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Noch keine Entscheidung über Beteiligung der Sportvereine. Keine Steuererleichterung für Hunde aus dem Tierheim.

Diskussion über Finanzen

Auch der Haupt- und Finanzausschuss (HuF) hat noch keine endgültige Entscheidung über die Beteiligung der Vereine an den Betriebskosten für die städtischen Sportanlagen getroffen.

Sportausschuss diskutiert einen kompletten Erlass der Beteiligung - und verschiebt die Entscheidung

Sollen die Sportvereine Betriebskosten bezahlen?

Leiden die Kevelaerer Sportvereine nun unter erheblichem Mitgliederschwund oder nicht? So ganz klar war dies zum Ende der jüngsten Sitzung des Sportausschusses am vergangenen Donnerstag nicht.

Fonds „Energie für Kevelaer“ unterstützt Verbände und Vereine

Antragsfrist für Spendentopf endet am 30. Juni

Der Countdown läuft: Noch bis zum 30. Juni 2021 können Vereine und Verbände ihren Antrag auf Förderung aus dem Fonds „Energie für Kevelaer“ stellen. Insgesamt 50.000 Euro stehen für die Unterstützung von Investitionen, Projekten und Veranstaltungen zur Verfügung.

Gesellige Vereine, Heimatverein und Landjugend schultern gemeinsam die Präsentation

Winnekendonker Heimatabend im Internet zu sehen

Mit Engagement begegnen die Geselligen Vereine im Golddorf der Krise: „Lähmt die Corona-Pandemie auf Dauer unser kulturelles und gemeinschaftliches Miteinander in unserem Dorf?“, fragten sich Mitglieder des Präsidiums der Geselligen Vereine, Vertreter*innen des Heimatvereins, des Musikvereins und der Sebastianus-Schützen.

Kevelaerer Fonds ruft zu Spenden-Anträgen auf

50.000 Euro für Kevelaerer Vereine

Insgesamt 50.000 Euro aus dem Fonds „Energie für Kevelaer“ stehen zur Unterstützung von Kevelaerer Vereinen und Verbänden zur Verfügung. In diesen Tagen gehen rund 130 Briefe an ehrenamtlich Tätige raus mit dem Aufruf, für ihren Verein einen Spenden-Antrag zu stellen.

Vierte Gartenaktion läuft an

Obwohl das aktuelle Projekt aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht umgesetzt werden konnte, lässt sich Tobias Steegmann, Inhaber des gleichnamigen Garten- und Landschaftsbauunternehmens, nicht davon abhalten, auch im kommenden Jahr wieder ein soziales Projekt zu unterstützen. Arbeiten im Rahmen von 2021 Euro stellt er dafür zur Verfügung. Die Bewerbungsphase läuft ab sofort und endet am 26. Februar 2021. Teilnehmen können wie in den drei Jahren zuvor gemeinnützige Vereine und öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Altenheime aus Kevelaer und den Ortschaften. Der Fantasie sollen dabei keine Grenzen gesetzt werden – Kreativität wird sogar vorausgesetzt. Ob Bastelarbeiten, Briefe, Fotos oder Videos – die Jury freut sich auf zahlreiche Bewerbungen.

Im Jahr 2018 hat das Wettener Unternehmen die Aktion ins Leben gerufen, um Vereine und Einrichtungen zu unterstützen. So durfte sich zuletzt in diesem Jahr der St. Quirinus-Kindergarten aus Twisteden über den Zuschlag von 2020 Euro freuen. Die Einrichtung bekommt vom Unternehmen Steegmann eine Versteckmöglichkeit zum Spielen und Tunnel aus Gehölzen. Corona-bedingt erfolgt die Umsetzung erst im kommenden Jahr, sodass Steegmann dann gleich für zwei Projekte Schaufel und Bagger in Bewegung setzen darf.

Langlebigkeit und Nachhaltigkeit sind wichtig

Für die aktuelle Bewerbungsphase würde Tobias Steegmann sich besonders freuen, wenn noch mehr Vereine an der Aktion teilnehmen. „Vereine waren bisher leider wenige dabei“, sagt der Firmeninhaber, der gemeinsam mit seinem Vater Christoph Steegmann, Bürgermeister Dominik Pichler, Berthold Steeger (Vertreter der Kirche) und einer Vertreterin der KB-Redaktion die Jury bildet. „Natürlich wird uns beim Jurytreffen auch bewusst sein, dass die Vorbereitungen in diesem Jahr unter anderen Bedingungen stattfinden“, erklärt Steegmann hinsichtlich der Corona-Einschränkungen. Dennoch ist er zuversichtlich, dass auch unter Pandemie-Bedingungen ausgefallene Bewerbungen möglich sind. „Die Langlebigkeit und Nachhaltigkeit sollten aus der Bewerbung hervorgehen.“ So sei ein neu angelegter Schul- oder Kita-Garten zwar eine schöne Idee, allerdings wenig nachhaltig, wenn die langfristige Pflege nicht gesichert ist.

