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Die Kevelaerer Grundschule holte das Event inklusive Musical der Schüler*innen nach

Buntes Treiben beim Schulfest der Hubertuskinder

Etwas nervös waren Ida, Lio, Senem, Amelia und Lion am vorletzten Samstag schon…

„Die Mühe hat sich gelohnt“

Die Kevelaerer St. Hubertus Grundschule kann sich über eine besondere Auszeichnung freuen. Denn sie erhielt jetzt den Schulentwicklungspreis 2019/2020 „Gute gesunde Schule“, mit dem die Unfallkasse NRW seit 2007 Schulen prämiert, die Prävention und Gesundheitsförderung in herausragender Art und Weise in ihre schulische Qualitätsentwicklung mit integrieren.

„Alles begann vor gut zwei Jahren mit der Qualitätsanalyse an der St. Hubertus Grundschule“, erzählt Schulleiterin Helga Dückers-Janßen stolz. Damals seien das soziale Klima an der Schule sowie das Gesundheits- und Bewegungskonzept besonders positiv bewertet worden. Aus diesem unerwartet positiven Feedback wuchs der Entschluss, sich beim Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ zu bewerben. „Immerhin ist es der mit 500.000 Euro am höchsten dotierte Schulpreis in Deutschland“, umreißt die Pädagogin die Dimension, die so eine Auszeichnung tatsächlich hat. 

Die Bewerbung sei der Auftakt zu einem „sehr intensiven Prozess“ gewesen, in dessen Verlauf sich die Schule mit dem Ist-Stand des Erreichten und vor allem mit der Frage nach weiteren Zielen auseinandersetzte. „Das haben alle Beteiligten als echte Bereicherung empfunden.“ Und so bekam die Schule in den folgenden Monaten immer wieder eine Rückmeldung, mit der ihr bescheinigt wurde, in der nächsten Auswahlrunde zu sein – was sowohl die Freude als auch die Spannung bei allen Beteiligten steigen ließ. 

Gelingt die Umsetzung in die Praxis?

Als die Schule dann im September Besuch von zwei Jurymitgliedern der Unfallkasse bekam, waren von den 241 Bewerberschulen nur noch knapp 70 in der letzten Runde. „Bei dem Besuch ging es um die Frage, wie es der Schule gelingt, die Vereinbarungen aus dem Schulprogramm in die Praxis umzusetzen“, berichtet Dückers-Janßen rückblickend.

Das gute Gefühl, den der Besuch hinterließ, bestätigte sich dann, als jetzt einige Monate später die Rückmeldung kam, dass die Schule zu den 43 Gewinnerschulen gehört. Besonders wurde dabei das Engagement der Eltern und des Kollegiums sowie die positive Grundhaltung zur pädagogischen Arbeit hervorgehoben. Und die Schirmherrin des Preises, die NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer, schickte ein Gratulationsvideo an die Schule. Vor einer Woche folgte dann noch ein Gratulationsschreiben von ihr aus Düsseldorf. „Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt“, meint die Pädagogin. Und das nicht nur, weil neben der Auszeichnung auch noch ein Preisgeld von 7.050 Euro ausgeschüttet wird. 

Die nächste Ausschreibung des Schulentwicklungspreises erfolgt im Frühjahr 2021.

Kinder tanzen zum Aktionstag

Auf dem Schulhof der St. Hubertus Grundschule in Kevelaer standen am heutigen Morgen in angemessenem Corona-Abstand Stühle, um jedem Kind der Grundschule die Gelegenheit zu geben, von einem festen Platz aus an der Aktion „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics” teilzunehmen. Nach und nach kamen zunächst die Schüler der ersten und zweiten Klassen, später die Kinder der dritten und vierten Klasse, um gemeinsam mit der Schulrektorin Helga Dückers-Janßen und drei weiteren Kolleginnen für eine bewegungsreiche halbe Stunde zu sorgen.

„Sowas haben wir noch nicht gemacht“, war der sechsjährige Johannes wie alle anderen gespannt darauf, was passieren würde. „Heute ist der Aktionstag ‘Jugend trainiert für Olympia und Paralympics’, an denen über 1000 Schulen bundesweit teilnehmen, um ein Zeichen für den Schulsport zu setzen und zu sagen: Schulsport ist wichtig und auch möglich – auch in Zeiten von Corona“, erläuterte Dückers-Janßen. „Das sind einfache Bewegungstänze, die sie mitmachen sollen.“

Mit den Kindern habe man auch über Olympia und die Paralympics gesprochen. Passend zum Thema hatten sie alle Teilnahmeschilder erhalten. „Sie bekommen auch alle Teilnehmerurkunden und Aufkleber, alles gesponsert.“ Man habe schon gemerkt, dass den Kindern so ein bisschen über die Monate die gemeinsame Bewegung gefehlt habe. „Wir konnten in der Zeit vor den Sommerferien recht wenig machen. Wir haben über das Internet Bewegungsangebote gegeben, aber inwieweit das zu Hause umgesetzt worden ist, können wir nicht sagen.“ Nach den Ferien konnte man wieder starten, habe viel draußen gemacht. „Wir mussten aber einige Aktionen und Events absagen, die wir sonst im Rahmen der Gesundheitsförderung machen.” Da habe man nach Alternativen gesucht. „Und der Aktionstag heute war eine gute Möglichkeit, uns da anzuschließen.“

