Die Therapiewelten van Leest & Arts haben in Kevelaer einen neuen Standort bezogen. Die Praxis ist von der Bury-St.-Edmunds-Straße an die Egmondstraße 5 umgezogen. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet der neue Standort vor allem: eine zentralere Lage, bessere Erreichbarkeit und zeitgemäße Räumlichkeiten für die ergotherapeutische Behandlung.
Die bisherigen Räume waren den Anforderungen der wachsenden Praxis zuletzt nicht mehr gewachsen. Georg Arts hatte deshalb bereits seit längerer Zeit nach einem geeigneten Standort in zentraler Innenstadtlage gesucht. Mit den Räumen an der Egmondstraße 5 ist nun eine Lösung gefunden, die den Bedürfnissen der Patienten und des neunköpfigen Kevelaerer Teams besser entspricht.
Seit 2005 in Kevelaer
Die Geschichte der Therapiewelten reicht bis nach Kamp-Lintfort zurück. Dort betreiben Hans van Leest und Georg Arts seit 1985 eine Praxis für Physiotherapie. Im Jahr 2001 wurde das Angebot um die Ergotherapie erweitert. 2005 eröffneten die Inhaber zusätzlich eine ergotherapeutische Niederlassung in Kevelaer. Das Unternehmen ist damit seit mehr als 20 Jahren in der Wallfahrtsstadt präsent.
Heute arbeiten in Kevelaer neun Fachkräfte. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem Ergotherapie für Kinder und Erwachsene, Behandlungen nach einem Schlaganfall, Unterstützung bei Demenz, Parkinson oder Multipler Sklerose sowie Angebote bei ADHS und Einschränkungen der Fein- und Grafomotorik. Auch Hausbesuche sowie Einsätze in Kindergärten und Pflegeeinrichtungen gehören zum Alltag der Therapiewelten.
Therapiehund Fiete bringt Ruhe und Motivation
Seit Anfang 2025 unterstützt „Fiete“ das Team. Der speziell ausgebildete Therapiehund wird ergänzend und ohne zusätzliche Kosten für die Patienten eingesetzt – beispielsweise bei Menschen mit Demenz, ADHS oder körperlichen Erkrankungen.
Fiete kann dabei helfen, Berührungsängste abzubauen, die Aufmerksamkeit zu fördern und Freude an der Therapie zu wecken. Gerade für Kinder und ältere Menschen entsteht durch den Kontakt mit dem Hund häufig ein besonderer Zugang zur Behandlung. Die tiergestützte Arbeit wird jeweils individuell abgestimmt und ist selbstverständlich kein verpflichtender Bestandteil der Therapie.
Auch Georg Arts’ Tochter Pia, die als Sonderpädagogin arbeitet, setzt Fiete in ihrem Unterricht ein. So begleitet der Hund Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen und unterstützt sie dabei, Vertrauen und Sicherheit aufzubauen.
Eine Abrechnung der tiergestützten Unterstützung über die gesetzlichen Krankenkassen ist in Deutschland nach Angaben der Praxis derzeit nicht möglich. Für die Patienten der Therapiewelten bleibt Fiete dennoch ein kostenfreies Zusatzangebot.
Spezialisierung auf Handverletzungen
Neu im Angebot der Kevelaerer Praxis ist die Handtherapie. Dafür haben sich Mitarbeitende speziell auf Verletzungen und Erkrankungen der Hand weitergebildet. Die Behandlung erfolgt in enger Abstimmung mit den Handchirurgen der Krankenhäuser in Kevelaer und Goch und der niedergelassenen Chirurgen in freien Praxen.
Gemeinsam werden die Therapieziele und der Behandlungsplan festgelegt. Anschließend begleiten die Handtherapeuten die Patienten bei der Wiederherstellung von Beweglichkeit, Kraft und Alltagsfähigkeiten. Das kann nach einer Operation ebenso wichtig sein wie bei chronischen Beschwerden oder Einschränkungen durch eine Erkrankung.
365 Tage für die Stroke Unit erreichbar
Die Therapiewelten sind außerdem Kooperationspartner des Kevelaerer Marienhospitals. Für die Stroke Unit, die auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten spezialisiert ist, steht das Team an 365 Tagen im Jahr auf Abruf bereit.
Gerade nach einem Schlaganfall zählt häufig jede Zeit. Eine frühzeitige ergotherapeutische Einschätzung kann dazu beitragen, Einschränkungen im Alltag zu erkennen und erste Schritte für die weitere Behandlung einzuleiten. Die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus ermöglicht es, die Therapie eng an den individuellen Zustand der Betroffenen anzupassen.
Junge Fachkräfte und regelmäßige Weiterbildung
Georg Arts blickt mit Stolz auf sein qualifiziertes Team. Die Mitarbeitenden seien hoch motiviert und würden sich regelmäßig weiterbilden. Davon profitierten letztlich vor allem die Patienten, sagt Arts.
Besonders wichtig sei ihm außerdem die Beständigkeit im Team. Fluktuation gebe es nicht. In einer Branche, die vielerorts mit Personalsorgen zu kämpfen hat, sei das ein großer Vorteil. Die kontinuierliche Zusammenarbeit schaffe Vertrauen – eine wichtige Grundlage für jede Therapie.
Ergotherapeuten werden heute u.a. an Hochschulen ausgebildet. Die Therapiewelten arbeiten z. B. als Partner mit der Hochschule in Bochum zusammen und bieten Studierenden Praktikumsplätze an. Damit möchte die Praxis jungen Menschen Einblicke in den Berufsalltag geben und zugleich den Nachwuchs für die Ergotherapie gewinnen.
Therapie dort, wo sie gebraucht wird
Die neue Praxis an der Egmondstraße ist der zentrale Anlaufpunkt in Kevelaer. Die Arbeit des Teams endet jedoch nicht an der Praxistür. Die Fachkräfte kommen auch in Kindergärten, Pflegeheime und zu Patienten nach Hause.
Damit bleibt die Behandlung möglichst nah am Alltag der Betroffenen. Denn Ergotherapie bedeutet nicht nur, Bewegungen zu üben. Es geht vorwiegend darum, Selbstständigkeit zu erhalten oder zurückzugewinnen – beim Anziehen, Schreiben, Kochen, Spielen oder bei vielen anderen täglichen Aufgaben.
Schnelle Fakten
Therapiewelten Kevelaer
- Neue Anschrift: Egmondstraße 5, 47623 Kevelaer
- Telefon: 02832 / 9790955
- E-Mail: kev@therapiewelten.de
- Angebot: Ergotherapie für Kinder und Erwachsene, Handtherapie, neurologische Behandlungen, Therapiehund Fiete, Haus- und Einrichtungseinsätze
- Weitere Standorte: Therapiewelten in Kamp-Lintfort mit Physiotherapie, Ergotherapie und Rehabilitationsangeboten
- Öffnungszeiten laut Praxisangaben: montags bis freitags, 8 bis 17/18 Uhr. Vor einem Besuch sollte telefonisch ein Termin vereinbart werden.


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Hubertusgilde Keylaer