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Ärzte besuchen den Solegarten

Das Ärzte-Paar Dr. Christophe Melin und Dr. Birgit Lindel aus einer nordrheinwestfälischen Großstadt besuchte auf Einladung der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve GmbH eine Auswahl von Städten und Gemeinden im Kreisgebiet. Die Besichtigungstour zielt darauf ab, Mediziner für eine Praxiseröffnung in der Region zu gewinnen. In der Wallfahrtsstadt führte Wirtschaftsförderer Hans-Josef Bruns das Gespräch und zeigte neben den Wallfahrtsstätten und der Innenstadt auch die Bauarbeiten im Solegarten St. Jakob.

Gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister Johann-Peter van Ballegooy (2.v.r.) erläuterte Hans-Josef Bruns (2.v.l.) besonders die zukünftigen touristischen Angebote unter dem Motto „Gesund an Leib und Seele“ während eines Aufenthalts am Gradierwerk. Die Wallfahrtsstadt gefiel dem Allgemeinmediziner mit dem Schwerpunkt Naturheilverfahren und der Psychotherapeutin auf Anhieb. Besonders die Chancen, die sich durch das neue Thema „Gesund an Leib und Seele“ ergeben, stießen auf Begeisterung.

Die Bauarbeiten sind fast vollendet

„Ich glaube, der letzte Handwerker geht hinten raus, wenn wir vorne reingehen“, lacht Annette Strähnz der Rilanogruppe angesichts der vorherrschenden Baustelle im zukünftigen Rilano Hotel auf der Hüls. Am 12. Oktober 2019 soll das Hotel eröffnen. Strähnz ist zuversichtlich, dass die Baustelle bis dahin einem Wohlfühlort gewichen ist. Von der aktuellen Situation des Rilano Hotels, des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) sowie des Solegarten St. Jakob konnten sich die Ratsmitglieder und der Verwaltungsvorstand der Wallfahrtsstadt Kevelaer bei einer Baustellenführung ein Bild machen.

Im Gradierwerk rieselt bereits die Sole. Acht Lkw aus Polen brachten den dazu benötigten Schwarzdorn nach Kevelaer, der anschließend schnell verarbeitet werden musste, weil er sonst schrumpft, erklärt Sandra Kimm-Hamacher der Wirtschaftsförderung beim Gang durch das Gradierwerk. Mit dem Schwarzdorn habe man „das widerstandsfähigste Material“ ausgewählt. Für die Entwicklung des Parks auf der Hüls erhält die Wallfahrtsstadt Fördermittel aus dem „EU Fonds für regionale Entwicklung“.

Barfußpfad, Tretbecken und mehr

„Wir haben das große Glück, sagen zu können, dass wir was für die neuen Besucher machen, aber auch für Sie als Bürger. Sie zahlen hier keinen Eintritt“, erklärt Kimm-Hamacher. Um das Objekt vor Vandalismus zu schützen, habe man bereits Überwachungskameras installiert. Auch um das Gradierwerk herum soll ein Wohlfühlort entstehen. Es werden unter anderem Liegestühle aufgestellt, ein Tretbecken entsteht, ein Barfußpfad wird angelegt, vier Boulebahnen entstehen und Bewegungsgeräte wird es geben, erklärt Kimm-Hamacher.

Sandra Kimm-Hamacher erklärte Details zum Gradierwerk.

Außerdem entsteht auf dem hinteren Teil der ehemaligen Wiese ein „Bibelgarten“. Der Garten wird in unterschiedlichen Bereichen Geschichten aus der Bibel behandeln wie das Paradies, ein Gräsermeer wird es geben, ein Senffeld und einen Ostergarten. Bürgermeister Dr. Dominik Pichler habe angemerkt, dass es ja gar keinen Bereich für Kinder gebe, erzählt Kimm-Hamacher. Hier habe man jedoch bereits Pläne. Richtung Hallenbad wird auf einem Bereich im Schatten ein Ort zum Verweilen für Kinder eingerichtet werden. „Selbstverständlich sind Kinder unter Aufsicht auch hier gerne gesehen“, verweist Kimm-Hamacher auf den gesamten Bereich des Solegartens St. Jakob.

„Das Empfangsgebäude wird komplett digital aufgestellt sein. Dort gibt es dann auch die öffentlichen Toiletten“, erklärt Kimm-Hamacher. Es seien jedoch auch „Kümmerer“ in Gesprächen, die im Solegarten nach dem Rechten schauen könnten. Anfragen unter anderem von Anwohnern gebe es bereits. Außerdem sei eine Kooperation mit der Gastronomie in Kevelaer im Gespräch. Indem gesunde Gerichte der Restaurants mit einem Stempel versehen werden, soll der Aspekt der gesunden Ernährung in Verbindung mit dem Solegarten St. Jakob gefördert werden. „Die Eröffnung planen wir im Juni 2020“, schloss Kimm-Hamacher ihre Führung durch das Projekt „Solegarten St. Jakob“ ab.

