Beiträge

Ehrung langjähriger Mitglieder im Jubeljahr

Im „Jubiläumsjahr“ – 2019 besteht der Kervenheimer Theaterverein seit 140 Jahren – führte der Theaterverein Gemütlichkeit seine diesjährige Jahreshauptversammlung wieder im Haus Brouwers durch. Der erste Vorsitzende Erich Derricks begrüßte alle anwesenden Mitglieder ganz herzlich und freute sich, dass so viele der Einladung gefolgt waren.
Ein ganz besonderer Gruß ging an die Ehrenmitglieder Heinrich Halman und Heinz Schmetten, sowie an die Ehrenvorsitzende Gisela Franzen. Derricks bedankte sich bei allen Vereinsmitgliedern und Angehörigen für die sehr gute Arbeit und für die hervorragenden Leistungen auf- und hinter der Bühne.
Humorvoll und prägnant

Gisela Franzen verlas danach den von ihr humorvoll und prägnant verfassten Jahresbericht 2017/2018. Ebenso berichtete die Spielleiterin Michaela Leisten über die abgelaufene Theatersaison und bedankte sich bei allen Akteuren, Bühnenbauern und bei allen Beteiligten für die Spitzenleistungen im letzten Jahr bei der Aufführung „Stress im Champus-Express“. „Diese Aufführungen haben mal wieder alle Erwartungen der Zuschauer voll erfüllt“, so Michaela Leisten. Großer Applaus war der wohlverdiente Lohn für diese Beiträge.
Danach erfolgte der Kassenbericht. Kassiererin Verena Koenen konnte leider nicht an dieser Jahreshauptversammlung teilnehmen. Daher berichteten Beate Gansen und Cäcilia Horlemann über eine gut geführte Kasse und eine ordentliche Kassenführung. Der Kassenbestand hat sich zum Vorjahr positiv verändert und somit konnte Entlastung erteilt werden. Als neue Kassenprüfer wurden Christa Schmitz und Heinz Schmitz gewählt.
Es erfolgte die Neuwahl des gesamten Vorstandes. Der alte Vorstand trat komplett zurück und der „Altmeister“ Hans Tervooren (89 Jahre) übernahm den Vorsitz für die Neuwahl des Vorstandes. Gekonnt, zügig und humorvoll bedankte er sich, auch im Namen der Mitglieder, beim gesamten Vorstand für die gute Führung im Theaterverein.
Danach ging es Schlag auf Schlag: Der 1. Vorstzende Erich Derricks wurde einstimmig wiedergewählt und bleibt weiterhin an der Spitze des so erfolgreichen Theatervereins. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden ebenso bestätigt und werden für zwei Jahre ihre Tätigkeiten fortsetzen.
Als Dank und Anerkennung für die gute Vereinsarbeit gab es großen Applaus von allen anwesenden Mitgliedern.
Erich Derricks bedankte sich im Namen des gesamten Vorstandes für das Vertrauen. Jetzt konnten die neuen Mitglieder aufgenommen werden. Katharina Goebel, Georg und Jonas Werner und Clemens Dauben gehören jetzt fest zum Theaterverein und haben schon großartige Leistungen gezeigt. Alle Vereinsmitglieder freuten sich über diese Neuaufnahmen und gratulierten herzlich. Auch Tobias Langenhuizen (Enkel des unvergessenen Werner Langenhuizen und 16 Jahre alt) wird neu zum Theaterverein kommen und sozusagen die „Bretter der Welt betreten“. Die Mitglieder freuen sich alle darauf.
Der Vergnügungsausschuss mit Annika Letfort, Simone Gansen, Stefan Spittmann und Markus Scheffer hatte im November 2018 einen gemütlichen Vereinsabend organisiert. Herzlichen Dank gab es von den Mitgliedern für diesen schönen Abend mit so frischen- und neuen Ideen. Der neue Vergnügungsauschuss mit Simone Gansen, Jonas Werner, Markus Scheffer und Clemens Dauben wird bis 2020 für spannende Momente und Begegnungen sorgen.

