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Düstere Aussichten für Kevelaer

Im Mittelpunkt des Ausschusses für Gebäudemanagement und Umweltschutz standen zwei Themen: Neben dem Fünf-Jahresplan für Baumaßnahmen und dem Hochbau ging es auch um die Anregungen der Verwaltung zu den Folgen des Klimawandels und die dazu erforderlichen Anpassungen, die die Stadt dazu vorschlägt. Für die Verwaltung stellte Peter Reffeling zunächst die in 2019 erfolgreich abgeschlossenen Projekte vor. Dazu zählte unter anderem die Erneuerung der Heizungsanlage an der St. Hubertus-Grundschule, was die Gebäudeleittechnik und die Dämmung der Rohre angeht.

Außerdem ging er nochmal auf die Sanierung der MSR-Technik in der St. Hubertus-Turnhalle ein. Er sprach den Umbau und die Erweiterung dreier ehemaliger Hauptschulräume zu drei Differenzierungsräumen am Schulzentrum sowie die dortige Erneuerung der IT-Verkabelung an. Und Reffeling erwähnte den Umbau der Bürogebäude an der Karl-Leisner-Straße 17 a und 17 b zu einer Flüchtlingsunterkunft. Anschließend stellte er die wichtigsten der insgesamt 84 Instandhaltungs-, Sanierungs- und Neubaumaßnahmen vor, die ein Gesamtvolumen von über acht Millionen Euro ausmachen würden. Dazu kämen dem Plan nach noch Mittel für nicht planbare Unterhaltungs- und Reparaturarbeiten von rund 4.872.000 Euro.

Kernsanierung und Errichtung einer offenen Jugendeinrichtung

Das größte Bauvorhaben sei die bis 2023 angelegte Kernsanierung und Errichtung einer offenen Jugendeinrichtung mit angeschlossenen pädagogischen Diensten und Jugendberufsagentur in der Virginia-Satir-Schule. Die Gesamtkosten beliefen sich laut Fünfjahres-Plan auf über fünf Millionen Euro, von denen das Land im Rahmen des Landesprogramms „Soziale Integration im Quartier“ vier Millionen Euro übernehmen würde.

Im Schulzentrum Kevelaer würden die Maßnahmen hinsichtlich der Fassadensanierung, der IT-Verkabelung, der Elektroarbeiten und des Brandschutzes weiterlaufen. Das Verwaltungsgebäude der Gesamtschule soll in Modulbauweise, nach dem Auszug der Mitarbeiter ein Lehrerzimmer für das Gymnasium errichtet werden. Und in Sachen Dreifachsporthalle sei eine erneuerte Akustikdecke als ballwurfsichere Systemdecke vorgesehen.

Bis Ende 2020 soll das Empfangsgebäude im Solegarten St. Jakob fertig sein. Große Sanierungsmaßnahmen seien noch im Rahmen des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ auszuführen. Die Erweiterung der Mensa am Schulzentrum würde um ein weiteres Jahr verschoben, weil der Bedarf vorläufig mit den vorhandenen Räumlichkeiten gedeckt werden könne.

Ausblick bis ins Jahr 2100

Im Anschluss stellte Ina D’Aleo vom städtischen Gebäudemanagement die Maßnahmen vor, die die Verwaltung im Zuge der Klimaanpassung in Kevelaer angedacht hat. Zuvor machte sie klar, welche Auswirkungen laut der Prognosen bis 2100 für Kevelaer in etwa zu erwarten seien. Demnach würde es in den kommenden Jahrzehnten mehr Niederschlag im Winter, eine Zunahme der Starkregentage und eine Abnahme der Schneetage geben. Außerdem müsse man sich auf einen Temperaturanstieg, die Abnahme der Eis- und Frosttage sowie eine Zunahme Sonnenscheindauer einstellen.

Die häufigeren und längeren Hitzeereignisse vergrößerten die Gesundheitsrisiken für die Personen unter drei und über 65 Jahren. Zunehmende Inversionswetterlagen verursachten städtische Wärmeinseln. Und auch die Überflutungsgefahr für die Gewässer wie die Niers, die Issumer Fleuth, Dondert oder die Kervenheimer Mühlenfleuth würde steigen.

