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Der Umbau des Kapellenplatzes soll Schönheit bewahren und Aufenthaltsqualität verbessern

Kevelaers holpriger Charme

Es war eines der ersten Projekte, mit denen Gregor Kauling als ,frischer‘ Wallfahrtsrektor in der Marienstadt in Berührung kam. Der gelernte Stadtplaner erinnert sich noch gut an die beiden Botschaften, die er in der Planungsphase der Umgestaltung des Kapellenplatzes aufnahm…

Startschuss ist am letzten Oktoberwochenende

Kapellenplatz wird nun umgebaut

Seit Anfang 2018 laufen die Planungen zur Umgestaltung des Kapellenplatzes. Nun sollen die Bagger anrollen.

Zunächst soll der Kanal zwischen Kerzenkapelle und Forum Pax Christi saniert werden

Umgestaltung des Kapellenplatzes soll im Herbst beginnen

Für den Umbau des Kapellenplatzes und des Johannes-Stalenus-Platzes sind in den letzten Monaten die Ausführungsplanung und die Ausschreibungsunterlagen erarbeitet worden. 

Preisgericht sichtet Entwürfe zur Umgestaltung des Peter-Plümpe-Platzes

Was lange währt, wird endlich gut. So oder so ähnlich könnte man die aktuellen Entwicklungen in Sachen Peter-Plümpe-Platz betiteln. Die Rede ist zwar noch nicht vom ersten Spatenstich oder ähnlich gearteten Ereignissen, aber immerhin steht eine Sichtung der Entwürfe zur Neugestaltung des Platzes ins Haus. Franz Heckens, Abteilung Stadtplanung in Kevelaer, informiert über die neuesten Entwicklungen.

Am kommenden Montag, 22. Februar 2021, trifft sich das Preisgericht, um über die Entwürfe zur Neugestaltung des Peter-Plümpe-Platzes zu diskutieren. Am Ende des Tages soll es eine Entscheidung darüber geben, welche Büros im Rahmen des Planungswettbewerbes die besten Planungsideen für den Umbau des Peter-Plümpe-Platzes und der umliegenden Straßenzüge eingereicht haben. Im November 2020 haben elf Planungsbüros ihre Entwürfe und Ideen eingereicht. Im Dezember wäre ursprünglich darüber entschieden worden – die Corona-Pandemie verzögert diesen Prozess nun. Seitdem liegen die Pläne bei dem zuständigen Wettbewerbsbetreuer.

Das Preisgericht, das sich aus elf stimmberechtigten Preisrichter*innen, einigen Stellvertreter*innen sowie Sachverständigen zusammensetzt, kann coronabedingt auch jetzt nur zu einer Hybridveranstaltung zusammenkommen. Es werden nicht alle Teilnehmer*innen im Konzert- und Bühnenhaus anwesend sein. Alle Teilnehmer*innen des Preisgerichts werden am Montagmorgen, 22. Februar 2021, zum ersten Mal die eingereichten und anonymisierten Entwürfe sehen. Am Ende des Tages werden sich die Stadtplaner*innen und Politiker*innen entschieden haben, wer zu den drei Sieger*innen des Wettbewerbs gehört.

Entwürfe sind ab 23. Februar öffentlich zugänglich

Am Dienstag, 23. Februar 2021, werden sämtliche Entwürfe bereits auf der Internetseite der Wallfahrtsstadt Kevelaer der Öffentlichkeit präsentiert (www.kevelaer.de) – mit Angabe der Siegerentwürfe. Zu diesem Zeitpunkt fehlt allerdings noch das Protokoll der Preisgerichtssitzung mit den Beurteilungen und Wertungen zu den einzelnen Entwürfen. Daraus wird hervorgehen, welche Gründe zu den Entscheidungen geführt haben. Das Protokoll werde einige Tage später vorliegen und dann ebenfalls veröffentlicht werden, berichtet Heckens im Newsletter zur Stadtkernerneuerung.

Mit der Entscheidung des Preisgerichts wird noch nicht feststehen, welcher von den Siegerentwürfen tatsächlich umgesetzt wird. Das Planungsbüro, das den Auftrag für die weitere Ausarbeitung seines Entwurfs bekommt, muss erst durch ein Vergabeverfahren ermittelt werden. Dabei werden neben der Platzierung weitere Beurteilungskriterien herangezogen. „Die Richtlinien für Planungswettbewerbe geben vor”, so heißt es in dem Schreiben, „dass grundsätzlich jeder der Sieger die Chance bekommen muss, später zum Zuge zu kommen. Die Entscheidung fällt daher erst Ende April auf der Grundlage der Qualität des Entwurfs, aber auch der Qualifikation und Erfahrung der Planer und des Honorarangebots.”