„Ich bin optimistisch, dass wir wieder ausreichend Bewerbungen erhalten, um einen interessanten Jurynachmittag zu haben“, sagt Steegmann. Nach dem 26. Februar 2021 wird aus allen eingegangenen Bewerbungen der Sieger gekürt. Auch einen zweiten und dritten Platz wird es geben, die sich über kleine Präsente freuen dürfen.

Bewerbungen können bis einschließlich Freitag, 26. Februar 2021, entweder bei der Firma Steegmann in Wetten, Grünstraße 32, 47625 Kevelaer, direkt abgegeben oder digitale Formate per E-Mail an info@steegmann-garten.de gerichtet werden. Fragen werden ebenfalls unter angegebener E-Mail-Adresse oder unter Tel. 02832-2747 beantwortet.

Gibt es Erleichterungen für Kevelaerer Vereine?

Der SV Union Kervenheim und Viktoria Winnekendonk wollen bei der Stadt Erleichterungen hinsichtlich der Betriebskosten erreichen. Das geht aus zwei Schreiben hervor, die die beiden Vereinsvorsitzenden Ralph Kürvers und Peter Schlossarek bereits im Juni an die Verwaltung gerichtet haben – und deren Thema Gegenstand im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag, 17. September, ab 18.30 Uhr sein wird. Bedingt durch den Lockdown habe man die Kursangebote in der Turnhalle wie Zumba, Pilates und Kinderturnen nicht durchführen können, schreibt Kürvers als Kervenheimer Vereinsvorsitzender. Dadurch fielen genauso erhebliche Gelder weg, wie auch durch den Saisonabschluss, das geplante Fußballcamp oder das Vereinsfest. Eine „Aussetzung, Reduzierung oder Verzicht auf die Energiekostenbeiträge könnte die Sportvereine erheblich entlasten und finanziell stabilisieren“, heißt es in dem Schreiben. Dort wird auch die Bitte einer „verbesserten Kommunikation“ geäußert.

Der Vorsitzende des SV Viktoria Winnekendonk, Peter Schlossarek, verweist in seinem Papier auf Mindereinnahmen von mehr als 10.000 Euro. Die seien dem Verein durch die Absage mehrerer Jugendturniere, den Wegfall von Zuschüssen als anerkannter Stützpunktverein, durch das Aussetzen von Zahlungen diverser Bandenwerbeträger, den Wegfall von Bewirtungseinnahmen und durch Kosten für Desinfektionsmittel für den Trainingsbetrieb entstanden.

Man verzichte seitens der Stadt ja auch schon auf die Sondernutzungsrechte für Gastronomen. Da wäre es schön, wenn man sich an den Betriebskosten für 2019 oder hilfsweise 2020 beteiligen könnte, so der Tenor. Der Vorstoß der Vereine wird von der CDU-Fraktion unterstützt, die einen Antrag für den anstehenden Haupt- und Finanzausschuss gestellt hat.

Die Energiekosten sinken automatisch

Die CDU hat beantragt, die anstehenden Zahlungen der Vereine für das Jahr 2019 zu stunden und mit den Vereinen eine tragbare Zahlungsmodalität abzustimmen. Darüber hinaus soll die Energiekostenbeteiligung für das Jahr 2020 nur hälftig den Vereinen berechnet werden, um auf diese Weise den finanziellen Druck zu mindern.

Die Verwaltung hat sich im Vorfeld des Ausschusses dazu klar positioniert. Demnach seien im Mai alle Vereine über die Kostenbeteiligung an den Betriebskosten für 2019 informiert und bislang keine Anträge auf Stundung gestellt worden. Die Vereine seien ihrer Zahlungsverpflichtung nachgekommen und hätten die entsprechenden Beträge gezahlt.

