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Abenteuerlich und rosig

Für Jennifer und Michael Nelles war es der perfekte Traumtag. „Es hat alles so wunderbar gepasst“, schwärmt das Brautpaar, „es war ein unvergesslicher Tag in einer traumhaften Umgebung“, fügen sie glücklich strahlend hinzu. In einer freien Trauung, im Beisein der Familien und enger Freunde, gaben sich Jennifer und Michael Nelles am 7. September 2019 auf der neu errichteten Trauwiese am Waldschlösschen in Wetten das Jawort.

Für das Brautpaar aus Kervenheim bedeutet dieses Ja aber weitaus mehr. Es ist ein Ja zur Familie, zu der auch Mila und Nele gehören, die beiden 8- und 5-jährigen Töchter der Braut. „Ja, ich habe eine komplette Familie geheiratet“, sagt Michael Nelles, der beim Heiratsantrag nicht nur seiner zukünftigen Frau die Frage aller Fragen stellt. Nein, auch die Zustimmung der beiden Töchter ist dem 38-Jährigen sehr wichtig, der damit ein dreifaches Ja erntet. „Kinder inklusive“, sagt die 32-jährige Mutter mit einem Schmunzeln.

Das Flämmchen wird nicht gelöscht

So sind es auch Mila und Nele, die dem Brautpaar während der Trauzeremonie die Ringe zum Familienglück überreichen. „Ein sehr emotionaler Moment“, gestehen Jennifer und Michael Nelles. Bereits vor acht Jahren lernen sich Jennifer Haring und Michael Nelles kennen. Ein kleines, loderndes Flämmchen entfacht sich aber erst 2017. Dieses kann auch der Berufsfeuerwehrmann im Rettungsdienst Krefeld nicht löschen. Im Gegenteil. Viele Gemeinsamkeiten, wie die Liebe zur Natur und damit verbundene Freizeitaktivitäten, entzünden das Feuer der Liebe.

„Hinzu kommt die sofortige Akzeptanz meiner Töchter“, beschreibt die Sekretärin im öffentlichen Dienst in Kamp-Lintfort das anfängliche Kennenlernen. Gedanken an eine gemeinsame Zukunft lassen das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kervenheim und die Jugendleiterin der DPSG Weeze-Kervenheim (Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg), im Juni 2018 zusammenziehen. Daraus entwickelt sich zunehmend ein wunderbares Familienleben. Dieses lassen sich Jennifer und Michael Nelles am 26. Januar dieses Jahres auf Schloss Hertefeld standesamtlich besiegeln.

Zum Zeichen der Verbundenheit als Familie erhalten Mila und Nele am Tag der standesamtlichen Trauung je eine Kette aus den Händen der frisch Vermählten Eltern. Für Jennifer und Michael Nelles ist es ein Anliegen, dieses Ja in einer freien Trauung noch einmal zu bekräftigen und zu stärken.

Die Zukunft möchte die Familie in Kervenheim gestalten. „Die wird mit Sicherheit abenteuerreich und rosig“, garantieren Jennifer und Michael Nelles, die gemeinsam mit den Kindern die Welt entdecken möchten.