Ab Mai solle dann der Entwurf weiter ausgearbeitet werden, so dass im Herbst ein Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt werden könne. In diesen Planungsprozess wird die Politik, der Gestaltungsbeirat und die Öffentlichkeit einbezogen.

Neues Design und frische Energie

Am vergangenen Freitag, 6 Uhr, war es soweit: die Edeka-Brüggemeier-Filiale an der Feldstraße ist für die Kunden wieder zugänglich. Nach knapp zwei Wochen öffnet der Markt wieder seine Türen. Am Samstag, 10. Oktober, hatten die Umbaumaßnahmen begonnen, die man innerhalb von nur zwölf Arbeitstagen abgeschlossen habe, unterstrich Michael Terhoeven von der Edeka-Managementgesellschaft. „Das war durchaus sehr sportlich, aber da hat es sicher schon chaotischere Szenarien gegeben“, meinte er schmunzelnd. „Viele Hände, schnelles Ende – alles war gut organisiert“, ergänzte Filialleiter Gianni Goduto, der seit Jahresbeginn die Geschicke des Marktes leitet.

Bereits am ersten Tag waren die Regale weitestgehend draußen, dabei hätten Kollegen aus mehreren Brüggemeier-Märkten fleißig mit angepackt. Die Lebensmittel wurden dann in Containern vor Ort aufbewahrt oder im Fall der verderblicheren Ware auf die anderen Märkte umverteilt. Dann habe der Umbau unter der Leitung von Christopher Opwis begonnen und am zehnten Tag das Einräumen parallel zu den letzten Arbeiten der Handwerker.

Der Umbau sei schon lange geplant und das Ganze eine „Frage der Reihenfolge“ auch in Bezug auf den Antwerpener Platz gewesen, sagte Terhoeven. Über die ganz genaue Investitionssumme wollten die Verantwortlichen keine Aussage treffen. „Im unteren siebenstelligen Bereich“, war die Aussage von Terhoeven. Übersetzt: eine Million Euro oder mehr.

Keine Engstelle zwischen Brot und Milch mehr

Die 1051 Quadratmeter Verkaufsfläche seien weitestgehend identisch geblieben, sagte er. Aber ein paar Veränderungen sind deutlich zu erkennen – zum Beispiel in der Obst- und Gemüseabteilung, wo das Leergut an die Seite verlagert worden ist und der Bereich an Platz gewonnen hat. Und das „Pure Frische“-Moos-Design in dem Bereich ist auch neu. Die Wege-„Engstelle“ zwischen Brot und Milch sei durch eine „schlankere“ Kühlung entzerrt worden. Dadurch sei der Gang in dem Bereich auch deutlich breiter. „Jetzt können auch zwei Verkaufswagen nebeneinander da durch.“ Ansonsten seien die Gänge weitestgehend identisch geblieben, nur die Kundenführung leicht verändert und neue Kategorisierungen eingeführt worden. „Mal mehr, mal weniger kreativ“, wie Terhoeven zugibt. „Auf die Plätzchen“ oder „Krümelmonster“ gehören da eher zu den Originelleren.

Die Frischetheke mit Fleisch, Wurst und Käse wurde neu gestaltet, das System der Kühlungen energetisch deutlich verbessert. „Da wird die Abwärme der Kühlungen über einen Wärmetauscher zum Heizen verwendet – das war auch die größte Investition.“ Und man habe die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt. Daneben ergänzen „ein, zwei verspielte Lichter“ das Beleuchtungsensemble des Marktes. Die optischen Highlights im Design wurden von der Firma Wanzl ausgearbeitet und durchgeführt – einem Innenarchitekten aus dem süddeutschen Raum.

Auch der Bio-/Veganbereich wurde leicht erweitert, das entspreche halt dem aktuellen Trend. Der  Verkauf von frischem Fisch bleibe der Filiale am Antwerpener Platz „exklusiv“ vorbehalten. Der Weinbereich ist mit einem Farbpunktesystem neu ausgestattet, damit man die Sorten von lieblich bis herb besser differenzieren kann. Und die Lotto-Annahmestelle befindet sich im Kassenbereich.

