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Eine Spende für die Küche

Dank einer Spende der Verbandssparkasse Goch-Kevelaer-Weeze konnte der Verein „Senioren aktiv“ in Kevelaer einen Kaffeeautomaten, Kaffeekannen  und Kleinteile für die Küche anschaffen.
Bei der Anzahl der Besucher zu den wöchentlichen Treffen ist nun eine Kaffeeausgabe in größerem Umfang gesichert. Das Foto zeigt Bärbel Neitzel, Mitarbeiterin Senioren aktiv, und Vivien Ververgaert von der Verbandssparkasse.
Foto: privat

Seniorenbeirat bereitet weitere Gesundheitsmesse vor

Die Tagesordnung war umfassend und so tagte der Seniorenbeirat am Dienstagnachmittag auch gut zwei Stunden, bis alle Punkte abgearbeitet waren. Und es konnten nicht einmal alle Themen aufgegriffen werden, denn Ludger Holla, der neben seiner bisherigen Tätigkeit in der Stadtverwaltung nach dem Weggang des Beigeordneten Marc Buchholz auch Teile aus dessen Aufgabenbereich übernehmen soll und diese vorstellen wollte, hatte seine Teilnahme an der Sitzung abgesagt. Er befinde sich auf einer Fortbildung und werde daher zur kommenden Sitzung erneut eingeladen, teilte die Sitzungsleiterin Ellen Borman mit.
Kleine Rückschau

Auf eine kleine Rückschau zur Kirmesfeier der Senioren und das Dorffest in Twisteden, an denen sich der Seniorenbeirat jeweils mit eigenen Aktionen beteiligt hatte, folgte gleich „Zukunftsmusik“: Es galt, die Teilnahme am Stadtfest (3. August) zu organisieren, die kommende Gesundheitsmesse zu planen und die weiterhin ungeklärte Raumsituation zu diskutieren.
Beim Stadtfest wird der Seniorenbeirat wieder an gewohnter Stelle an einem Stand vor dem Ladengeschäft „Mutter & Kind“ über seine Aktivitäten – beispielsweise den Verkauf der so genannten „Notfalldose“ – berichten.
Demenz, Burnout und Depression

Die Gesundheitsmesse, die nach 14 Jahren wieder das Thema „Demenz“ auf die Agenda rücken wird, soll thematisch um weitere psychische Erkrankungen, etwa Burnout-Syndrom oder Depression, erweitert werden. Dieser Vorschlag der stellvertretenden Vorsitzenden Ellen Borman traf bei den Beiratsmitgliedern auf breite Zustimmung. Dazu will man sich bemühen, Experten aus dem Krankenhaus in Kalkar, das wie das Kevelaerer Marienhospital dem Krankenhausverbund im Kreis angehört, für Vorträge, Info-Stände oder Beratungen zu gewinnen. Zudem hofft man auf das Interesse von Krankenkassen und Pflegekasse, um das Beratungs- und Informationsangebot auf eine möglichst breite Basis zu stellen.
Beratungsangebot

Gut aufgenommen wurde nach Beiträgen von Beiratsmitgliedern der räumliche Wechsel des Beratungsangebotes des Seniorenbeirates ins Rathaus. Der Raum 101 im Rathaus biete eine ideale Beratungssituation und die Möglichkeit, Infomaterial bereitzu- halten, sei zudem per Aufzug zu erreichen und liege in der Nähe einer Toilette. Der Zugang über das Chip-Schlüsselsystem funktioniere reibungslos. Allerdings sei der Empfang im Erdgeschoss nicht immer besetzt, zudem die Mitarbeiterinnen nicht immer informiert gewesen seien.
Die kommenden beiden Sprechstunden (jeweils am zweiten Montag eines Monats) des Seniorenbeirates sind am
12. August, 10 bis 11 Uhr, Raum 101 im Rathaus, mit Ulla Hermann und André Marchi,
und am
9. September, 10 bis 11 Uhr, Raum 101 im Rathaus, mit Ulla Hermann und Hans-Werner Ellerbrok.