Die Verwaltung empfiehlt daher, auf die Stundung der Zahlungen für das Jahr 2019 zu verzichten. Ebenso soll demnach die Energiekostenbeteiligung für das Jahr 2020 in gewohnter Weise erfolgen, da durch die Nichtnutzung der Turnhallen und der Sportplätze bedingt durch die Corona-Pandemie zwischen März und Mai die Kostenbeteiligung erheblich geringer ausfallen wird. Sollten sich durch die Kostenbeteiligung bei den Vereinen finanzielle Schwierigkeiten ergeben, werde die Verwaltung aber tragbare Zahlungsmodalitäten mit den Vereinen abstimmen.

Mehr Geld für die SSG-Schießsportanlage

Spannend könnte die Beratung auch für die Schießsportgemeinschaft Kevelaer werden. Denn sie beantragt für die 2020 geplante, aber nun erst 2021 zu realisierende Erweiterung der Schießsportanlage einen deutlich höheren Zuschuss der Stadt.

Ursprünglich sollte der bei 150.000 Euro liegen, was der Rat 2017 mit einem schlüssigen Finanzierungskonzept und einer langfristigen Nutzungsregelung verbunden hatte. Die Baugenehmigung wurde zwischenzeitlich erteilt, ein Erbbaurechtsvertrag zwischen der Wallfahrtsstadt Kevelaer und der Schießsportgemeinschaft Kevelaer zur langfristigen Nutzung abgeschlossen.

Jetzt seien die Baukosten aufgrund der vergangenen Zeit von 380.000 Euro auf deutlich über 510.000 Euro gestiegen. Dazu sei dann jetzt ein Zuschuss von 200.000 Euro notwendig. Die Verwaltung befürwortet die Zuwendung.

Die Auferstehung des Autokinos

Am Ende steht eine Zahl. 266. So viele Autos haben sie gezählt, die ungezählten Helferinnen und Helfer des ersten Ökumenischen Autogottesdienstes im Achterhoek. Einem Gottesdienst, für den sie noch vor etwas mehr als einer Woche für verrückt erklärt worden wären. Aber – wieder einmal – haben sie es allen gezeigt, was Gemeinschaft bedeutet, und das gleich in merfachem Sinne.

Katholische und evangelische Christen feierten gemeinsam einen Gottesdienst. Es sollen sogar Menschen anwesend gewesen sein, die sich keiner der beiden Religionsgemeinschaften angehörig fühlen.

Verschiedenste Vereine, wie die St. Maria-Bruderschaft, die Achterhoeker Karnevalisten der AKG und Mitglieder des ideengebenden Vereins Natur und Kultur im Achterhoek arbeiteten Hand in Hand, von der professionellen Vorbereitung bis zur nicht weniger perfekten Durchführung vor Ort.

Und schließlich ließ der Ostermontag im Achterhoek auch mal wieder alle Schlagbäume im Kopf außer Acht, von den Kirchenvertretern angefangen: Der evangelische Pastor Frank Bublitz aus Sonsbeck dankte herrlich unkonventionell für „Mikrofone, die Kameras, die über uns fliegende Videokamera, die PCs und das Internet.“ Denn neben der Bühne und der Bühnentechnik von Radio Niederrhein und „Scheunentechniker Till“ hatte sich die „TV-Fabrik“ aus Sonsbeck eingeschaltet und sorgte mit Manpower, Sachverstand, technischem Equipment und viel Engagement dafür, dass der LTE-Mast im Achterhoek glühte. Im Internet konnten Daheimgebliebene das Geschehen vor Ort live mitverfolgen.

Feierlich und heiter

Der evangelische Pastor Frank Bublitz (vorne) und der katholische Pastor Manfred Babel (im Hintergrund) feierten mit über 500 Menschen im Achterhoek den Gottesdienst. Foto: nick

Auf der Wiese ging derweil alles seinen durch die Pandemie geregelten Gang: Die Besucher blieben in ihren Autos an den angewiesenen Plätzen und feierten jeder auf seine Art den Gottesdienst, der, Corona zum trotz, neben den feierlichen auch viele heitere Momente bot. Pastor Manfred Babel aus Winnekendonk sprach auch das Lachen an, als Ausdruck gemeinsamer Freude. Frank Bublitz dankte ihm und schloss einen „Witz“ an: „Stell Dir vor, es ist Ostern und der dämliche Pfarrer schafft es nicht, die Osterkerze anzuzünden.“ Gemeinsam gelang den beiden Kirchenvertretern schließlich die symbolische Tat – ein weiteres Zeichen dafür, wie Gemeinschaft stärkt. Und Manfred Babel ging in seiner Predigt noch einen Schritt weiter: Er regte an, die Corona-Krise müsse bei uns allen zu einem Umdenken führen: „Wie sieht die Welt nach dem Virus aus? Vielleicht etwas bescheidener, freundlicher, ökumenischer?“

