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Jürgen Buschhaus neuer Schützenkönig der MÄNN

Petrus war auf Seiten der Antonius–Gilde aus Kevelaer. Das Große Preis- und Vogelschießen fand bei hervorragenden äußeren Bedingungen statt. Gegen 13 Uhr marschierte der Festumzug unter Begleitung des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr und des Musikvereins Kevelaer zum Domizil des noch amtierenden Königs Michael van Bühren um die Majestäten abzuholen.

Das Preisschießen um die begehrten Auszeichnungen konnte im Anschluss an der Josef – Schotten Schützenhalle beginnen. Eine Neuerung Jahr stellte das Schießen mithilfe eines Zielfernrohres dar. Am Besten kam damit Christof Humm zurecht. War er schon beim Klotzkönigschießen erfolgreich, krönte er diesen Erfolg mit dem Abschuss (73. Schuss) des ersten Preises. 

Niklas Ursino (147), ein recht junger Schütze, errang den zweiten Preis. Erwin Papon (173) holte sich letztendlich den dritten Preis. Bei der Jugend wurde ausschließlich der Schülerprinz ermittelt. Hier war Fynn Toonen wie schon im vergangenen Jahr erfolgreich und ist wieder für ein weiteres Jahr Schülerprinz der MÄNN.

Zwischenzeitlich ermittelten die Musiker bei einem Schießwettbewerb wer dieses Jahr den Pokal für ein Jahr in seinem Vereinslokal präsentieren kann. Der Musikverein stellte 2018 die Siegermannschaft. J

etzt kam es langsam zu Höhepunkt des Tages, dem Königsschießen. Zwei Königsanwärter meldeten sich beim Schießmeister. Patrick Haesters und Jürgen Buschhaus. 173 Schüsse wurden bis dato auf den Vogel abgegeben. Der 218. war dann genug für den Vogel. Den finalen Schuss gab Jürgen Buschhaus ab und ist somit der neue Schützenkönig der MÄNN. Zu seinem Adjutanten ernannte seinen Freund und Schwager Rainer Koppers.

 

Nachfolger gesucht beim Wettstreit um die Königswürde

Traditionell findet am Samstag vor der Kirmesfeier in Kevelaer das Preis- und Königsschießen der Bürger-Schützen-Gesellschaft Kevelaer 1881 e.V. statt. Die Mitglieder der Bürger-Schützen-Gesellschaft treten am Samstag, 5. Mai, um 11.30 Uhr vor dem Vereinslokal „Goldener Apfel“ auf dem Kapellenplatz an. Unter Begleitung vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr und der Blasmusik des Musikvereins holen die Schützenbrüder ihren amtierenden König Benedikt Mayer und seinen Adjutanten Jürgen Aben an der Königsresidenz ab. Nach einerBierlänge geht es dann über die Amsterdamer Straße zum Kapellenplatz. Nach einem Gruß der Gottesmutter führt der Weg über die Busmannstraße direkt zum Schießstand an der Josef Schotten-Halle. Erstmals wird der Schützenzug mit Ehrenpräsident und Ehrenadjutant zwei weitere Würdenträger haben.

Präsident Stefan Boßmann begrüßt

Für Präsident Stefan Boßmann wird dieser Tag zur Premiere: die Schützenbrüder zu begrüßen und „technische“ Fakten für den Ablauf des Tages zu vermitteln sowie der Gesellschaft als Präsident vorzustehen wird Pflicht und Ehre gleichermaßen für ihn sein. Der neue Vorstand der Gesellschaft wird ihren Präsidenten nach besten Kräften unterstützen. “Wir freuen uns neben vielen Schützenbrüdern auch unsere Frauen und Partnerinnen und die Vertreter der anderen Schützenvereine an der ‘Stange’ begrüßen zu dürfen”, sind sich Präsident Stefan Boßmann und Adjutant Thomas Nolden mit ihren Vorstandskollegen einig. Gemeinsam freut man sich auf dieses alljährliche Ereignis im Vorfeld der Kirmesfeierlichkeiten.

