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Bürgermeister Dominik Pichler ist betroffen über den Ton, den die Einzelhändler der Innenstadt gegenüber Rat und Verwaltung beim Umbau des Peter-Plümpe-Platzes anschlagen

Schimpfen oder Sprechen?

Dass der Kevelaerer Verwaltungschef in der Hauptausschussitzung etwas zur Parkplatz-Pressekampagne der Einzelhändler*innen in der City sagen würde, war angesichts des Umfanges und der Intensität der Beschuldigungen und Beschimpfungen im Vorfeld klar. „Ein bisschen was zur Klarstellung aus Sicht der Verwaltung“ wollte Bürgermeister Dominik Pichler sagen. Am Ende wurde es so etwas wie eine ergebnisoffene Abrechnung mit der Interessenvertretung der Gewerbetreibenden, die sich gegen den Ratsbeschluss der Umgestaltung des Peter-Plümpe-Platzes auflehnen (das KB berichtete).

Ein wenig Licht, viel Schatten

233 Seiten umfasst der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA), der jetzt dem Rechnungsprüfungsausschuss der Stadt zur Kenntnisnahme vorgelegt wurde.

Die Beratung über den Prüfbericht und die Stellungnahmen des Bürgermeisters dazu erfolgen erst in der nächsten Sitzung des Ausschusses im März kommenden Jahres. In dieser Sitzung werden auch Vertreter*innen der Gemeindeprüfungsanstalt anwesend sein und die Ergebnisse ihrer Prüfung den Ausschussmitgliedern persönlich vorstellen.

Die Anstalt des öffentlichen Rechts hatte sich in der Zeit von Dezember 2019 bis August 2020 mit der überörtlichen Prüfung der Bereiche „Finanzen und Beteiligungen, Vergabewesen und Korruptionsprävention, Hilfe zur Erziehung sowie Bauordnung“ bei der Wallfahrtsstadt Kevelaer beschäftigt.

Dabei zog sie die Finanzprüfung die Jahresabschlüsse bis einschließlich 2018, die Gesamtabschlüsse bis einschließlich 2016 sowie die Haushaltsplanung bis 2020 inklusive der bis 2023 reichenden mittelfristigen Planung als interkommunalen Vergleichsmaßstab heran.

Der GPA-Bericht enthält neben positiven Aspekten auch einige für die Stadt sehr unangenehme Nachrichten. Die gute Botschaft aber lautet: Kevelaer hat im Zeitraum der Untersuchung gut gewirtschaftet.

Demnach erreicht die Stadt seit Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements 2009 „trotz vergleichsweise geringer allgemeiner Deckungsmitttel“ ausgeglichene beziehungsweise fiktiv ausgeglichene Haushalte.

Gut gewirtschaftet

Die Jahresergebnisse haben sich von 2014 bis 2018 um über 1,9 Mio. Euro verbessert, ab 2016 hat Kevelaer Überschüsse erwirtschaftet. „Die Jahresergebnisse 2017 und 2018 sind geprägt von einer guten Konjunktur und hohen Erträgen, insbesondere bei der Gewerbesteuer“, führen die Prüfer*innen aus. „Allein in diesen beiden Jahren konnte die Stadt Kevelaer ihre Ausgleichsrücklage und damit ihr Eigenkapital sogar erhöhen.“

Damit gehöre die Stadt „zum Viertel der Vergleichskommunen mit der höchsten Eigenkapitalausstattung“. Auch das Jahresergebnis je Einwohner*innen 2018 sei „deutlich höher als in den meisten Vergleichskommunen“. Und auch die Haushaltsplanung für 2019 sah einen Überschuss von knapp zwei Millionen Euro vor. „Die gpaNRW sieht dies als Ergebnis einer nachhaltigen Haushaltswirtschaft im Kernhaushalt und in den Beteiligungen“, heißt es in dem Bericht.

Auch was die Schulden anbetrifft, fällt der Bericht für den Zeitraum positiv aus. Im Kernhaushalt habe die Stadt im Jahr 2018 mit 1.552 Euro je Einwohner*in „erfreulicherweise einen vergleichsweise niedrigen Schuldenstand“. Einschließlich der Mehrheitsbeteiligungen seien die Verbindlichkeiten im Jahr 2018 mit 2.071 Euro je Einwohner*in ebenfalls niedrig. „Sowohl im Kernhaushalt als auch auf Konzernebene gehört Kevelaer zu den Vergleichskommunen mit der niedrigsten Verschuldung und den geringsten Gesamtverbindlichkeiten.“

Kassenkredite würden in geringem Umfang lediglich für das Programm „Gute Schule“ aufgenommen. Gleichzeitig habe die Stadt Kevelaer über die Abschreibungen hinaus in ihr Vermögen investiert und den Bilanzwert erhöhen können. Zu einem Großteil konnten diese Investitionen sogar mit eigenen Mitteln finanziert werden.