Ja, auch diese nachdenklichen Töne gab es natürlich, und sie reihten sich ein in das frohe Feiern dieses außergewöhnlichen Gottesdienstes – den es so wohl ohne dieses über allem schwebende Virus niemals gegeben hätte. Und mit dem ein kleiner Kevelaerer Ortsteil wieder einmal unter Beweis stellen konnte, dass schwierige Zeiten dazu da sind, sich mit vereinten Kräften gegen Unbillen zu stemmen und gemeinsam Dinge zu verwirklichen, die man zu nächst mal für utopisch halten mag.

Für einen, der als Ideengeber dieses Gemeinschftssinnes im Sinne der Veranstaltung am Ostermontag gelten darf – Mattes David aus dem NuK-Vorstand – steht am Nachmittag übrigens eine andere Zahl: Nicht die 266 gezählten Autos, die damit wohl weit über 500 Besucher des Gottesdienstes – die auch, und viele, die geholfen haben, die spontan ihre eigenen Ideen und ihre Muskelkraft beisteuerten – sondern eine 1. „Ich hab‘ meine erste Bibel geschenkt bekommen“, sagt er. „Muss ich wohl mal lesen“, ergänzt er augenzwinkernd. Schaden kann‘s nicht.

Und alle machen mit..

Ein wenig wurden sie ja schon „überrannt“, die NuK-Vorstände, die ihre Spontan-Idee, das gute alte Autokino auf der großen Wiese hinter er Geschäftsstelle wiederaufleben zu lassen, gewohnt fröhlich in die Welt posaunten. Überrannt von einer Welle der Hilfsbereitschaft, von Menschen, die der augenzwinkernd vorgetragenen Idee eine Menge abgewinnen konnten.

Umso größer die Überwältigung, dass hier spontan eigene Ideen und Angebote entwickelt wurden, dass die Achterhoeker Vereine sich den Ökumenischen Gottesdienst auf die eigenen Fahnen schrieben, dass die Kirchenvertreter alles daran setzten, hier mitzumachen, dass Radio Niederrhein den großen Bühnentruck anschleppte und das Equipment aufbaute, dass Malteser und ein Arzt für medizinische Unterstützung sorgten, dass plötzlich ein Toilettewagen bereitstand, dass Atemschutzmasken für die Helfer genäht wurden.

„Drei Tage am Telefon“ hat Mattes David verbracht, um die Idee umzusetzen und das alles irgendwie in den Griff zu bekommen – „und dank vieler helfender Hände stand die Sache danach“, freut sich der Mann vom NuK-Vorstand, dass man sich im Achterhoek auf die Nachbarschaft verlassen kann.

Foto: Screenshot

Über den großen Teich geflogen

Der Adler ist gelandet: Unsere Kollegen vom „Brooklyn Daily Eagle“ nahmen ein Luftbild des Achterhoeker Gottesdiestes in ihrer Rubrik „Nachbarschaft“ in der Serie „Our world in photos“ auf. Schöne Grüße zurück an die amerikanischen Nachbarn!

Fotografische Eindrücke vom Ökumenischen Autogottesdienst im Achterhoek gibt’s hier und einen Video-Kurzbericht hier

Heimatverein lädt zum Dorfplanspiel ein

Wie stellen sich die Winnekendonker ihr Dorf in der Zukunft vor? Welche Veränderungen braucht das Dorf und wie kann das soziale Leben weiterentwickelt werden? Um diese und weitere Fragen wird es beim sogenannten Dorfplanspiel im Juni in Winnekendonk gehen. Dazu kommen Verantwortliche der „Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume“ in den Ort und werden gemeinsam mit Bürgern die Entwicklung des Dorfes durchspielen und Ideen zur Weiterentwicklung entwerfen. Die Initiative, an diesem Projekt teilnehmen zu wollen, ging vom Heimatverein „Ons Derp“ Winnekendonk e.V. aus. Jetzt werden Teilnehmer für das Dorfplanspiel gesucht. Interessierte Bürger können sich noch bis zum 4. April 2020 melden.

In diesem Dorfplanspiel schlüpfen die teilnehmenden Spieler in die Rolle der unterschiedlichen Akteure, die es im Dorf gibt. So kann es zum Beispiel sein, dass ein Bürger ohne Vereinstätigkeit plötzlich als Vorsitzender eines Sportvereins agiert und der Vorsitzende eines Sportvereins zum Beispiel als Kirchenverantwortlicher auftritt.

