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Uedemer Theatertruppe gibt drei Aktionen Rückenwind

Traditionell hatte die Uedemer Theatergruppe Rückenwind im Advent ihren großen Auftritt im Bürgerhaus. Vor gleich zwei Mal ausverkauftem Hause begeisterten die Laiendarsteller wie gewohnt ihr Publikum.

Die Zuschauer spendeten zusätzlich einen dreistelligen Betrag, so dass in diesem Jahr gleich drei Organisationen finanziellen Rückenwind erhalten konnten. Matthias Mahlke und Peter van Schie (Amelandlager), Sujata Davids (Café Konkret) und Werner van Briel (Aktion Pro Humanität) freuten sich über je einen Scheck in Höhe von 750 Euro.

Foto: privat

Eine großzügige Unterstützung sorgte für Freude

Das Winnekendonker Lohnunternehmen Hoverath konnte dem Ehepaar Biedemann für die Hilfsaktion „Big Challenge“ einen Umschlag mit insgesamt 4.638 Euro übergeben. Die Summe kam beim 20-jährigen Jubiläum zustande, das der Dienstleister für landwirtschaftliche Lohn- und Transportarbeiten an seinem Standort am Hestert feierte.

„Wir haben dazu Mitarbeiter, Kunden, Vertreter, Lieferanten, Nachbarn und Freunde – gut 300 Leute – eingeladen, die alle gerne und großzügig etwas gegeben haben“, erläuterte Andrea Hoverath, was das Unternehmen dazu bewogen hatte, sich zu engagieren. „Krebs ist für unsere Familie durchaus ein Thema, so dass das für uns so etwas wie ein natürlicher Auftrag war, weil ‚Big Challenge‘ am gleichen Tag wie unsere Feier am 15. Juni am Ort war. Und natürlich, weil es eine Aktion der Landwirte war“, ergab sich daraus so eine Art natürlicher Akt der Solidarität.

Das Big-Challenge-Team freut sich über die Unterstützung. „Allen, die den Kampf gegen Krebs und ‚Big Challenge‘ unterstützen, gebührt unser allerherzlichster Dank“, meinten Petra und Georg Biedemann. Beide hatten angekündigt, sich aus der Organisation zurückzuziehen. „Damit ist aber das Event und das Engagement gegen Krebs hier in Winnekendonk nicht zu Ende.“

Im Niger sichern 40 Cent am Tag das Überleben eines Menschen

Während selbst am Niederrhein der trockene Sommer den Landwirten zu schaffen macht, warten auch die Menschen im afrikanischen Niger dringend auf Regen. Kommt der nicht, droht in einem der ärmsten Staaten der Welt eine Verschärfung der Hungersnot. „Wir hoffen noch, dass es gut wird“, sagt Laurent Lompo, Erzbischof des Bistums Niamey, am 9. August 2019 bei einem Besuch in Kevelaer.

Doch bis zur nächsten Ernte dauert es noch zwei bis drei Monate – 700 Menschen sind in der Region, in der Lompo Erzbischof ist, konkret vom Hunger bedroht, 50 Kleinkinder sind so schwer unterernährt, dass nur Spezialmilchprodukte jetzt noch ihr Leben retten können.

Hunger und Übergriffe islamischer Dschihadisten

Dazu kommen Übergriffe islamistischer Dschihadisten, die aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso einfallen und die Landbevölkerung in Angst und Schrecken versetzen. „Die Unsicherheit wird immer stärker, die Menschen verlassen aus Angst die Dörfer und flüchten in die schon jetzt überbevölkerten Städte“, erklärt Lompo. „Junge Menschen sind besonders gefährdet. Sie lassen sich wegen der Perspektivlosigkeit leicht von Dschihadisten einfangen.