Kühle und herzhafte Stärkungen

Das Team „Zum Einhorn“ um Ulla Grootens erwartet die Schützengesellschaft auch in diesem Jahr mit kühlen Getränken; zur Stärkung wird es Nürnberger Würstchen vom Grill mit Kartoffelsalat geben. Nach kurzer Pause kann der Wettstreit um die Preise beginnen. Mit jedem errungenen Preis steigt die Spannung am Schießstand, fließt das „kühle Nass“ besser und zügiger und lässt die Vorfreude auf den eigentlichen Wettstreit steigen: dem Wettschießen der Königsanwärter. Bereits heute wissen die Schützenbrüder, dass zwei Aspiranten um die Königswürde kämpfen werden. Doch in geselliger Runde ist nicht auszuschließen, dass sich weitere Bewerber spontan entschließen, sich der Herausforderung zu stellen.

Klotzkönig-Schießen“ ist gesellige Vorfreude

Bereits am Vorabend des Vogelschießens treffen sich die „Bürger“ um durch den Wettstreit beim „Klotzkönig-Schießen“ ihren Klotzkönig zu ermitteln. Das „Warmschießen und -trinken“ gilt als gesellige Einstimmung und heizt die Vorfreude auf das eigentliche Ereignis am Folgetag an.

Kinderfest im Achterhoek

Isabella Stenmans und Birgit Ingenbleek hatten sich wieder viele Gedanken gemacht. Das Kinderfest im Achterhoek war liebevoll vorbereitet worden und jedes Kind konnte bei der großen Vielfalt etwas finden, das interessant für es war.

Erbsenschlagen, Vier gewinnt, Schatzsuche im Bällebad, Dosenwerfen, „Kuhmelken“, heißer Draht, Zielwerfen oder Dart wurden angeboten. Dazu gab es die Möglichkeit, sich fantasievoll schminken zu lassen, zu basteln oder mit dem Bobbycar über eine eingezeichnete Strecke zu fahren.

Kein Kind ging leer aus

Damit es noch spannender wurde, erhielt jedes Kind eine „Laufkarte“. Wer am Ende alle Spiele abgezeichnet hatte, konnte sie mit seinem Namen versehen in eine Lostrommel werfen. Hier ging es dann darum, die Reihenfolge auszulosen, in der sich die Kinder von den gespendeten Gewinnen etwas aussuchen durften. Schmuse­tiere, Spiele, Autos und anderes Spielzeug fanden schnell ihre neuen Besitzer. Gewinner waren alle, denn kein Kind ging leer aus.
Dann war das Schießen um den Kinderkönig der St.-Maria-Schützen-Bruderschaft an der Reihe. Es gab einen spannenden Kampf um den Titel.

Zunächst wurden die Preise ausgeschossen (mit Gummigeschossen). Den Kopf holte sich Joshua Stenmans, den rechten Flügel Felix Albers, den linken Flügel Max Wormland und den Schwanz Jaron Stenmans. Neuer Kinderkönig wurde Jaron Stenmans, zu seiner Kinderkönigin machte er Nadine Ingenbleek. Zu seinen Ministern erklärte er Max Wormland und Marius Albers. Die ernannten zu ihren Damen Eva Wormland und Leni Aengenheister.

Schade, dass wegen der taggleich stattfindenden Erstkommunion nur sehr wenige Kinder den Nachmittag miterlebten. Gelohnt hätte es sich auf jeden Fall.

Erstmals ohne König

Schützenfest mit Königsschießen im Achterhoek. Willi Gietmann, Ehrenvorsitzender der St.-Maria-Schützen-Bruderschaft Achterhoek 1715, hatte gerade unter großem Jubel den linken Flügel beim Königsschießen 2018 heruntergeholt (Kopf, Willi Düngelhoef; rechter Flügel, Jan Otten).

