Am 30. September dieses Jahres wäre Udo Jürgens neunzig Jahre alt geworden. Vor beinahe zehn Jahren ist er verstorben. Durch seine Lieder lebt er weiter. Auch das Publikum im Konzert- und Bühnenhaus kennt seine Songs und singt begeistert mit, klatscht rhythmisch, wenn es passt. Der Pianist Alex Parker singt und spielt. Wenn man die Augen schließt, bestätigt sich der Eindruck, dass seine Stimme der Stimme von Udo Jürgens sehr nahe kommt. Gabriela Benesch gelingt es, dem Musiker und Entertainer Udo Jürgens eine Erzählstimme zu geben, die seine persönliche Geschichte in einzelnen Episoden und Anekdoten darstellt.

Marianne Heutgens aus Kevelaer freut sich, das sei besser als sie gedacht habe: „Die Frau ist so gut.“ Auf den Hinweis, dass Benesch Schauspielerin ist, erwidert sie, das erkläre alles.

Mit dieser Produktion hat der Regisseur und musikalische Leiter Erich Furrer mit seiner Frau Gabriela Benesch ein hervorragendes Werk geschaffen, das den Musiker Udo Jürgens würdigt und ihn in seiner Geschichte und seiner vielseitigen Musik aufleben lässt. Kevelaer ist eine von über fünfundsiebzig Städten, die diese Story erleben durfte.

Schon mit zwölf Jahren, als „Jürgi“ mit seinem Vater ins Theater geht, spürt der Junge, dass das etwas mit ihm macht. Er ist überzeugt, er müsse komponieren. Ist er ein Traumtänzer, wie es eins seiner Lieder suggeriert, fragen sich wohl einige Menschen damals. Doch sein Leben scheint genau dafür geschaffen, merkt er immer mehr – und das schon so früh. Mit fünf Jahren zeigt er bereits auf der Harmonika, was in ihm steckt.

Einer, der weiß, was er will