Wir als Kirche müssen an ihrer Seite bleiben und ihnen eine Perspektive geben.“ Kurzfristig geht das mit Lebensmittelspenden, langfristig will man Jugendlichen eine gute Ausbildung ermöglichen. „Die Erfahrung zeigt, dass sie nach der Ausbildung zurückkommen und ihr Wissen mit den anderen Dorfbewohnern teilen, sodass alle davon profitieren“, erklärt der Erzbischof. Durch die Hilfe vor Ort wird so ganz konkret verhindert, dass die Menschen aus ihrem Land flüchten müssen.

Probleme gemeinsam lösen

Die Dschihadisten, betont Lompo, bekämpfen übrigens nicht alleine Christen, auch Muslime zählen zu ihren Opfern. „Deshalb brauchen wir den interreligiösen Dialog. Wir können die Dinge nur miteinander lösen und nicht gegeneinander“, sagt er. „Auf dem Land tun sich Christen und Muslime schon jetzt zusammen, um Entwicklung zu ermöglichen. Man steht dort zusammen.“ Für ihn ist das ein wichtiges Zeichen der Hoffnung, denn er weiß: „Wenn wir uns von der Angst regieren lassen, sind wir alle tot – dann ist es vorbei!“

Dankbar ist Lompo für die Hilfe, die er bereits jetzt von vielen Niederrheinern über die „Aktion pro Humanität“ aus Kevelaer erhalten hat: „Es tut uns gut zu wissen, dass Menschen aus Deutschland an unserer Seite sind, auch wenn sie nicht selbst vor Ort sind. Es ist gut, dass Menschen da sind, die uns in unserer Situation unterstützen.“ Und er hofft, dass er nicht mit leeren Händen in seine Heimat zurückkehren muss. Besonders dramatisch ist die Lage für etwa 50 schwer unterernährte Kinder. Für sie hatte Pater Macalli ein Projekt ins Leben gerufen – jedoch wurde er von Dschihadisten entführt und gilt als verschollen. Die Kinder brauchen dringend spezielle Nahrung – die kostet für drei Monate 200 Euro pro Kind und bietet dem Kind gute Chancen, am Leben zu bleiben.

Hilfe brauchen auch 700 von Hunger bedrohte Familien. Lompo rechnet vor: „Eine Familie mit sieben Personen benötigt im Monat zwei Säcke Hirse, die zusammen rund 80 Euro kosten. Drei Monate müssen noch überbrückt werden, das kostet also rund 240 Euro pro Familie.“ Auf eine Person herunter gerechnet bedeutet das, dass rund 40 Cent pro Tag deren Überleben sichern.

Auf nachhaltige Hilfe ausgelegt ist der Bau einer zweiten Klasse der Grundschule in Torodi. Dort werden christliche und muslimische Kinder gemeinsam unterrichtet. Die erste Klasse wurde im vergangenen Jahr aus einem Teil der Spenden zur Bischofsweihe von Weihbischof Rolf Lohmann errichtet. Für die zweite Klasse fehlen zeitnah noch 7.500 Euro.

Aktion pro Humanität

Wer Erzbischof Lompo unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende an die „Aktion pro Humanität“ in Kevelaer tun. Das Geld, versichern Lompo und die Vorsitzende Elke Kleuren-Schryvers, wird auf einem Konto außerhalb des Niger sicher verwahrt und kommt direkt bei den Menschen an, die die Hilfe benötigen. Wer für einen bestimmten Zweck, also zum Beispiel die unterernährten Kinder oder Hirsesäcke, spenden möchte, kann dies bei der Überweisung im Verwendungszweck angeben.

Kontakt- und Spendenmöglichkeiten sind zu finden auf www.pro-humanitaet.de. Schon jetzt dankt Kleuren-Schryvers der Stiftung der Familie Seibt von der Grav-Insel in Wesel, der Familie Janssen und weiteren Menschen aus Sonsbeck sowie einer Familie aus Kleve, die alle den Bau von Brunnen ermöglicht haben.