Weniger erfreulich gestaltete sich der Blick auf die Raumsituation für die regelmäßigen Sitzungen des Kevelaerer Seniorenbeirates. Eine verbindliche schriftliche Zusage, dass der Seniorenbeirat einen Raum in der Öffentlichen Begegnungsstätte für seine Zusammenkünfte nutzen kann, liege noch immer nicht vor, so Ellen Borman. Bis zu einer eindeutigen Regelung will man daher den bisherigen Raum (neben dem Eingang zu den Räumen der Kevelaerer Tafel, auf der Rückseite der Öffentlichen Begegnungsstätte) nicht abgeben. Grundsätzlich sperre man sich nicht gegen eine anderweitige Nutzung dieses Raumes, den die Tafel gerne als Ausgabestelle für Lebensmittel nutzen wolle. Gespräche mit dem Vorstand der Tafel sollen möglichst schnell klären, ob eine gemeinsame Nutzung eventuell möglich wäre.
Taxi und Fahrrad

Schließlich stellten mehrere Mitglieder des Seniorenbeirats noch weitere Themen vor, mit denen das Gremium sich künftig weiter beschäftigen will: Die in ihren Augen unbedingt verbesserungswürdige Taxi-Situation in Kevelaer und der Zustand einiger öffentlicher Fahrradwege.

Freude am Sport ist auch im Alter möglich

Rund 340 Sportlerinnen und Sportler aus 136 Vereinen gaben bei den Nordrhein-Meisterschaften der Senioren im Hülsparkstadion ihr Bestes. In Disziplinen von Hoch-, und Weitsprung, Speerwurf oder Laufstrecken von 80 Meter Hürden bis 5000 Meter lieferten sich die Frauen und Männer der Altersklassen von 30 bis 80 spannende Wettbewerbe.
Dabei zeigte jeder Einzelne auf, dass unabhängig vom Alter starke sportliche Leistungen zu erzielen sind. „Die Freude am Sport“ sei es, die ihn motiviere, versicherte Gottfried Bander vom TSV Hochdahl. Der 78-Jährige treibt seit seiner Kindheit Sport und lässt sich beim Weitsprung regelmäßig von seinem mitspringenden Bruder anspornen.
Die Aktiven mussten mit den sehr heißen äußeren Bedingungen zurechtkommen. „Man wird schon vom Warmlaufen nass“, beschrieb der Pulheimer 800-Meter-Läufer Joachim Spölgen die Situation treffend. „Nicht nachdenken, versuchen anzukommen“, meinte der 65-Jährige, der sich später in 3:30,36 den Sieg in seinem Lauf sicherte.
Der Wettbewerb galt vielen als Test für die anstehenden deutschen Seniorenmeisterschaften in Leinefelde vom 12. bis 14. Juli. „Ich habe mir letztes Wochenende an der linken Sehne die Bänder abgerissen und habe beim Endspurt gemerkt, dass das Bein hält“, konnte der amtierende Deutsche Meister der M 55 über 800 Meter, Frank Weber vom TV Refrath, nach seinem Sieg in 2:18,36 Minuten zufrieden feststellen.
Mit den 11,93 Sekunden von Evelin Nagel vom Troisdorfer LG konnte man in der Kategorie W45 zudem noch einen deutschen Rekord vermelden. Und auch „prominente“ Sportler wie die Stabhochsprungfamilie Ritte nutzten die Chance, ihre Formkurve auszutesten. „Die Anlage in Kevelaer ist immer gut. Einen meiner fünf-Meter-Sprünge habe ich vor 40 Jahren hier gemacht“, sagte der für den LAV Bayer Uerdingen/Dormagen startende Wolfgang Ritte (65).
Der mehrfache Senioren-Weltmeister und Senioren-Weltsportler von 2008 hatte in diesem Jahr den Titel als „World Best Master Of The Year: Category Jumps“ erhalten. Er gewann seinen Wettbewerb mit 3,70 Meter trotz schwieriger Windverhältnisse souverän.
Der Vizepräsident des Leichtathletikverbandes Nordrhein (LVN), Harald Eifert, zeigte sich mit dem „sehr guten Verlauf“ der Veranstaltung „auch in Sachen Beteiligung wegen der Hitze“ zufrieden. „Es sind ja keine 20-Jährigen hier.“ Ähnlich sah es Uli Heßing, verantwortlich beim Kevelaerer SV für die Leichtathletik-Abteilung. „Und das Wichtigste ist: es gab keine Verletzten.“

