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Bis zum 9. Oktober bewerben für den neuen Seniorenbeirat

Mit der neuen Legislaturperiode für den Rat wird im November auch ein neuer Seniorenbeirat gewählt.

Privatpersonen und Mitglieder von Einrichtungen und Institutionen aus dem Sozial- und Seniorenbereich, die an einer aktiven Seniorenarbeit interessiert sind, können sich bis zum 9. Oktober 2020 für eine Mitgliedschaft im Seniorenbeirat bewerben. Mitglied im Seniorenbeirat kann jede Person werden, die das 55. Lebensjahr vollendet hat und mindestens drei Monate mit Hauptwohnsitz in Kevelaer gemeldet ist.

Einzelbewerber benötigen für ihre Kandidatur zehn Unterstützungsunterschriften von Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die ebenfalls mindestens 55 Jahre alt sein müssen und seit drei Monaten in Kevelaer gemeldet sind. Der Seniorenbeirat vertritt die Interessen und Belange der Seniorinnen und Senioren in der Wallfahrtsstadt Kevelaer. Er kümmert sich darum, die Themen „Älterwerden“ und „Alter“ als Querschnittsthema in der Kommunalpolitik zu verankern, damit die Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigt werden.

Ziel der Arbeit ist es aber auch, das Miteinander von Jung und Alt in der Wallfahrtsstadt Kevelaer zu verbessern und zu fördern.

Entsprechende Unterlagen gibt es auf der Homepage der Stadt „www.kevelaer.de“ oder im Rathaus bei Claudia Poen, Telefon: 02832/122-207.

In der letzten Sitzung des Seniorenbeirates dieser Wahlperiode am Dienstag im Ratssaal wurden drei langjährige, verdiente Mitglieder durch die Vorsitzende Ellen Borman  verabschiedet. Dr. Heinz Frieske, Hermann-Josef Casper sowie Hans-Werner Ellerbrok, der an der Sitzung nicht teilnehmen konnte, hatten im Vorfeld angekündigt, nicht mehr für das Gremium kandidieren zu wollen.

Bürgermeister Dominik Pichler sprach den dreien, aber auch den anderen anwesenden Mitgliedern des Seniorenbeirates, seinen persönlichen und den Dank des Rates für ihr Engagement zum Wohle der Wallfahrtsstadt aus.

Seniorenbeirat soll „breiter aufgestellt“ werden

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Kevelaerer Seniorenbeirat auch mit sich selbst – beziehungsweise seinem Nachfolger. Beate Sibben und Claudia Poen von der Verwaltung der Wallfahrtsstadt stellten einen Neuentwurf der Richtlinien zur Einrichtung dieses Gremiums vor.

Die ursprünglichen Richtlinen, mit denen der Rat erstmals einen Seniorenbeirat einrichtete und die bis heute offiziell gelten, sind inzwischen fast 30 Jahre alt.

Die Änderungen dienten in erster Linie dazu, den Seniorenbeirat „breiter aufzustellen“, erläuterte Sibben. Das mag zunächst verwundern, zählt der Beirat doch derzeit 15, künftig den Plänen zufolge aber nur 13 Mitglieder (plus jeweils einem Mitglied, das von den im Rat vertretenen Fraktionen benannt wird, derzeit also fünf).

Die gewählten Mitglieder sollten jedoch künftig je eine/n Stellvertreter*in haben. Diese dürfen beratend an den Sitzungen des Seniorenbeirates teilnehmen. „Das eröffnet mehr Menschen die Möglichkeit, in diese Arbeit mal reinzuschnuppern“, erklärte Beate Sibben den Hintergrund.

Im äußersten Fall würden dann mehr als 30 Mitglieder an einer Sitzung teilnehmen – dass dazu der kleine Raum neben der Tafel nicht ausreicht, ist auch der Verwaltung bewusst. Im Forum der Öffentlichen Begegnungsstätte gebe es aber eine Alternative, wo sich der Beirat in neuer Stärke versammeln könne, erklärte Sibben.

