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St. Petrus-Bruderschaft 1643 Wetten e.V. feierte Patronatsfest

Zu ihrem Patronatsfest St. Peter hatte die St. Petrus-Bruderschaft 1643 Wetten e.V. alle Schützenschwestern und Schützenbrüder nebst Ehepartnern, Partnern und Kinder eingeladen. Mehr als 45 Personen versammelten sich zunächst zum Gottesdienst in der St. Petrus-Kirche, um sich danach bei einem Frühstück im Pfarrheim zu stärken.

Der 1. Brudermeister Willi Selders begüßte alle auf das Herzlichste, besonders aber den extra angereisten Bezirksbundesmeister Hans-Gerd Frerix. Präses Diakon Berthold Steeger ehrte anschließend gemeinsam mit dem ersten Schießmeister Walter Kösters, dem Kassierer Josef Claßen und dem 1. Brudermeister Willi Selders Guido Neugebauerund Uwe Baumgartlfür 25 Jahre Mitgliedschaft.

Nach einer Laudatio, die Willi Selders langjährige Leistungen für die St. Petrus-Bruderschaft, insbesondere während seiner mehr als 20-jährigen Präsidentschaft, ausführlich behandelte, überreichte der Bezirksbundesmeister Hans-Gerd Frerix Willi Seldersden „Hohen Bruderschaftsorden“, eine Ehrung, die nur wenigen Schützen zuteil wird.

Patronatsfest der St. Petrus-Schützengilde

Die St. Petrus-Schützengilde versammelte sich zum traditionellen Patronatsfest. Nach einem Gottesdienst und einem gemeinsamen Frühstück wurden drei Mitglieder der Petrusgilde für ihre Verdienste ausgezeichnet: Lukas Boetselaars, Peter van Gisteren und Michael Jansen erhielten von Bezirksbundesmeister Hans-Gerd Frerix das Silberne Verdienstkreuz. Im Anschluss verbrachte die „Peterei“ einen geselligen Tag in Arcen (NL) inklusive einer Besichtigung der Hertog Jan Brauerei.
Auf dem Foto v.l.n.r.: Präsident Heinrich van Bühren, Michael Jansen, Lukas Boetselaars, Peter van Gisteren, stellv. Präsident Manfred Delbeck, Bezirksbundesmeister Hans-Gerd Frerix und Präses Jan Klucken.

Heinrich Valks ist seit 65 Jahren dabei

Menschen wie Heinrich Valks ist es zu verdanken, dass Bruderschaften wie St. Antonius Twisteden auf eine lange Tradition zurückblicken können. Valks ist seit 65 Jahren Mitglied und erhielt aus den Händen vom Vorsitzenden Guido Paeßens und seinem Stellvertreter Christoph Gehlmann die entsprechende Ehrennadel vom Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften (BDHS).
Die Bruderschaft feiert in drei Jahren ihr 350-jähriges Bestehen und wird durch die lange Geschichte von treuen Mitgliedern wie Valks getragen. Als er mit 18 Jahren in der Lehre bei Malermeister Matthias Neumann war, sagte der eines Tages: „Heute Abend sind die Schützen, ich habe dich angemeldet.“ Valks tat, was man als ordentlicher Lehrling macht: Er folgte seinem Meister zum Treffen und blieb bis heute (unterstützt durch seine Ehefrau Elisabeth „Elli“) dabei. „Es hat mir immer viel Spaß gemacht“, erzählt der dreimalige Minister und langjährige Fahnenoffizier. „Die schöne Gemeinschaft und vielen Bräuche haben mich immer angezogen.“
Mit einem Schmunzeln erzählt er, dass es früher noch üblich war, einen Meldereiter loszuschicken, der bei der Familie eines Schützenbruders von dessen Königsschuss berichtete. „Heute sind viele SMS bei denen angekommen, bevor sich ein Meldereiter überhaupt auf sein Pferd gesetzt hätte.“ Guido Paeßens und Christoph Gehlmann berichten, dass es heute zudem immer schwieriger würde, überhaupt einen König zu bekommen. Auch wenn die Bruderschaft eine sehr gute Unterstützung bezahle und der neue König fast nur die Kosten für „das Silber“ tragen müsse, sei der Zeitaufwand vielen zu groß.
„Bisher hatten wir aber meistens Glück und haben noch einen Mitbruder gefunden, der bereit war, die Königswürde zu tragen“, sagen die Vorsitzenden der Bruderschaft.
Sie berichteten auch von einer sehr erfolgreichen Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften. Fünf Bezirksmeistertitel und einige eitere gute Platzierungen konnten errungen werden.
Das Vereinsleben steht unter dem Leitsatz: „Für Glaube, Sitte und Heimat“. Einstehen für den Glauben bedeutet für die Schützenbrüder, dass sie sich nach den christlichen Werten richten wollen.
Sie versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, soziale Unterschiede auszugleichen und unterstützen Werke der christlichen Nächstenliebe.
Um das Leitwort „Sitte“ zu verwirklichen, treten die Bruderschaften im privaten und öffentlichen Leben für die christliche Kultur ein. Sie führen Bildungsveranstaltungen zu christlichen und gesellschaftspolitischen Themen und religiöse Einkehrtage durch. Schon die Jugend wird so an ein christlich und werte- orientiertes Leben herangeführt. Außerdem pflegen die Bruderschaften alte Traditionen wie den Schießsport und das Fahnenschwenken.