Betrugsmasche: Unbekannter spricht Senioren an, weil er angeblich einen Goldring gefunden hat

In der Zeit zwischen dem 29. Mai und dem 6. Juni 2019 sprach ein etwa 25 Jahre alter Mann in der Kevelaerer Innenstadt in fünf Fällen Senioren an. Der Mann erklärte ihnen in gebrochenem Deutsch, dass er angeblich einen wertvollen Goldring gefunden habe. Aufgrund von Sprachhindernissen scheue er den Weg zum Fundamt. Der Betrüger bat die Senioren darum, den Ring im Fundamt abzugeben. Er verlangte als Gegenleistung ein paar Euro, da den Senioren ein Finderlohn zustehen würde. Im Fundbüro stellte sich heraus, dass der angebliche Goldring in Wirklichkeit nur ein minderwertiger Modeschmuck war.
Täterhinweise bitte an die Kripo Goch unter Telefon 02823 1080.

„Schlechte Verbindung“

150 Unterschriften hat Hannelore Stermann in etwa 300 Seniorenwohnungen im Klostergarten nach eigenen Angaben gesammelt. „Ich wurde fast ständig umarmt, weil sich endlich was tut“, sagt die rüstige Dame, die in Sachen Öffentlicher Nahverkehr in der jüngsten Ratssitzung am Donnerstagabend vorstellig wurde. „Unfrieden“ herrsche dort mittlerweile, berichtete die Bewohnerin aus dem Klostergarten, „weil wir wenig Möglichkeiten haben, irgendwo hinzukommen.“
Im Klostergarten gebe es keine Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf und auch keine Apotheke. Für viele Bewohner sei ein Fußmarsch zu Aldi oder Edeka wegen der großen Entfernungen nicht mehr zu bewältigen, so seien etwa mehrere Über-90-Jährige betroffen. Auch eine Lieferung durch Edeka erfolge nur alle 14 Tage. Also sei man auf den Busverkehr angewiesen.
Doch Linienbusse verkehrten am Klostergarten gar nicht, die Bürgerbusse nach Auffassung der Senioren, die bei der Aktion unterschrieben haben, nicht in ausreichendem Maße. Samstags nachmittags und sonntags verkehre der Bürgerbus überhaupt nicht, beklagte Hannelore Stermann. „Viele würden gerne sonntags mal in die Basilika gehen.“
„Die Not ist groß“

„Die Not ist einfach groß“, sagte die Seniorin in der Fragestunde der Ratssitzung und wollte vom Bürgermeister wissen: „Was kann man da tun?“
Was eine Ausweitung des Wochenendverkehrs angeht, konnte Dominik Pichler, der Verständnis für die Situation der Senioren zeigte, allerdings wenig Hoffnung machen. An Sonntagen sein ein Bürgerbus-Fahrbetrieb nicht durchführbar, sagte er, das könne man den ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern nicht zumuten. Er hatte allerdings die angekündigte Frage an den zustädigen Stadtwerke-Chef Hans-Josef Thönnissen weitergeleitet, der bei der Sitzung des Rates nicht zugegen sein konnte, dem Bürgermeister aber schriftlich geantwortet hatte. Das Problem sei den Stadtwerken nicht unbekannt, hatte der Betriebsleiter geantwortet. Ab dem 1. Juli werde es daher drei zusätzliche Verbindungen jeweils vormittags und nachmittags geben, kündigte er an. „Ein Angebot zur Probe“, erläuterte der Bürgermeister, das einen Monat lang gefahren werden, um Erfahrungen über die Nutzungsfrequenz zu sammeln.
Für Hannelore Stermann allerdings stand nach der Übergabe der Unterschriftensammlung an die Verwaltung bereits fest: „Das hilft nicht allzuviel.“