Die Aussichten verdüstern sich, blickt der GPA-Bericht über den Untersuchungszeitraum hinaus. Das in einer Modellrechnung ermittelte strukturelle Ergebnis 2018 von minus 1,5 Mio. Euro lasse erkennen, dass die Stadt Kevelaer ihre Haushaltskonsolidierung fortführen müsse, heißt es in dem Papier.

Schlechtere Aussichten

Mittelfristig weise die Stadt bis 2023 Fehlbeträge aus, die auf den „vorsichtigen Ertragserwartungen ab 2020, insbesondere bei der Gewerbesteuer“ und den „defizitären Planergebnissen“ beruhten. So würden die Planungen für weitere Investition – unter anderem in bestehende Immobilien, die über erhöhte Abnutzung verfügten – die Kreditverbindlichkeiten deutlich erhöhen.

Die Anstalt benennt Kreditaufnahmen für Investitionen in den Jahren 2020 bis 2023 von insgesamt 15,6 Mio. Euro. Dagegen seien im gleichen Zeitraum nur Tilgungen von 2,8 Mio. vorgesehen, so dass eine Netto-Neuverschuldung von 12,9 Millionen Euro erwartet werde.

Diese Netto-Neuverschuldung führe zu einem Anstieg der Schulden je Einwohner*in um 247 Euro.

„Auch nach dieser Entwicklung hätte Kevelaer im Vergleich eine noch moderate Verschuldung je Einwohner“, beruhigen die Prüfer*innen an dieser Stelle.

Allerdings belaste das den Haushalte mit höheren Abschreibungen. „Dies wird die Haushaltssituation im Falle einer wirtschaftlichen Rezession weiter verschärfen“, machen sie ihren Vorschlag deutlich. „Aus Sicht der gpaNRW sollte die Stadt die Gebäudebestände – wie in der letzten Prüfung bereits empfohlen – verringern und ihre Investitionen auf den verringerten Gebäudebestand fokussieren.“

Es gibt noch weitere, durchaus wichtige Positionen, wo die GPA Bauchschmerzen hat: Sie konstatiert aufgrund der hohen Verlustübernahmen für defizitäre Sparten der Technischen Betriebe Kevelaer (TBK) durch Beteiligungen eine jährliche Belastung der Haushalte von 1,7 Millionen Euro.

Außerdem habe die Stadt 2018 Fondsanteile zur Finanzierung der Pensionsrückstellungen von rund 130.000 Euro bilanziert. Für Pensionsverpflichtungen hat die Stadt Rückstellungen von 15,4 Mio. Euro gebildet. „Die Rückstellungen sind somit nur zu 0,83 Prozent ausfinanziert“, rechnet das Institut vor. Ihr Rat lautet, mit Liquiditätsüberschüssen „rechtzeitig einen Kapitalstock“ aufzubauen.

Wie stark wirkt sich Corona aus ?

Dazu kommt noch die ganz große Unbekannte, die die GPA in ihren Bericht nicht mit berücksichtigen konnte. „Zum Zeitpunkt der Prüfung ist noch nicht abzuschätzen, wie weitreichend die Folgen der Corona-Pandemie für den Haushalt der Stadt Kevelaer sein werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Haushaltssituation zumindest zeitweise über die bisher vorsichtige Planung hinaus verschlechtern wird.“

Bei seiner Einschätzung verfährt der Bericht, was die Gewerbesteuer angeht, nach dem Prinzip Hoffnung. Nach den GPA-Ausführungen lag zu Beginn des Jahres 2020 das Gewerbesteueraufkommen Kevelaers mit 15,6 Mio. € um 700.000 Euro über dem kalkulierten Planansatz.

Mit Beginn der Corona-Pandemie sei das Gewerbesteueraufkommen auf rund 12,8 Mio. Euro gesunken, um zum Ende der Prüfung im August 2020 bereits wieder bei rund 14,2 Millionen Euro. zu liegen.

„Die aktuelle Entwicklung deutet darauf hin, dass bis zum Ende des Haushaltsjahres 2020 der Planansatz in Höhe von 14,9 Mio. € erreicht wird“, lautet die GPA-Prognose. „Aufgrund der konjunkturellen Schwankungen besteht ein allgemeines haushaltswirtschaftliches Risiko. Die Stadt hat dieses Risiko durch vorsichtige Veranschlagung minimiert.“

Was nach Vorsicht klingt, hört sich an anderer Stelle deutlich kritischer an. „Die in der aktuellen Haushaltsplanung enthaltenen Konsolidierungsmaßnahmen sind nicht ausreichend, um diese Entwicklung aufzufangen.“

Die GPA macht da sogar einen konkreten Handlungsvorschlag. Sie schreibt, „dass aufgrund der absehbaren gravierenden wirtschaftlichen Verschlechterungen eine weitere Hebesatzerhöhung voraussichtlich nicht vermieden werden“ könne, eine Maßnahme, die lange Zeit nicht notwendig war.