Neu soll auch das Wahlverfahren sein, das jeweils zur neuen Legislaturperiode durchgeführt wird. Wer sich für eine Mitgliedschaft im Seniorenbeirat interessiert, muss mindestens 55 Jahre alt sein (bisher 60) und mindestens 3 Monate in Kevelaer wohnen. In einer Vorschlagsliste führt die Verwaltung Bewerbungen aus Verbänden und Vereinen, die im Vorfeld angeschrieben wurden, Einzelbewerber*innen, die sich nach einem öffentlichen Aufruf beworben haben und jeweils zehn Unterstützungsunterschriften benötigen, sowie Bewerbungen aus dem amtierenden Seniorenbeirat (die diese Unterstützungsunterschriften nicht benötigen) auf.

Nach einer Anhörung des bestehenden Seniorenbeirates entscheidet der Rat dann in seiner konstituierenden Sitzung zur neuen Legislaturperiode über die konkrete Besetzung des Gremiums und soll dabei auch über ein „ausgewogenes Verhältnis“ befinden, beispielsweise darauf achten, dass aus jeder Ortschaft Vertreter*innen vorhanden sind.

Wie bisher führt der Seniorenbeirat seine Arbeit selbstverständlich auch nach der neien Richtline ehrenamtlich, verbandsunabhängig und neutral durch. Entsprechende Bewerbungsunterlagen wird die Verwaltung vorbereiten. Ansprechpartnerin bei der Stadtverwaltung in dieser, wie in anderen Angelegenheiten des Seniorenbeirates, ist Claudia Poen.

Die Mitglieder der Seniorenbeirats sahen die neuen Richtlinen positiv. Die Entscheidungshoheit liegt beim Rat, der sich in seiner Sitzung im Mai mit dem Verwaltungsvorschlag beschäftigen soll. Es sei auch „ein Versuch“, erkklärte Beate Sibben, die bisherige Arbeit des Gremiums auf breiter Füße zu stellen und stelle in igren Augen eine „gute Möglichkeit, Leute anzusprechen und zu gewinnen“ dar.

„Er lebt den Fußball“

Beim Marketingpreis 2018 erhielt Ellen Borman, Vorsitzende des Seniorenbeirats Kevelaer, einen der Fußbälle, die Wirtschaftsförderer Hans-Josef Bruns an diesem Abend verteilte. „Was machst du jetzt damit?“, fragte sie sich, nachdem der Ball vorerst in ihrem Schlafzimmer verweilte. Eine Idee war schnell gefunden: Der Ball sollte von den Fußballspielern der Borussia Mönchengladbach unterschrieben und anschließend für einen guten Zweck versteigert werden.

Nachdem der Ball unterschrieben zu Borman zurück kam und sich im Anschluss nicht die passenden Rahmenbedingungen für eine Versteigerung finden ließen, entstand eine neue Idee. Rudi Beerden, Herausgeber des Kevelaerer Blattes, nahm nach Absprache mit Ellen Borman Kontakt zu Familie Wälbers aus Kevelaer auf – wohlwissend, dass der 31-jährige Tilman Wälbers ein leidenschaftlicher Borussia Mönchengladbach-Fan ist und mit seinem Vater Paul Wälbers beinahe kein Spiel seiner Lieblingsmannschaft verpasst.

Immer da, wo die Borussen sind

In der vergangenen Woche durfte Tilman Wälbers den Ball dann entgegennehmen. Der 31-Jährige leidet an Epilepsie, die zu spät erkannt wurde und ist meist auf seinen Rollstuhl angewiesen. Das alles hält das Vater-Sohn-Gespann jedoch keineswegs davon ab, regelmäßig die Spiele der Borussia zu verfolgen – schließlich ist Tilman schon seit 15 Jahren Mitglied im Verein und besitzt eine der begehrten Dauerkarten für einen Rollstuhl-Platz. Doch damit nicht genug: Die beiden reisen gemeinsam mit Tilmans Mutter Christa und seiner Schwester Birthe auch regelmäßig in die Trainingscamps der Mannschaft, wo sie die Spieler hautnah erleben. Das führte sie unter anderem im vergangenen Jahr nach Spanien.