Es waren zu dem Zeitpunkt fast fünf Stunden Schießen – immer genau gegen die Sonne – mit Pausen durch wolkenbruchartige Schauer vergangen, da braute sich eine erneute Gewitterfront zusammen. Mit der wechselnden Wetterlage hatte sie aber nichts zu tun.
Zwar war neben dem Rumpf auch noch der vierte Preis, der Schwanz zu gewinnen, aber jedem war klar: So wie der Rest im Auffangkasten des Schießstandes hing, könnte der nächste Schuss bereits den ganzen Vogel zum Fallen bringen und der Schütze wäre Schützenkönig 2018 im Achterho­ek gewesen.

Unauffällig machten sich die ersten Schützen auf den Heimweg und die Gesellschaft schmolz sichtbar zusammen. Keiner war bereit in die Gefahr zu laufen, den finalen Schuss abzugeben. Keiner wollte Schützenkönig werden.

Willi Gietmann schüttelte unentwegt den Kopf: „Das wäre schon eine sehr traurige Sache, wenn keiner bereit wäre, das Amt zu übernehmen. Am Geld liegt es bei uns nicht. Damit alle König werden können, halten wir die Kosten möglichst niedrig und der Verein hilft im Notfall auch noch.“ Auch als Hauptmann Willi Schattmann jr. die Bruderschaft antreten ließ und den Mitgliedern vorhielt, sie könnten doch nicht wirklich nach einer Zeit von 303 Jahren, in der die Bruderschaft besteht, es erstmalig zulassen, dass es keinen König geben würde, und auch der 1. Vorsitzende Michael Stenmans seinen Vereinskollegen noch einmal ins Gewissen sprach, fand sich niemand, der zum nächsten Schuss bereit war.

Nach einer erneuten Beratung des Vorstandes und dem Beschluss, dass niemand von ihnen den Königsschuss abgeben würde, wurde sogar die Möglichkeit gegeben, König werden zu können, ohne dass eine Königin erwählt werden müsse. Auch dieses „Angebot“ zog nicht.

Das Königspaar 2017, Jürgen und Birgit Ingenbleek, Ministerpaar Christoph und Isa Stenmans und Ministerpaar Klaus und Anne Düngelhoef, die vor dem Schießen mit einer Parade und mit Fahnenschwenken (der Musikverein Winnekendonk spielte auf) im Beisein von Ortsvorsteher Hansgerd Kronenberg und dem Präsidenten der Geselligen Vereine Winnekendonk Rüdiger Göbel geehrt und verabschiedet wurden, hängen nicht noch ein Jahr als Thron an. Sie werden aber voraussichtlich repräsentative Aufgaben bis zum nächsten Königsschießen wahrnehmen.

Der Krönungsball findet als Schützenball zum vorgesehenen Termin statt. Wie es jetzt in der Sankt-Maria-Schützenbruderschaft Achterhoek 1715 weitergeht, wird der Vorstand beraten.

Sebastianus-Bruderschaft lädt zum Schützenfest

Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft 1635 Kevelaer e.V. veranstaltet am Samstag, 28. April, ihr traditionelles Vogelschießen. Abzug der Bruderschaft ab Gaststätte „Goldener Schwan“ ist um 12 Uhr, gefolgt vom Umzug mit Musik durch die Stadt zum scheidenden König Frank Kirsch und seiner Adjutantin Verena Jahnke. Für 14 Uhr ist die Ankunft in der Josef-Schotten-Schützenhalle geplant.

Um 14.30 Uhr beginnt dann das Vogelschießen. Während der Veranstaltung werden Kaffee, Kuchen und Würstchen verkauft. Das Team der Gaststätte Scholten bietet gekühlte Getränke an. Musikalisch wird das Fest vom Musikverein und der Freiwilligen Feuerwehr begleitet.
Gegen 17 Uhr soll der neue König proklamiert werden. Um 19.30 Uhr wird die Bruderschaft im Vereinslokal „Goldener Schwan“ eintreffen und dort darf sich der neue König feiern lassen.

