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Kurze Sprints, Kraulen und Passen bei 20 Grad im Wasser

Eine Premiere war das Trainingslager für Jugendliche in St. Raphael (Südfrankreich). Zum ersten Mal machten sich Betreuer und Jugendliche der Schwimm- und Wasserballabteilung des KSV im Kleinbus auf den Weg in den Süden, um im Mittelmeer zweimal täglich zu trainieren.
An der Côte d‘Azur wurden zwei Wohnungen angemietet. Die Wassertemperatur lag bei 18 bis 20 Grad und erinnerte eher an ein unbeheiztes Freibad. Der typische Trainingstag in der einen Woche sah folgender Maßen aus: Nach dem Frühstück erfolgte eine erste Langstrecken-Schwimmeinheit mit anschließenden kurzen Sprints. Die ganze Gruppe kraulte sich vorbei an interessanten Felsformationen, hinweg über Seegraswiesen und große Fischschwärme. Wem es noch nicht zu kalt war, der konnte noch einige Passübungen mit dem Wasserball absolvieren. Nach einer kleinen Mittagsmahlzeit mit warmen Getränk folgte eine zweite Einheit mit Flossen, Maske und Schnorchel, da es unter Wasser viel zu entdecken gab.
Während die erste Trainingseinheit immer in der gleichen Bucht mit Sandstrand, windgeschützt gelegen, absolviert wurde, fand die Unterwasser-Safari immer an einer anderen Stelle statt, um für weitere Abwechslung zu sorgen.
Wegen eines starken Westwindes in den ersten Tagen gab es nicht nur starken Wellengang sondern auch Probleme mit nesselnden Feuerquallen. Es galt diese rechtzeitig zu sichten und zu umschwimmen, was bis auf Ausnahmen gut gelang. Allerdings verschwanden die Quallen mit dem sich legenden Wind im Verlauf der Woche.
Das Sportprogramm wurde abgerundet durch Exkursionen in die Badeorten St.Raphael, St. Tropez und auf das idyllische Bergdorf Grimaud. Lebensmittel (insbesondere Baguettes fürs Frühstück) wurden in einem nahe gelegenen Supermarkt gekauft. Dafür waren die Jugendlichen zuständig, die in der Schule „Französisch“ lernen. Am Morgen des Abreisetages stellten diese nun verwundert fest, dass die Ladenbesitzerin und deren Söhne Deutsch sprachen. Allerdings waren sie von den Betreuern gebrieft waren, französisch zu sprechen. So ist das Leben im Trainingslager eben.

KSV-Wasserball-Trainingslager 2017

Vom 10.09. bis  18.09.2017 fand das 21. niederrheinisch, sizilianische Wasserballtrainingslager statt. Auch wenn die Insel für die Kevelaerer ein vertrautes Fleckchen Erde geworden ist, scheint sportlich das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht. Das Konzept von Konditions- und Techniktraining täglich im Meer, lediglich bei schlechter Witterung, wie zeitweilig in diesem Jahr wegen zu starkem Wellengang, im Pool des Kalura Hotels, scheint immer noch genügend Wasserballer zu motivieren, sich diesen Strapazen zu unterwerfen.
Highlights waren in diesem Jahr drei Freundschaftsspiele gegen ein mittlerweile gut befreundetes Team aus Palermo. Donnerstag, den 14.9. kurz nach 17°° Uhr der erste Anpfiff. Zu Beginn des Spiels hatte der KSV keinen Zugriff auf das Spiel, schwamm vertanen Chancen hinterher, konnte die Begegnung immer noch ausgeglichen gestalten, bis dann in einer langen letzten Minute die Palermitaner das Spiel mit einem 12:10 für sich entschieden. Das zweite Spiel freitags konnte Palermo dann noch deutlicher mit einem 14:11 für sich entscheiden. Zu allem Überfluss schoss der ausgeliehene KSV-Neuling Holger Hein dann noch sein erstes internationales, das letzte Tor gegen den KSV. Am Samstag, 16.9.17, das dritte Spiel, in dem sich die Palermitaner dann noch mal deutlich gegenüber dem KSV steigern konnten. Die Marienstädter waren mittlerweile auch durch die Beanspruchung der Trainingslageranforderungen geschwächt, hatten wenig entgegen zu setzen. Nach dem zweiten Viertel wurde entschieden, die Mannschaften zu mischen, um die Begegnung weiterhin spannend zu gestalten. Anschließend resumierte Ralf van Mill: „Spannende, gute Spiele und  jahrelange Wasserballfreundschaft, die sich zu pflegen lohnt“.
Auch im 21. sizilianischen Trainingslager stimmten die Rahmenbedingungen: hervorragende sizilianische Küche, abends oft begleitet durch filigrane Klänge live am Piano, stets Unterstützung bei jeglichen Belangen durch das Kalura Hotel.
Das Begleitprogramm bestand aus Rennrad fahren in der Madonie, Museumsbesuch und Stadtrund gang durch Pollina, Bergdorf, sowie einer Besteigung des Rocca di Cefalu mit anschließendem Stadtbummel.