Vom Kerzenlicht zur Biokuh

Studierende aus Ghana besuchen Münster und den Niederrhein

Begegnung im Kervenheimn: Tobias Otte (links), Johannes Verhoeven (2.v.l.) und zwei Gäste aus Ghana. Foto: Bischöfliche Pressestelle

Ihr Lächeln war erst etwas schüchtern, dann offener und unbeschwert. Die junge Studentin der Erziehungswissenschaften aus Ghana genoss die Ruhe und die Sonnenstrahlen auf dem Rouenhof am Niederrhein.

Auf dem Bio-Bauernhof der Familie Verhoeven waren nicht nur Informationen angesagt, sondern auch ein paar unbeschwerte Stunden in der Natur. Zudem servierte der Sohn des Hauses, Johannes Verhoeven, den weitgereisten Gästen Speisen vom Grill aus dem eigenen Betrieb.

Die Studentin gehörte zur 24-köpfigen ghanaischen Gastgruppe, die im Rahmen eines Austauschprogramms mit dem Bistum Münster und den fünf nördlichen Bistümern Ghanas Nordrhein-Westfalen besucht. Zwei Wochen lang erkundeten zwei Priester, zwei Professoren und 20 Studierende aus Ghana die Region.

Dabei standen einige Highlights auf dem Programm. So gab es unter anderem Kirchenbesichtigungen in Münster und Kevelaer sowie eine Kulturfahrt nach Regensburg und die Begegnung mit Weihbischof Dr. Stefan Zekorn.
Vor dem Ausflug zum niederrheinischen Rouenhof hatte die Gruppe die Fazenda de Esperanza besucht, gefolgt von besinnlichen Stunden im Wallfahrtsort Kevelaer. „ Wir waren in der Wallfahrtskapelle“, sagte Bistumsreferent Tobias Otte, der die Gruppe begleitete. „Das war ein sehr schöner Moment, die gesamte Gemeinschaft aus Ghana spirituell zu erleben. Jeder Einzelne hat eine Kerze angezündet.“

Die Besichtigung des Bio-Bauernhofs der Familie Verhoeven stand mit gutem Grund auf dem Programm. Johannes Verhoeven ist seit einem Semester Student der Theologie in Münster. Zuvor war er im Rahmen des missionarischen Austauschdienstes ein Jahr in Ghana aktiv. So war die Begrüßung zahlreicher Gäste auf seinem Heimathof teils die Begrüßung alter Freunde.

Nach den unbekümmerten Stunden zwischen Ziegen, Kühen, Hunden, Grilldüften und alten Freunden hieß es dann für die ghanaische Gastgruppe kurz darauf Abschied von Deutschland zu nehmen.