Seniorennachmittag im Kirmeszelt

„Kevelaer und Umgebung mit traditionellem Brauchtum für verschiedene Generationen zu bereichern“ – so umschreibt eine Gruppe Kevelaerer ihr Ziel. „Team Kevelaer Live“ nennen sie sich und wollen mittelfristig zu diesem Zweck einen Verein gründen. Eine erste Aktion entsteht jetzt gemeinsam mit der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Kevelaer, dem festgebenden Verein der diesjährigen Kevelaerer Kirmes: ein Seniorennachmittag am Kirmesfreitag.
Freitag, 11. Mai, von 15 bis 18 Uhr im Festzelt
Von 15 bis 18 Uhr soll es am 11. Mai im Festzelt ein „gemütliches Kaffeetrinken sowie ein buntes Rahmenprogramm“ geben. Einige Akteure des bunten Programms verraten die Organisatoren bereits jetzt: Mit dabei ist – fast schon selbstverständlich – der Kevelaerer Sänger und Entertainer Karl Timmermann mit einem passend zugeschnittenen Programm. Das Duo „Phantasia“ will mit Hits aus den 1960er-Jahren die Gäste begeistern. Robert Achten unterhält die Senioren mit einem Vortrag auf Plattdeutsch. Darüber hinaus ist „die ein oder andere weitere Darbietung“ geplant.
Erlös für die Bürgerstiftung „Seid einig“
Alle Künstler treten ehrenamtlich auf. Kaffee, Kuchen, Brötchen und Aufschnitt werden von Kevelaerer Sponsoren bereitgestellt, darunter Edeka Brüggemeier, Rewe Narzynski, Bäckerei Steegmanns, AB Fleisch, Bäckerei Vloet, Niersbäcker Toen Janssen, Bäckerei Janssen-Heursen. Der dadurch mögliche Erlös der Veranstaltung soll der Kevelaerer Bürgerstiftung „Seid einig“ gespendet werden. „Wir haben uns diese Organisation ausgesucht, da sie die gleichen Ziele verfolgt und unterstützt, welche auch in unserer eingereichten Satzung verankert sind“, erläutert Andrea Klingel. Die Stiftung unterstützt bedürftige Kevelaerer Jugendliche. „Dies passt damit genau zu unserer Idee: eine Veranstaltung für die Senioren Kevelaers und der Erlös für die Kinder- und Jugendhilfe.“

 

Einmal Bürgerschütze, immer Bürgerschütze

Der Grund für den Eintritt bei den Bürger-Schützen war für Hermann Voß damals ganz klar: „Mein Vater“, sagt er mit fester Stimme. „Das war damals so: Da wo die Väter waren, ging man damals auch hin. Und einmal Bürgerschütze, immer Bürgerschütze“, fügt er lächelnd hinzu.

Bereut habe er diesen Schritt nie. Im Gegenteil: 30 Jahre lang bekleidete Hermann Voß das Amt des Präsidenten der Bürger-Schützen-Gesellschaft Kevelaer. Nun wurde er in einer feierlichen Zeremonie verabschiedet. „Es hat mir immer Spaß gemacht und ich habe dieses Amt mit Stolz als Repräsentant der Bürger-Schützen für die Wallfahrtsstadt Kevelaer ausgeübt“, versichert der ehemalige Präsident.

Den Bürger-Schützen bleibe er aber selbstverständlich erhalten, werde sich auch beim anstehenden Vogelschießen, am 5. Mai, aktiv beteiligen. Seine Frau Ivonne hingegen freut sich auf eine ruhigere Gangart: „Ich weiß aber auch, dass mein Mann jetzt nicht einfach einen Cut machen kann“, betont sie mit einem schmunzelnden Seitenblick. „Meine Frau hat mir in den 30 Jahren immer den Rücken gestärkt und auch frei gehalten“, bestätigt Hermann Voß, der 2001 selber mit großer Freude die Festkette für die Bürger-Schützen trug. „Ein Geschenk, für das ich sehr dankbar bin“, sagt der 65-jährige (Un-)Ruheständler, der sich nur zu gerne an diese Zeit erinnert, „und damals waren die Kinder noch sehr klein“, fügt er mit einem dankbaren Blick an seine Frau hinzu.