40 Jahre – Christa Schmitz und Vorsitzender Erich Derricks. Foto: privat


Es folgten danach die Ehrungen. Hilde Peters ist nun 65 Jahre im Theaterverein. Renate Görtz schon 50 Jahre und Christa Schmitz auch schon 40 Jahre.
„Viele Erinnerungen werden wach, wenn wir an die perfekten schauspielerischen Leistungen und an die wunderschönen Rollen bei so vielen Aufführungen denken. Der Theaterverein „Gemütlichkeit 1879“ ist einfach stolz auf Euch, liebe Jubilare. Ohne Euch wären wir ein ganz Stück ärmer. Herzlichen Dank für dieses Engagement“, so der Vorsitzende. Einen Blumenstrauß und großen Applaus gab es vom Vorsitzenden, Vorstand und von allen Mitgliedern ,für die besonderen Verdienste um den Verein.
Bevor die Jahreshauptversammlung endete, erinnerte der Vorstand noch mal an die Aktivitäten im Jubiläumsjahr.
Die Versammlung wurde geschlossen und man ging „traditionsgemäß“ zum gemütlichen Teil über. Nach gutem alten Brauch gab es ein leckeres Schaschlik und ein kühles Bierchen. Alle Mitglieder fühlten sich wohl (von 16 Jahre bis 92 Jahre) eben wie in einer Großfamilie, gemütlich wie zu Hause, im heimatlichen „Kervenheim“.
Der Vorstand
1. Vorsitzender: Erich Derricks, 2. Vorsitzende: Michaela Leisten, Kassiererin: Verena Koenen, Spielleiterteam: Gisela Franzen -Susanne Lembert – Michaela Leisten, Beisitzer: Dorothee Rülke – Beate Gansen, Pressewart: Heinz-Theo Bruckmann.
Aufführungen
Samstag, 26. Oktober 2019, um 19.30 Uhr, ist die 1. Abendaufführung.
Sonntag, 27. Oktober 2019, um 18 Uhr, „Benefiz“ Aufführung für einen wohltätigen Zweck (näheres wird noch bekannt gegeben).
Freitag, 1. November 2019 (Allerheiligen), um 19 Uhr, ist die 2. Abendaufführung.
Sonntag, 3. November 2019, um 15 Uhr, ist „Theater am Mittag“ mit Kaffee und Kuchen.

Cäcilienfest der Basilikamusik an St. Marien

Der Vorsitzende des Musikvereins Kevelaer – Basilikamusik an St. Marien, Dr. Markus Spolders, begrüßte ca. 100 Mitglieder zur Feier des Cäcilienfestes am vergangenen Samstag im großen Saal des Priesterhauses. Nach dem gemeinsamen Dankgottesdienst in der Kerzenkapelle, einem kurzen Frühschoppen im „Goldenen Apfel“ und einem vorzüglichen Mittagessen im Priesterhaus wurden einige verdiente Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Christel Bercker aus dem Basilikaorchester wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Sie begann mit 15 Jahren mit dem Geigenspiel und spielte bereits als Studentin in einem Orchester, bevor sie für ca. 15 Jahre die Geige zugunsten der Familiengründung bei Seite legte. Der Wunsch, dass eines ihrer Kinder ebenfalls das Geige spielen erlernte, ging leider nicht in Erfüllung, so dass Christel stellvertretend noch einmal einige Jahre Geigenunterricht nahm. Josef Lohmann fragte sie schließlich 1992, ob sie nicht Lust hätte, wieder im Basilikaorchester mitzuspielen. Leider erlebte sie Josef Lohmann als Dirigenten nur noch sehr kurze Zeit, bevor dann Boris Böhmann den Taktstock übernahm, bei dem sie viel gelernt hat, allerdings auch sehr intensiv üben musste. Bis zum heutigen Tag spielt Christel im Basilikaorchester die erste Geigenstimme.

Angelika Pferdmenges aus dem Basilikaorchester wurde ebenfalls für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Sie hat als Kind gemeinsam mit ihrem Bruder Geigenunterricht bekommen und ähnlich wie Christel Bercker als Studentin erste Erfahrungen im Musizieren in einem Orchester gewinnen können, bevor durch Berufstätigkeit und Familiengründung auch bei ihr eine gewisse Durststrecke erfolgte. Schließlich wurde sie auf ein kleines Orchester in Geldern aufmerksam, in dem sie auch heute noch aktiv ist. Im Basilikaorchester begann Angelika gemeinsam mit Christel Bercker aufgrund der Anfrage von Josef Lohmann im Jahre 1992. Vor einigen Jahren wurde ihre musikalische Karriere dann noch international, in dem sie Mitglied des Venloer Sinfonieorchesters wurde. Bis heute spielt Angelika gemeinsam mit Christel Bercker die erste Geige im Basilikaorchester.

