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Freude über jeden Korb

Zwölf mobile Körbe waren aufgestellt und die Felder des Schulzentrums-Schulhofs an der Jahnstraße in Spielfelder aufgeteilt. Ungeduldig warteten die Mannschaften aus Kevelaer, dem Kreis Kleve und darüber hinaus auf den Startschuss zum ersten NRW-Streetball-Tour-Vergleich in Kevelaer.
„Wir sind relativ gut, haben geübt“, zeigten sich nicht nur Alina, Lilli, Fabienne und Nele überzeugt, weit zu kommen. Mit einem Gastauftritt der Zumba-Gruppe der Gesamtschule und dem Auftaktwurf von Schulleiter Michael Cuypers ging es dann los. „Das ist ein super Erfolg, in einer Reihe mit Städten wie Solingen, Dortmund oder Oberhausen zu stehen“, freute sich Cuypers über das Ereignis und zeigte als Werfer eine durchaus eigenwillige Technik. „Ich war früher  Handballer.“
In Dreierteams spielten die Kinder und Jugendlichen danach in neun verschiedenen Kategorien jeweils zehn Minuten auf einen Korb. Wer zuerst 16 Punkte bekam oder am Zeitende die meisten Punkte auf sich vereinte, gewann die jeweilige Partie. Die meisten traten zu viert (ein Auswechselspieler) an. Court-Watcher zählten die Punkte, ohne Schiedsrichter durften die Teams selbst strittige Situationen miteinander auflösen.
Allein 33 Teams kamen von der Gesamtschule Kevelaer-Weeze. Dementsprechend hatte Kaan Arslan gut zu tun, seine  Teams zu betreuen und ihnen wertvolle Tipps zu geben. Der Sportlehrer hatte mit dafür gesorgt, dass das Event in die Marienstadt kommt. „Man muss schnell umschalten von Verteidigung auf Angriff“, beschrieb er den klaren Unterschied zum „normalen“ Basketball. „Je enger das Felder, desto schneller muss ich laufen, wenn ich den Verteidiger stehen lassen will.“
Streetbasketball sei ein sehr motivierender Sport, „weil da jeder mitspielen kann“. Man habe den Kids von der Fachschaft Sport aus Unterstützung gegeben. „Wir haben ab Mai in der Halle Streetball mit den Klassen gespielt.“ Jeder Sportlehrer hätte dies in seinen Unterricht eingebaut.“ Kollegin Martina Klass ergänzte: „Wichtig ist, dasss jeder mit Spaß dabei ist.
In den Pausen nutzten die Spieler die Chance, bei knapp 30 Grad den Schatten der Bäume zu suchen oder sich bei den großen Wassereinerm hinter den Körben abzukühlen, so wie die zwölfjährigen Sarah, Rebecca, Shanka und Perla von der Gesamtschule mit dem passenden Namen „Cool Girls“: „Wir wollten einfach mal ausprobieren, wie es geht und Erfahrungen sammeln.“  Der 17-jährige Dennis von „Wet like water“ umschrieb das Geheimnis des Sieges zum Auftakt: „Zusammenspiel und Defense“.
Beim Jahrgang 2000 und jünger dominierten die Jizzards, eine Vierertruppe des renommierten Baskelballklubs BG Lintfort. „Ich glaube, darüber bekommt man Kampfgeist und lernt Fairness, weil du musst alles auf dem Platz selbst regeln“, sagt der BG-Jugendwart und 2. Vorsitzende Michael Roschinski. Als Sieger ihrer Altersklasse dürfen die Jizzards am 1. Juli nach Recklinghausen fahren,  genauso wie alle anderen Gewinner. Darunter befand sich auch der frühere Streetball-Nationalspieler Michael Schmak aus Kamp-Lintfort, der mit seinem Team bei den „Herren High“ gewann. „Es ist simpel. Du triffst dich mit Freunden und man spielt draußen“, hat der 30-Jährige mittlerweile in 20 Jahren an die 400 Stretball-Turniere absolviert. „Es ist toll, dass da was nachkommt“, meinte er bei einem kurzen Rundblick.
Echte Integration über den Sport praktizierten die Hobby-Herrensieger vom Team BB Sunday 39 aus Kevelaer mit Pablo Romano aus der Doinikanischen Republik sowie den Polen Mariusz Andrejzek, Adalbert König und Robert Kolodziej. „Das ist nicht so einseitig wie Fußball. Hier zählt jeder Angriff“, versichert Andrejzek.
Auch die kleinen Standorte sind wichtig für den Basketball
Georg Kleine als Vertreter des Westdeutschen Basketballverbandes, der die Serie seit 24 Jahren ausrichtet, war mit der Resonanz zufrieden. „Wir waren noch nie hier. Auch die kleineren Standorte sind wichtig, wo Basketball nicht Nr. 1 als Sportart ist.“
Wichtig sei, vor allem die Schüler an den Sport heranzuführen, die nicht so den Draht zuvor dazu haben. So sah‘s auch Gesamtschul-Sportlehrer Sabaa Onur, der voller Engagement am Spielfeld­rand seine Jungs anfeuerte: „Wir sind froh, dasss alle dem Spiel Streetball nahegekommen sind. Das könnte für viele der Eisbrecher sein.“
Die Sieger im Einzelnen:
Offene Klasse – Jahrgang 2006 und jünger: K-Town 3 – Streetball-Gang aus Kevelaer.
Jungen: Jahrgang 2004 und jünger – Couch Potatoes aus Uedem . Jahrgang 2002 und jünger – K-Town 2 – DPA aus Kevelaer
Jahrgang 2000 und jünger: Jizzards aus Kamp-Lintfort
Mädchen: Jahrgang 2003 und jünger – Die Schraubenschlüssel aus Emmerich, Jahrgang 2000 und jünger: Jojuriel aus Mönchengladbach
Damen
„We put the fun in funeral“ aus Dortmund
Herren
Low (Hobby- und Freizeitspieler): BB Sunday 39 aus Kevelaer
High (Vereinsspieler): BOW aus Wesel
 
Jahrgang 2006 und jünger (offene Klasse)

  1. K-Town 3 – Streetball-Gang
  2. K – Town 14 – Die Juniors
  3. K – Town 18 – Slendermen

Jungen Jahrgang 2004 und jünger

  1. Couch Potatoes
  2. Bieger Lions
  3. K – Town 20 – Die Meister
  4. K-Town 19 – Die Freestyler

Mädchen Jahrgang 2003 und jünger

  1. Die Schraubenschlüsselschlüssel
  2. K – Town 21 – Fighter
  3. The impossible Girls
  4. Power Girls

Jungen Jahrgang 2002 und jünger

  1. K-Town 2 : DPA
  2. K-Town 10 – Redbanana
  3. Team Smiles
  4. K – Town 24

Mädchen Jahrgang 2000 und jünger

  1. Jojuriel
  2. CERL´s

Jungen Jahrgang 2000 und jünger

  1. Jizzards
  2. wet like water
  3. K – Town 17 – Dunking Donuts
  4. Kurokono Baskets

Mixed (ab 16)
Damen

  1. we put the fun in funeral

Herren Low (Hobby- und Freizeitspieler)

  1. BB Sunday 39
  2. Straight Outta Kleve
  3. Green Bullets
  4. Ajax Dauerstamm

Herren High (Vereinsspieler)

  1. BOW
  2. Nigos