Eröffnung in Corona-Zeiten

Marktleiter Gianni Goduto zeigte sich mit dem Ergebnis „wahnsinnig zufrieden – wenn man überlegt, wie der Laden vor zwei Wochen aussah und jetzt so modern gestaltet ist. Das ist richtig, richtig schön.“ Er persönlich sei bei jeder Entscheidung zum Markt mit eingebunden gewesen und habe viel mit entscheiden können. Jetzt hofft er, dass die Kunden den Markt genauso gut wieder annehmen – auch unter Corona-Bedingungen. Da spielt die Sicherheit mit Desinfektion und den Schutzvorrichtungen an der Kasse eine Rolle. „Und wir werden die Anzahl der Kunden zählen, die hier verweilen.“ Das System helfe dabei mit Angabe der Kundenanzahl, die in einer Stunde abkassiert worden ist. „Und wir haben vorne am Markt einen Kollegen mit Klicksystem stehen, der zählt.“ Denn bei einem Kunden auf zehn Quadratmeter, die im Markt erlaubt sind, dürften nur 105 Kunden den Laden gleichzeitig betreten.

Einen undisziplinierten Ansturm in diesen Zeiten fürchten sie trotz Sonderangeboten zu Beginn nicht. „Im März hatten wir das, da haben wir das gut gelöst am Antwerpener Platz und auch in Kleve. Da machen wir uns weniger Sorgen“, meinte Stefan Brüggemeier vom Brüggemeier-Management. Und bisher habe es auch keine Maskenverweigerer gegeben, ergänzt Goduto. „Ich glaube, wir haben es auf dem Land ein bisschen leichter.“

Juwelier Veronika Ophey in funkelnagelneuen Räumen

Ein Diamant sei “für die Ewigkeit”, sagt eine alte Redewendung. Vieles andere nicht. Und so ist es kein Wunder, dass die Kevelaerer Goldschmiedin Veronika Ophey kräftig in ihr Landenlokal an der Busmannstraße 30 investiert hat. Am Samstag, 6. Oktober, öffnet sie gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen, ab 9.30 bis 14 Uhr, im neuen Ambiente. Das Team freut sich, mit den Kundinnen und Kunden den Umbau feiern zu können. Und neben frischer Farbe sowie speziellem Vitrinen- und Lichtkonzept gibt es so manche weitere Entdeckung zu machen. Das neue Trauring-Studio etwa, bei dem Paare nicht nur individuell beraten werden können, sondern sich ihren “Traum-Ring” gleich selbst konfigurieren und auf dem Bildschirm ansehen können, bevor dieser dann nach ihren Wünschen angefertigt wird. Damit die Trauringe kein Traum bleiben, gibt’s natürlich auch zahlreiche Beispiele zum Anfassen…
Zur Neueröffnung nach dem umfangreichen Umbau und zur Premiere des Trauring-Studios gibt’s außerdem eine besondere Aktion (gültig bis zum 31.10.2018): Die ersten zehn Paare erhalten 10 Prozent Rabatt! Ein Besuch beim Juwelier Veronika Ophey in der Busmannstraße lohnt sich in jedem Fall! (Weiterer Bericht im Kevelaerer Blatt folgt)

Belebt „Bol & Greuel“ die LuGa wieder?