„Sicherheit und Geborgenheit geben“

Seit fünf Jahren bietet das Regina Pacis, Haus für Senioren, in Kevelaer zusätzlich zur stationären Pflege eine Tagespflege an. Die Gäste werden montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr so professionell wie liebevoll betreut: Mit einem ganzheitlichen Konzept, mit pflegerischer und persönlicher Zuwendung vermitteln die Mitarbeiter den Besuchern ein Gefühl von Geborgenheit.
Das integrative Tagespflege-Konzept war bei seinem Start in Nordrhein-Westfalen das erste seiner Art. „Die Mitarbeiter gestalten gemeinsam mit den Gästen den Tagesablauf“, erläutert Regine Camps, Leitung der Tagespflege. „Dabei möchten wir alltagspraktische und geistige Fähigkeiten ganz individuell fördern und erhalten.“
Die Betreuung der elf Tagespflegegäste findet gemeinsam mit den Bewohnern der vollstationären Pflege statt, Ruheräume bieten dabei immer die Möglichkeit zum Rückzug oder zur Mittagsruhe. Zu den Ruheräumen gehört etwa ein liebevoll eingerichtetes Wohnzimmer.
Neben den pflegerischen und therapeutischen Maßnahmen verhindern vor allem die persönliche Zuwendung und die Gesellschaft der andern Menschen die Einsamkeit und Langeweile: „Wir wollen unseren Gästen Sicherheit und Geborgenheit geben und damit einen Rahmen bieten, in dem sich die Gäste vor allem wohlfühlen“, sagt Regine Camps.
Senioren, die nicht selbstständig ins Haus kommen, werden morgens vom Fahrdienst abgeholt und nach dem Nachmittagskaffee wieder nach Hause gebracht. Eine wichtige Aufgabe der Tagespflege besteht auch darin, die pflegenden Angehörigen zu unterstützen.
Die Tagespflege bietet deshalb Betreuung, Beschäftigung und Pflege nach individuellen Wünschen. „Im Vordergrund stehen aktivierende, kommunikative Anregung und pflegerische Versorgung“, versichert Regine Camps. Das reicht von der Hilfestellung beim Frühstück bis zum gemeinsamen Backen, von der gemeinsamen Zeitungsrunde bis zum Besuch der heiligen Messe, von klangtherapeutischen Arbeiten bis zum gemeinsamen Kegeln.
Wer Interesse an einem Platz in der Tagespflege hat, kann sich direkt bei Regine Camps melden unter Telefon: 02832/502250.
Das Regina Pacis, Haus für Senioren, gehört zum Katholischen Alten- und Pflegehilfenetzwerk am Niederrhein (KAN). Unter dem Dach des KAN versammeln sich mehr als 20 Pflegeeinrichtungen und Wohnanlagen für Senioren in den Kreisen Kleve und Wesel, dazu ein Pflegezentrum zur ambulanten Betreuung, ein ambulantes Hospiz und ein Fachseminar für Altenpflege zur Ausbildung angehender Altenpflegekräfte.