Ebenfalls für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Andreas Schmitz geehrt. Er hat bereits im zarten Alter von vier Jahren unter Josef Lohmann als Sängerknabe begonnen und sehr schnell große Freude für den gregorianischen Choral entwickelt. Diese Begeisterung äußerte sich darin, dass er nach einer Probe den lateinischen Choral „Laetare Jerusalem“ lautstark über den Kapellenplatz „schmetterte“. Während des Stimmbruchs erlernte Andreas auch das Klarinette spielen, bevor er aber doch wieder des Gesang im Bass des Basilikachores bevorzugte. Über viele Jahre war und ist Andreas eine prägende Stütze des Basses im Basilikachor. Zudem hat er für einige Jahre als Kassierer im Vorstand des Basilikachores mitgewirkt.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Bruno Helmus aus dem Blasorchester geehrt. Auch Bruno begann mit etwa sechs Jahren als Sängerknabe, bevor er im Alter von zehn Jahren zunächst das Trompete spielen erlernte. Schon wenig später stieg er dann allerdings auf das Tenorhorn um, welches er bis heute spielt. Seit 1984 organisiert Bruno die Auftritte der Bläser bei diversen Prozessionen und ist einer der wenigen, der alle Lieder aus den Prozessionsheften sofort den Nummern zuordnen kann, mit denen sie dort gelistet sind. Im Festjahr des Musikvereins 1997 hat Bruno die gesamte Abrechnung übernommen, was ihn dann bestens qualifizierte für den Posten des Kassierers im Blasorchester. Dieses Amt übt er bis heute aus. Der Höhepunkt seiner Bläserkarriere im Musikverein war sicherlich das Jahr 2012, als er (wie bereits sein Schwiegervater Karl Dingermann und sein Vater Theo Helmus) die Festkette für den Musikverein tragen durfte.

Auf 60 Jahre Mitgliedschaft kann Wilfriede Neymanns aus dem Basilikachor zurückblicken. Sie wurde mit elf Jahren von Chordirektor Kempkes gemeinsam mit zwei weiteren Mädchen in der Schule als „seine Nachtigallen“ entdeckt. Zudem wurde sie sehr früh als Kind durch ihren Vater geprägt, der bereits im Basilikachor sang. Seitdem singt sie im Sopran, lange Zeit auch als Stütze des zweiten Soprans. Eigentlich hatte Wilfriede bei der letzten Ehrung vor zehn Jahren angedeutet, es sei doch allmählich Zeit, mit dem Singen aufzuhören. Zum Glück hat sie den Sopran jedoch weitere zehn Jahre mit ihrer Stimme bereichert, so dass sie nun (übrigens erst als zweite Frau im Musikverein Kevelaer) für 60 Jahre Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Über 60 Jahre hält Wilfriede der Basilikamusik an St. Marien nun schon die Treue, und dass obwohl sie in Wetten wohnt und meist mit dem Fahrrad zu den Proben und Gottesdiensten nach Kevelaer „anreist“. Durch minutenlangen Applaus brachten die anwesenden Mitglieder ihre Anerkennung und Dankbarkeit zum Ausdruck.

Vom Heiligenhäuschen bis zur Baumpflanzaktion

Eine gute Nachricht hatte Kassenwart Peter Becker für die anwesenden Mitglieder des Vereins „Natur und Kultur im Achterhoek“ in der Feldscheune gleich zu Beginn zu vermelden: eine positive Schlussbilanz für das Jahr 2017 mit einem leichten Plus, die von den Kassenprüfern anschließend formell bestätigt wurde und der Vorstand entlastet werden konnte.

Danach ging es an die wichtigste Personalie der Jahreshauptversammlung: die Wahl des NuK-Geschäftsführers.
„Ich bitte um Vorschläge“, fragte der aktuelle Amtsinhaber, Matthias David, in die Runde. Johannes Baaken schlug dann Davids Wiederwahl vor. Die Versammlung erteilte ihm nach seiner nicht ganz ernstgemeinten „dreisekündigen Bedenkzeit“ (David) ein neues Mandat für weitere zwei Jahre. Zum zweiten Kassenprüfer neben Willi Düngelhoef wurde Bernhard Borgmann bestimmt.