Mit dem Nachtwächter durch Wetten

Wetten. Eine Idee, die auf Resonanz stieß: Der CDU-Ortsverband Wetten hatte vor seiner anstehenden Mitgliederversammlung im Januar zu einer offenen Nachtwächtertour rund um die St. Petrus-Kirche eingeladen. „Ich freue mich total, dass so viele gekommen sind“, sagte Beate Clasen, Ortsvorsteherin von Wetten.
Sie nahm die „Mitreisenden“ unmittelbar vor der Tour persönlich auf dem Marktplatz in Empfang und führte diese in die St. Petrus- Kirche von Wetten. Über 20 Interessierte, darunter Ortsverbandsmitglieder der CDU Wetten, der Vorsitzende des Stadtverbandes Kevelaer, Paul Schaffers, Kreistagsmitglied Peter Hohl und Anne Walter von den Stadtwerken Kevelaer, (sie hatte ein paar Plänchen für die anschließende Mitgliederversammlung unter dem Arm), lauschten anschließend den spannenden und humorvollen Erzählungen des Nachtwächters Franz-Bernd Hegger.
Der Nachtwächter im historischen Gewand (der spanischen Hofmode nachempfunden) begrüßte die Nachtwanderer aufs Herzlichste und stattete die Begleiter auf seiner nächtlichen Runde mit einer traditionellen Nachtwächterlaterne aus. „Die sei vonnöten“, erklärte der wachsame Geselle, „schließlich ist es die Aufgabe eines Nachtwächters, Feinde und Diebe abzuwehren, nach Feuer Ausschau zu halten und die Zeit anzusagen“, so die weiteren Ausführungen des Hüters der Nacht.
Seit 2004, anlässlich der 850-Jahr-Feier des Ortes Wetten, macht Franz-Bernd Hegger Nachtwächtertouren in und rund um die St. Petrus-Kirche.
Zur besagten Tour bat er dann auch die Teilnehmer in die klare, kalte und dunkle Januarnacht hinauszutreten, um sich gemeinsam auf eine Geschichtsentdeckung zu machen.
Unmittelbar vor dem Kirchenportal wartete die erste Station mit dem Unterschriftendenkmal auf die Nachtentdecker. Es ist ein Geschenk des Kreises Kleve zum 850-jährigen Bestehen. Es stellt die Unterschrift im Jahre 1154 des Presbyter Heribertus de Wettene da, der als Mitunterzeichner eines Vertrags zur erstmaligen Erwähnung des Ortes Wetten in Erscheinung tritt. Nur einige Schritte weiter gelang die Laternen tragende Truppe zum sagenumwobenen Niersjunker-Brunnen. Hier genehmigte der Nachtwächter ein 15-prozentiges Aufwärmen. Ein Original Niersjunker-Tropfen, gebrannt in der ortseigenen Likörbrennerei, sorgte für wohltuende Wärme von innen.
Während des 80-jährigen Krieges belagerten Junker an der Niers gelegene Dörfer, darunter auch Wetten. „Die Niersjunker eroberten sich Höfe und frönten mehr dem Alkohol als der ehrlichen Arbeit“, berichtete der Nachtwächter über diese Zeit.
Herabstürzendes Flugzeug
Vorbei am ältesten Haus im Ortskern, das im zweiten Weltkrieg als Luftschutzwache diente, ging es zum alten Wettener Friedhof, direkt an der 1470 erbauten St. Petrus-Kirche gelegen. Die gotische Kirche wurde im Dezember 1943 durch ein herabstürzendes Flugzeug teilweise zerstört. 1947 begann man mit dem Wiederaufbau, bei dem man auch die Aufstockung des Turmes beschloss. Das Innere des Chorraumes ziert ein neugotischer Altar von Ferdinand Langenberg aus Goch. Bei der Neugestaltung des Chores 1983 wurden an Wand und Decke seltene und einmalige Fresken aus dem 15. Jahrhundert entdeckt und freigelegt. Die Wettener St. Petrus- Kirche gilt laut Wettener Nachtwächter als schönste Kirche entlang der Niers.
Im Nu verflog die Nachtwächterrunde mit Geschichten und Sagen um Wetten. Um über die weiteren Geschicke des Dorfes und die Zukunft zu sprechen, lud der Ortsverband der CDU zur anschließenden Gesprächsrunde im Knoase-Saal herzlich ein.

