Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier besucht die Firma Wystrach in Weeze

Wasserstofftechnologie für die Energiewende

Der Weezer Bürgermeister Georg Koenen, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Wystrach-Geschäftsführer Wolfgang Wolter und CDU-MdB Stefan Rouenhoff (v.l.). Foto: mediamix

„Wir brauchen für die Energiewende hochspezialisierte Unternehmen wie Wystrach. Deshalb bin ich gerne hier zu Besuch.“ Mit diesem Statement begann Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier seinen Besuch bei der Weezer Firma am Sonntagabend. Passend dazu kündigte Geschäftsführer Wolfgang Wolter die nächste Expansionsstufe des Unternehmens an: Auf dem Werksgelände sollen im kommenden Jahr zwei neue Produktionshallen und ein Bürogebäude entstehen. Eine Millioneninvestition, durch die 100 Arbeitsplätze geschaffen werden.   

„Wir freuen uns, dass der Bundeswirtschaftsminister mit seinem Besuch bei uns die Bedeutung der Wasserstofftechnologie betont hat. Im Gespräch zeigte er sich thematisch fit und für unsere Anliegen aufgeschlossen. Es war ein angenehmer und offener Dialog auf Augenhöhe“, berichtete Wolter im Anschluss. Zu Beginn des Besuchs hatten der Geschäftsführer und Vertriebsleiter Matthias Kötter die Gelegenheit zu einem 45-minütigen Gedankenaustausch mit dem Minister. Anschließend starteten Altmaier und einige Gäste zu einem Firmenrundgang. Zu sehen bekam die Gruppe unter anderem ein Wasserstofftanksystem, das Wystrach für den Technologiekonzern Alstom entwickelt hat; damit werden Züge des französischen Schienenfahrzeugherstellers klimaneutral angetrieben. Zudem stellte die Geschäftsführung die innovative mobile Wasserstofftankstelle „WyRefueler“ vor. Peter Altmaier zeigte sich beeindruckt: „Ich habe heute viel gelernt.“ 

Umstieg von Koks auf Wasserstoff

Zur Sprache kam auch das Thema Förderung von Wasserstoffprojekten und -netzwerken. Dazu erklärte der Bundeswirtschaftsminister, dass in der ersten Förderrunde in diesem Jahr vor allem Großprojekte unterstützt wurden:  „Dazu zählt unter anderem der Umstieg von Koks auf Wasserstoff in der Stahlindustrie. Allein ThyssenKrupp hat einen Bedarf von 700 Millionen Euro angemeldet.“ Aber auch die Entwicklung leistungsstarker Elektrolyseure und der Aufbau von Transportkapazitäten seien gefördert worden. Die nächste Förderphase richte sich an mittelständische Unternehmen, damit benötigte Infrastrukturen aufgebaut werden könnten. Der Minister ermutigte Wystrach und Partner ausdrücklich, einen neuen Anlauf zu nehmen.  

Der Kreis Klever CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff, der den Ministerbesuch organisiert hatte, betonte die Bedeutung von Firmen wie Wystrach für den Wasserstoff-Standort Deutschland. „Das Unternehmen ist einzigartig in diesem Bereich und bietet enormes Wachstumspotenzial.“ 

Geschäftsführer Wolfgang Wolter konnte diese Einschätzung bestätigen, indem er Investitionen im „unteren zweistelligen Millionenbereich“ ankündigte. So wird eine 20.000 Quadratmeter große Fläche erschlossen, auf der im kommenden Jahr zwei neue Werkshallen und ein Bürokomplex entstehen. Verbunden ist dieser Wachstumsschritt mit der Schaffung von 100 neuen Arbeitsplätzen. „Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Realisierung dieser Pläne“, sagte der Minister zum Abschied.