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Dominik Pichler empfing Georg Koenen

Bürgermeister der Nachbargemeinde zu Besuch

Bürgermeister Dr. Dominik Pichler erhielt in diesen Tagen Besuch von Georg Koenen, Bürgermeister der Gemeinde Weeze. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen standen Sachthemen im Mittelpunkt, so z. B. neben der Bekämpfung der Coronapandemie auch der Flughafen Weeze sowie Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit.

Eine Verschiebung des Events auf September ist in Gesprächen

Parookaville-Fans dürfen noch Hoffnung haben

Nach der Absage vieler Open-Air-Festivals am gestrigen Mittwoch, 10. März 2021, bleibt den Fans des Parookaville-Festivals in Weeze mit 210.000 Besucher*innen noch etwas Hoffnung: Zwar ist die Umsetzung des Events am ursprünglich geplanten Termin (16. bis 18. Juli 2021) zunehmend unwahrscheinlich, es wird aber aktuell unter anderem eine Verschiebung auf ein Wochenende im September geprüft.

Es wird eine „kuhle“ Zeit im Tierpark

Am kommenden Sonntag, 1. März 2020, findet im Tierpark Weeze von 11 bis 16 Uhr die zweite Veranstaltung in diesem Jahr statt. An diesem Tag wird es im wahrsten Sinne des Wortes „kuhl“. Im Tierpark werden derzeit keine Rinderrassen gehalten, obwohl verschiedene Rinderrassen – und auch die Poitouesel oder die Bentheimer Landschafe im Tierpark – vom Aussterben bedroht sind. Das Pustertaler Rind ist von der Gesellschaft alter und bedrohter Haustierrassen zur Nutztierrasse des Jahres 2020 gewählt worden. Deswegen ist es für den Tierpark eine besondere Freude, dass am Sonntag Charlotte und Franziska Roes mit ihrem Team im Tierpark zu Gast sind und das Projekt „Kuhl Kids“ vorstellen.

Verschiedene Kühe und Kälber sind die Hauptakteure dieses Projekts. Auch ein Pustertaler Kälbchen wird mit von der Partie sein. Ziel ist es, vor allem Kindern zu erklären, wie Landwirtschaft funktioniert und das Bewusstsein zu wecken, dass hinter jedem Lebensmittel, wie der Milch, viel Arbeit steckt. Große und kleine Besucher dürfen sich überraschen lassen, was die Kühe alles können – Interaktionen zwischen Kuh und Kindern sind (unter Beaufsichtigung) ist erwünscht. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann sich vor Ort informieren. Des Weiteren gibt es einen Infostand über das Zootier des Jahres. Auch der Förderverein des Tierparks ist an diesem Tag vor Ort, informiert über seine Arbeit und steht dem Team des Tierparks unterstützend zur Seite.

Nach dem Motto „Grillen geht immer“ ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Wer lieber Süßes mag, kommt im Café Eselsohr am Tierpark auf seine Kosten. Auch an diesem Tag ist der Eintritt frei. Der Tierpark freut sich immer über Spenden.

Seltener Nachwuchs im Tierpark Weeze

Bei den Poitou-Eseln im Tierpark gibt es Nachwuchs. Seit im letzten Jahr Hengst Ti‘Ane im Tierpark eingezogen ist, wartete das Team des Tierparks auf Nachwuchs. Am Montag, 7. Oktober 2019, hat Stute Ambre dann ein gesundes Hengstfohlen zur Welt gebracht. Nun ist die Herde nach wenigen Tagen Trennung wieder vereint.

Mitte der 70er-Jahre war der weltweite Bestand von Poitou-Eseln auf 44 reinrassige Tiere dezimiert. Dank engagierter französischer Züchter wurde ein Zuchtbuch erstellt und der Erhalt der Rasse vorangetrieben. Heute gibt es im Zuchtbuch etwa 80 gekörte Hengste, Ti‘Ane ist einer von ihnen, und einige Hundert Stuten. Global gesehen ist diese Anzahl immer noch gering, weshalb sich der Tierpark Weeze auch aktiv an der Erhaltungszucht dieser Esel beteiligt.

„Wir hoffen natürlich, dass dem ersten Fohlen auch noch ein zweites Fohlen folgt, denn unsere Stute Tosca ist ebenfalls tragend“ sagt Tierparkleiterin Marie-Christine Kuypers. „Wann es jedoch so weit sein wird, wissen wir nicht genau. Esel haben eine Tragzeit von 12 Monaten, aber bei Ambre hat es jetzt auch circa vier Wochen länger gedauert. Insofern lassen wir uns überraschen und sind einfach nur froh, wenn das zweite Fohlen genauso fit auf die Welt kommt wie das Fohlen jetzt.“

Schulinitiative „Kokon“ vorgestellt

Das Weezer Gesamtschulgebäude wurde kürzlich geschlossen und noch ist offen, welche Verwendung das aktuell leer stehende Schulgebäude in nächster Zeit haben wird. Zwei Elterninitiativen bewerben sich nun um den Zuschlag für das Gebäude. Neben der Elterninitiative für eine freie Realschule plant der Förderverein Kokon e.V. eine freie Grundschule und weiterführende Schule in Weeze. Kürzlich fand im Bürgerhaus Weeze die erste Informationsveranstaltung des Fördervereins Kokon statt.

