Vollgas bei der OW 1

„Die Bezirksregierung Düsseldorf hat auf Betreiben des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen die sofortige Vollziehung beantragt: Mit dem 2. Bauabschnitt der L486 Ortsumfahrung Kevelaer kann nun schnellstmöglich begonnen werden“, meldet die CDU-Landtagsabgeordnete Margret Voßeler-Deppe am Dienstagmittag. „Nach dem erst Ende Oktober dem Landtag das Landesstraßenbauprogramm 2020 übermittelt worden war, in dem zunächst aufgrund zweier ausstehender Klagen gegen den Lückenschluss bei L486 mit einem Baubeginn in 2020 gerechnet wurde, kann es nun doch schneller losgehen“, heißt es in ihrer Pressemitteilung weiter. Durch die Beantragung der sofortigen Vollziehung könne mit den Bauarbeiten auf diesem Abschnitt nun begonnen werden und die derzeit noch anhängigen Klagen hätten keine weitere aufschiebende Wirkung.

„Das ist eine wirklich gute Nachricht für die Verkehrssituation rund um Kevelaer und die Weiterentwicklung der Infrastruktur im Kreis Kleve. Ich freue mich sehr mit all denen, die sich die ganzen Jahre für diese Umgehungsstraße eingesetzt haben. Schließlich handelt es sich bei dem Bauprojekt der sogenannten OW1 um ein Straßenbauprojekt, das von dem allergrößten Teil der Bevölkerung seit Jahren herbeigesehnt wurde. Damit zeigen die Landesregierung, das zuständige Verkehrsministerium und der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, dass die versprochene Weiterentwicklung der nordrhein-westfälischen Infrastruktur wirklich vorangeht“, äußerte sich Voßeler-Deppe erfreut über „die guten Nachrichten aus dem Verkehrsministerium NRW“.

Bürgermeister Dr. Dominik Pichler warnt aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen vor allzu hohen Erwartungen an den Zeitpunkt des Baubeginns: „Es ist passiert, was sich seit Monaten angebahnt hat. (…) Dass morgen der erste Bagger rollt, steht nicht zu erwarten. Aber nun können Vorbereitungsmaßnahmen durchgeführt werden, zum Beispiel das Flurbereinigungsverfahren, aber auch die Schaffung von Habitaten, die vor dem ersten Spatenstich fertig sein müssen, damit die mit dem Bau der Ortsumgehung aus ihrem Lebensraum verdrängten Tierarten auch tatsächlich ein Ausweichquartier vorfinden. Wie letztlich das Verwaltungsgericht die Aussichten der anhängigen Klagen beurteilt, ist damit nicht entschieden. Aber es geht weiter in die richtige Richtung, es wird keine Zeit mehr verloren. Insbesondere die Anwohner der Rheinstraße und der Winnekendonker Ortsdurchfahrt, letztlich aber alle Kevelaererinnen und Kevelaerer sind einen Schritt näher am Ziel, die Ortsdurchfahrt und die Innenstadt deutlich verkehrsärmer zu machen, um so für eine bessere Luft- und damit Lebensqualität in Kevelaer zu sorgen.“