Abschied in den Ruhestand

Mit einer Feierstunde verabschiedeten Mitarbeiter und Bewohner des „Regina Pacis – Haus für Senioren“ Uwe Rütten in den wohlverdienten Ruhestand. Der 63-Jährige hatte das Haus 2010 übernommen und seitdem als „Mann für alle Fälle“ umsichtig geleitet.
„Ich brauchte immer das Gefühl, dass ich anderen Menschen etwas geben und ihnen helfen kann“, betonte Uwe Rütten bei seinem Abschied. Deshalb habe ihm die Arbeit im Regina Pacis so viel Freude gemacht. „Das Haus ist geprägt von einer besonderen Atmosphäre“, wissen Ottmar Ricken und Alexander Noack von der Geschäftsführung des Trägers Franziskus GmbH. „Daran hatte Uwe Rütten einen großen Anteil.“
Die Mitarbeiter bedankten sich herzlich bei ihrem hilfsbereiten Chef, der für alle Fragen und Probleme jederzeit ein offenes Ohr hatte. Dass sich das Leben dabei nicht nur um Pflege und Verwaltung drehte, war für Uwe Rütten selbstverständlich. Als „PC-Spezialist“ kümmerte er sich um störrische Drucker, als „Hausmeister“ sorgte er selbst für reibungslose Abläufe. „Ein gutes Arbeitsklima und gute Arbeitsbedingungen waren mir immer wichtig“, sagte Uwe Rütten. „Das ist bei der Arbeit, die wir machen, mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.“
Auch die Bewohner des Regina Pacis schätzten ihn. Er besuchte sie jeden Morgen in ihren Wohngruppen, trank hier und da eine Tasse Kaffee und las gelegentlich aus der Zeitung vor. Mit einer Gruppe um seine „Freundin“ Martha Lenders traf er sich jeden Freitag auf eine Runde Kniffel. „Ich werde die Menschen, die hier leben und arbeiten, sehr vermissen“, ist sich Uwe Rütten deshalb sicher.
In Zukunft hat der Neu-Pensionär mehr Zeit für die gemeinsamen Hobbys mit seiner Frau. Urlaub im Süden, Touren mit dem E-Bike und leckeres Essen stehen hoch im Kurs.
Seine Nachfolge im Regina Pacis tritt am 1. April 2019 Denise Knauff (38) an, die bisher für den Caritasverband Dinslaken-Wesel das St.-Benedikt-Haus in Dinslaken geleitet hat.

Kaffee, Knabenchor und ein Kanon

Viel Musik, Besinnliches und ein gemeinsames Kaffeetrinken erwarteten rund 110 Pfarrangehörige über 75 Jahren beim Adventsnachmittag der Pfarrcaritas St. Marien. Vorab feierten sie zusammen in der Beichtkapelle mit Pastor Gregor Kauling die Hl. Messe.

Die Vorsitzende der Pfarrcaritas Sylvia Rommen-Ahlbrecht begrüßte „die vielen vertrauten und neuen Gesichter“. Sie konstatierte, dass jetzt schon ein Jahr vergangen sei, als Kauling nicht nur neuer Pastor und Rektor der Wallfahrt, sondern auch Domkapitular und Dechant wurde.

Für den Seniorenbeirat der Stadt begrüßte sie Liesel Borman und Käthe Haas und nannte auch Dorothea Schlösser, die aktiv im Sprachkreis für Flüchtlinge mitgearbeitet hatte.
Rommen-Ahlbrecht wies zudem darauf hin, dass man nicht früh genug anfangen könne, neue Mitglieder für die Pfarrcaritas zu werben. Sie fragte zur allgemeinen Erheiterung den Bürgermeister, ob er nicht seine kürzlich geborene Tochter Elisabeth schon einmal anmelden wolle.