Die neue Schulform soll eine Schule ohne klassischen Stundenplan, ohne altershomogenen Klassenverband, ohne stundenlangen Frontalunterricht und bis zur neunten Klasse auch eine Schule ohne Noten sein. Nach der Pädagogik von Maria Montessori, von Rudolf Steiner und dem Prinzip der Nicht-Direktivität sollen die Kinder mit Freude und aus eigenem Antrieb heraus lernen, eigene Themen einzubringen und individuell gefördert werden. Die Lehrpläne des Landes Nordrhein-Westfalen aber sollen in den neu geschaffenen Strukturen eingehalten werden.

Persönlichkeit statt Zeugnis

Felix Vos, Geschäftsführer des Kevelaerer Unternehmens Mera Tiernahrung mit knapp 150 Mitarbeitern, zählt von Beginn an zu den Unterstützern der neuen Schulinitiative. Auf der Informationsveranstaltung war er mit auf dem Podium und berichtete als Unternehmer, was im Berufsleben zählt und wo er Chancen des neuen Schulkonzeptes sieht. Für ihn sei bei Bewerbungsgesprächen ein Blick ins Zeugnis und dessen Noten kaum aussagefähig; vielmehr zähle für ihn die Persönlichkeit des Bewerbers, die sich nur im persönlichen Gespräch erkennen lasse. Für ihn als Unternehmer sei es wichtig, dass Kinder und Jugendliche in der Schule Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Kreativität lernen.

Oft sieht er Bewerber nach klassischen Schullaufbahnen nicht optimal auf das Berufsleben vorbereitet. „Viele haben Angst, Fehler zu machen, die sie ganz hemmt. Dabei sage ich immer: Fail fast, learn fast. Schneller als über gemachte Fehler kann man kaum lernen. Auch fehlt oft ein Einblick in die Praxis. Im geplanten Schulmodell sollen die Schüler viel besser auf das spätere Berufsleben vorbereitet werden. Sie können in Funktionsräumen sich selbstständig mit Lernmaterial beschäftigen, Experten aus der Praxis werden eingeladen und die Schulen werden viel stärker an die Berufswelt angegliedert, auch durch viele Praktika.“

Stärken, Selbstwertgefühl und Kreativität

Silke Beyermann ist ausgebildete Musikpädagogin und Musiktherapeutin. Seit wenigen Wochen bietet die Weezerin auch musikpädagogische und musiktherapeutische Kurse zur Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern im „Sportraum“ auf der Marienstraße 18 in Kevelaer an. Sie ist auch Mitglied der Kokon-Initiative. Ihr ist es wichtig, dass die Schule Kinder in ihren Stärken, in ihrem Selbstwertgefühl und ihrer Kreativität unterstützt. In ihrem Alltag als Musiktherapeutin erlebt sie, dass Kinder von Schule oft frustriert sind, unter Stress und Druck leiden, der sich oft in Bauch- und Kopfschmerzen äußert.

„Gerne hätte ich auch selbst so eine Schule erlebt, die die Kinder individuell fördert und sie in ihrer Kreativität sich entfalten lässt“, ist sie überzeugt. Die neue Idee unterstütze sie gern, denn nach einem solchen Modell können Lehrer viel mehr aus den Schülern herrausholen, meint Beyermann. Sie erarbeiten mit den Kindern einen persönlichen Lernkompass und jede Woche wird ein Feedback dazu gegeben, erklärt die Musiktherapeutin. Die Pädagogik basiere zum großen Teil auf der Montessoripädagogik, die Kinder in ihrer Selbstständigkeit unterstützt, sie selber Dinge entdecken und tun lässt. „Als Pädagogin und Therapeutin stehe ich voll und ganz hinter dem neuen Modell von Schule, das sich übrigens auch am skandinavischen Schulsystem orientiert, das dort schon seit 1974 erfolgreich umgesetzt wird und Kinder individuell fördert“, sagt Beyermann.

Ähnlich groß ist die Begeisterung von Ruth Plege, die in Kevelaer als Achtsamkeitstrainerin, Lerntherapeutin, Stress- und Mentalcoach arbeitet. Sie erfahre über ihre Arbeit immer wieder, wie Menschen heute immer mehr unter Stress leiden, sich Kinder kaum länger konzentrieren können, unruhig und abgelenkt sind. Individuell versucht sie, als Therapeutin die Kinder dabei zu begleiten, mit ihren Sinnen im Hier und Jetzt zu leben, gelassen, entspannt und gleichzeitig hoch fokussiert zu sein.