Die dem Bericht beigefügte „Stellungnahme des Bürgermeisters“, aktualisiert am 11. November 2020, sieht die Situation allerdings deutlich schlechter.

Dort heißt es: „Im Rahmen der Haushaltsplanung 2021 zeichnet sich ab, dass ein erheblicher Konsolidierungsbedarf besteht. Allerdings ist dieser Konsolidierungsbedarf nach derzeitigen Erkenntnissen so groß, dass die Wallfahrtsstadt Kevelaer diesen auch unter Ausnutzung aller Konsolidierungsmaßnahmen nicht aus eigener Kraft wird bewältigen können.“

Die Stellungnahme listet dazu mehrere Faktoren auf: erhebliche Mehraufwendungen in den Bereichen der Kinderbetreuung , Einnahmeausfälle „aufgrund der aktuellen Entwicklung im Bereich der Elternbeiträge, die nur teilweise vom Land kompensiert werden.“

Dazu kommen erhöhte Personalkosten durch zusätzlich dringend erforderliche Stellen, die vergleichsweise hohen Tarifsteigerungen in den vergangenen Jahren und die deutlich geringeren Schlüsselzuweisungen des Landes – bedingt durch die hohen Gewerbesteuererträge.

„Zeitgleich“, so die Stellungnahme, „treffen die Wallfahrtsstadt Kevelaer aber die Auswirkungen aus der Corona-Pandemie“. Demnach werden die Gewerbesteuererträge im Jahr 2021 „um vier bis fünf Millionen Euro unter den Erträgen der Vorjahre liegen. Dazu kommt, dass die Anteile an der Einkommens- und Umsatzsteuer deutlich zurückgehen werden“.

Positiv bewertet der GPA-Bericht, dass in Kevelaer „bereits vielfältige Möglichkeiten der Fördermittelakquise genutzt“ würden und, in diesem Jahr eine eigene Stelle für das Fördermittelmanagement geschaffen wurde. „Dies wird zu einer verbesserten Fördermittelakquise und zu einem besseren Gesamtüberblick der Fördermittel beitragen.“

Weitere Empfehlungen

Mit Blick auf die Beteiligungen, das Vergabewesen und Korruptionsprävention, Hilfe zur Erziehung sowie der Bauordnung gibt es in dem Papier noch weitere Detailvorschläge. Die GPA mahnt beispielsweise „eine zentrale Datenvorhaltung zu allen Beteiligungen“ und verbesserte Schulungen für Gremienvertreter*innen und in Bezug auf Stellungnahmen der Verwaltung zur Vorbereitung von Gremiensitzungen an. Und sie empfiehlt, das Finanzcontrolling insgesamt auszubauen.

Lob gibt es für die Neustrukturierung des Jugendamtes, die einheitlichen Standards bei den „Hilfen zur Erziehung“ und die transparenten Hilfeverfahren dort. Der vergleichsweise hohe Fehlbetrag bei den Hilfen – bedingt durch eine hohe Falldichte – mache ein besseres Finanzcontrolling notwendig, schreibt die GPA. Die „vergleichsweise langen Laufzeiten in den unterschiedlichen Hilfearten“ gehörten auf den Prüfstand.

Auch die klaren Entscheidungs-und Verantwortungsbereiche der Bauaufsicht der Stadt hob die Prüfungsanstalt positiv hervor. Die in der Landesbauordnung vorgesehenen Fristen halte die Stadt ein. Die Vergaben erfolgten „rechtssicher und verwaltungseinheitlich“ und seien gut organsiert.

Die Gemeindeprüfungsanstalt empfiehlt aber, dass die Stadt Kevelaer künftig die Laufzeiten getrennt „und auch ab dem Zeitpunkt, zu dem der Bauantrag mängelfrei und vollständig der Bauaufsicht vorliegt, auswerten“ solle sowie unerledigte Bauanträge des Vorjahres gezielter erfasse.

Kritik gibt es in dem Bericht auch an der noch nicht umgesetzten Digitalisierung, der die Stadt mit einer Stelle für Digtitalisierung „als gesamtstädtische Lösung“ entgegenwirken will. Und die GPA hat für 2019 bei 36 Maßnahmen mit mehr als 50.000 Euro eine Abweichung vom Auftragswert festgestellt, die größer ist als in den meisten anderen Kommunen.

Weitere Rahmenbedingungen

Der Bericht fasst weitere Rahmenbedingungen zusammen, die für die Beurteilung der aktuellen Lage der Stadt nicht uninteressant sind.