Aus dem Vorstand schieden auf eigenen Wunsch Johannes Baaken und Christian Resse als Beisitzer aus, die Positionen mussten allerdings nicht akut nachbesetzt werden. „Wir reduzieren uns lediglich“, stellte David für den Vorstand sachlich fest. Für beide soll es demnächst noch eine besondere Ehrung geben – gleiches gilt auch für Petra Baaken.
Danach sagte der Vorsitzende des NuK, Rainer Verhülsdonk, noch einiges zu den laufenden und zuküftigen Aktionen und Projekten des Vereins.
Die Gestaltung des „Heiligenhäuschens“ gehe voran, das Dach sei schon drauf, es gelte noch, die Steine zu säubern, konnte er der Versammlung mitteilen.
Positiv konnte er auch vermelden, dass über die von der NuK-Jugend initiierte Müllsammelaktion jetzt genug Spenden für die Anschaffung zweier Mülleimer zusammengekommen sind, die am Ortseingang aufgestellt werden sollen. Der Naturschutz-Stammtisch soll verstetigt, die NuK-Internetseite überarbeitet werden.
Grünes Licht gebe es für den NuK auch hinsichtlich des ersten Achterhoeker Mittelaltermarktes, an dem sich insgesamt dreizehn Gruppen in klassischer Tracht und mit Musik beteiligen werden. Für die „Landart“ am 24. und 25. August werden noch einige fleißige Helfer gesucht. Das geplante Bluesrockkonzert am 8. September fällt wegen der Krankheit eines Musikers aus.

Als „unerwartet“ und „absolut positiv“ bezeichnete Matthias David die Resonanz auf die Aktion „Grundlos Bäume pflanzen“ , die „noch nicht in der heißen Phase“ sei und trotzdem schon erste Spenden nach sich gezogen hat.
Eventuell sei auch eine Großspende zu erwarten, eine Privatperson aus Geldern wolle dafür 5000 Euro geben. Am 31. August soll dazu ein Planungstreffen mit allen Vorsitzenden der Heimatvereine, mit der Stadt und dem Bauhof erfolgen um zu klären, wo dafür Plätze wären und wer die Bäume dann gießen soll. „Mit so einem großen Erfolg haben wir nicht gerechnet“.

Verhülsdonk ging auch nochmal auf die Debatte um Insektenschutz und die Debatte mit der Stadt und den Landwirten ein und machte da nochmal klar, dass die Landwirte an der Stelle „Partner“ seien, mit denen man konstruktiv im Dialog sei, um in der Sache etwas Gutes zu erreichen.

Museum von Kevelaerern für Kevelaerer

Der Verein für Museumsförderung Kevelaer hatte zu seiner Hauptversammlung eingeladen, ein Ruf, dem rund 25 Mitglieder gefolgt waren. Nach Begrüßung und den üblichen Regularien gab der Vorsitzende Peter Hohl einen Überblick über die Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr.

Durch die enge Verzahnung von Aktivitäten des Museums (getragen durch einen Betreiberverein) und des diesem »dienenden« Fördervereins kommt es dabei naturgegebenermaßen zu Überschneidungen, die aber nur noch mehr das hohe Engagement der Mitglieder für ein lebendiges Museum in Kevelaer deutlich machen.

Erfreuliche Besucherzahlen

Als besonders erfreulich markierte Hohl die Entwicklung der Besucherzahlen von Dauer- und Sonderausstellungen wie auch der museumspädagogischen Arbeit. Allein die jüngst abgelaufene „Henschel-Ausstellung“ wurde von beinahe 6.000 Kunstinteressierten besucht und fand ein weit über die Region hinausreichendes Medienecho.

So ist es auch eines der im vergangenen Jahr besonders intensiv verfolgten Vereinsanliegen, die mediale Wahrnehmung der Sammlungen und museumspädagogischen Aktivitäten zu verbessern. Stellvertretend seien hier nur die neue Webseite, die Aktivitäten auf Facebook und Insta­gram, aber auch die gedruckten Quartalsprogramme genannt, die nicht nur auswärtige Gäste zum Museumsbesuch anregen, sondern dieses zu einem „Museum von Kevelaeren für Kevelaerer“ machen sollen, wie Peter Hohl explizit herausstellte.

Im Sinne der materiellen Förderung der Museumsarbeit wird der Verein die Anschaffung eines Archivscanners ermöglichen, der der digitalen Erfassung von Dokumenten aus dem Archiv des Vereins und dem Sammlungsbestand dienen soll.

Weiterer gewichtiger Tagesordnungspunkt war die formelle Verabschiedung von Dr. Burkhard Schwering, der zum Ende des ersten Halbjahres nicht nur sein Dasein als Museumsleiter mit dem eines Ruheständlers eintauschen wird, sondern sich in diesem Zusammenhang auch aus dem Vereinsvorstand zurückzieht.