Tänze im Sportunterricht geprobt

Gemeinsam mit den Kollegen animierte Sportlehrerin Annabell Beerden die Klassen zum Bewegen. „Wir haben mit einer vierten Klasse die Tänze ein bisschen im Sportunterricht geprobt, weil wir auch die Choreographien dazu gemacht haben. Die Kleinen werden gleich ins ‘kalte Wasser’ geworfen, die dürfen einfach mitmachen.“

Und so durfte der erste Teil der 206 Schüler auf dem Schulhof Platz nehmen, die Maske absetzen, sich vor den Stuhl stellen und Gas geben. „Unsere Schule ist bewegt“ ertönte dann aus den Boxen, der „Körperteil-Blues“ brachte Hände, Füße und den Rest des Körpers in Wallung, und nach einem weiteren rockigeren Tanz mit Klatschen und Fußstampfen gab es dann noch den WM-Song von 2010 „Waka Waka“ von Shakira zum Abschluss.

Die Kinder gingen mit einem Lächeln vom Schulhof – und auch die Erwachsenen zeigten sich begeistert. „Wir haben gedacht, dass die das gut mitmachen – überrascht sind wir da nicht“, sagte Dückers-Janßen, die gemeinsam mit den Lehrerinnen in Sachen Bewegung alles gegeben hatte. „Wir wollten eine Aktion machen, die wir sonst nicht machen und die ganz viel Gemeinschaftsgefühl hat, damit sie merken, wir sind eine Schule.“ Das war auf jeden Fall gelungen.

Alle konnten sich richtig auspowern. Foto: AF

Slalom, Sackhüpfen und Staffellauf

Am Samstagmorgen zeigte sich in der Dreifachturnhalle wieder ein lebhaftes Bild: Motivierte Kinder laufen wild durcheinander, die Eltern nippen am ersten Kaffee des Tages und die Tribüne in der Halle wird immer voller. Die St. Hubertus Grundschule Kevelaer lud am Wochenende wieder zum alljährlichen Hallensporttag ein. Bevor die jungen Sportler auf die acht aufgebauten Stationen losstürmen konnten, begrüßte die Schulrektorin Helga Dückers-Janßen die Kinder und Eltern. Sie wies auf den Schulausfall am darauf folgenden Montag hin, rief die Klassen einzeln auf und stellte den Ablauf der Sportveranstaltung vor.

Lieder und Tanzeinlagen zur Einstimmung

Zur Einstimmung in den Tag gab der Schulchor der ersten bis vierten Klassen einige Lieder zum besten, die von den Kindern bereits mit sportlichen Tanzeinlagen begleitet wurden. Im Anschluss machten vier Schüler an den einzelnen Stationen vor, was dort zu tun ist: Slalomlauf, Sackhüpfen, Medizinballstoßen, Hampelmänner, Kegelstation, Ballwurf, 30-Meter-Lauf, und Weitsprung auf Matten standen auf dem Plan.

Der Ball musste in den Kasten…

Nach dem „Go“ der Schulrektorin folgte der große Ansturm  auf die Stationen. Hochmotiviert begannen die Kinder, sich bei den Aufgaben ihre Punkte abzuholen, die auf bunten Kärtchen notiert wurden, die die Kinder sich umgehängt hatten. Die Elternhelfer hatten viel zu tun, während die Kleinen möglichst schnell alle Stationen abgehen wollten.

Über 30 Mal sei der Hallensporttag bereits veranstaltet worden – immer zum Ende des ersten oder Anfang des zweiten Halbjahres, erklärte Helga Dückers-Janßen. „Uns ist das Hallensportfest sehr wichtig“, betonte die Schulrektorin. In diesem Jahr passe die Veranstaltung sogar thematisch zum Gesundheitstag, der in der gleichen Woche in der Schule veranstaltet wurde. Dabei wurden Themen wie richtiges Händewaschen, gesundes Frühstück, Zahnprophylaxe, gesundes Sitzen und das Herstellen eigener Seife behandelt. Der Sporttag sei da eine gute Ergänzung zum Thema Gesundheit.

Kein Konkurrenzkampf unter den Kindern

Viel verändert habe sich im Veranstaltungsverlauf über die Jahre hin nicht. „Das ist ein bewährtes, ausgeklügeltes System“, meinte Dückers-Janßen lächelnd. Am Ende sei eines der Highlights der Veranstaltung der Staffellauf, bei dem Schüler, Ehemalige, Lehrer und Eltern gegeneinander antreten. Der Rektorin war es jedoch wichtig zu betonen, dass es „ein reines Spiel- und Spaßfest“ ist. Es gehe nicht darum, sich untereinander zu messen oder einen Konkurrenzkampf zu starten. Deshalb sammele auch jedes Kind seine eigenen Punkte an den Stationen und trete nicht direkt gegen andere an. Und damit schienen die Hauptakteure des Tages – die Kinder – zufrieden. Mit strahlenden Gesichtern und voller Energie wuselten sie durch die Turnhalle und hatten einfach Spaß.

Eine Bildergalerie zum Hallensporttag finden Sie hier auf unserer Website.