So ist die durchschnittliche Kaufkraft der Kevelaer Bevölkerung mit 22.276 Euro pro Jahr und Einwochner*in geringer als in den anderen Kommunen. In anderen Kommunen mittlerer Größe sind es 24.087 Euro. Die Einkommenssituation habe sich allerdings seit der letzten Prüfung deutlich verbessert. Die Stadt Kevelaer ist, genau wie ihre Einwohner*innen, eher ertragsschwach, konstatiert der Bericht.

Was die Bevölkerungsstruktur angeht, konstatieren die Prüfer*innen, dass sich die Altersstruktur der Bevölkerung kaum verändert hat. Nach wie vor sei die Bevölkerung in der Stadt Kevelaer im Durchschnitt jünger als in den Vergleichskommunen, zumindest im Hinblick auf die unter 20-Jährigen und über 65-Jährigen.

Gleichwohl habe sich der Anteil der älteren Bevölkerung seit der letzten Prüfung leicht erhöht, während sich der Jugendquotient etwas verringert hat. „Auch die Stadt Kevelaer muss sich mit der wandelnden Altersstruktur der Bevölkerung als wesentliche Herausforderung demografischer Entwicklungen auseinandersetzen.“

Die Stadt Kevelaer weise, abgesehen von einer leicht erhöhten Jugendarbeitslosenquote, weniger belastende soziostrukturelle Rahmenbedingungen auf, als die Mehrzahl der mittleren kreisangehörigen Städte. Demnach seien in der Stadt nach wie vor anteilig an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter weniger Menschen auf Grundsicherung für Arbeitslose angewiesen als in den anderen mittleren kreisangehörigen Kommunen.

Verabschiedung bei der Stadt

In diesem Jahr sind bereits einige langjährige Mitarbeitende bei der Wallfahrtsstadt Kevelaer in den wohlverdienten Ruhestand eingetreten.

Coronabedingt wurde die Verabschiedung im Rahmen einer kleinen Feierstunde nun nachgeholt. In dieser dankten Bürgermeister Dr. Dominik Pichler und der Vorsitzende des Personalrates, Stefan Reudenbach, den ausgeschiedenen Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern für ihre engagierte und langjährige Tätigkeit bei der Wallfahrtsstadt.

In den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurden: Helmut Langenberg, Leitender Schwimmmeister des Frei- und Hallenbades (links), Willi Simons, Sachbearbeiter in der Poststelle (2.v.l.), Andrea Mertens-Smit, Reinigungskraft im Konzert- und Bühnenhaus und Angelika Jovic, Erzieherin in der Kindertagesstätte Spatzennest am Keysershof (rechts).

Foto: Wallfahrtsstadt Kevelaer

Büro Tourismus & Kultur hat wieder geöffnet

Nach zehn Wochen der Schließung hat das Büro „Tourismus & Kultur“ unter Einhaltung der Hygieneregeln wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Ob Gutscheinverkauf, Ausgabe von Knotenpunktkarten für die nächste Radtour, das neue Kulturprogramm für die Saison 2020/2021 oder der Verkauf der frisch eingetroffenen Kevelaer-Produkte – es gibt viel zu entdecken.

Das Team freut sich nach so langer Zeit wieder für Bürger, Touristen und Pilger da zu sein.

Immer nur eine Person

Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 12.30 Uhr und samstags von 10 bis 12.30 Uhr. Besucher werden gebeten, beim Betreten des Büros „Tourismus & Kultur“ Mund-Nasenmasken zu tragen und sich an die bestehenden Hygienevorgaben zu halten. Aus Platzgründen darf jeweils nur eine Person die Räumlichkeiten betreten. Zudem wird eine Besucherliste geführt, um Kontakte nachvollziehen zu können.

Auswertige Besucherinnen und Besucher können sich vor ihrem Aufenthalt in Kevelaer online auf der touristischen Internetseite www.kevelaer-tourismus.de über die aktuellen Angebote in Kevelaer informieren. Gerne steht das Team der Abteilung „Tourismus & Kultur“ auch unter Telefon: 02832 122-991 zur Verfügung.

Die Öffnung betrifft zunächst nur den Bereich „Tourismus & Kultur“. Im Bürgerbüro können weiterhin nach vorheriger Terminvereinbarung persönlich melde- und passrechtliche Angelegenheiten erledigt werden. Das Rathaus bleibt jedoch bis auf Weiteres geschlossen.

Die Verwaltungsbereiche sind nach wie vor besetzt. Die Mitarbeiter sind auch bei geschlossenen Türen für die Bürger erreichbar und stehen für Fragen und Beratungen zur Verfügung.