Der Heilige Burkhard

Zwei Darstellungen des „Heiligen Burkhard“ überreichte Peter Hohl im Namen des Vereins und dankte Schwering für seine langjährige und fruchtbringende Arbeit.
Nach diesem durch inhaltliche Aspekte geprägten Block schlossen sich wieder einige unumgängliche Formalia des Vereinslebens an, wie der Bericht des Schatzmeisters (Ansgar Boßmann), der Bericht der Kassenprüfer mit Nachwahl derselben (Hubert van Meegen und Thomas Brezinka) und schließlich die Entlastung des Vorstandes, welche einstimmig erteilt wurde.

Bemerkenswert ist die entgegen des allgemeinen gesellschaftlichen Trends steigende Zahl der Vereinsmitglieder, die momentan bei rund 240 liegt. Allein in den letzten beiden Jahren konnten 50 Neumitglieder geworben werden.

Bevor es unter dem finalen Punkt „Verschiedenes“ zu kleineren Wortbeiträgen aus der Mitgliederschaft kam, präsentierte Peter Hohl eine Vorausschau auf die am 8. September stattfindende Studienexkursion nach Leiden in den Niederlanden. Der Aspekt der Beschäftigung mit Kunst und Kultur spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie das gesellige Beisammensein und der Austausch unter den Vereinsmitgliedern. Letzteres fand im Anschluss an den stringent geführten offiziellen Teil des Abends in der Museumskneipe ausgiebig statt.

Eine Zukunft für den Verband

Kevelaer. Wenn Franz-Josef Probst als Vorsitzender der Kevelaerer Ortsgemeinschaft Unitas im „Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung“ (KKV) in die Zukunft blickt, dann macht er sich schon seine Gedanken. „Wir sind ein Verein mit 68 Mitgliedern, aber das Durchschnittsalter ist 65 Jahre“, macht der mittlerweile 77-Jährige, der von gesundheitlichen Rückschlägen in letzter Zeit selbst nicht verschont geblieben ist, deutlich, wo der Schuh drückt.
„Wir haben große Nachwuchssorgen. Damit stehen wir natürlich nicht alleine“, verdeutlicht Probst den Kern des Problems. Dazu kommt, dass es am gesamten Niederrhein mit Bocholt und Kevelaer nur noch zwei Ortsgemeinschaften gibt. Zuletzt wurde Goch aufgelöst, die verbliebenen Mitglieder stießen zu Kevelaer.
„Die Jugend ist zu erreichen, aber die hat beruflich oder schulisch eben andere Anforderungen zu erfüllen“, sieht Probst die Zwänge der heutigen Zeit. „Du kannst dich eben mit allem arrangieren, solange du den Freiraum hast.“
Kreativ gegenzusteuern, das ist die Aufgabe, die sich Probst und die Mitglieder des KKV stellen wollen. „Man muss da total umdenken“, findet der engagierte Katholik und denkt zum Beispiel daran, im Anschluss an das Hochamt, bei dem die Predigten „nicht länger als zehn Minuten dauern“ sollten, sonntags ein Frühstück „für den persönlichen Austausch“ der Gemeinde zu organisieren, wo dann alle Generationen zusammenkommen.
Und der KKV versucht, mit seinem „umfangreichen Programm mit Begegnungen und Fahrten“ Interesse zu wecken. Angebote wie zuletzt der Besinnungstag der KKV-Bezirksgemeinschaft Niederrhein mit Pfarrer Alfred Manthey am 18. März oder Gesprächen mit prominenten Geistlichen wie vor Kurzem mit dem Weihbischof Rolf Lohmann in Xanten sind da nur zwei kleine Mosaiksteine.
Auch „zeitgemäße Angebote“ wie die Fahrt zum Oberhausener Gasometer am 19. April sollen dazu beitragen, die Tür für alle Generationen – und auch Konfessionen – zu öffnen. Bislang sind fünfzig Interessierte angemeldet. „Wir müssen für alles offen sein, was ist.“
Daneben unterstützt der KKV die Wallfahrt der Krankenbruderschaft Rhein-Maas e.V. nach Lourdes mit Weihbschof Lohmann oder die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela mit Pastor Alois van Doornick (4. bis 17. Juni) als besondere spirituelle Ereignisse.
Eine Chance sieht Probst auch in dem Katholikentag in Münster Mitte Mai, zu dem „wir mit über 20 Personen fahren“. Für fünf Euro, die die Fahrt kosten soll, „sind aber noch ein paar Plätze frei, die gerne von jungen Leuten besetzt werden können.“ Denn gerade der Katholikentag werde von der Jugend gestaltet, sei immer ein Erlebnis. „Und es wäre schön, darüber junge Kirchenmitglieder ansprechen und motivieren zu können.“