Behutsam mit der Zeit umgehen

Dr. Dominik Pichler antwortete in seinem Grußwort, dass man nicht behutsam genug mit der Zeit umgehen könne. Verbunden mit besten Wünschen für eine friedliche Weihnachtszeit äußerte er: „In der Zeit, in der eine Geburt bevorsteht, damit kenne ich mich aus, sollte man sich darauf besinnen, bewusst zu leben und die Zeit genießen, die einem geschenkt wird.“

Kauling sagte, wie gut es sei in Kevelaer, den Wallfahrtsstätten und bei Maria zu sein. Er zitierte Papst Franziskus, der bei einer Zusammenkunft mit Wallfahrtsleitungen in der vorigen Woche gesagt hätte: „Die Heiligtümer der Wallfahrtsstätten sind das Immunsystem der Kirche und der Menschen. Sie sind die Säulen des Lebens, bei denen wir uns öffnen, uns berühren lassen, empfangen und zurückgeben können.“

Basilikaorganist Elmar Lehnen übte danach mit den Senioren den Kanon „Mache Dich auf und werde licht“ ein. Und kurz darauf erschall im großen Saal des Priesterhauses, der festlich geschmückt war, vierstimmig der gerade erst neu „gegründete“ Chor. Zusammen mit seiner Frau Biggi und seinem Sohn Johannes (zehn Jahre) begleitete Lehnen die Lieder instrumental. Außerdem spielten die Lehnens zur Freude der Besucher einige weitere Musikstücke. Und Martha Winkels überraschte alle mit einem Gedicht „Senter Kloos“.

Zum Schluss stimmte dann noch der Knabenchor unter der Leitung vom Gründer und Basilikakantor Sebastian Piel und der Begleitung am Flügel durch Elmar Lehnen Weihnachtslieder an. Von „Macht hoch die Tür“, über „God rest you merry, gentlemen“ und „Ich steh an Deiner Krippe hier“ bis zu „In dulci jubilo“ boten die Jungen einen Bogen aus weihnachtlichen Gesängen. Der Chor erhielt aus dem testamentarisch festgelegten Betrag, den die Caritas von Maria Polders erhalten hatte, eine Unterstützung. Der Spenderin war es wichtig, den Gedanken der Caritas zu unterstützen: „Helfen, Fördern, Freude bereiten.

Alle Gäste erhielten einen Abreißkalender, der sie mit guten Wünschen durch das neue Jahr begleiten soll.

Die Jüngsten machten Musik

Traditionell fand am 2. Adventssonntag das Adventskonzert im Elisabeth-Stift statt. Diesmal wurde nicht wie üblich im große Konferenzraum, sondern die Kapelle des Wohnstiftes musiziert.

Mit Keyboard-Begleitung von Thomas Brezinka präsentierten die „Streichmäuse“, die jüngste Formation der Jungen Streicher Kevelaer, unter Leitung von Maren Brezinka einige Orchesterstücke und Weihnachtslieder. Mit einem Cello, einer Bratsche und fünf Geigen bekamen die Zuhörer erlesene Klänge von den teils erst sechs, sieben und acht Jahre alten Streichern zu hören.

Diese zeigten nicht nur ihre Streicherkünste, sondern präsentierten auch eine kleine Gesangseinlage und machten vor, welche Geräusche der Bogen am Notenständer erzeugt. Anna de Boer (8) präsentierte mit ihrer Geige und dem Concertino von Natalja Baklanova eine solistische Einlage, die Bratschistin Carla Hermsen (13) führte die Nocturne Nr. 3 von Johann Wenzel Kalliwoda auf.

Drei Weihnachtslieder luden die Zuhörer zum Mitsingen ein. Laura Haack, die Leiterin des Sozialen Dienstes des St.-Elisabeth-Stiftes dankte Maren und Thomas Brezinka und den jungen Streichern für die den Bewohnern schon lieb gewordene Tradition dieses Konzertes und belohnte die Streichmäuse mit einigen Süßigkeiten.

Am Sonntag, 16. Dezember, präsentieren alle drei Formationen der Jungen Streicher um 11 Uhr im Niederrheinischen Museum, Hauptstraße 18, ihr Weihnachtskonzert.

Fit und gesund im Alter

21 „Partner im Dienst der Gesundheit“ gestalten am Sonntag von 11 bis 16 Uhr im Konzert- und Bühnenhaus die diesjährige Gesundheitsmesse. Damit ist die Veranstaltung des Kevelaerer Seniorenbeirats auch in ihrer siebten Auflage ein starkes Angebot insbesondere – aber nicht nur! – für Senioren.