Dazu sei für die Wasser- und Landwirtschaft mit dem Austrocknen der Bodenoberfläche, mit einem höheren Risiko von Bränden, Bodenübersättigung und Erosion sowie einer Belastung für die Vegetation zu rechnen. Und die Wald- und Forstwirtschaft müsse sich auf eine höhere Waldbrandgefahr einstellen. Bis 2065 würde die Anzahl der Orkantage um 40 Prozent steigen.

Gründung einer Arbeitsgruppe

Als Strategie für Kevelaer benannte D’Aleo die Gründung einer Arbeitsgruppe aus Stadtplanung, Stadtwerken, Grundstücksmanagement, Betriebshof, Ordnungsamt, Feuerwehr und Klimaschutz. Diese müsse die Minimierung der Folgen als Querschnittsaufgabe ansehen. Zudem würden kommende Maßnahmen in Zukunft regelmäßig vorgestellt.

Wichtig seien die Vermeidung der Aufheizung der Innenstadt, die Freihaltung der Luftleitbahnen und der Erhalt und Ausbau der Grünflächen. Auch Gründächer seien eine Option, trockenresistentes Stadtgrün sowie Anreize für die Bürger zur Entsiegelung der Flächen und zur Schaffung von Vorgärten.

Artenvielfalt im Förder-Dschungel

Die Geschichte von den Bienchen und den Blümchen klingt nicht aus jeder Perspektive sexy. Man kann auch aus anderen Gründen rot werden und ins Stottern geraten, geht es doch in diesem Fall um einen Gesamtansatz zur sichtbaren Erhörung einer einzelbetrieblichen Biodiversitäts- und Naturschutzberatung, die schwerpunktmäßig landwirtschaftlichen Betrieben eines regional begrenzten Raumes die Angebote im Bereich der Agrarumwelt- und Vertragsnaturschutzmaßnahmen in NRW aufzeigen und damit letztendlich der rückläufigen Entwicklung vieler in NRW vorkommender Arten der offenen Feldflur entgegenwirken soll… um nur einige der zahlreichen Ziele zu zitieren.
Bauern schlau machen
Aber letzlich geht‘s doch um Bienchen und Blümchen und darum, dass diese auch in Zukunft in ausreichender Zahl und mit Freuden vor unserer Haustür ihren Geschäften nachgehen können: Ein Berater soll dazu drei Jahre lang rund 30 Bauern jährlich beraten, wie diese dem Artensterben auf ihren Wiesen, Äckern und Feldern entgegenwirken können. Eine Idee, die übrigens aus den eigenen Reihen der Landwirte kam: Die Ortsbauern in Winnekendonk hätten bei einer Veranstaltung im Frühjahr 2017 zum Thema „Blühstreifen in der Landwirtschaft“ eine bessere Beratung über die häufig unübersichtliche Vielzahl an Naturschutz- und Artenschutzprogrammen angeregt. „Ein pragmatischer Ansatz aus der Landwirtschaft – für die Landwirtschaft“, findet Hans-Josef Linßen, Straelener Bürgermeister und Vorsitzender des Vereins „Leistende Landschaft“.
Dazu soll für die Region „Leistende Landschaft“ (zu der neben Nettetal, Straelen und Geldern eben auch Kevelaer mit seinen Ortschaften gehört) nun ein solcher Berater gefunden werden, der Landwirte und Naturschützer zusammenbringt. Die Ausschreibung endete Anfang Juli, bis Ende des Monats sollen Vorstellungsgespräche geführt werden und die Stelle mit Sitz in Straelen vor­aussichtlich Anfang September besetzt sein. Denn das Geld dazu ist da; Grund genug für zahlreiche Vertreter der beteiligten Städte, des Kreises Kleve, des Landes und aus Landwirtschaft und Naturschutz, sich in der vergangenen Woche im Bauernhofcafé Binnenheide in Winnekendonk zu treffen.
Projektträger ist die Landwirtschaftskammer NRW. Ralph Merten, Hauptdezernent bei der Bezirksregierung Düsseldorf, überbrachte jetzt den Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 162.000 Euro (65 Prozent der beantragten Projektmittel). Den Rest der insgesamt fast 250.000 Euro bringen Kevelaer, Geldern, Straelen, Nettetal und der Kreis Kleve (25 %) sowie die Landwirtschaftskammer NRW (10 %) auf.
Für den Vereinsvorsitzenden Hans-Josef Linßen ist das Projekt ein „innovativer Ansatz“, denn die „Leistende Landschaft“, sei „Chance und Verantwortung zugleich“, sagte er anlässlich der Übergabe im Bauernhofcafé Binnenheide. Einen treffenderen Ort, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, hätte er womöglich kaum finden können: „Biodiversität und Kulturlandschaft bilden in vielerlei Hinsicht Bausteine einer ländlichen Entwicklung. Aber nicht nur die Landwirtschaft profitiert von Biodiversität. So ist beispielsweise eine intakte und gepflegte Kulturlandschaft Alleinstellungsmerkmal im Tourismus oder auch ein Kriterium für regionale Identität und Zuzug.“
Sprich: Fühlen sich Bienchen und Blümchen wohl, tut das dort wohl auch der Mensch. In diesem Sinne sicherlich eine lohnenswerte Investition, die nur noch auf fruchtbaren Boden fallen muss.