Ein Ball zu Ehren des König

Mit dem Königsball startete die 58. Hubertuskirmes, eines der größten Volksfeste am Niederrhein. Über 14 Tagen hinweg werden ein buntes Programm, hochkarätige Bands und eine gemütliche Sektbar geboten.
Der Königsball findet zu Ehren des Königs der St. Hubertusgilde statt. König Paul Hellmanns (mit Königin Doris), sein Adjutanten Markus Stassen (mit Begleiterin Annegret Ruffen), Prinz Thoe Wilberts mit Adjutanten Jan Schiffer und die Bezirksjugendprinzessin Johanna Wilberts konnten „ihren“ Ball genießen. Qualität, Humor, eine gute Performance und ein abwechslungsreiches Repertoire waren die ausschlaggebenden Zutaten für einen musikalischen Abend, den die Band Feeling aus Enschede bot. Bernard (Gitarre, Key, Bass und Gesang), Darrin (Gitarre, Key und Gesang) sowie Dorien und Charon, Gesang zauberten eine Party ins Festzelt, die kaum jemanden auf den Sitzen hielt.
Das voll besetzte Zelt bot einen würdigen Rahmen und bis spät in die Nacht wurde gefeiert, auf das Wohl des Königs getrunken und getanzt.

Ehrengästen waren: Diözesankönig und König der St. Antonius-Schützen Gilde Kevelaer Michael van Bühren, König Siegmund Schlutt und Minister Alexander Hacks der St. Antonius Bruderschaft Twisteden, Benedikt Meyer und Adjutant Jürgen Aben der Bürgerschützen Kevelaer, Königin Lisa Schmitz und Adjutantin Erika Schröter von der St. Johannes Bruderschaft Kevelaer, König Manfred Delbeck und Adjutant Markus Boetselaars der St. Petrus Schützengilde Kevelaer, König Heinz-Peter Paeßens und Minister Erwin Tekath St. Petrus Bruderschaft Wetten, Stadtbundkönig und König der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Frank Kirsch mit Adjutantin Verena Jahnke, König der St. Sebastianus Bruderschaft Kervenheim Pascal Tittel, König Thomas Berretz mit Minister Boris Weber St. Sebastianus Schützenbruderschaft Winnekendonk.

Außerdem waren Majestäten aus Wemb, Weeze, Straelen, Walbeck, Blitterswijk, Oud-Dijk angereist. Rudi Joosten, Hans-Gerd Frerix, Rainer Koppers Thomas Nolden, Berti Metsch, der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr mit Jürgen Lamers, der Freundeskreis der Lebenshilfe Gelderland, Kaplan Christoph Schwerhoff und Festkettenträger Theo Keysers mit Adjutant Georg Bors wurden besonders begrüßt. Partnerinnen, Partner und Mitglieder der Hubertusgilde wurden natürlich auch nicht vergessen.

