“ für Requisiten und Transporte, an den Förderverein für die Unterstützung, an die Lehrerinnen für die gute Vorbereitung und an alle, die dazu beigetragen hatten, dass es eine wirklich glanzvolle Aufführung werden konnte.