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Nur der dritte Sportplatz bereitet Sorgen

Auf der Mitgliederversammlung des Sportverein Viktoria 1922 Winnekendonk konnte der Vorsitzender Peter Schlossarek über 100 Mitglieder begrüßen. Die große Teilnehmerzahl zeigt, dass der Verein lebt und die Mitglieder mit Interesse die Entwicklung des Vereins verfolgen und mitbestimmen wollen.
Die einzelnen Abteilungen konnten nur Positives vermelden. So kann zum Beispiel die erste Damenmannschaft in der Landesliga als Tabellenführer voraussichtlich den Aufstieg in die Niederrheinliga schaffen. Der Verein ist mit über 20 aktiven Fußballmannschaften einer der größten im Fußballkreis Kleve-Geldern. Auch der Lauftreff veranstaltet mit dem Golddorflauf ein Event, das weit über die Grenzen des Stadt und des Kreisgebietes bekannt ist.
Im Vorstandsbericht gab Peter Schlossarek Auskunft über den derzeitigen Stand der Verhandlungen bzgl. der geplanten Bebauung des bisherigen Sportgeländes an der Kevelaerer Straße. So möchte EDEKA Brüggemeier seinen bisherigen Standort verlegen und auf dem Sportgelände einen neuen Lebensmittelmarkt erstellen. Sollte dieses verwirklicht werden, benötigt der Sportverein dringend einen dritten Sportplatz sowie die Erweiterung des Umkleidehauses im Viktoria Sportpark an der Sonsbecker Straße. Ansonsten kann der Spielbetrieb nicht ordnungsgemäß aufrecht erhalten werden.
Das Problem ist allen Beteiligten, der Stadt, Ratsmitgliedern, EDEKA-Brüggemeier sowie dem Sportverein bekannt. Die Finanzierung dieser Maßnahme wird für alle Beteiligten eine noch zu lösende Herausforderung.
Peter Schlossarek übernahm die satzungsgemäßen Wahlen zum Vorstand. Dabei wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt und wiedergewählt. Kontinuität ist bei der Viktoria seit Jahren vorhanden.
Ein Mitglied ist bereits seit 70 Jahren dabei
Zudem wurde die Ehrung langjähriger Mitglieder durch die II. Vorsitzende Dorothe Ophey durchgeführt. Zur Ehrung waren sieben Mitglieder für 25, fünf Mitglieder für 40 und drei Mitglieder für 60 Jahre Vereinszugehörigkeit vorgesehen, ein Mitglied ist seit 65 Jahren und ein weiteres Mitglied sogar seit 70 Jahren dabei. Aufgrund von Krankheit oder Urlaub konnten viele zu Ehrende an der Mitgliederversammlung jedoch nicht teilnehmen.

Für die Zukunft gut aufgestellt

Bei der Vertreterversammlung der Volksbank an der Niers zog der Vorstand eine positve Bilanz für das Geschäftsjahres 2016. Vor 175 stimmberechtigten Genossenschaftsvertretern und zahlreichen Gästen sprach das VoBa-Vorstandsmitglied Johannes Janhsen trotz eines weiterhin herausfordernden Martumfeldes von einem „wirtschaftlich solidem Jahr“, in dem die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent auf numehr 2,3 Milliarden Euro angestiegen sei.
„Damit zählt die Volksbank an der Niers zu den 50 größten Volks- und Raiffeisenbanken der rund 1.000 Genossenschaftsbanken“, machte Janhsen in seiner ausführlichen Geschäftsbericht gegenüber den Anwesenden deutlich. Die Entwicklung der Bank sei von einer starken Ausweitung der Kunden­einlagen und des Kreditgeschäftes geprägt gewesen. Das Kundenkreditgeschäft wuchs auf gut zwei Milliarden Euro, einem Plus von sieben Prozent.
„Die gute Eigenkapitalausstattung und der von langjährigen Kundenbeziehungen getragene Einlagenüberschuss erlauben uns auch zukünftig, die im mittelständischen Firmenkundengeschäft, in der Landwirtschaft und bei der Immoilienfinanzierung bestehenden Chancen im vollen Umfang auszuschöpfen“, so das Vorstandsmitglied.
Auch das Kundenanlagevermögen stieg um 73 Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss lag mit 6,8 Millionen Euro wie auch der Bilanzgewinn von 4,8 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. „Mit diesen Ergebnissen sind wir zufrieden, denn sie schaffen die Basis, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.“

Vorstandsmitglied Johannes Janhsen zog eine positive Bilanz für das Jahres 2016.


Janhsen machte mit Blick auf die niedrigen Zinsen klar: „Sinkende Zinsergebnisse mit Erlösen aus risikoreichen Geschäften zu kompensieren, kommt für uns als bodenständige Bank nicht in Frage.“ Die Felder seien 2016 gut bestellt gewesen. Man werde alles tun, um sie 2017 genauso zu verwirlichen, zitierte Janhsen Konfuzius: „Sorge dich nicht um die Ernte, sondern um die richtige Bestellung der Felder.“
Man wolle die VoBa „fit machen für die Zukunft“ und in die „Modernität unserer Bank investieren“. Das Ziel sei,  „unsere Kostenstruktur zu verbessen, ein Prozess der verantwortungsvollen Kostenoptimierung“.
Die Veränderung der Geschäftsstellenlandschaft sei erst mit den Menschen besprochen worden. Die Fillialzusammenlegungen sei abgeschlossen und für die Geldautomaten wären gute Standorte gefunden worden. Im letzten Jahr haben man unter anderem die Geschäftsstellen in Twisteden mit neuer Technik ausgestattet und in frischem Design moderisiert.
Digitalisierung und Onlinebanking sei keine Generationsfrage, meinte Janhsen mit Blick auf die positiv verlaufene Mitgliederakademie für Senioren 2016. „Aber die Digitalisierung wird nur erfolgreich sein, wenn das, was uns 132 Jahre ausgemacht hat, an Nähe zum Kunden und  Verantwortungsbewusstsein, in die digitale Zeit zu übertragen.“  Es sei die „Verwurzelung mit Land und Leute, die uns auszeichnet“. Die Bank halte die drei Leitmotive „Transparenz-Modernität- Orientierung“ fest im Blick. Die Erfüllung der Bedürfnisse der Mitglieder stehe an erster Stelle, hob er die „einmalige Genossenschaftsidee“ hervor, die von der UNESCO ins immaterielle Kulturerbe der Menschheit aufgenommen worden sei.
Im Anschluss an seine Rede empfahl der Aufsichtsrat die Entlastung des Vorstandes, die Versammlung beschloss anschließend auch die Dividende von vier Prozent. Die beiden Aufsichtsratsmitglieder Konrad Pieper und Andrea Scheddin wurden in den Aufsichtsrat der Ban wiedergewählt.
Anschließend bot die Journalistin und Holland-Expertin Kerstin Schweighöfer einen unterhaltsamen Ausflug in die Eigenheiten von Deutschen und Niederländern, bei dem sie die verschiedenen Heransgehensweisen im Berufsleben, bei der Gesundheit oder an die Politik zur Sprache brachte.