Spende an den SKF Laden

Anfang des Jahres ist der Kindersecondhandladen KuK des SkF von einer Straßenseite zur anderen in ein neues Ladenlokal an der Amsterdamer Straße 25 umgezogen. Jetzt überreichten Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Kevelaer in Begleitung ihrer Lehrerin Saskia Reinkens einen wahren Schatz: selbst gesammelte Baby- und Kinderkleidung an Sandra Nöllen.
Sie nahm stellvertretend für das ehrenamtliche Team die Kleidungsstücke voll Freude entgegen. Es sind Spenden wie diese und der ehrenamtliche Einsatz von mehr als 20 Kevelaerer Frauen, die diesen Laden möglich machen.
Aktuell fehlen Kinderwagen und Bettchen, deshalb bittet das Team des KuK die Bevölkerung, insbesondere gut erhaltene Kinderwagen, Bettchen und Kinderhochstühle zu spenden. Die Spender werden gebeten, die Sachspenden während der Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9  bis 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr vorbeizubringen, Telefon: 02832/97 84 50-0 während der Öffnungszeiten, sonst 02821-7513-10.
Den Kindersecondhandladen KuK des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. im Kreis Kleve (SkF) gibt es seit 15 Jahren. Hier wird auf rund 130 Quadratmetern ein reichhaltiges Angebot rund um das Kind zu niedrigen Preisen angeboten – von Umstandskleidung und Babyausstattung über Kinderkleidung bis hin zu Spielsachen, Kinderwagen und Kinderbetten.
Das Konzept, gespendete und gut erhaltene Kleidung und Kinderzubehör nicht zu verschenken, sondern zu niedrigen Preisen anzubieten, hat sich bewährt. So können die Kund*innen und ihre Kinder auswählen und nur die Dinge kaufen, die sie auch wirklich haben möchten.

Kulinarisch und kreativ für Kinder

Dass das Gastgewerbe im Kreis Kleve bei seinem Jahresempfang nicht nur sein eigenes Süppchen kocht, sondern gern auch noch ein hübsches Sümmchen für einen guten Zweck dabei herumkommen lässt, machten Vertreter aus dem Kreis um „DEHOGA“-Nordrhein-Geschäftsführer Thomas Kolaric und den Kreis Klever Vorsitzenden Han Groot-Obbink mit der Übergabe eines buchstäblich großen Schecks deutlich.
Durch das Engagement der Gastronomen, die sich zum Empfang an einer großen Tombola beteiligt hatten, und die Stiftung It‘s for Kids, sind insgesamt 4000 Euro für die Stankt-Martinus-Stiftung zusammengekommen. Die fördert damit unter anderem auch ein Projekt in Kevelaer: Für die Lese-Oase der Hubertus-Grundschule (das KB berichtete) werden damit Bücher angeschafft.
Gerrit Hermans, Ansprechpartner für die Stiftung und Leiter der sozialen Dienste beim Caritasverband, stellte die Sankt-Martinus-Stiftung bei der Scheckübergabe im Kevelaerer Hotel Klostergarten kurz vor und erläuterte dabei auch die Grundzüge des in Kevelaer geförderten Projekts.
Andreas Becker, Vorstand des Caritasverbands Geldern-Kevelaer und der Sankt-Martinus-Stiftung, bedankte sich bei den DEHOGA-Vertretern und Ulrich Bohnen, Kurator der Hildener Stiftung „It‘s for Kids“, die sich als Spendenorganisation für Kinder mit kreativen, aktiven und monetären Spenden für misshandelte, missbrauchte, vernachlässigte oder anderweitig benachteiligte Kinder einsetzt.
Wie ungewöhnlich kreativ „It‘s for Kids“ dabei vorgeht, machte auch das von der Stiftungs-Botschafterin Dunja Nieskens in Kevelaer vorgestellte Projekt deutlich: Haarspenden werden dabei mithilfe von Kooperationspartnern zu Perücken für Kinder verarbeitet.
Die Stiftung
Das soziale Miteinander in der Region zu stärken, bürgerschaftliches Engagement zu fördern und Begegnung zu ermöglichen, das sind die Ziele, mit denen die Sankt-Martinus-Stiftung seit mehr als zehn Jahren soziale Projekte im Südkreis fördert.
Auch 2019 unterstützt die Stiftung nach eigenen Angaben wieder 13 Projekte in der Region mit über 6.000 Euro. Die Sankt-Martinus-Stiftung war im Herbst 2007 vom Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. unter der Schirmherrschaft des damaligen Weihbischofs Heinrich Janssen gegründet worden.
In den vergangenen zehn Jahren hat die Stiftung knapp 80 Projekte mit über 40.000 Euro unterstützt.  (Quelle: www.sankt-martinus-stiftung.de)
Nick / LeNa / SaSch