Das Projekt „Biodiversitätsmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen“
In der LEADER-Region „Leistende Landschaft (Lei.La)“ wirtschaften insgesamt ca. 500 Landwirte mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von ca. 20.000 ha. Vor dem Hintergrund einer rückläufigen Entwicklung vieler in Nordrhein-Westfalen vorkommender Arten und einer Vielzahl an Förder- und Beratungsangeboten im Bereich Natur- und Artenschutz, ihres Zusammenspiels und Nutzens, wird in Form einer Projektstelle ein passgenaues Informations- und Beratungsangebot für Maßnahmen zur Biodiversitätsförderung auf landwirtschaftlichen Flächen entwickelt, das sowohl den betrieblichen als auch regionalen Gegebenheiten Rechnung trägt.
Information: www.leader-leila.de

Praktische Ideen zum Klimaschutz

Der „Knoase-Saal“ war die vorletzte Station auf Dr. Nina Jordans Reise durch die Ortsteile. Die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt Kevelaer konnte diesmal lediglich neun Bürger in der Gaststätte begrüßen, sah das aber konstruktiv. „Je mehr, desto besser natürlich, aber so kommt man besser ins Gespräch mit den Leuten.“
Ihr Fazit der vergangenen Stationen fiel positiv aus: „Ich konnte von jedem etwas lernen, und dass es tatsächlich Bürger gibt, die mitmachen bei Sachen.“
Wie an den Stationen zuvor gab Jordan einen kurzen persönlichen Einblick in ihre Lebensbiographie, die sie als frühere Geologin über die Promotion in England und die Konfrontation mit der Frage Klimaschutz letztendlich auf den Weg gebracht hatte, Klimaschutzmanagerin in Kevelaer zu werden.
Anschließend verwies sie in ihrer Darstellung nochmal darauf, dass der menschengemachte Klimawandel in den Statistiken deutlich sichtbar werde. „Die fünf heißesten Sommer gab es seit 2010“, verdeutlichte Jordan. Und sie stellte klar: „Wir als Industriestaaten in Europa und den USA haben das mit unserem Verhalten der letzten 150 Jahre eingebrockt – und andere müssen das ausbaden.“ Selbst wenn man jetzt mit dem Ausstoß von CO2 aufhörte, bräuchte es Jahrzehnte, bis sich das Klima normalisierte.
„Es ist sinnvoll , sich darauf vorzubereiten – auf mehr Hitzetage und Stürme. Und wenn wir nur sitzen und warten, wird uns die Rechnung präsentiert.“ Immerhin sei über das Pariser Klimaabkommen etwas Schwung in die ganze Sache gekommen.