„Engel gibt es überall e.V.“ ist wieder aktiv

Talentierte bzw. hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche will „Engel gibt es überall e.V.“ langfristig und nachhaltig fördern. Zu diesem Zweck veranstalteten die „Engel“, dies sind in diesem Fall die Vorsitzenden Ingrid und Lutz Stermann, zu Ostern eine große Tombola.
Mit Hilfe zahlreicher Sponsoren und des Hauptsponsors, Walther-Faltsysteme, konnte hierfür der Grundstock, ein Fördervolumen von mehr als 15.000 Euro, zusammengetragen werden.
Ein Kompetenzteam aus Fachleuten der Verwaltung, Schule, Medien und Psychologie wurde zusammengesetzt. Die Mitglieder sollen bewusst unerkannt bleiben, um frei und unbeeinflusst über jeden Förderantrag entscheiden zu können.
Mitte Oktober wird erstmals über Förderwunschanträge entschieden und hierfür können noch Anträge eingereicht werden. Drei Bürgermeister als Schirmherren stehen zur Unterstützung bereit, darunter auch Dr. Dominik Pichler: „Ich bin als Schirmherr dabei, weil Kinder unsere Zukunft sind und sie es verdienen, ihren Talenten entsprechend gefördert zu werden.“
„Ziel des Vereins ist es, junge Menschen (bis 18 Jahre) dort zu unterstützen, wo es das Elternhaus aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht leisten kann. Geschehen soll diese Förderung im schulischen, musischen, sportlichen oder künstlerischen Bereich. Wir möchten nachhaltig Fähigkeiten von Talenten fördern, aber auch vorhandene Schwachstellen abbauen, um jungen Menschen den Weg in die Zukunft zu erleichtern,“ berichtet Ingrid Stermann.
Stermann weiter: „Auch Alleinerziehende und Familien aus Kevelaer, die aus eigenen finanziellen Mitteln nicht in der Lage sind, eventuelle zusätzliche Kosten für die Förderung und Unterstützung ihrer Kinder aufzubringen, können einen Antrag stellen. Hier möchten wir nicht nur die Familien ansprechen, die durch Gelder der öffentlichen Hand unterstützt werden, sondern auch Familien und Alleinerziehende, deren Einkommen eine nachhaltige Förderung nicht erlaubt.
Anträge liegen ganzjährig im Bürgerbüro der Stadt Kevelaer aus. Ab sofort können ganzjährig die Anträge ausgefüllt und abgegeben werden. Ein Antrag kann aber auch auf der Homepage www.engelgibtesueberall.de online ausgefüllt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden. Ein Erziehungsberechtigter füllt den Förderantrag aus und sendet ihn an den Verein „Engel gibt es überall e.V.”, Ingrid Stermann, Moerser Straße 227, 47475 Kamp-Lintfort.
Der Verein braucht weitere fachkundige Unterstützung durch Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen, denn je dichter und professioneller das Netzwerk ist, umso effizienter und erfolgreicher wird die Förderung der Kinder und Jugendlichen sein. Interessierte wenden sich bitte an Ingrid Stermann. Auch jede Spende ist herzlich willkommen und Ingrid Stermann verbürgt sich persönlich dafür, dass jeder eingezahlte Spenden-Cent zu 100 Prozent für den Förderzweck genutzt wird. Der Verein ist berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen.
Spendenkonto:
Volksbank an der Niers
IBAN DE27 3206 1384 4504 54001 0
Sparkasse Krefeld
IBAN DE27 3205 0000 0000 0852 06

Eine Finanzspritze für Kinder und die Inklusion

Über eine Projekt-Finanzspritze des Landes konnten sich jetzt 28 Vereine aus dem Kreisgebiet freuen. Im Bauerncafé Binnenheide durfte der Vorsitzende des Kreissportbundes Kleve, Lutz Stermann, Vertretern der Vereine symbolisch einen Scheck von jeweils 1.000 Euro überreichen.
Das NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport unterstützt mit dem Projekt „1.000×1.000“ seit mehreren Jahren das Engagement der Sportvereine, Kooperationsmaßnahmen im Bereich Ganztag und Kindertageseinrichtungen durchführen.
Entsprechend erhalten 1.000 Vereine landesweit jeweils 1.000 Euro. Dazu kommen noch 250.000 Euro für Vereinsprojekte im Bereich Inklusion, heißt nochmal 250 Euro je Verein. Die Vereine konnten selbst einen entspechenden Antrag beim Kreissportbund stellen.
Unter den bezuschussten Vereinen befinden sich auch der Kevelaerer Sportverein, der Reit- und Fahrverein von Bredow Wetten, der DJK Schwarz-Weiß Twisteden, der Tennisverein Winnekendonk und die Schieß-Sport-Gemeinschaft Kevelaer (Foto). Von dem Zuschuss fördern alle ihre jeweiligen Projekte.
Ein Beispiel gibt die Vorsitzende des Reitervereins von Bredow Wetten, Annette von Stephoudt, vor: „Wir organisieren am 5. September mit den Bewohnern von Haus Karin in Geldern eine Veranstaltung am Blankenhof in Beerendonk.“ Dabei soll der Umgang mit Tieren gefördert werden.