„Glück“ als Schulfach

Neben Achtsamkeitstraining sei es Plege wichtig, dass Kinder auch Freude und Begeisterung am Lernen erfahren können und ihr volles Potenzial entfalten können. Wie die Gründer der ähnlich konzipierten Facettenreich-Schule hat sie eine Zusatzausbildung zum Schulfach „Glück“ gemacht, in dem die achtsame Haltung als eine Ressource eine zentrale Rolle spiele. „In England ist Achtsamkeit schon ein Schulfach, es wäre so wichtig, nicht immer nur vom Ernst des Lebens zu sprechen, sondern Freude, Begeisterung bei den Kindern zu wecken, damit sie Schule auch mit etwas Schönem und mit Humor verbinden können. Oft sind Kinder sehr von Angst und Stress gesteuert, teils wird schon bei Schulkindern Burnout diagnostiziert. Wohin soll das Höher, Schneller, Weiter in unserer Gesellschaft noch führen? Das neue Schulkonzept ist da ganz anders. Ich halte es für ein sehr wertvolles, ganzheitliches Konzept, das Kindern hilft, ihre Persönlichkeit und Kreativität frei zu entfalten. Es ist großartig, mit wieviel Herzblut und Engagement dieses Konzept gerade auf die Beine gestellt wird“, meint Plege.

Überzeugt von der Schulform ist auch Monique van Lipzig, Hebamme und Mutter von drei Mädchen. Seit gut zwei Jahren verfolgt sie das Schulmodell der Schule Facettenreich. Sie hat zwei ihrer Mädchen spontan und vorläufig an der geplanten Kokon-Schule angemeldet. Sie wäre auch bereit, diese jeden Tag dorthin zu bringen und hofft nun, dass es auch klappt, dass die Kokon-Initiative das leere Gebäude übernehmen kann. „Kinder werden an einer solchen Schule einfach in ihren Fähigkeiten gefördert, sie lernen sich kennen, sich entwickeln und werden selbstständig. Das ist auch großartig für die Gemeinschaft, denn alle profitieren davon, wenn Talente entfaltet werden und Verantwortung großgeschrieben wird“, meint van Lipzig.

„Weihnachten in Weeze“ ergab eine stattliche Summe für „Weeze hilft der Lebenshilfe“

Weeze/Kevelaer. Erstmalig konnte die beliebte Benefizveranstaltung „Weihnachten in Weeze“ unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Ulrich Francken auch im Weezer Bürgerhaus stattfinden. Kurz vor Weihnachten stimmte die Veranstaltung mit Karl Timmermann und musikalischen Freunden die Besucher auf das Weihnachtsfest ein. Neben dem Kevelaerer Karl Timmermann traten etliche Künstler wie z.B. der Frauenchor Weeze, der Männergesangverein Weeze, Chrissi Maas, Music4Sax, der Kindergarten Bullerbü, Aloima, Hans Ingenpass, Willy Gietmann, Igor, Julia und Samira, gagenfrei auf. Eine hochwertige Verlosung sorgte für Spannung bei den Besuchern der Weihnachtsgala.

Dank der großzügigen Unterstützung der Volksbank an der Niers, der Firma ABS-Safety in Kevelaer, der Firma Heckens Radio Fernsehen Hifi-Stereo aus Kevelaer und REWE Narzynski aus Weeze, konnten die Flyer und Eintrittskarten gedruckt und Preise für die Tombola bereitgestellt werden. Durch den Verkauf von Eintrittskarten und Losen konnte somit ein stattlicher Betrag von 2.933,50 € nun an den Verein „Weeze hilft der Lebenshilfe“ und somit an die Lebenshilfe Gelderland übergeben werden.

Auch im nächsten Jahr wird an den Erfolg der diesjährigen Veranstaltung „Weihnachten in Weeze“ angeknüpft. Am Freitag, dem 21.12.2018 wird Karl Timmermann mit seinen musikalischen Freunden erneut für begeisterte Gesichter zugunsten der Lebenshilfe sorgen.

Auf dem Bild (v.l.): Bürgermeister Ulrich Francken, Karl Timmermann, Johanna Peters vom Arbeitskreis „Weeze hilft der Lebenshilfe“, Günter Voß, Geschäftsführer der Lebenshilfe Gelderland gGmbH, Diana Pau, Leiterin der Heilpädagogischen Wohnstätte der Lebenshilfe in Weeze und Johannes Snelting vom Arbeitskreis „Weeze hilft der Lebenshilfe“ freuen sich bei der Scheckübergabe über die stattliche Summe, die bei der Weihnachtsveranstaltung in Weeze zustande gekommen ist.