Jordan erläuterte den Impuls des Bundes, der den Kommunen die Gelegenheit gegeben habe, einen Kimaschutzmanager wie sie einzustellen, der sich um die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes kümmern kann.
Danach wurden verschiedene Aspekte von ihr angesprochen – über Fragen wie Nahverkehr, Wegependeln, der Tatsache, dass ein Drittel aller Emissionen aus den Haushalten komme und nur zwei Prozent aus den städtischen Verwaltungsgebäuden.
Öffentliches Obst
Sie referierte über den „ökologischen Fußabdruck“ von „allem, was wir im Leben so anstellen“, wobei jeder Deutsche jährlich 12,2 Tonnen CO2-Emissionen verursache. „Um die Klimaziele einzuhalten und damit andere Länder sich entwickeln können, müsste man auf ein Sechstel davon runter.“
In dem Kontext sprach sie auch das Konzept von „Zero Waste“ an, bei dem man gezielt Plastikikmüll dadurch vermeidet, dass man wie früher selbst Putzmittel oder Spülmittel herstellt. Aus dem Plenum kam der Hinweis auf das „World House“ Wetten, wo Menschen im Zelt leben und das zu 100 Prozent umsetzen.
Ernährung spiele auch eine große Rolle, sprach Jordan die Notwendigkeit an, frisches Gemüse statt Tiefkühlkost zu kaufen. „Ein Drittel des Hausmülls sind Nahrungsmittel“, führte sie aus.
Man müsse weg vom Bequemen und von der Gurke, die gerade sein müsse, um gegessen zu werden, forderte die „Knoase“-Chefin Heike Niesel in der Debatte und beschwerte sich sehr darüber, dass sie gerne das übriggebliebene Essen im Lokal weitergeben würde. „Das wäre besser, als es in den Müll zu werfen – Wahnsinn, die Vorschriften.“
Und Ortsvorsteherin Beate Clasen regte an, dass man ein Angebot schafft, wo Menschen in ihren Gärten oder am Wegesrand zum Beispiel Tomaten pflanzen, um sich gegen einen Obolus daran zu bedienen. „Und warum nicht mal richtige Obstbäume statt Ziergehölz im öffentlichen Raum pflanzen?“, so ihr Gedanke.
Bei dieser Diskussion konnte Jordan selbst ihre Erfahrungen aus England miteinbringen. „Da ist Selbstpflücken ganz verbreitet, wie zum Beispiel mit Beeren im Feld für die Marmelade.“
Am Ende der Diskussion äußerte Nina Jordan an das Auditorium noch zwei Bitten: Zum einen, sich bei Interesse über Infos in den Newsletter einzutragen. Und zum anderen, sich bei ihr zu melden als „jemand, der Schrauben drehen kann“, um ein „Repair Café“ mit aufzubauen, in dem Leute die Gelegenheit haben, ihren alten Toaster oder das alte Rad wieder in Schuss zu bringen – und so für weniger Wegwerfgesellschaft zu sorgen.