Es werden zwei Teams gebildet

Da nicht alle Themen gleichzeitig abgedeckt werden können, wurde im Vorfeld bereits ein thematischer Schwerpunkt anhand einer Fragestellung festgelegt: Wie können wir das rege soziale Leben in Winnekendonk auf die Zukunft hin weiterentwickeln? Diese Frage wird im Planspiel von zwei unabhängig voneinander agierenden Teams bearbeitet. Am Ende des ganztägigen Spiels sollte es im Idealfall viele neue Ideen, Hinweise und Anregungen dazu geben. Man setze sich im Allgemeinen im Rahmen des Projekts mit der Frage auseinander: „Was können wir bewegen?“, erklärt Gerd Ophey, Vorsitzender des Heimatvereins „Ons Derp“ Winnekendonk e.V..

Bei der Planung gehe es um ganz verschiedene Bereiche des Dorfes wie Kirche, Sport, Kultur und Ökologie, sagt Ophey. „Wir werden aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten, wie man sich unser Dorf in Zukunft vorstellt.“ Mit Hilfe dieser Simulation soll dann, gemeinsam mit den „echten Akteuren“, versucht werden, Teile dieser Ideen und Utopien zu realisieren. Aus fiktiven Überlegungen entstehen im Anschluss also unter Umständen reale Entwicklungen im Dorf. Die anfallenden Kosten für die Lokalisierung des Planspiels und für die Experten werden von der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume übernommen.

Die Initiatoren suchen noch interessierte Büger

Der Heimatverein Winnekendonk habe bereits Kontakt mit den Vereinen und Gruppierungen des Dorfes aufgenommen, sagt Ophey. Ebenfalls haben vorab bereits Gespräche mit Vertretern verschiedener Ortsangelegenheiten stattgefunden: Rainer Verhülsdonk (Vorsitzender NuK Achterhoek), Anne van Rennings (wirKsam e.V.), Lisa Werner (Bereich Musik und Kirche), Denis Brüggemeier (Edeka Brüggemeier) und Hansgerd Kronenberg (Ortsvorsteher Winnekendonk). Aktuell werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht, die bereit sind, am Samstag, 6. Juni 2020, in verschiedene Rollen zu schlüpfen und miteinander Ideen zu entwickeln. „Interessierte Bürger dürfen sich gerne an uns wenden“, erklärt Ophey, der auf ein großes Interesse der Winnekendonker Bürger hofft. „Verlieren können wir nichts“, macht der Vorsitzende des Heimatvereins deutlich.

An dem Spiel dürfen 30 Personen teilnehmen. Gesucht werden 15 Vertreter der Vereine und Gruppierungen und 15 Vertreter, die nicht in Vereinen oder Gruppierungen organisiert sind. Die Bürgerinnen und Bürger, die nicht in Vereinen und Verbänden organisiert sind, können sich mit Namen und Telefonnummer unter info@onsderp.de melden. Alternativ können Teilnehmerkarten im Eingangsbereich des Edeka-Marktes Brüggemeier in Winnekendonk ausgefüllt und dort in den vorhandenen Behälter eingeworfen werden. Teilnahmeschluss ist Samstag, 4. April 2020. Wenn es mehr Anmeldungen als freie Plätze gibt, entscheidet das Los. Die Personen würden dann telefonisch benachrichtigt werden, ob sie teilnehmen dürfen oder nicht.

Das Planspiel wird am Samstag, 6. Juni 2020, ganztägig in der Öffentlichen Begegnungsstätte Winnekendonk stattfinden. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Den Teilnehmern entstehen keine Kosten. „Wir würden uns freuen, wenn interessierte Bürger mit – vielleicht kuriosen – Ideen kommen“, hofft Gerd Ophey gemeinsam mit den weiteren Initiatoren auf eine rege Teilnahme der Winnekendonker.