Wieder Normalbetrieb bei den Stadtwerken

Maske aufsetzen, klingeln, warten und Hände desinfizieren: Das ist vielerorts das derzeit gängige Prozedere, bevor man sein Anliegen vortragen kann. Nicht anders läuft es im Kundencenter der Kevelaerer Stadtwerke, wo man froh ist, wieder „Normalbetrieb“ fahren zu können – „Corona-Normalbetrieb“.

Auch wenn wieder geöffnet ist, ist der Haupteingang doch verschlossen und Mitarbeiterin Nina Borghs lässt jeden Besucher einzeln herein.

Immerhin zählt die städtische Wasserversorgung zu der Infrastruktur, die neuerdings mit dem Modewort „systemrelevant“ belegt wird. Doch Wolfgang Toonen versichert, dass zu jedem Zeitpunkt alles seinen gewohnten Gang ging, beziehungsweise „lief“. Um das zu gewährleisten, wurde die technische Belegschaft in zwei Schichten aufgeteilt, so dass die Arbeit zwischen 6 und 22 Uhr verteilt werden konnte, einschließlich dazwischenliegender Desinfektionspause.

Während der Kernzeit des Lockdown haben die Kevelaerer nicht mehr Wasser verbraucht, berichtet Wolfgang Toonen, aber das Verbrauchsverhalten war ein anderes. Das trockene Wetter im April ließ schon früh im Jahr bei vielen Gartenfreunden die Bewässerung beginnen, allerdings nicht mit der feierabendlichen Verbrauchsspitze ab 17 Uhr, sondern bereits um zwei Uhr nachmittags – Homeoffice eben.

Was das Aufgabenpensum angeht, gab es nur wenige wirklich wesentliche Unterschiede zur Vor-Corona-Zeit. Einer davon ist, dass mancher Hausbesitzer oder Mieter vergeblich auf den vorgeschriebenen Wechsel des Wasserzählers „gewartet“ haben dürfte. Bedingt durch die derzeit noch geltenden kontaktreduzierenden Maßnahmen, werden diese wohl vornehmlich in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Die Eichbehörde gewährt eine Kulanzzeit bis Mitte 2021.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Büros galten und gelten die allgemein üblichen Spielregeln, wie man sie inzwischen kennt: Homeoffice, nur ein Arbeitsplatz pro Büro und im Publikumsverkehr stehen die allerorts präsenten Trennwände bereit, um das Ansteckungsrisiko für Mitarbeiter und Besucher zu minimieren.

Noch nicht ganz rund läuft es derzeit bei den Bürgerbussen, die ihren Fahrbetrieb noch nicht wieder aufgenommen haben. Die Abstandsregeln sind in den kleinen Fahrzeugen schwer umzusetzen und würden dazu führen, dass nur drei Fahrgäste pro Tour den Kleinbus nutzen könnten.

Dennoch sind inzwischen Trennwände eingebaut und man steht in engem Kontakt zu den Bürgerbusvereinen, um eine eventuell mögliche Wiederaufnahme des Fahrbetriebes im Juni zu organisieren. Nicht vergessen werden darf, dass alle Fahrer ihre Tätigkeit ehrenamtlich versehen und zum Teil auch der Risikogruppe angehören.

Eine wichtige Bestandsaufnahme

Vorbildhaft schwang sich Dominik Pichler auf das „Smoothie-Rad“, um seine Bewegungsfähigkeit unter Beweis zu stellen – und sich anschließend bei dem „Barmer“-Mitarbeiter sein Erfrischungsgetränk abzuholen. Minuten zuvor hatte er in Anwesenheit zahlreicher Mitarbeiter der Stadtverwaltung den internen „Gesundheitstag“ eröffnet und angekündigt, später noch den Herzaltercheck zu machen, um herauszubekommen „ob ich ein 43-Jähriger im Körper eines 86-Jährigen bin.“ Er drückte in jedem Fall die Hofnung für die Mitarbeiter aus, „dass Sie eine ganze Menge für sich daraus mitnehmen.“ Später unterstrich er , wie wichtig es ist, in Sachen Gesundheit was zu tun – diesem Anliegen diene nicht nur dieser Tag. „Wir machen ja auch links und rechts des Weges in Sachen Gesundheitsmanagement noch andere Sachen.“
Mit 86 Jahren