St.-Josef-Bruderschaft spendet

Auch wenn man es vielleicht nicht wahrhaben möchte: In vier Monaten ist Weihnachten. Grund genug für die Mitglieder der Hubertus-Boys ihre Kasse zu prüfen, denn wie in den letzten drei Jahren werden sie am Samstag vor Heilig Abend wieder 100 Essen für Bedürftige ausgeben.

Ohne Spenden geht‘s nicht

Die 15 Ehrenamtlichen nebst Lebenspartner schwingen bereits tags davor den Kochlöffel, um ein Drei-Gänge-Menü zuzubereiten, das Menschen aus Kevelaer zugutekommen soll, denen es fianziell nicht so gut geht, dass sie sich so ein Festessen leisten könnten. „Alle Zutaten sind frisch und haben eine sehr gute Qualität, das hat natürlich seinen Preis, deshalb sind wir jedes Jahr sehr dankbar, wenn wir Geldzuwendungen erhalten. Ohne geht es nicht“, betonte der Vorsitzende Kurt Boumanns.

Um so dankbarer nahm er den Scheck von Georg Smets entgegen. Der Kassierer der St.-Josef-Bruderschaft sowie Mitglied Theo Janssen besuchten jüngst die Vorstandsversammlung der Hubertus-Boys, um die diesjährige Zuwendung über 500 Euro zu übergeben. Einmal im Jahr überlegt die Bruderschaft, welche gemeinnützige Vereinigung unterstützt werden soll. Uli Hühnerbein-Ahlers gab den entscheidenden Vorschlag, der dann von der 60 Personen starken Versammlung während des Patronatsfestes einstimmig angenommen wurde. „Wir waren alle direkt sehr begeistert von dieser Aktion und freuen uns, dass das Essen so gut angenommen wird,“ meint Smets.

Die St.-Josef-Bruderschaft wurde ursprünglich bereits 1750 von Kevelaerer Schreinern gegründet und diente als Zweckbund, um sich untereinander zu helfen. Jetzt sind viele Kevelaerer Selbständige aus allen Bereichen dort Mitglied und unterstützen nun gemeinnützige Aktionen.

Die Tafel e.V. verteilt in der Adventszeit die Karten für den Abend im Petrus-Canisius-Haus. Ausgegeben werden neben dem Drei-Gänge-Menü auch alkoholfreie Getränke.

„Family-Singers“ spenden für soziale Einrichtungen

Kevelaer / Kleve / Pfalzdorf. Die Family-Singers Pfalzdorf freuten sich bei den drei Aufführungen ihres viel beachteten Musicals „Subway-all-ein“ über fast ausverkaufte Hallen in Kevelaer und vollbesetzte Ränge in der Stadthalle Kleve. Nun trafen sich Vertreter von vier sozialen Einrichtungen bei einem „Dankeschön-Fest“ der Family-Singers, um Spendenschecks aus den Türkollekten in Empfang zu nehmen. Über je 700 Euro freuen sich „Café Damaskus“ und „Furniture&more“ vom Evangelischen Kirchenkreis aus Goch, Stiftung Pro Humanität, Haus der Begegnung „Mifgash“, Integrationszentrum „Alte Post“ (Theodor-Brauer-Haus). Für 10 Euro ist ab sofort ein DVD-Mitschnitt des kompletten Musicals käuflich zu erwerben. Kontakt: Petra Hermsen, Tel. Nr. 02823/1697 oder Hans-Peter Bause (hanspeterbause@yahoo.de).