„Er lebt den Fußball“, sagt Paul Wälbers über seinen Sohn. Und auch als Außenstehender ist durchaus zu erkennen, wie groß die Leidenschaft des 31-Jährigen für seinen Verein ist: Angefangen mit einem Gladbach-Trikot, das er voller Stolz trägt, ist auch der Speichenschutz seines Rollstuhls mit dem Emblem seines Vereins versehen und mit Unterschriften der Spieler verziert. Das Nackenkissen für den Fernsehsessel ist selbstverständlich vom geliebten Verein und auch auf seinen Schuhen findet man das Vereinslogo wieder. Als Tilman Wälbers den signierten Fußball entgegennehmen durfte, strahlte er über das ganze Gesicht. „Und so entsteht manchmal aus einer – vielleicht verrückten – Idee etwas Gutes“, freut sich Ellen Borman über den Verlauf der Aktion.

Seniorenbeirat diskutiert aktuelle Themen

Die Idee ist gut. Doch in der Praxis gibt‘s gehörige Hindernisse bei der Durchführung: Eine so genannte „Taschengeldbörse“ im Internet war eines der Themen der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirats.

Einfach gesagt stellen bei einer solchen „Börse“ Senioren Aufgaben auf einer Internetseite ein, die Jugendliche dann gegen ein Taschengeld übernehmen können. André Marchi und Hans-Werner Ellerbrok hatten die Möglichkeit recherchiert, eine solche Börse auch in Kevelaer zu installieren – und waren dabei auf zahlreiche Argumente gestoßen, dies nicht zu tun.

Einführung der Einrichtung abgelehnt

Neben oft fehlender Internet-Affinität der Senioren stehe der Aufwand bei der Vorbereitung und Pflege einer solchen Internetseite in keinem Verhältnis zum Zweck, erklärte Marchi. Neben dem entsprechenden Zeitaufwand müssten zahlreiche versicherungs-, datenschutz- und personenschutzrechtliche Aspekte beachtet werden, fasste er zusammen, warum eine Taschengeldbörse in seinen Augen ein „Bürokratie-Monstrum“ sei. Im Ergebnis lehnte der Seniorenbeirat die Einführung dieser Einrichtung ab. „Ich stelle fest: Es ist gar nicht so einfach, etwas Gutes zu tun“, resümierte die Vorsitzende Ellen Borman.

Mangelndes Engagement kann man den Mitgliedern des Beirates grundsätzlich nicht vorwerfen, das machten die Vorbereitungen zur Planung der Gesundheitsmesse im kommenden Jahr deutlich. „Burnout, Depression, Demenz“ sollen die Themen sein und zahlreiche Aussteller rund um Medizin, Versorgung und Lebensgestaltung sollen im Vorfeld zum Mitmachen angeregt werden.

Das Thema “Klimaschutz” scheint die Senioren besonders zu beschäftigen. Das machte die engagierte Diskussion in der Runde deutlich, die sich in ihrem Raum neben der Kevelaerer Tafel traf.

Zwar gibt es innerhalb des Gremiums unterschiedliche Blickwinkel, wie Klimaschutz funktionieren kann, die von einfachen Anregungen, wie etwa der Nutzung von Mehrweg-Beuteln beim Einkauf, über die Einrichtung von Blumenwiesen und Insektenhotels bis zur Einordnung von Maßnahmen in einen gesamtwirtschaftlichen Kontext, etwa über die Folgen auf dem Arbeitsmarkt reichten.