Dennis Dreimann von der Firma Trigens als Partner der „Barmer“, die die Stände betreute, signalisierte in Sachen Blutzucker des Bürgermeisters scherzhaft: „Das sieht gut aus mit den 86 Jahren.“ Viele nähmen die Möglichkeit, mal für sich gesundheitliche Dinge zu checken, auch gerne in so einem Rahmen wahr. „Schauen Sie auf die Wartezeiten beim Arzt dafür.“Für die Verwaltung hatte Michael Simons den Gesundheitstag organsiert. „Wir hatten sowas zuletzt schonmal 2013, glaube ich, – und 2006 vor meiner Zeit.“ 180 Plätze gab es, auf die man sich anmelden konnte. Fest verbucht waren 160 „plus diejenigen, die im Laufe des Tages gucken kommen“, ergänzte Personalleiter Werner Barz. Am Ende waren es nach Verwaltungsangaben etwa 75 Leute, die das Angebot nutzten.
Die Idee sei es, „den Mitarbeitern über kleine Messungen, Sport- und Ernährungsangebote“ das Thema bewusst gesund leben näherzubringen und Maßnahmen für die persönliche Prävention nahezubringen, so Simons. Das sei „ein guter Anreiz, um ins Fitnessstudio zu gehen oder unsere Angebote wahrzunehmen.“ Denn neben dem Gesundheitstag gebe es noch diverse weitere Angebote des Hauses wie die eigene Rückenschule, den Yoga-Kurs, eine Darmkrebsvorsorgeuntersuchung, Vorträge zum Thema Stress oder Aktionen mit einem Fitness-Tracker.
Acht Stationen

An acht verschiedenen Stationen konnten die Mitarbeiter in den Räumen des zweiten Stockwerks an diesem Tag die entsprechenden Angeboten zu den Oberthemen Ernährung, Herz, Rücken und Stress wahrnehmen. Die reichten vom besagten „Smoothie-Bike“ über den Herzalter-Check und dem Faszientraining im Ratssaal bis zum „Balance-Check“, in dem man mittels Atemtechniken ermittelt, wie der Körper mit Stressbelastungen umgeht. „Eine Minute lang atmen gleichmäßig ein und aus“ plus einiger Grundinformationen, damit könne man das dann ermitteln, unterstrich Jessica Joosten von der Barmer. „Man merkt zum Beispiel, wer in der Freizeit Yoga macht“, meinte die Expertin und gab im Flur den Mitarbeitern Broschüren, einen Gesundheitspass zum Ausfüllen oder einen BMI-Rechner mit. Bei der „Rumpf-Extension“ konnte man anhand einer Bauchmuskel- und Rückenübung testen, wie es um die Muskulatur im Verhältnis zu Bauch und Rücken steht. Und die Schermbecker Ernährungsberaterin Ute Becker testete den Fett- und Zellmasseanteil im Körper anhand einer BIA-Messung. „So lässt sich oft die Ernährung individuell optimieren.“
Lob von der Belegschaft

Von der Belegschaft gab es jedenfalls für das Angebot viel Lob. „Es ist wichtig, dass man eine Orientierung hat“, wusste eine Mitarbeiterin jetzt, dass sie ein „Idealgewicht für alle Organe“ hat, aber „noch etwas an den Schultern tun muss.“ Und Ina D´Aleo nutzte gern die Gelegenheit beim Radeln und bei der Rückenschule. „Ich sitze fast den ganzen Tag, da sind Ideen gut, was man verbessern und wie man sich fit halten kann, sich mehr bewegt.“

„Ich frag mal irgend jemanden“

Seit zwei Jahren gibt es eine Bürgerstunde, abgehalten vom Heimatverein „Ons Derp“ in Winnekendonk. Drei- bis viermal im Jahr stehen Vertreter des Dorfvereins im alten Rathaus am Marktplatz zu der „Sprechstunde“ bereit.
Bei der ersten Bürgerstunde in diesem Jahr erwarteten der Vorsitzende Gerd Ophey und Ulrich Völlings, ebenfalls aus dem Vorstand, die Menschen aus dem Dorf mit ihren kleinen und großen Anliegen. „Uns war aufgefallen, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger nicht direkt an die Politiker oder die Stadtverwaltung wenden wollen. Sie kommen dann zu uns und wir geben es weiter“, so Völlings. „Wir stehen in enger Verbindung mit Hansgerd Kronenberg, unserem Ortsvorsteher, dem wir dann die Anliegen weitergeben können oder wissen, wen wir sonst als Ansprechpartner kontaktieren müssen.“
„Da werden lose Gehwegplatten gemeldet oder Bäume und Sträucher, die auf die Straße oder einen Weg wachsen, und andere Probleme angesprochen“, sagte Ophey. „Wir können mit der Bürgerstunde einen Kontrapunkt zu den sozialen Medien setzen. Dort werden oft unreflektiert Meinungen gepostet und unsachlich zerpflückt. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger mit unserer Idee mobilisieren, sich mehr einzubringen. Ihnen Raum geben, wenn sie sich denken:`Ich frag mal irgend jemanden´“
Ein Besucher der Bürgerstunde hatte ein Anliegen wegen einer Straßengemeinschaft. Dies griffen die zwei Ons-Derp-Vertreter besonders gerne auf. „Das ist genau das Thema, worüber wir in der letzten Vorstandssitzung ausführlich gesprochen haben“, so Ophey. „Wir wollen die Straßengemeinschaften stärken und anregen, neue zu gründen. Außerdem möchten wir für die Geschichtsschreibung des Dorfes hier Informationen sammeln, denn wir vermuten in den Straßengemeinschaften einen reichen Schatz an historischen Ereignissen, die für die Entwicklung der Dorfgemeinschaft wichtig waren.“
Einen breiten zeitlichen und inhaltlichen Rahmen füllte der Besuch von einigen Vertretern der Bürgerinitiative „Rettet die Binnenheide“. Sie trugen ihr Anliegen an den Heimatverein heran und zeigten mit sachlicher Argumentation, dass ein Überdenken der Planfeststellung, gerade auch mit Blick auf die Winnekendonker Bürgerinnen und Bürger erfolgen solle.
In Winnekendonk redet man miteinander und dies wird durch die Bürgerstunde von Ons Derp gefördert.

