Vor 40 Jahren schrieb Martin Willing seinen ersten Artikel fürs Kevelaerer Blatt

Vor genau 40 Jahren bekam das Wohnzimmer von Zeitungsverlegerin Maria Köster an der Hauptstraße 55 bis 57 in Kevelaer eine neue Bestimmung. Wo die alte Dame bis dahin Kaffee getrunken hatte, klapperten nicht mehr Tassen, sondern ratterten die Tasten mechanischer Schreibmaschinen. Sie führten mit dem alten Heidelberger Zylinder und dem Tiegel im hinteren Gebäudeteil fast täglich eine viele Stunden währende Drucker-Symphonie auf.

Der damals 102 Jahre alte Betrieb, davon 100 Jahre im Familienbesitz der Kösters, hatte den Eigentümer gewechselt. Und wir – Martin Willing und ich – schickten uns an, das Hauptprodukt dieses Betriebs, das Kävels Bläche, in eine neue journalistische Zeit zu führen.

An unserer Seite waren unter anderem die freien Mitarbeiter Wilhelm Suckow, Jean Eich und Heinz Knops sowie Roland Wynhoff in der Druckerei, der die alten Maschinen mit ihrem meditativen Sound im Schlaf bediente. Er wusste all ihre Mucken und Macken zu heilen. Ich liebte die Geräuschkulisse. So kündete der Heidelberger Zylinder jedes frisch gedruckte Blatt mit einem satten Atem an: Buff, pfff, buff, pfff…

Martin Willing mit KB.

Maria Köster freute sich, dass alles weiterging. Ihr Sohn Dr. Hans-Pet…