Der jüngste Präsident

Für Hermann Voß waren die 30-jährige Amtszeit als Präsident sehr wertvolle Jahre. 1988 schlägt der schwer erkrankte Präsident Werner Zumkley seinen langjährigen Adjutanten Hermann Voß zur Wahl des neuen Präsidenten vor. Einstimmig wird das Mitglied, das seine Redekunst schon im Vorfeld, während eines Königsgalaballs, unter Beweis gestellt hatte, zum Präsidenten gewählt. Damit ist Hermann Voß mit 36 Jahren der jüngste Präsident der Bürger-Schützen Gesellschaft Kevelaer 1881 e.V.

Mit ins Boot holt er seinen Schützenbruder Gerd Aengenheyster, ernennt ihn zu seinem Adjutanten und stellvertretenden Präsidenten. Auch er bekleidet dieses Amt 30 Jahre lang, bleibt seinem Schützenfreund treu zur Seite, erlebt mit ihm den Wandel der Zeit. Denn der ist in 30 Jahren unaufhaltbar. „Es ist ja ein eher schleichender Prozess und Vereine haben generell einen schwierigen Stand“, weiß Voß. Es sei mitunter schwierig, neue Mitglieder zu bekommen, denn die Konkurrenz sei groß. „Die Jugendlichen haben heute ganz andere Möglichkeiten“, erklärt der ehemalige Präsident, „wir waren früher froh über jedes Schützenfest oder freuten uns, wenn endlich die Kirmes anstand“, gibt Voß zu bedenken.

Voß und Aengenheyster aber gelingt es, dass sich die konfessionslosen Bürger-Schützen öffnen, dass die Mitgliederzahlen konstant bleiben. Das mag auch daran liegen, dass sich ein von Männern geprägter Schützenverein den Frauen und Familien gegenüber öffnet, diese mit einbindet.

Altes Denken wird mit der Zeit abgelegt. Auch das ist dem ausgeschiedenen Präsidententeam zu verdanken. „Gerd Aengenheyster war mir in meiner Amtszeit bei Höhen und Tiefen eine große Stütze“, erklärt der zweifache Familienvater. Zehn Mal wird Hermann Voß zum Präsidenten wiedergewählt, führt die Bürger-Schützen dreimal als festgebenden Verein durch das Festjahr.

1991 mit einer großen Herausforderung: Da sich das Konzert- und Bühnenhaus in einer Umbauphase befindet, wird der Heimatabend in die Dreifachturnhalle verlegt. „Wir bescherten 700 Gästen einen unvergesslichen Heimatabend in einer festlich geschmückten Dreifachturnhalle“, erinnert sich Voß an das erste Festjahr seiner Amtszeit. Zwei Jahre später schließen sich die Bürger-Schützen dem Stadtbund Kevelaer an.

Der Nachfolger

Nun führte er mit der Wahl seines Nachfolgers seine letzte Amtshandlung aus. „Ich wünsche meinem Nachfolger Stefan Boßmann, dass er sein Amt mit Bedacht angeht, Traditionen bewahrt, Offenheit und viele neue Mitglieder“, sagt Hermann Voß. „Ich selber wünsche mir vor allen Dingen Gesundheit, damit ich das Schützenleben noch lange erleben kann“, fügt der Pfleger der Geselligkeit mit aufrichtigen Worten hinzu. Als erste Amtshandlung ernannte der neue Präsident Hermann Voß zum Ehrenpräsidenten.

Diözesankönig Michael van Bühren jetzt im Goldenen Buch der Stadt Kevelaer

Diözesankönig Michael van Bühren (rechts) wurde in Begleitung seines Adjutanten Nils Papon von Bürgermeister Dr. Dominik Pichler (links) in den historischen Ratssaal der Stadt Kevelaer eingeladen. Ein Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Kevelaer sollte erfolgen. Des Weiteren wurde eine Plakette für die Diözesankönigskette vom Bürgermeister gestiftet, welche von Michael van Bühren entworfen und vom Goldschmiedemeister Georg Seegers gefertigt wurde.
 