Abschied vom Beigeordneten

Es ist gekommen, wie erwartet: Der Mülheimer Rat hat den Kevelaerer Beigeordneten Marc Buchholz zum künftigen Sozialdezernenten gewählt. Theoretisch erfolgt der Wechsel nach Mülheim schon zum Ende des Monats. Praktisch möchte Bürgermeister Dominik Pichler sich morgen mit seinem Mülheimer Amtskollegen darauf verständigen, dass Buchholz noch bis Ende März in Kevelaer bleibt, um eine geordnete Übergabe vorzunehmen.
Parallel dazu haben die Überlegungen für die Zeit nach Buchholz begonnen. Am Dienstag hat der Bürgermeister den Fraktionsvorsitzenden drei Vorschläge unterbreitet, wie die Stadtverwaltung nun vorgehen könnte: Sie könnte die Stelle des Ersten Beigeordneten neu ausschreiben. Sie könnte aber auch die Aufgabe auf zwei Fachbereichsleiter verteilen: Einen für die Bereiche Jugend, Schule und Sport, einen für Arbeit und Soziales. Oder nur der erstgenannte Fachbereich erhielte einen eigenen Leiter unter Arbeit und Soziales würden bei einem vorhandenen Fachbereichsleiter angedockt.
Nicht zur Debatte standen zwei weitere Optionen: Die Stadt könnte auch, wie manch andere Kommune, beispielsweise das Jugendamt an den Kreis abgeben. Das jedoch will in der Kevelaerer Politik niemand. Selbst die KBV, die zumindest mal beantragt hatte, einen Kostenvergleich zu erstellen, würde die Vorteile eines eigenen Jugendamtes nur für signifikante Kosteneinsparungen aufgeben. „Da reden wir nicht von der Größenordnung, um die es bei ein oder zwei Fachbereichsleitern geht“, betont der KBV-Fraktionsvorsitzende Günther Krüger.
Und auch der alte Wunsch der Grünen und der FDP, einen Technischen Beigeordneten einzustellen, wurde schnell verworfen: CDU und SPD halten an ihrer Position fest, dass die Verwaltung in diesem Bereich gut aufgestellt sei. Selbst die FDP möchte das Thema „nicht mit dem Weggang von Marc Buchholz verknüpfen“, so Fraktionschef Jürgen Hendricks. Und auch die Grünen wissen, dass es aufgrund der Größe Kevelaers keine zwei Beigeordneten geben kann. Die Wahl zwischen einem Sozialdezernenten und einem Technischen Beigeordneten fiele nicht leicht, gibt der Fraktionssprecher der Grünen, Ulrich Hünerbein-Ahlers, zu. Den Grünen gehe es allerdings bei dem Thema auch mehr darum, dass jemand in der Stadtplanung sich abseits des Tagesgeschehens um die Frage kümmern könne, „wo wir in zehn Jahren sein wollen“; jemand, der Leitplanken entwickele und langfristig plane. Das müsse nicht zwangsläufig auf der Stelle eines Beigeordneten passieren.
Das Votum der Politik am Dienstag war damit überraschend schnell klar: CDU und SPD positionierten sich gegen eine Nachbesetzung der Stelle des Ersten Beigeordneten. „Die Lebenserfahrung und auch die Erfahrung aus Geldern lassen vermuten, dass wir Marc Buchholz nicht 1:1 ersetzen können“, glaubt Paul Schaffers, Fraktionsvorsitzender der CDU. In diesem Punkt herrscht fraktionsübergreifend Einigkeit: Buchholz hat sich in den 13 Jahren eine Expertise erarbeitet, die niemand mitbringen wird, der sich auf diese Stelle bewerben würde – und falls doch, würde er vielleicht nicht lange bleiben. „Für mich wäre eine Neuausschreibung okay gewesen“, sagt Bürgermeister Pichler. Das Problem, dass sich richtig gute Leute mittelfristig nach größeren Städten mit besserer Besoldung umsehen, gebe es schließlich für Kevelaer immer.
Die Stadtverwaltung prüft daher nun, ob es möglich ist, den Bereich Arbeit und Soziales bei einem anderen Fachbereichsleiter anzudocken. Diese Lösung favorisiert die SPD. Die CDU wäre bereit, diese Vorgehensweise „kritisch zu begleiten“, wenn die Verwaltung diesen Weg für gangbar halten sollte. Man bevorzuge allerdings die Variante mit zwei neuen Fachbereichsleitern, so Schaffers. Aus Haushaltssicht wäre diese Lösung teurer. Allerdings sind die meisten anderen Fachbereiche der Stadt in der Vergangenheit bereits „gewachsen“, die Fachbereichsleiter an den Grenzen ihrer Möglichkieten. Am ehesten käme wohl der Fachbereich zwei von Ludger Holla in Betracht, zumindest was die Zahl der Mitarbeiter und die Unterstützung durch Abteilungsleiter betrifft. Holla hätte dann mehr Arbeit bei gleicher Bezahlung – denn eine höhere Besoldungsstufe ist für die amtierenden Fachbereichsleiter nicht mehr möglich. Abzuwarten bleibt, ob die Analyse der Stadtverwaltung zu einer ähnlichen Einschätzung gelangt und wie sich der betroffene Fachbereichsleiter dann dazu positioniert.
Sollte es zu zwei neuen Bereichsleitungen kommen, so sei noch offen, ob es qualifizierte interne Bewerber für die Leitung des Bereichs Arbeit und Soziales gebe, sagte Bürgermeister Pichler. Die Stelle des Fachbereichsleiters für Jugend, Schule und Sport, die in jedem Fall nun geschaffen werde, wolle man möglichst schnell ausschreiben, nicht zuletzt wegen möglicher Kündigungsfristen nichtverbeamteter Bewerber.