Ansichten und Forderungen besser verstehen

Konsens jedoch war, dass man bei diesem Thema mit der Jugend in Kontakt treten könne, hier gebe es Berührungspunkte, etwa mit der „Fridays for Future“-Bewegung in Kevelaer. Der Beirat will nun versuchen, Kontakte zu knüpfen, um etwa bei einer Diskussionsveranstaltung sich gegenseitig vorzustellen und die jeweiligen Ansichten und Forderungen besser zu verstehen. „Das ist ein Thema, das uns alle angeht“, fasste ein Teilnehmer der Beiratssitzung die generationenübergreifende Klammer zusammen.

Seniorenbeirat bereitet weitere Gesundheitsmesse vor

Die Tagesordnung war umfassend und so tagte der Seniorenbeirat am Dienstagnachmittag auch gut zwei Stunden, bis alle Punkte abgearbeitet waren. Und es konnten nicht einmal alle Themen aufgegriffen werden, denn Ludger Holla, der neben seiner bisherigen Tätigkeit in der Stadtverwaltung nach dem Weggang des Beigeordneten Marc Buchholz auch Teile aus dessen Aufgabenbereich übernehmen soll und diese vorstellen wollte, hatte seine Teilnahme an der Sitzung abgesagt. Er befinde sich auf einer Fortbildung und werde daher zur kommenden Sitzung erneut eingeladen, teilte die Sitzungsleiterin Ellen Borman mit.
Kleine Rückschau

Auf eine kleine Rückschau zur Kirmesfeier der Senioren und das Dorffest in Twisteden, an denen sich der Seniorenbeirat jeweils mit eigenen Aktionen beteiligt hatte, folgte gleich „Zukunftsmusik“: Es galt, die Teilnahme am Stadtfest (3. August) zu organisieren, die kommende Gesundheitsmesse zu planen und die weiterhin ungeklärte Raumsituation zu diskutieren.
Beim Stadtfest wird der Seniorenbeirat wieder an gewohnter Stelle an einem Stand vor dem Ladengeschäft „Mutter & Kind“ über seine Aktivitäten – beispielsweise den Verkauf der so genannten „Notfalldose“ – berichten.
Demenz, Burnout und Depression

Die Gesundheitsmesse, die nach 14 Jahren wieder das Thema „Demenz“ auf die Agenda rücken wird, soll thematisch um weitere psychische Erkrankungen, etwa Burnout-Syndrom oder Depression, erweitert werden. Dieser Vorschlag der stellvertretenden Vorsitzenden Ellen Borman traf bei den Beiratsmitgliedern auf breite Zustimmung. Dazu will man sich bemühen, Experten aus dem Krankenhaus in Kalkar, das wie das Kevelaerer Marienhospital dem Krankenhausverbund im Kreis angehört, für Vorträge, Info-Stände oder Beratungen zu gewinnen. Zudem hofft man auf das Interesse von Krankenkassen und Pflegekasse, um das Beratungs- und Informationsangebot auf eine möglichst breite Basis zu stellen.
Beratungsangebot

Gut aufgenommen wurde nach Beiträgen von Beiratsmitgliedern der räumliche Wechsel des Beratungsangebotes des Seniorenbeirates ins Rathaus. Der Raum 101 im Rathaus biete eine ideale Beratungssituation und die Möglichkeit, Infomaterial bereitzu- halten, sei zudem per Aufzug zu erreichen und liege in der Nähe einer Toilette. Der Zugang über das Chip-Schlüsselsystem funktioniere reibungslos. Allerdings sei der Empfang im Erdgeschoss nicht immer besetzt, zudem die Mitarbeiterinnen nicht immer informiert gewesen seien.
Die kommenden beiden Sprechstunden (jeweils am zweiten Montag eines Monats) des Seniorenbeirates sind am
12. August, 10 bis 11 Uhr, Raum 101 im Rathaus, mit Ulla Hermann und André Marchi,
und am
9. September, 10 bis 11 Uhr, Raum 101 im Rathaus, mit Ulla Hermann und Hans-Werner Ellerbrok.