Henning Fritz (40 Jahre Mitgliedschaft), König Rafael Derks (Mitte) und der Träger des silbernen Verdienstkreuzes Christoph Gehlmann (rechts).
Foto: privat


Die Liebe zu Heimat und Vaterland zeigt sich durch tätige Nachbarschaftshilfe, die die Bruderschaften leisten. Als verantwortungsvolle Bürger dienen sie dem Gemeinwohl. Sie bemühen sich auch um Kontakt zu ähnlichen Vereinigungen im (europäischen) Ausland und beugen damit einem überzogenen Regional- und Nationalbewusstsein vor.
Eine der Gemeinschaft stiftenden Veranstaltungen war vor Kurzem das Patronatsfest. Es begann wie üblich mit einem Gottesdienst und einem Gebet am Antoniushäuschen. Nach dem gemeinsamen Frühstück wurden verschiedene Wettbewerbe durchgeführt. Im Rahmen der Abendveranstaltung wurde Henning Fritz für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Die Ehrung von Heinrich Valks fand im privaten Kreise statt. Weiterhin wurden die Preise vom letztjährigen Vogelschießen vergeben. Diese gingen an Carsten Mülders, Dennis Grüntjens und Jürgen Ingenkamp; außerdem erhielt König Rafael Derks seinen Königsorden.
Zum Abschluss wurde der stellvertretende Brudermeister Christoph Gehlmann für seinen Einsatz in der Bruderschaft und im Bezirk mit dem silbernen Verdienstkreuz geehrt. Eine große Verlosung mit vielen tollen Preisen rundete das gelungene Patronatsfest ab.
Bezirksmeisterschaften
Schülerklasse Luftgewehr aufgelegt: Einzelwertung: Bezirksmeister Matthias Ingendae. Jugendklasse Luftgewehr freistehend Einzelwertung: Bezirksmeister Jonas Paeßens. Mannschaftswertung: 2. Platz Jonas Paeßens, Niklas Schiedeck, Sabrina Hußmann. Damenklasse I Luftgewehr freistehend: Einzelwertung: Bezirksmeisterin Silke Grüntjens. Altersklasse Luftgewehr freistehend: Einzelwertung: Bezirksmeister Guido Paeßens. Seniorenklasse II Luftgewehr aufgelegt, Einzelwertung: 3. Platz Gregor Fritz. Schützenklasse Luftpistole: Einzelwertung: 2. Platz Guido Paeßens, Einzelwertung: 3. Platz Dennis Waerder-Maring, Mannschaftswertung: Bezirksmeister (Guido Paeßens, Dennis Waerder-Maring, Markus Koenen)
Patronatsfest
Damenpokal: 1. Silke Grüntjens, 2. Karin Schagen, 3. Kimberly Koenen, 4.Jaqueline Maring. Herrenpokal: 1. Dennis Grüntjens, 2. Klaus Witte, 3. Siegmund Schlutt, 4. Christoph Gehlmann. Jungschützenpokal: 1. Alexa Derks, 2. Manuel Paeßens, 3. Jonas Paeßens, 4. Sören Ostermann. Beste 10: Norbert van de Braak. Preisskat: 1. Karl Mülders, 2. Jakob Mülders, 3. Anton Cox, 4. Christoph Gehlmann. Darts Jungschützen: 1. Niklas Schiedeck, 2. Leon Hirschmann, 3. Manuel Paeßens, 4. Miriam Welbers.
 