Marc Buchholz, Sozialdezernent der Stadt Kevelaer

Marc Buchholz, Sozialdezernent der Stadt Kevelaer. Foto: Archiv


Lob und Dank
„Große Fußspuren hinterlassen“, „hervorragend aufgestellter Fachbereich“, „hat seinen Bereich sehr, sehr gut geleitet“, „in der Fraktion sehr geschätzt“: Die Fraktionsvorsitzenden sparten im Gespräch mit dem KB nicht an Lob für Marc Buchholz – und auch nicht an Dank, wie Ulrich Hünerbein-Ahlers auf den Punkt bringt: „Ich möchte Marc Buchholz zu seiner Wahl herzlich gratulieren und ihm genauso herzlich danken für die in Kevelaer geleistete Arbeit!“

Wie gefallen Ihnen die neuen Laternen auf der Hauptstraße?

Alfred Franke, Winnekendonk: „Die Lampen entsprechen nicht dem Ortsbild. Ich hätte es besser gefunden, wenn sie der historischen Struktur des Ortskerns angepasst worden wären. Kevelaer hat da etwas zu bewahren und LED-Technik hätte man auch kreativer gestalten können.“

 

 

 

 

Mechthild Bock, Bremen (früher Kevelaer): „Die Lampen passen nicht, die sind so modern, dass sie in eine Galerie gehören, aber nicht auf die Hauptstraße. Man hätte so antike Lampen nehmen sollen, wie sie auf dem Kapellenplatz stehen. Die neuen Lampen fallen gar nicht auf.“

 

 

 

Bärbel und Heinz Hüskes-Koprek, Aldekerk: „Zu dem neuen Pflaster passen die neuen Lampen gut. Sie sind in einer einfachen und schlichten Form gehalten. Uns gefällt die moderne Gestaltung, die von der Basilika und den historischen Häusern nicht ablenkt.“

 

 

 

 

Christian Derksen, Kevelaer: „Ich finde die neuen Lampen sehr schön. Durch mein Studium für Architektur- und Stadtentwicklung bin ich dafür, dass sich auch Kevelaer weiterentwickeln muss. Die Gestaltung ist eine schöne Neuerung für die Stadt.“

 

 

 

 

Janine Scharwat, Twisteden: „Die neuen Lampen sind moderner als die alten, passen aber nicht zu Kevelaer und besonders nicht zur Hauptstraße. Ich und meine Altersgruppe finden sie aber schön, weil sie etwas Neues und nicht nur auf die Wallfahrt ausgerichtet sind.“

 

 

 

 

Meline Goldkuhle, Kervenheim: „Unsere ganze Familie hat die alten Lampen schöner gefunden. Es sah vorher alles viel gemütlicher und uriger aus, einfach einladender. Selbst unsere Kinder finden die neuen Lampen hässlich. Modern heißt ja nicht immer schön.“

 

 

 

 

Fotos und Interviews: Jörg von der Höh