Junge Mediziner aufs Land holen

Weiter ging es in den Räumlichkeiten des Medizinischen Versorgungszentrums. Dort stellte Fritz Paeßens, Sohn von Maria und Theodor Paeßens, die Pläne der Zahnklinik Paeßens vor. Im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss wird die Klinik angesiedelt sein. Man wolle Mitarbeiter, junge Mediziner aufs Land holen und auch Patienten aus der Region behandeln, erklärt Fritz Paeßens. „Wir stellen uns vor, dass wir eine moderne Zahnarztklinik etablieren.“ Paeßens betont, dass es einen Extrabereich für Kinder geben wird, dass Abdrücke bei ihnen durch Scans ersetzt werden sollen und dass es zudem einen Bereich allein für Neupatienten geben wird.

Fritz Paeßens (r.) stellte die Pläne für die Zahnklinik Paeßens im Medizinischen Versorgungszentrum vor.

Starten wird die Klinik mit vier Zahnärzten und 2,5 Prophylaxeassistenten-Stellen. Für die Größe des Startteams scheinen insgesamt 950 Quadratmeter Klinikgröße sehr groß. Die Größe habe man jedoch bewusst gewählt, erklärt Paeßens, „weil wir glauben, dass das Potenzial da ist. Wir wollen auch wachsen hier vor Ort.“ Außerdem wolle man „den Leuten eine top Arztpraxis bieten und zeigen, dass wir auf dem Land top Mediziner bieten können“, so Theodor Paeßens. Der Klinikbetrieb soll voraussichtlich am ersten Montag im Januar 2020 starten.

Weniger als drei Wochen Zeit

Im benachbarten Rilano Hotel sah es zum Zeitpunkt der Begehung im Inneren noch ähnlich aus wie in den Räumen der Zahnklinik: Baumaterialien, Staub und noch keine Einrichtung. Insgesamt vier Etagen mit Lobby, einem außergewöhnlichen Fitnessraum, Standardzimmern, Superior-Zimmern und Suiten sollen in nicht einmal drei Wochen das Rilano Hotel auszeichnen. Annette Strähnz, Leiterin des Rilano Hotels in Kleve und zukünftig auch in Kevelaer, führte durch die Räumlichkeiten. „Connected“ soll das Thema des Hotels lauten, also „verbunden“.

Die Digitalität soll einen großen Stellenwert im Hotel einnehmen – beginnend mit in die Nachttische integrierten kabellosen Handyladestationen bis hin zu einem interaktiven Fitnessraum, der in verschiedenen Programmen Leuchtelemente an Boden und Wand wirft, mit denen der Sporttreibende interagieren muss. Zu vergleichen sei das Prinzip mit der Kindersendung „1, 2 oder 3“, lacht Strähnz. „Und neben der Digitalität das ganz bodenständige Gradierwerk“, wirft Sandra Kimm-Hamacher schmunzelnd ein.

Die Küche ist schon eingerichtet.

Die Größe des Teams, das am Beginn im Hotel arbeiten wird, konnte nicht genau benannt werden. Die Arbeitskräfte jedoch, die über einen Dienstleister als Reinigungskräfte gestellt werden, kommen hauptsächlich aus Kevelaer und der Umgebung, so Strähnz. Die Gastronomie im Hotel wird über Finger Food, Burger, Salat und wechselnde Gerichte eine breite Palette bereithalten. Die Zimmer im Rilano Hotel werden keine festen Preise haben. Im Durchschnitt wird ein Standardzimmer bei circa 70 Euro liegen – unter anderem abhängig von der Saison, erklärt Strähnz. Für 13 Euro könne ein Frühstück hinzu gebucht werden.

„Am 12. Oktober ist offizieller Eröffnungstermin“, sagte die zukünftige Leiterin des Hotels. Des aktuellen Zustandes im Inneren des Hotels scheint sie sich bewusst, ein Zurück gibt es jedoch nicht mehr. „Wir haben schon Buchungen. 38 Zimmer sind für den 12. Oktober gebucht.“

Eine Bildergalerie zur Baustellenführung finden Sie hier. 