Einem beeindruckenden Festakt mit einer Bilderpräsentation folgte ein gemeinsames Abendessen im Vereinslokal „Weißes Kreuz“
 

MÄNN feierte Patronatsfest

Kevelaer. Zahlreiche Bruders der St.-Antonius-Gilde Kevelaer strömten aus allen Himmelsrichtungen zum Vereinslokal am Kapellenplatz. Nach dem Bittgang zum Sent Tönnes Hüske und der anschließenden Messe begann das Patronatsfest. Ein kräftiges Frühstück und die erste Pflichtversammlung des neuen Jahres konnte stattfinden.
Wolfgang Reykers eröffnete wie jedes Mal den Ehrungsreigen mit den sportlichen Auszeichnungen. Benedikt Berretz, ein recht junger Schütze, rang mit 46 Ringen alle anderen Kontrahenten nieder und nahm am Ende des Tages den MÄNN-Pokal mit nach Hause. Der Bestschützen-Pokal ging an Christof Humm. Zahlreiche Jahresnadeln wurden noch an die anderen Schützen verliehen.
Nun war es an Präsident Wolfgang Toonen, die Ehrungen für verdiente Mitglieder zu übernehmen. Den Anfang machte Bernd Aymanns, Mitglied seit 1975 und seit 1977 im Vorstand – erst im Beirat, dann im geschäftsführenden Vorstand. Lang ist die Liste seiner Stationen: stellvertretender Kassierer, stellvertretender Schießmeister, Zweiter Offizier, im Jahre 2000 war er König der Gilde und Bezirkskönig. Seit 1998 ist er Hauptmann der Gilde. Unter anderem war er über 20 Jahre Stadtbundschießmeister. Im Jahre 2015 war er noch im Festausschuss der Gilde und mitverantwortlich für die Ausrichtung der Kirmesfeier. Als Dank und Anerkennung erhielt er den Antonius-Orden der Sonderstufe mit der goldenen Jahreszahl 40.
Rudi van Bühren war der nächste zu Ehrende. Auch er wurde auf dem Christkönigsfest 1975 aufgenommen und ist somit über 42 Jahre aktiv in der MÄNN. Er hatte 1977 den Posten als Jungschützenmeister übernommen und war direkt im geschäftsführenden Vorstand, im Anschluss drei Jahre Schriftführer, stellvertretender Präsident, schließlich 21 Jahre Präsident der Gilde. Offiziersposten wie zweiter Offizier oder Fahnenoffizier wurden nebenher erledigt. 1984 König, Stadtkönig und Bezirkskönig und 2006 zum zweiten Mal König der Gilde. Höhepunkt seines Schützenlebens: 2015 Träger der Festkette der Stadt Kevelaer für die Antonius-Gilde. Seit 2016 Ehrenpräsident der MÄNN. Auch ihm wurde als Dank und Anerkennung der Antonius-Orden der Sonderstufe mit der goldenen Jahreszahl 40 verliehen.
Als Gast war Diözesanbundesmeister Bernard Heitkamp zu Besuch. So mancher fragte sich wohl: zu welchem Zweck? Das wurde alsbald beantwortet. Dirk Schuler ist 27 Jahre Mitglied der MÄNN. König war er im Jahre 2008, Adjutant des Majors von 1998 bis 2001 und seit 2001 Fähnrich der Gilde. Fährt die Gilde irgendwo hin, ist er der Erste, der sagt: Die Fahnenabordnung ist dabei. Schon 16 Jahre Fähnrich und immer noch nicht amtsmüde. Als Dank überreichte ihm Diözesanbundesmeister Heitkamp den Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.
Zwanzig Jahre Mitglied der Gilde, auf diese stolze Zahl kann Hans Faahsen zurückblicken. Noch jemand, der selten nein sagt. Von 1998 bis 2004 war er im Vergnügungsausschuss, zwei Jahre war er Adjutant vom Major und 15 Jahre zweiter Offizier. Von 1998 bis 2016 war er Fahnenschwenkerobmann. Als Wertungsrichter ist er über die Stadtgrenzen bekannt. Im Bezirksverband Kevelaer ist er als Kassierer der Schießabteilung unterwegs. Seit 2016 Fahnenoffizier der Gilde. Auch er erhielt von Diözesanbundesmeister Heitkamp den Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.
Eigentlich ist der Vorstand über jede Auszeichnung informiert. Aber den stellvertretenden Präsidenten Rainer Koppers konnte man doch überraschen. Er kam kurz vor dem Vogelschießen 1977 zur MÄNN. Fähnrich von 1983 bis 1989, Schießmeister und Offizier zur besonderen Verwendung, stellvertretender Präsident seit 1995. Vorsitzender der Festausschüsse 2003 und 2015 für die Ausrichtung der gemeinsamen Kirmesfeier. König der Gilde 1983 und 2009. Die Titel Bezirkskönig und Stadtbundkönig konnte er ebenfalls erringen. 35 Jahre im Vorstand, 28 Jahre davon im geschäftsführenden Vorstand. Schon im zehnten Jahr Stadtbundmeister der Kevelaerer Schützenbruderschaften und Gilden. Das Stadtbundschützenfest, besser gesagt die Umstrukturierung des Stadtbundkönigsfestes, war seine Idee.
Für seine Dienste erhielt Rainer Koppers nicht nur den Jubelorden für 40-jährige Vereinszugehörigkeit. Als Dank und Anerkennung für den langjährigen Einsatz für das historische Schützenwesen nahm er von Diözesanbundesmeister Heitkamp das Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften entgegen. Dann wurde gefeiert.