Viele Dienstleister informieren über ihre Angebote, von denen manche direkt vor Ort ausprobiert werden können. Dabei sind die Sanitätshäuser De Jong und das Sanitätshaus vor Ort, Hörgeräte Pohland und das Sehzentrum Mayer, das Gesundheits- und Fitnesszentrum Steps, Zweirad Peters sowie das Musikhaus Welbers. Auch die Malteser, die Lebenshilfe, der Paritätische (als Vertreter der Selbsthilfegruppen im Kreis), die Caritas, das DRK, die Diakonie, der VdK und der Kneipp-Verein stellen sich vor. Abgerundet wird das Ganze durch Informationsstände des Vereins „Senioren aktiv“, des Seniorenbeirats und der Wallfahrtsstadt Kevelaer. An Letzterem berät die Klimaschutzmanagerin Nina Jordan zu gesundem Raumklima und die Wirtschaftsförderung berichtet über den aktuellen Stand der Gestaltung des Soleparks St. Jakob auf der Hüls.

Unmittelbaren Nutzen verspricht außerdem das Marienhospital, das wie in den Vorjahren nicht nur umfangreich informiert, sondern auch zu mehreren Gesundheitschecks einlädt.
Komplettiert wird das Programm durch drei Vorträge, die die Bereiche Ernährung, Bewegung und Sicherheit abdecken).

Nicht zuletzt freut sich der Seniorenbeirat noch, den Besuchern der Gesundheitsmesse eine Tombola präsentieren zu können. Zu gewinnen gibt es beispielsweise eine Schnupperwoche bei Steps, spezielle Brillentücher von Optik Mayer, Schrittzähler von Niers­energie und 20 Notfalldosen – über deren Nutzen und Verwendung der Seniorenbeirat am Sonntag gerne informiert.

Der Zugang zur Messe ist barrierefrei, der Eintritt ist kostenlos.

Angebote des Marienhospitals
Gefäßchirurgie: Infostand zum Thema Durchblutungsstörungen der Beine, Bauchaortenaneurysmen und Krampfaderleiden (Demonstration mit einem Ultraschallgerät)

Innere Medizin: Duplexsonographien der gehirnversorgenden Arterien (Halsgefäße), Blutzuckermessung sowie Informationen zum Thema Diabetes und Ernährung durch Diabetesberaterinnen

Unfallchirurgie: räsentation der Angebote der Unfallchirurgie und Orthopädie, Informationen zur minimalinvasiven gelenkerhaltenden Chirurgie

Allgemeinchirurgie: Kommentierte Videoversionen zu modernen minimalinvasiven Operationstechniken in der Allgemeinchirurgie

Fachvorträge
12.00 Uhr: Ernährung im Alter (Marienhospital Kevelaer, Sandra Gerats / Elke Determann)
13.30 Uhr: Aktiv aus dem Stimmungstief – Sport für die Seele (Kreissportbund Kleve, Michelle Bruckmann)
15.00 Uhr: Enkeltrick und falsche Polizisten (Kreispolizei Kleve, Peter Baumgarten / Stefanie Bodden-Bergau)

Seniorenbeirat
Der Seniorenbeirat ist ein städtisches Gremium, das die Interessen der älteren Bürger gegenüber dem Rat, der Verwaltung und den Verbänden vertritt und von Fall zu Fall Empfehlungen erarbeitet. Er wirkt bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen und Programmen für ältere Bürger mit und ist Sprachrohr für die älteren Bürger gegenüber der Öffentlichkeit.
Jeden zweiten Montag im Monat stehen Mitglieder des Seniorenbeirats von 10 bis 11.30 Uhr in der Öffentlichen Begegnungsstätte, Bury-St.-Edmunds-Straße, für Fragen und Anregungen zur Verfügung.