Die Bauarbeiten auf der Hüls schreiten voran – Rilano Hotel eröffnet im Oktober

Baustellenzäune und schwere Baugeräte zeichnen aktuell die Wiese auf der Hüls aus. Das Gradierwerk steht bereits, die Sole rieselt. So dürften die Bauarbeiter, die mit der Erstellung des Solegartens St. Jakob und mit der Fertigstellung des Rilano Hotels sowie des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) zugange sind, immerhin gesunde Luft atmen. Die Ratsmitglieder und der Verwaltungsvorstand der Wallfahrtsstadt Kevelaer trafen sich am Dienstag zu einer Baustellenbesichtigung.

„Hier haben Sie auch die erste Brise, die Sie wahrnehmen können“, lächelt Sandra Kimm-Hamacher der Wirtschaftsförderung beim Gang durch das Gradierwerk. Der Salzgehalt sei „eigentlich schon so hoch, wie er sein sollte“, erklärte sie. Das Gelände um das Gradierwerk herum, aus dem später im Gesamten der Solegarten St. Jakob entstehen soll, befindet sich noch in der Bauphase. In diesem Teil wird es unter anderem ein Tretbecken, Areale zur sportlichen Betätigung und einen „Bibelgarten“ geben. „Dann denken wir, dass wir am 31. Mai 2020 fertig sind mit der Gesamtanlage Solegarten St. Jakob“, sagt Kimm-Hamacher.

Top Mediziner auf dem Land

Bereits Anfang 2020 soll die Zahnklinik Paeßens im MVZ eröffnen, die im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss auf insgesamt 950 Quadratmetern angesiedelt sein wird und neben modernen Scantechniken für die Patienten einen extra Bereich für Kinder bieten wird. Aktuell befindet sich all das noch im Bau. „Am ersten Montag im Januar wollen wir starten. Da sind wir guter Dinge“, sagt Fritz Paeßens, Sohn von Maria und Theodor Paeßens. Man wolle „den Leuten eine top Arztpraxis bieten und zeigen, dass wir auf dem Land top Mediziner bieten können“, erklärt Theodor Paeßens.

Benachbart entsteht auf insgesamt vier Etagen aktuell das Rilano Hotel mit Gastronomie. Der Eröffnungstermin ist der 12. Oktober 2019. Auch hier herrscht in vielen Teilen noch Baustelle. Am Donnerstag und Freitag solle allerdings bereits die erste Grundreinigung erfolgen, erklärt Annette Strähnz der Rilanogruppe, Leiterin in Kleve und zukünftig auch in Kevelaer. Danach folge die Lieferung der Betten. Das Hotel bietet 78 Zimmer mit 156 Betten.

Der Blick in ein Musterzimmer verrät: Wer es modern liebt, wird sich hier wohlfühlen – schlichte Farben, Nachttische mit integrierten Ladeflächen für Handys und teils offene, verglaste Bäder ins Zimmer integriert. Bis zur Eröffnung wird‘s noch einmal sportlich. „Ich glaube, der letzte Handwerker geht hinten raus, wenn wir vorne reingehen“, lacht Strähnz, die dennoch zuversichtlich ist, dass das Hotel am 12. Oktober seine Türen öffnen wird.

Eine Bildergalerie zur Baustellenführung finden Sie hier.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

Wirtschaftsförderung zeigt den Solegarten St. Jakob

Die Wallfahrtsstadt Kevelaer ist ein bedeutender Marienwallfahrtsort. Das ist den meisten Menschen bekannt. Aber wie sieht es eigentlich mit dem Unternehmensstandort Kevelaer aus?

Mit „Blick hinter die Kulissen“ lädt die Wirtschaftsförderung der Wallfahrtsstadt ab September erstmals zu Entdeckertouren abseits der bekannten Pfade ein. Im 14-tägigen Rhythmus öffnet jeweils dienstags ein Kevelaerer Betrieb seine Türen und bietet exklusive Einblicke ins Tagesgeschäft.

Den Start macht am 3. September 2019 der Solegarten St. Jakob. Mit Projektmanagerin Sandra Kimm-Hamacher geht es um 15 Uhr auf die andere Seite des Baustellenzauns. Dort kann man das beruhigende Plätschern der Sole hören, die am Schwarzdorn hinunter rieselt, während es spannende Informationen rund um die Architektur und Funktionsweise des Gradierwerks gibt.

Auf den Lippen lässt sich bereits ein leichter Salzgeschmack erkennen, wenn es weitergeht in den Innenraum des imposanten Bauwerks. Eine angenehme Frische wird hier die Besucher empfangen und einen Vorgeschmack geben auf die Ruhe-Oase, die hier entsteht.  Tickets (Erwachsene 3 Euro, Kinder, 6-14 Jahre, 2 Euro) für die Baustellenführung im Solegarten St. Jakob sind im Service-Center im Rathaus erhältlich. Die Einnahmen werden im Rahmen des Projektes „Blick hinter die Kulissen“ einem gemeinnützigen Zweck gespendet.