NuK fordert mehr Klimaschutz

Der zweite Klimaschutzvortrag mit Dr. Nina Jordan, seit Februar Klimaschutzmanagerin der Stadt Kevelaer, sorgte für reichlich Gesprächsstoff und hinterließ viele offene Fragen. Eins wurde an diesem Abend auf Gut Neuenhof in Twisteden, zu dem Mitglieder des NuK Vereins (Natur und Kultur im Achterhoek e.V.) eingeladen waren, allerdings ganz deutlich: Klimaschutz kann nicht ohne Umweltschutz gelingen.
Schon kurz nach Beginn des Vortrages, der Schritte zur Müllvermeidung, Einkaufsverhalten, Energieeinsparung, Urlaubsplanung und Vermeidung von CO2- Ausstoß aufzeigte, machten die Mitglieder des NuK deutlich, dass ihnen diese Maßnahmen hinlänglich bekannt seien. Ziemlich schnell formulierten die Naturschützer aus Achterhoek, dass sie von einer beauftragten Klimaschutzmanagerin mehr erwarten, ja, sogar fordern.
Die Anwesenden des Klimaschutzinformationsabends beschäftigen sich zum Teil beruflich, wie auch privat, schon seit Jahrzehnten mit dem Thema Umweltschutz, wissen also genau, wovon sie reden. Die etwa 15 Teilnehmer verkündeten ganz deutlich: „Es ist keineswegs mehr fünf „vor“ zwölf, sondern bereits fünf „nach“ zwölf!“ Von der Klimaschutzmanagerin erhofften sie sich spürbare Zeichen in Sachen Umweltschutz. Die Zeit des Redens müsse endlich vorbei sein. Zwar machte Dr. Nina Jordan in ihrem Vortrag deutlich, wie jeder einzelne – mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren, keine Erdbeeren im Winter essen, im Biomarkt statt im Supermarkt einkaufen – zum Klimaschutz beitragen kann. Diese Vorschläge jedoch, wie auch eine halbtägliche Wochen-Arbeitszeit von Frau Dr. Jordan für den Umwelt- und Naturschutz, reichte den Mitgliedern des Nuk-Vereins nicht aus.
Was nützen Elektroautos?
„Was nützen uns Elektroautos, wenn um uns herum Bienen und Insekten sterben?“, so die warnenden Worte aus den Zuschauerreihen. Jetzt sei die Zeit, um nachhaltige Projekte zu starten und auch zu fördern. „Der Slogan „Rettet die Bienen“ ist im Moment zwar hochaktuell, wir aber haben Bedenken, dass dieser genauso schnell wieder einschläft“, so die Sorge der Umweltengagierten.
Dass es aber bei Weitem nicht nur um Bienen-und Insektensterben geht, was zwangsläufig zu weiterem Artensterben führt und damit dramatische Auswirkungen für uns Menschen und die Umwelt zur Folge hat, wurde im Laufe des Abends immer deutlicher. So sei für jeden gefällten Baum zwar eine Ausgleichspflanzung vorgesehen, doch die reiche bei Weitem nicht mehr aus. „Es muss dringend, um den nachfolgenden Generationen, sprich Kindern und Enkelkindern eine Lebensqualität zu bieten, ein Zugewinn angepflanzt werden“, so der dringende Apell der Anwesenden.
Des Weiteren machten die Besucher des Klimavortrages auf den katastrophalen Umgang mit der Landwirtschaft aufmerksam. Bankette und Randstreifen würden von vielen Landwirten nicht beachtet, sondern mitgenutzt. Von einer regelrechten Vergewaltigung war sogar die Rede. Doch gerade die Erhaltung dieser wertvollen, meist zusammenhängenden Flächen sei wichtig, um ein Überleben von Pflanzen und Tieren zu sichern. Ein jahrelanger Versuch, auf die Landwirte einzuwirken, sei leider ohne Erfolg geblieben. Zwar könne man den Landwirten nicht vorschreiben, wie sie ihr Land zu bewirtschaften haben, dennoch: „Niemand darf sich an der Natur vergehen“, so die Anwesenden, die sich hier Unterstützung der Klimamanagerin erhoffen.
Diese wolle versuchen, sich darum zu kümmern. Die Zeit des Kuschelkurses in Sachen Umweltschutz scheint, zumindest für die Mitglieder des NuK, die sich zudem um den wertvollen Baumbestand auf dem Kapellenplatz sorgen, vorbei zu sein.
Zwar wollte Dr. Nina Jordan an diesem Abend keine falschen Hoffnungen wecken und auch nichts versprechen. Aber: „Ich möchte die Menschen mitnehmen auf die Reise zum Klimaschutz und versuchen, diesen mit dem Umweltschutz zu verbinden“, so die Klimamanagerin. Eines dürfte an diesem Abend aber ganz deutlich geworden sein: Klimaschutz kann nur mit Umwelt- und Naturschutz gelingen. Einen Beitrag dazu kann jeder einzelne Mitbürger unserer Stadt leisten, indem er statt Schotter und Betonwüste Blumen und Pflanzen leben lässt und damit der Natur und dem Klima eine Chance gibt.