Was man verspricht, das hält man

Wetten. Nach und nach füllte sich der „Knoase-Saal“ mit aufgeregten Kindern und Eltern, die ihre „Flöhe“ zum traditionellen Kindertheater Anfang des Jahres mitgebracht hatten. „Zu Beginn ist es immer wuselig“, begrüßte Thomas Krahnen für die Gesllligen Vereine dann die kleinen und großen Zuschauer, wies nochmal auf den bevorstehenden Kinderkarneval am 28. Januar hin, und wünschte allen dann viel Spaß.
Zum wiederholten Male durfte das Pfalzdorfer Kindertheater Zick-Zack die Kinder mit einer Geschichte unterhalten. „Die machen das seit Jahren schon – mit soviel Liebe und Aufwand“, hatten Krahnen und Co. auf das bewährte „Zugpferd“ für die Kids gesetzt. Und wie jedes Jahr vermochte das Laienspielensemble, die Mädchen und Jungen mit ihrem Spiel und dem sehr farbenprächtig ausgestalteten Bühnenbild in seinen Bann zu ziehen.
Diesmal hatten sich die Darsteller den „Froschkönig“ ausgesucht – die Geschichte von Prinz Eugen von Hochgemuth (Dominik Janßen), der zur Strafe für seinen charakterlichen Hochmut und seine Verachtung für andere Menschen von der „Waldfee“ (Melanie Tönissen) in einen Frosch (gespielt von Mirjam Linsen) verwandelt wird.
Nachhaltige Gefühle
Dieser Frosch kann nur dann zurückverwandelt werden, wenn er bei einem weiblichen Wesen nachhaltige Gefühle freisetzt. Als Prinzessin Mia (Lucia Bürvenich) mit ihrem Hofstaat mit einer Kugel spielt und die in den Brunnen fällt, indem sich der Frosch befindet, rettet dieser der selbst hochnäsigen Prinzessin die Kugel.
„Wie kommt der Frosch in den Brunnen?“, fragte sich der fünfjährige Mats. Seine Mama Jenny Möhring war trotz ihres 36. Geburtstages mit Mann und Kind natürlich gekommen. „Es ist so fantasievoll – und das lassen wir uns nicht entgehen.“
Im Stück verspricht die Prinzessin dem Froschkönig, ihn mit in das Schloss zu holen, ihm Essen und Trinken zu geben und mit ihm in einem Bettchen zu schlafen. Doch sie entschwindet, er versucht ihr zu folgen – doch der Waldgeist setzt Wind und Sonne ein, gegen den Wunsch des „Froschkönigs“, ihr zu folgen.
Die Kinder wurden von den Schauspielern wunderbar in das Stück mit einbezogen – als die „Eule“ den verwandelten Froschkönig durch die Reihen jagte, riefen einige Kinder: „Da ist er, da ist er“. Nicht so der fünfjährige Hannes aus Sonsbeck: „Ich hab gerufen, der Frosch ist im Brunnen – ich wollte ihn ablenken“, erzählte er in der Pause, in der die die Kids die Popcorntheke stürmten.
Schließlich gelingt es dem Frosch, zum Königsschloss vorzudringen, wo die Hofnärrin und ihr Azubi (Wally Peters & Tilo Linsen) mit Hilfe der Kinder Tierstimmen nachzuahmen versuchen.
Der Froschkönig macht sich selbst bemerkbar – und als die Prinzessin diesen nicht mit Essen und Trinken versorgen will, spricht die Königin (Sarah Kiusters) ein Machtwort: „Was man versprochen hat, muss man halten.“ So gibt sie ihm zu essen und zu trinken, nimmt ihn widerwillig mit in ihr Gemach – wobei es den Kindern einen Heidenspaß machte, das Klastchgeräusch für „Licht an und Licht aus“ zu imitieren.
Als die Prinzessin es nicht mehr aushält, wirft sie den „Froschkönig“ voller Abscheu gegen die Wand – die Emotion, die es gebraucht hat, damit der Prinz wieder zurückverwandelt wird. Der gelobt, nie wieder hochnäsig zu sein und macht der überraschten Königstochter vor dem versammelten Hofstaat später dann einen Heiratsantrag.
Vom Ensemble gab es viel Lob für das aufmerksame Kinderpublikum, das so gut mitmacht hatte, und noch einmal explizit die Botschaft des Stückes mit auf den Weg: nie auf andere herabsehen und immer halten, was man verspricht. Und dann verrieten die Schauspieler noch, welches Stück sie 2019 aufführen werden. Es wird das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ sein.