Weniger erfreulich gestaltete sich der Blick auf die Raumsituation für die regelmäßigen Sitzungen des Kevelaerer Seniorenbeirates. Eine verbindliche schriftliche Zusage, dass der Seniorenbeirat einen Raum in der Öffentlichen Begegnungsstätte für seine Zusammenkünfte nutzen kann, liege noch immer nicht vor, so Ellen Borman. Bis zu einer eindeutigen Regelung will man daher den bisherigen Raum (neben dem Eingang zu den Räumen der Kevelaerer Tafel, auf der Rückseite der Öffentlichen Begegnungsstätte) nicht abgeben. Grundsätzlich sperre man sich nicht gegen eine anderweitige Nutzung dieses Raumes, den die Tafel gerne als Ausgabestelle für Lebensmittel nutzen wolle. Gespräche mit dem Vorstand der Tafel sollen möglichst schnell klären, ob eine gemeinsame Nutzung eventuell möglich wäre.
Taxi und Fahrrad

Schließlich stellten mehrere Mitglieder des Seniorenbeirats noch weitere Themen vor, mit denen das Gremium sich künftig weiter beschäftigen will: Die in ihren Augen unbedingt verbesserungswürdige Taxi-Situation in Kevelaer und der Zustand einiger öffentlicher Fahrradwege.

Ampelsignale, Bürgerbusfahrer und Einkaufswagensitze

Zur Sitzung des Seniorenbeirates der Wallfahrtsstadt Kevelaer trafen sich dessen Mitglieder  im Seniorenbeiratsbüro hinter der ÖBS. Die stellvertretende Vorsitzende Liesel Borman stellte fest, dass frist- und formgerecht eingeladen worden war und begrüßte zu Beginn ein neues Mitglied. Für den aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Dr. Anton Willkomm sendete die FDP Kevelaer Dr. Heinz Frieske in den Beirat.
Die Mitglieder nahmen dankbar die Anerkennung nebst einem wertschätzenden Schreiben zur Kenntnis, die sie zu Weihnachten von Bürgermeister Dominik Pichler im Namen der Stadt für ihr Engagement erhalten hatten. Bei der Rückschau auf die im November vom Seniorenbeirat (SB) veranstaltete Gesundheitsmesse konnte der Beirat angesichts der mehr als 400 Besucher eine positive Bilanz ziehen. Besonders hoben die Mitglieder die sehr gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachbereichen der Stadt und mit dem Team des Konzert- und Bühnenhauses hervor.
Die vom Seniorenbeirat vorgestellte Notfalldose, die weiterhin in der Sprechstunde des SB zu bekommen ist, fand großes Interesse, und das Gremium will weiter hierfür werben. Mit Hilfe der Notfalldose können Rettungskräfte im Einsatzfall schnell Informationen über Betroffene erlangen und so gezielter helfen.
In der vorherigen Sitzung war angeregt worden, dass am Busbahnhof ein Wartehäuschen gebaut werden solle. Bei der Rücksprache mit der Stadt stellte sich heraus, dass diese nicht zuständig ist und außerdem bei unabsehbarer Wirtschaftlichkeit des Airportshuttles eine Investition momentan mit Sicherheit nicht erfolgen wird.
Ebenfalls hatte der SB darum gebeten, ein akustisches Signal an allen Ampeln einzurichten, um sehbehinderten Menschen an solchen Übergängen Hilfe zukommen zu lassen. Die Stadt hat dazu mitgeteilt, dass bei jeder Erneuerung einer Ampel im ganzen Stadtgebiet immer auch ein solches Signal angebracht werde. Die nächste Montage erfolgt im Rahmen der momentanen Sanierungsarbeiten in Wetten.
Keine Bänke zum Ausruhen
Denis Brüggemeier von Edeka Brüggemeier teilte dem SB mit, dass bei einer Verkaufsfläche von 1.600 Quadratmetern im neuen Markt an der Lindenstraße keine Möglichkeit bestehe, Bänke zum Ausruhen bereitzustellen. Es werde aber an den Einkaufswagen eine Einrichtung angebracht, die sich für einem Ruhesitz umklappen lasse.
Der Seniorenbeirat nahm zur Kenntnis, dass viele Bürgerbuslinien unter großem Fahrermangel leiden. Immer weniger Freiwillige müssten immer mehr Dienste übernehmen. Der SB sieht keine Möglichkeit, selbst hier die notwendige Verstärkung zu leisten. Er regt an, dass diese Frage zu einer generationsübergreifenden Aufgabe gemacht wird. So könnte zum Beispiel durch die Einrichtung eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder durch andere junge Menschen dieser Dienst übernommen werden – auch wenn dem SB bewusst sei, dass junge Familie oft durch die finanziell notwendige Berufstätigkeit beider Partner belastet sind.
Zum Schluss wurde die fast zehn Jahre alte Geschäftsordnung überarbeitet, um in Zukunft die Aufgaben weiter effektiv bewältigen zu können. So wurde festgelegt, dass der Vorstand des SB zukünftig aus der/dem Vorsitzenden, Vertretung, Schriftführer und Kassierer besteht. Karl Bay kündigte für die nächsten Monate aus Altersgründen seinen Rückzug als Kassierer an. Die neue Geschäftsordnung wurde einstimmig angenommen.

