Viele Informationen und viel Wasser

Der große Platz an der Rettungswache Wember Straße füllte sich ziemlich schnell. Viele Bürger Kevelaers wollten sich beim Tag der Offenen Tür informieren, was ihre Kevelaerer Feuerwehr alles „auf der Pfanne“ hat, um bei einem Brand tatkräftig und effektiv eingreifen zu können.
Dass die Feuerwehr unter anderem auch mit viel Wasser zu tun hat, bekam der KB-Reporter gleich hautnah zu spüren. Das hinderte ihn aber nicht an einem ausführlichen Rundgang. Löschzugführer Markus van Oorschot und Bernd Maas standen ihm dabei mit Rat und Tat zur Seite.
Highlight war natürlich der mächtige 40-Tonner, der normalerweise mit seinem „Zwillingsbruder“ auf dem Flughafen Weeze stationiert ist.
Er führt 10.000 Liter Wasser und 1.500 Liter Schaum mit sich. Seine installierten Wasserwerfer tragen bis zu 75 Meter weit, können mittels diverser Düsen auch „untendrunter“ spritzen und so einen Grasbrand löschen. Die Hauptaufgabe besteht in der Bewältigung von Brandgefahren, wenn ein Flugzeugführer zur anstehenden Landung Probleme meldet.
Stolz wie Oskar präsentierte sich die Jugendtruppe der FF Kevelaer vor diesem Gefährt. Markus van Oorschot erklärte, dass die Aktiven diesen Nachwuchspool gut im Auge behalten, ihn allmählich per Ausbildung und Vorbereitung an den späteren Einsatz in der Aktiven-Truppe heranführen.
Dazu müssen sie 18 Jahre alt werden, vorher geht es „nur“ um Theorie und praktische Übungen. Es war sogar zu beobachten, dass eine Familie sich mit ihrer interessierten Tochter an eine Jugendleiterin wandte, um sich für einen späteren Eintritt in die Jugendgruppe zu informieren. Der Nachwuchs scheint also gesichert.
In der Fahrzeughalle gab Bernd Maas bereitwillig Auskunft über Geschichtliches und entsprechende Persönlichkeiten aus der Feuerwehr Kevelaer. Er verwies auf eine kostenlose Festschrift „1885 – 2010 anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Löschzug Kevelaer“. Maas bedauerte, dass ein Teil der Exponate wegen einer noch ausstehenden Veranstaltung im Museum bleiben musste.
Blick auf die Pickelhauben
Nach einem kurzen und amüsierten Blick auf Pickelhauben und Gegenstände von Anno Dunnemals fanden sich an einem der vielen Info-Stände draußen die kostenlose Broschüre und eine Tombola (1 Euro das Los), deren Erlös dem Förderverein der Feuerwehr zugutekam.
Natürlich wurde auch an das leibliche Wohl der Besucher gedacht; an einem Stand sogar mit ernstem Hintergrund. Dort bot die Gesellschaft DKMS die Möglichkeit, mittels Speichelprobe im Endeffekt Stammzellenmaterial gegen den Blutkrebs zu liefern.