Patronatsfest der Peterei mit zahlreichen Auszeichnungen

Kevelaer. Ihr jährliches Patronatsfest feierte die St. Petrus Schützengilde am Samstag, 27. Januar. Im Festjahr beginnt das Patronatsfest bei der Peterei traditionell mit einem Spaziergang über den Friedhof. Rund 35 Schützen und ihre Partnerinnen besuchten das Grab des letzten verstorbenen Festkettenträgers der Peterei, Hein Simmes. Auch am Grab des Festkettenträgers Willi van Bühren, Vater vom amtierenden Festkettenträger Heinrich van Bühren, hielt die Peterei zu einem Gebet inne.
Ein anschließender Gottesdienst in der St. Antonius Pfarrkirche, sowie der Besuch des Petrus Häuschen auf der Gelderner Straße, komplettierten den ersten Teil des Festes. Aber auch die Geselligkeit steht im Vordergrund. So versammelte sich die Peterei im Anschluss in ihrem Vereinslokal ByVolker zum gemeinsamen Frühstück.
Über die Anwesenheit von Bezirksbundesmeister Hans-Gerd Frerix freute man sich bei der Peterei besonders, denn dieser hatte die Aufgabe, Petrus Schützen für besondere Verdienste auszuzeichnen: So erhielten Theo Ripkens, Theo Janssen, Michael Kohl, Hans Kohl und Manfred Geratz das Silberne Verdienstkreuz sowie Markus Boetselaars, Jakob Simmes und Stefan Hoenmanns den hohen Bruderschaftsorden. Präsident der Peterei und Festkettenträger Heinrich van Bühren wurde mit einem besonderen Orden ausgezeichnet: Das St. Sebastianus Ehrenkreuz das nur wenige Schützen tragen.
Im weiteren Verlauf des Patronatsfestes führten Präses der Gilde Jan Klucken sowie Generalsekretär der Wallfahrt Dr. Rainer Killich durch das Priesterhaus. Die Peterei-Mitglieder zeigten sich beeindruckt von dem Gebäudekomplex am Kapellenplatz. Die Endstation der Führung war einer der im Priesterhaus vorhandenen Weinkeller. Dort feierte der festgebende Verein noch viele Stunden unter musikalischer Begleitung von Hubert Lemken.