Einsatz für soziale Belange

Am Dienstag fand im Raum des Seniorenbeirates der Wallfahrtsstadt Kevelaer die 25. öffentliche Sitzung des Seniorenbeirates statt. Neben den Tagesordnungspunkten, in denen administrative Vorgänge besprochen wurden (u.a. Rückblick Stadtfest, Besetzung Arbeitskreise, Vorbereitung Gesundheitsmesse am 18.11.2018 und neue Richtlinien des Seniorenbeirats) standen soziale Fragen im Mittelpunkt.
Arme Menschen
Dass in Kevelaer auch arme Menschen oder viele Menschen leben, die von Armut bedroht sind, muss aus Sicht des Seniorenbeirates thematisiert werden und darf nicht mit dem Mantel des Schweigens verdeckt werden. Alleine bei der Kevelaerer Tafel sind etwa 60 ältere Menschen (Dunkelziffer ist laut Hanni Hentemann, 2. Vorsitzende der Tafel, wahrscheinlich deutlich höher) auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Der Seniorenbeirat befürwortet die Erhebung einer Armutsstatistik, sieht jedoch auch die Schwierigkeit, die durch die Auflagen des Datenschutzes bestehen, dass keine konkreten Angaben zu bekommen sind. Ulrich Hünerbein-Ahlers schlägt eine „Kultur-Tafel“ vor, wie es sie in einigen Städten bereits gibt.
Karl Bay und Hans-Werner Ellerbrok hatten einen „Handwerkerpool“ vorgeschlagen, der ehrenamtlich kleinere Reperaturen, Ausbesserungen oder Hilfestellungen für ältere Menschen leisten könnte. Da dies mit vielen rechtlichen Problemen (Haftung, Versicherung) verbunden ist, soll in Mettmann, wo es eine solche Hilfe gibt, nachgefragt und versucht werden, einen Vertreter von dort zur Berichterstattung nach Kevelaer einzuladen. Auch bei der Stadt wird in ähnlicher Weise über eine solche Hilfestellung nachgedacht.
In Geldern am Krankenhaus sollen neue Stellplätze gebaut werden, um die bisherige Parkraumnot zu entschärfen. Nach Abschluss der Baumaßnahme sollen dann jedoch die Parkplätze am Krankenhaus gebührenpflichtig werden.
Gebühren in Geldern
Auch viele Kevelaerer müssen bei Untersuchungen oder bei Besuchen von Angehörigen dann bezahlen, was bei häufigen Anfahrten mit dem Auto für Menschen mit geringem Einkommen schnell zu einem Problem werden könnte. Der Seniorenbeirat der Stadt Geldern hat sich im Vorfeld zu Wort gemeldet und gegenüber dem Bürgermeister eine soziale Lösung angemahnt. Der Seniorenbeirat der Wallfahrtsstadt Kevelaer unterstützt dieses Anliegen und wird dies in einem Schreiben darlegen.
Die nächsten Sprechstunden des Seniorenbeirates sind am 8.10. (André Marchi und Karl Bay), 12.11. (Ursula Herrmann und Helga Neuhaus) jeweils um 10.00 – 11.30 im Raum hinter der Öffentlichen Begegnungsstätte.