Benedikt Mayer ist neuer König

Traditionell fand auf Einladung des Präsidenten Hermann Voss das Preis- und Königsschießen der Bürger-Schützen-Gesellschaft Kevelaer 1881 statt. Die „Bürger“ schlossen mit ihrem Schießen den Reigen der Kevelaerer Schützenvereine und ermittelten in einem fairen und spannenden Wettstreit ihren neuen König.
Benedikt Mayer wird in diesem Jahr die Königskette der Bürger-Schützen Gesellschaft tragen. Zu seinem Adjutanten wählte er seinen Schützenbruder und Freund Jürgen Aben.
Bereits beim Antreten auf dem Kapellenplatz hatte sich eine große Zahl Bürgerschützen getroffen. Unter Begleitung von Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr und Musikverein ging es zunächst zur Königsresidenz des scheidenden Königs. Jürgen Borghs, König im Festjahr der Bürgerschützen, und Adjutant Thomas Ingenpass reihten sich nach einem kurzen Umtrunk in den Schützenzug ein, der sich von hier zum Schießstand an der Josef-Schotten-Schützenhalle aufmachte.
Nach Begrüßung und kurzer Pause mit Stärkungen vom Grill und kühlen Getränken konnte das Preis- und Königsschießen beginnen. Bereits mit dem 30. Schuss erzielte Günther Platzer den 1. Preis. Nach 94 Schüssen fiel der 2. Preis durch den Treffer von Präsident Hermann Voss. Mit dem 159. Schuss gelang es Christian Fischer, als einem der jüngsten Schützenbrüder, den 3. Preis zu erzielen. In diesem Jahr konnte Präsident Hermann Voss bereits mit der Einladung zum Schießen verkünden: „Zwei Königsanwärter haben sich in die Schießliste eingetragen“. Benedikt Mayer und Klaus Keuler traten zum spannenden Zweikampf um die begehrte Königswürde an. Der Vogel zeigte sich als zähes Vogelvieh. Mit wechselseitigen Schießerfolgen lieferten sich die beiden Anwärter einen harten und fairen Wettstreit und zogen mitfiebernde Bürgerschützen und Zuschauer in den Bann. Letztlich gelang es Benedikt Mayer, den entscheidenden Schuss zu platzieren und damit die Königswürde zu erlangen.
Im Rahmen des Vogelschießens verabschiedete Präsident Hermann Voss den langjährigen Major, Alfred Hefeker, aus dem aktiven Dienst. Hefeker hatte zehn Jahre die Bürgerschützen bei allen Umzügen kommandiert. Für seine Nachfolge wurde Jürgen Borghs mit gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann ernannt. Borghs wird beim Kommando unterstützt von den Zugführern Georg Keuler und Marcus Plümpe.
Thomas Nolden ist Klotzkönig
Bereits am Vorabend des Vogelschießens hatten sich die „Bürger“ zum Klotz-König-Schießen getroffen. Den Wettstreit entschied Thomas Nolden. Er wurde „Klotz-König“ der Bürger-Schützen 2017. Die gesellige Einstimmung auf das Schießen am kommenden Tag verkürzte für einige die lange Wartezeit bis zum Schießen durch eine doch eher kurze Nacht.

Fröhliche Party nach dem Umzug

Mit einem großen Festumzug feierten die Wettener Schützen ihr neues Königspaar Heinz-Peter und Irmgard Paessens. In Begleitung der Königspaare und Vorstände aus den Nachbarvereine in Beerendonk, Twisteden und Winnekendonk zog das Paar vom Marktplatz aus mit dem Musikverein Eintracht Wetten an der Spitze durch die Ortschaft.
Zuvor hatten die neuen Majestäten mit den Ministerpaaren Oliver Langanke und Dagmar Schrievers sowie Uschi und Erwin Tekath unter den Augen der Bevölkerung die Formationen abgeschritten und die Fahnenschwenker für einen optischen Höhepunkt gesorgt. „Die Woche über haben sich viele mit mir gefreut“, war es dem neuen Throninhaber auf dem Weg durch den Ort wichtig, seine Dankbarkeit auszudrücken. Seine Königin nutzte während des Fußmarsches mit den Ministerdamen die Gelegenheit, ein paar Meter der Strecke mit einem Cadillac zurückzulegen. “Ist mal was anderes. Schön, dass er mir das erlaubt”, öffnete ihr Gatte nach ein paar Minuten abe ganz gentleman-like die Beifahrertür.
Anschließend zogen die Schützen in den „Knoase-Saal“ ein, um dem neuen König zu gratulieren und ihm dabei mit dem einen oder anderen kleinen Präsent zu erfreuen, wie dem “Königsthron-Tropfen” aus Winnekendonk. „Ich war schon 1973 mit 19 Jahren Schützenkönig, meine Frau war‘s 2003. Damals war man überwältigt, heute erlebt man das viel bewusster“, meinte Paessens und nahm einen seiner acht Enkel nach den Gratulationen auf seinen Schoß.
Das Königspaar hatte dann die Ehre, mit dem ersten Tanz des Abends den Königsgalaball offiziell einzuläuten.