Kevelaer. Michael Bol (57), Mitinhaber des Therapiezentrums Bol & Greuel in der Luxemburger Galerie (LuGa), hat seine Erweiterungs- und Umbaupläne der KB-Redaktion vorgestellt. Seit Langem suchen die Inhaber Michael Bol und Mario Greuel nach Möglichkeiten, ihr Therapiezen­trum in Kevelaer zu erweitern.
Bereits seit 2009 waren sie mit dem damaligen Bürgermeister Dr. Axel Stibi im Gespräch über Optionen auf der Hüls. „Ich hatte damals einen Investor aus meiner Familie mit dabei, der daran interessiert war, auf der Hüls zu bauen“, sagt Michael Bol. Aber wie so oft in Kevelaer habe das nicht funktioniert: „Alle reden nur, und wenn es dann daran geht, Kompromisse und Lösungen zu finden, bewegte sich nichts.“
Erst Pläne für die Hüls
Auch unter Bürgermeister Dr. Dominik Pichler lief es nicht nach den Wünschen von Bol und Greuel: „Nachdem klar war, dass der Investor Zevens das Hotel auf der Hüls baut, wollten wir nebenan ein Objekt für Gesundheit und Fitness errichten. Das hätte sich auch in das Gesamtkonzept des Soleparks eingefügt und wäre eine sinnvolle Abrundung des städtischen Mottos ,Gesund an Leib und Seele‘ gewesen. Leider wurde uns dies nicht ermöglicht.“ Eine Option hätte es lediglich auf der gegenüberliegenden Seite am Hoogemittagsweg gegeben, „aber die erschien uns von der Lage nicht so geeignet für unser Vorhaben“. „Auch die zuletzt von der Stadt Kevelaer angebotene Möglichkeit, die Turnhalle an der Jahnstraße zu nutzen, habe nicht gelingen können, da die Substanz zu schlecht und die zu erwartenden Auflagen wegen des Denkmalschutzes einfach zu teuer geworden wären,“ führt Bol weiter aus.
Jetzt gibt es eine Einigung mit Werner Helmus jr., dem Inhaber der LuGa, sodass das Therapiezentrum umgebaut und erweitert werden kann. Geplant ist, bis Ende 2018, spätestens jedoch Anfang 2019 die Fläche für Fitness und Therapie auf 1200 Quadratmeter zu erweitern.
„Seit Monaten arbeiten wir am neuen Konzept. Der Gerätepark in den neuen größeren Räumlichkeiten wird mit zusätzlichen Trainingsmöglichkeiten ergänzt, das Kurs- und Fitnessangebot sowie die Öffnungszeiten, insbesondere an Wochenenden, werden erweitert“, schildert Bol. Alles werde hell und chic und mit einer modernen LED-Beleuchtung ausgestattet, um das Ambiente insgesamt aufzuwerten. „Wir möchten noch stärker die Bedürfnisse unserer Kunden und Patienten zufriedenstellen.“ Dazu gehören auch die Verlängerung des kostenfreien Parkens auf 2,5 Stunden und ein flexibleres Preismodell. „Aktuell probieren wir auch Wassergymnastik im sanierten Schwimmbad in der LuGa aus. Wenn wir mit den Ergebnissen zufrieden sind, wollen wir auch hier mehr Angebote bereithalten und auch weiteres Personal einstellen“, erläutert Bol.
„Das alles konnten wir nur erreichen, weil wir gemeinsam mit Werner Helmus jr. konstruktive Gespräche geführt haben und wir an die Zukunft der LuGa glauben. Allein unsere Investition wird ca. 250 000 Euro betragen“, sagt Bol, der demnächst seinen Sohn Nick (21) als Partner mit ins Unternehmen holt. Der wird sich dann stärker um die junge Kundschaft kümmern.
Flächen ab fünf Euro/qm
„Wir wollen wieder mehr Frequenz im Durchgang der LuGa erreichen. Daher wird unser Haupteingang zukünftig in der LuGa sein.“ Auch die dafür erforderliche Verlegung der angrenzenden Logopädiepraxis in die ehemaligen Räumlichkeiten der Apotheke werde dies bewirken. Dadurch würden die anderen freien Räumlichkeiten wieder interessant für potentielle Mieter, glaubt Bol.
Auch Werner Helmus ist zuversichtlich. „Wir haben vielversprechende Anfragen für die Flächen, aber das Wichtigste ist, dass alles zusammenpassen muss. Es wäre natürlich toll, wenn sich hier alles rund um Gesundheit, Fitness, Bio, oder ähnlich ansiedeln würde. Seitdem ich alleiniger Eigentümer der LuGa bin, ist das auch alles einfacher für mich geworden.“
Eigentümer investiert
Er sei nicht auf überzogene Mieten aus: „Man kann bei mir schon für fünf Euro pro Quadratmeter mieten, dafür möchte ich dann aber auch längerfristige Zusagen. Schließlich bin ich ja auch bereit, wie in diesem konkreten Vorhaben, selbst 300 000 Euro für den erforderlichen Umbau zu investieren.“ Man könne mit ihm reden, auch wenn manche Leute in Kevelaer etwas anderes sagten. „Aber es muss sich dann auch für beide Seiten irgendwie auszahlen.“ Und noch eines sagt Helmus mit Überzeugung in der Stimme: „Die Leerstände bereiten mir schon Sorgen – nicht wegen des Geldes, das kann ich wegstecken –, sondern wegen der Tatsache an sich.“