Mensch(en) mit grünem Daumen gesucht

Damit die Schüler der Grundschule Wetten nicht meinen, dass Gemüse im Tiefkühlschrank wächst und viereckig ist, unterhält die Schule einen Schulgarten. Hier wird eigenes Gemüse angebaut. Die Kinder lernen wie Möhren, Salat, Kartoffeln, Tomaten und Gurken wachsen, versorgt und geerntet werden. Alleine schaffen das die Kinder natürlich nicht. Willi Mevissen und Johannes Botson leiteten seit einigen Jahren im Ehrenamt  die Kindern bei Anbau, Pflege und Ernte an. Nun ist altersbedingt ein Wechsel angesagt. Die neue Schulleiterin Anna Molderings (siehe Bericht) der Grundschule Wetten bedankt sich auch im Namen aller Schüler und Lehrer herzlich für die liebevolle, ausdauernde und wertvolle Hilfe von Willi Mevissen und Johannes Botson.
Um das Projekt Schulgarten weiterführen zu können, sucht die Schule dringend eine Person oder mehrere Personen, die mit den Kindern in einer „Arbeitsgemeinschaft“ den Schulgarten weiter bearbeiten und einen grünen Daumen haben. Dazu gehört natürlich auch ein gewisses Geschick im Umgang mit sechs- bis zehn-jährigen, aber das Kollegium der Schule steht bei pädagogischen Fragen zur Verfügung.
Wer diese schöne und verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen und damit besonders den Schülern eine große Freude machen möchte, kann sich an die Schulleitung wenden. Grundschule Wetten, Frau Molderings, Hauptstraße 20, 47625 Wallfahrtsstadt Kevelaer, Telefon: (0 28 32) 35 28, wetten-grundschule@schulen-kevelaer.de

Die Erwartungen sind hoch

Seit dem 1. August ist Frau Anna Molderings, 35 Jahre, neue Schulleiterin der Grundschule in Wetten. Bürgermeister Dr. Pichler und Ortsvorsteherin Beate Clasen begrüßten die Nachfolgerin von Marlies Hansen nun auch offiziell in Ihrer  Funktion und wünschten ihr viel Erfolg für die neue Aufgabe. Bürgermeister Pichler brachte ein Schreibset als Präsent mit und Beate Clasen überreichte einen bunten Blumenstrauß. Beide sorgten auch schmunzelnd für einen Lacher der Anwesenden: „Ihre Vorgänger waren alle lange als Rektoren hier tätig und gingen erst mit ihrer Pensionierung aus der Leitung. Sie wissen also, was wir von Ihnen erwarten“, meinte die Ortsvorsteherin und Bürgermeister Pichler meinte: „Auch wenn ihnen das Haus in Geldern Kapellen gehört, wo sie wohnen. Das kann man ändern, denn in Wetten zu wohnen ist natürlich viel schöner.“
Seit drei Jahren arbeitet die Pädagogin bereits im Kollegium (seit 28.2.17 als stellvertretende Schulleitung) in Wetten. Nach ihrem Studium für das Lehramt an Grundschulen (Deutsch, Mathematik, Sport und Englisch) in Essen, arbeitete sie an der St. Martin Grundschule in Wankum und an der Gemeinschaftsgrundschule in Grefrath, unter anderem als kommissarische Schulleitung, bevor sie 2012 nach der Geburt ihres Sohnes in Erziehungsurlaub ging. Seit November 2013 arbeitet Molderings als Klassenlehrerin und Anfang dieses Jahres zwei Monate als stellvertretende Schulleiterin (Frau Hansen war erkrankt) in Wetten.
Nach zahlreichen Fortbildungen, unter anderem Früherkennung und Prävention von Lernstörungen, Sicherheitsförderung im Schulsport, Hospitation und Reflektion zum Thema Klassenführung, AD(H)S, Dyskalkulie und leitungsspezifische Lehrgänge leitet sie nun ein Kollegium mit sechs Lehrerinnen und einem Lehrer, die 96 Schülerinnen und Schüler unterrichten. Molderings hat bereits Kontakte zu den geselligen Vereinen in Wetten aufgenommen, denn eine gute Schularbeit kann nur mit den Menschen aus dem Umfeld und in guter Zusammenarbeit mit den Eltern gelingen. Die junge Schulleiterin freut sich auf ihre Aufgabe und scheint sich voller Tatendrang bereits an die Arbeit gemacht zu machen. Die Schüler scheinen mit ihrer neuen Direktorin sehr zufrieden zu sein, denn bei der kleinen Begrüßungsfeier war der Jubel groß und sicher durch ganz Wetten zu hören. Das Kevelaerer Blatt wünscht eine gute und glückliche Hand für die Aufgabe.