Vorbereitet auf die Zeit danach

Schulleiter Karl Hagedorn war die Freude anzusehen, als er den 47 jungen Schülerinnen und Schülern der Stufen 7 bis Q 2 des Kardinal-von Galen-Gymnasiums die Zertifikate für ihre abgeleisteten Sprachübungen in der Präsenzbibilothek des Gymnasius übergeben durfte.
„Humanistische Bildung gehört zu unserem Auftrag und die Vermittlung von Sprache als Katalysator europäischer Verständigung“, gratulierte der Schulleiter den jungen Leuten für ihr Engagement abseits des normalen Unterrichts.

Die Schüler hatten für die Sprachen Englisch und Französisch Sprachzertifikate erworben, zum einen das „Cambridge for Schools“-Zertifikate FCE und CAE und zum anderen das DELF (Diplome d´etudes en langue francais)-Diplom des „Institut Francais“ mit den diversen Niveaus A1, A2, B1 und B 2 und das „Cambridge for Schools“-Zertifikate FCE und CAE.

In beiden Fällen handele es sich um Zertifikate, die dem Europäischen Referenzrahmen entsprechen, unterstrichen die beiden Lehrerinnen Katrin Boland (Englisch) und Rita Aretz-Richter. „Insbesondere in den Niederlanden und England verlangt man an den Unis oft den CAE“, erläuterte Boland, wie sinnvoll die Zeitinvestitionen für die Schüler tatsächlich ist. „Das machen viele Schüler also schon gezielt, um ihre Qualifikation für die Universität zu erreichen.“ Im Abitur komme dieser europäische Rahmen verstärkt zum Tragen.

„Wortschaftsarbeit, Redewendungen, authentisches Material zu haben, ist da wichtig.“
„Das Ganze hier haben wir vor dreieinhalb Jahren begonnen“, so Boland. Die 22 Englisch-Schüler wurden am Xantener Stiftsgymnasium in den Bereichen „Speaking“, „Listening“, „Reading and Use of English“ sowie „Writing“ in Kooperation mit der VHS-Düsseldorf geprüft. Auch im Französischen erfolgte für die 25 Schüler nach gut einem Dreivierteljahr eine Prüfung am Krefelder Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium in den vier Sprachkompetenzen Hörverstehen, Schreiben, Leseverstehen und Sprechen, erklärte Rita Aretz-Richter.

„Das fängt vom Niveau her mit A1 an, was der siebten Klasse nach eineinhalb Jahren Französisch entspricht und geht bis zum B2, was der Oberstufe gleichkommt. Da haben wir diesmal aber eine Lücke“, so die Pädagogin.

Der Stoff sei sehr „lebensbezogen“ ausgerichtet, mit der Wahrnehmung von Metro-Durchsagen und Situationen wie Einkaufen oder Umtauschen. Die Schüler erhalten ein Diplom von einer außerschulischen Institution. „Das ist auch für uns Lehrer eine gute Bestätigung, dass wir sie gut vorbereitet haben,“ sagte Aretz-Richter.

Den Effekt auf das weitere schulische Lernen gelte es auch nicht zu unterschätzen, ergänze die Franzözischlehrerin: „Die DELF-Schüler trauen sich, mehr im Unterricht zu sprechen und wählen das Fach oft in der Oberstufe.“