Windräder sollen Vereine beflügeln

„Energie für Kevelaer“ lautet der Leitgedanke, unter dem sich die Kevelaerer Unternehmen NiersEnergie GmbH, Stadtwerke Kevelaer, Bürgerwind-Kevelaer GmbH & Co KG und Bürgerenergie Schwarzbruch-Nord GmbH & Co KG zusammengetan haben. Sie wollen Kevelaerer Vereine und Verbände unterstützen und haben hierfür einen Fonds gebildet, der in diesem Jahr insgesamt 25.000 Euro und ab 2019 jährlich 50.000 Euro an Spenden an gemeinnützige Organisationen ausschüttet.
„Eine sinnvolle Änderung“
Zunächst hatten die vier Fondsgeber über Sparbriefe als Bürgerbeteiligung nachgedacht. Hiervon hätten jedoch nur vergleichsweise wenige Bürger profitiert (das KB berichtete in der vergangenen Ausgabe). „Dass nun der Fonds ‚Energie für Kevelaer‘ gegründet wurde, ist eine sinnvolle Änderung der ursprünglichen Planungen“, begrüßt Bürgermeister Dominik Pichler die Idee der Unternehmen. „Spenden in dieser Größenordnung können immer helfen, gerade auch vor Ort.“
Aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen bezüglich der Errichtung der Windkraftanlagen – eine Beteiligung der Bürger ist in den Verträgen festgeschrieben – zahlen die Stadtwerke Kevelaer jährlich 20.000 Euro und die NiersEnergie 10.000 Euro in einen „Spendentopf“ ein. Die Betreiber der Bürgerwind Kevelaer und der Bürgerenergie Schwarzbruch-Nord waren von der Fonds-Idee angetan und haben sich spontan dazu bereit erklärt, freiwillig jährlich insgesamt 20.000 Euro zur Verfügung zu stellen.
„Dem Klimawandel muss nachhaltig entgegengearbeitet werden, das fängt schon vor der Haustür an. Wir wollten selber aktiv werden und die Zukunft gestalten“, erläutert Gerd Baumgärtner von der Bürgerwind Kevelaer GmbH & Co KG.
„Wir wollten in Kevelaer investieren und die Region voran bringen. Daher unterstützen wir auch sehr gerne den Fonds ‚Energie für Kevelaer‘. Wir würden uns freuen, wenn wir so beispielsweise das Bewusstsein für Umwelt, Natur und Landwirtschaft oder Maßnahmen zur Energiereduzierung stärken könnten“, freut sich Baumgärtner auf die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten, zu denen er beispielsweise auch die Integrationshilfe oder die Förderung von Zukunfts- und Generationsprojekten zählt.
„Eine große Allianz“
Hans-Josef Thönnissen, Betriebsleiter der Stadtwerke Kevelaer und Geschäftsführer der NiersEnergie GmbH, sieht in der Fondsbildung eine „große Allianz Kevelaerer Unternehmen für Kevelaerer Bürger.“ Denn alle Kevelaerer Vereine und Verbände mit Sitz in Kevelaer könnten einen Antrag stellen, betont er. Einzige Voraussetzung ist, dass sie eine Zuwendungsbestätigung ausstellen dürfen.
„Vielen Bürgern ist nicht bekannt, dass die Windkraftanlagen in Kevelaer ein Drittel des gesamten Strombedarfs unserer Stadt umweltgerecht produzieren“, erläutert Thönnissen. Eine Bilanz, die ihn besonders freue. Denn bereits mit dem Angebot „Niers-Strom“ habe man sich seinerzeit bewusst für 100 Prozent Öko-Strom entschieden.
Mit der Fondsbildung möchten die vier Unternehmen ihren Angaben zufolge „die Energie honorieren“, die Vereine und Verbände aufwenden müssen, um die stetig wachsenden Aufgaben zu bewältigen. Die geförderten Bereiche seien daher auch sehr vielfältig: Jugend- und Altenhilfe werde ebenso gefördert wie Kunst und Kultur sowie Feuer- und Zivilschutz, Sport sowie traditionelles Brauchtum und Karneval. Konkret bezuschusst würden beispielsweise die Anschaffung von Material oder öffentliche Veranstaltungen. Wichtig sei nur, dass keine Förderung durch die Wallfahrtsstadt Kevelaer gegeben sei.

Antrag stellen
Ein formloses Schreiben an die Stadtwerke Kevelaer mit einer kurzen Vorstellung der Maßnahme und eine Kostenaufstellung genüge. Eine Antragsstellung für 2018 muss bis zum 15.09.2018 erfolgen. Für die folgenden Jahre sind die Anträge bis zum 31.05. eines jeden Jahres zu stellen.
Es könnten auch rückwirkend Maßnahmen gefördert werden, sagen die Fondsgeber, sofern diese im laufenden Jahr durchgeführt wurden. Ansprechpartner für die Fondsbildung ist Wolfgang Toonen, Abteilungsleiter Service und Verkehr bei den Stadtwerken. Er steht für Fragen sowohl telefonisch unter 0 28 32 / 93 13-14 als auch persönlich zur Verfügung.