Seniorenbeirat besprach seine Themen

Der Raum des Seniorenbeirates der Stadt Kevelaer platzte bei der letzten Sitzung, die wie immer öffentlich war, bald aus allen Nähten. Ellen Borman als Interimsvorsitzende konnte neben den fast vollzählig anwesenden Mitgliedern des Gremiums auch vier Gäste begrüßen, die sich für die Arbeit der Seniorenvertretung interessierten. „Wenn das Interesse so weiter wächst, müssen wir bei der nächsten Sitzung in den kleinen Ratssaal gehen“, bemerkte sie sichtlich erfreut.
Der Seniorenbeirat setzt sich seit langem für eine Skateranlage ein, um generationsübergreifende Kontakte zu fördern und Hilfe anzubieten. Die aktuelle Situation hierzu wurde besprochen und festgestellt, dass der unabgesprochene Vorstoß der Jungen Union zu diesem Thema nicht sehr zielorientiert war. Vor einer weiteren Planung hierzu müsste ein Lärmschutzgutachten erstellt werden, wobei zu prüfen wäre, ob dessen Kosten von etwa 10 000 Euro und die zusätzlichen Anschaffungskosten der Anlage verhältnismäßig sind. Außerdem sollte bedacht werden, ob durch ständig wechselndes Freizeitverhalten der Jugendlichen nicht eine Allzweckanlage sinnvoller wäre.
Nach einem Gespräch mit Bürgermeister Dr. Dominik Pichler und Citymanagerin Nicole Wagener steht fest, dass der Seniorenbeirat am 18. November 2018 erneut den Gesundheitstag im Konzert- und Bühnenhaus ausrichten wird. Hierbei wurden auch die Aufgabenverteilung und Unterstützung durch die Stadt Kevelaer besprochen. Bei seiner nächsten Sitzung am 16. Januar 2018 will der Seniorenbeirat eine Arbeitsgruppe bilden, die den Gesundheitstag, für den ein Arbeitsaufwand von mindestens 150 Stunden zu erwarten ist, planen, vorbereiten und koordinieren wird.
Es folgte ein Bericht von der Begehung der Innenstadt mit dem Planungsbüro Urgatz zum Fachkonzept barrierefreie Innenstadt (das KB berichtete). Hieran nahmen auch Mitglieder des Seniorenbeirats teil. Es wurde resümiert, dass eine Barrierefreiheit in Kevelaer kaum vorhanden ist. Als Beispiele wurden die Behindertentoilette im Rathaus (schwere Türe), die Rampe am Priesterhaus (zu steil) und die fehlenden Orientierungsstreifen für Blinde genannt. Auf die Einladung zur abschließenden Bürgerversammlung zu dem Thema am 22. November wurde hingewiesen.
Der Seniorenbeirat der Stadt Kevelaer bietet momentan noch jeden Montag von 9.30 bis 11.30 Uhr im Büro des Seniorenbeirates eine Sprechstunde an. Um sich dem Bedarf anzupassen wird diese Sprechstunde ab dem 8. Januar 2018 nur noch an jedem zweiten Montag im Monat, zur gleichen Zeit, stattfinden.