 

Der Schleier um den MÄNN-Pokal wurde gelüftet

Zu Beginn jedes Jahres begeht die Antonius-Gilde Kevelaer ihr Patronatsfest. Traditionsgemäß erfolgen dabei nach Bittgang zum Sent Tönnes Hüske an der Walbecker Straße eine heilige Messe in der Antonius-Kapelle, ein gemeinsames Frühstück und eine anschließende Pflichtversammlung.
Präsident Wolfgang Toonen begrüßte dabei die Mitglieder und übergab das Wort an Schießmeister Wolfgang Reykers. Dieser konnte den lang gehüteten Schleier lüften, wer denn den MÄNN–Pokal mit nach Hause nehmen durfte. MÄNN–Pokal Sieger wurde Michael van Bühren mit 44 Ringen. Den Bestschützenpokal, 49 Ringe, konnte Wolfgang Toonen mit nach Hause nehmen.
Der Präsident übernahm danach wieder das Wort und bat die zu Ehrenden an die Bühne. Den Auftakt machte Tobias Aymanns. Er erhielt den Jubelorden für zehn Jahre Mitglied in der Gilde. Zusätzlich bekam er das Silberne Verdienstkreuz des Bundes der historischen Deutschen Schützenbruderschaften für seine Verdienste im Schützenwesen.
Hans Faahsen bekam den Jubelorden der Fahnenschwenker mit der Jahreszahl 20. Markus Holz kann auf 25 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken und erhielt dafür den Jubelorden mit der Jahreszahl 25. Ein Highlight der vortrefflicheren Art folgte mit der Auszeichnung für den Schützenbruder Johann van den Hövel. Er kann auf stolze 65 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken. Dafür bekam er bei stehendem Applaus aller Anwesenden, den Jubelorden des Bundes.
Letzter im Bunde war Wolfgang Schaffers. Aus den Händen vom Stellvertretenden Bezirksbundes- und Diözesanfahnenschwenkermeister Gerd Stassen erhielt er das St. Sebastianus Ehrenkreuz für seine vielen Verdienste um die St. Antonius-Schützen-Gilde und das Schützenwesen des Bundes der historischen Deutschen Schützenbruderschaften.

Die Seb feiert das Patronatsfest

Mit viel Freude und guter Laune beging die Sebastianus-Schützenbruderschaft ihr traditionelles Patronatsfest. Nachdem der morgendliche Friedhofsrundgang wegen schlechten Wetters ausfiel, versammelte sich die Seb mit den Bürgerschützen in der Antonius-Kirche zum gemeinsamen Kirchgang. Nach dem Vereinsfoto auf den Stufen der Basilika ging es zum Frühstück in den „Goldenen Schwan“.
Dort wurden nach einem Dia-Jahresrückblick drei verdiente Mitglieder geehrt: Günter Thomas für 25 Jahre Mitgliedschaft, Guido Langenhuizen für 25 Jahre Fahnenschwenken und Udo Jakumin, der für seinen 40-jährigen aktivem Dienst in der Bruderschaft mit dem St.-Sebastianus-Ehrenkreuz ausgezeichnet wurde. Als Neumitglieder wurden Volker Meisel und Martina Schroer mit ihren beiden Kindern begrüßt.
Ab dem Mittag folgte dann der „gesellige“ Teil in der „Schanz“. In diesem Jahr erhielt die Feier eine besonders feucht-fröhliche Note, da der neue Festkettenträger – Hans-Gerd „Tutti“ Rütten – aus den Reihen der Seb stammt.

Neue Gesichter an der Spitze der Jungschützen

Auf der Titelseite des Jahresberichtes 2018, den der Vortand der Bezirksjugendschützen vor Beginn der Bezirksversammlung an die rund 40 Anwesenden verteilt hatte, standen die Worte: „Wir sagen Danke“.
„Bei Partys heißt es ja immer, man solle gehen, wenn es am schönsten ist“, begründeten die Jungschützenmeisterin Erika Bolland, ihre Stellvertreterin Doreen Porsche und der langjährige Bezirksfahnenschwenkermeister Guido Langenhuizen, warum sie ihre Ämter an diesem Abend zur Verfügung stellten. Sie wollten „einem jungen Team den Weg ebnen und ihnen die Hand geben.“ Ihrer Ansicht nach, galt es, „neu durchzustarten mit neuen Ideen, neuen Zielen und neuer Sichtweise.“
Als das Unvermeidliche dann Wirklichkeit wurde, waren bei Erika Bolland doch feuchte Augen zu erkennen. Die 56-Jährige hatte als Bezirksjungschützenmeisterin zehn Jahre lang die Anliegen der Kevelaerer Bezirksjungschützen mit Herz und Fröhlichkeit vertreten. „Das ist ein bewegender Abschied für mich“, gestand Bolland. „Jetzt kommen die jungen Wilden dran.“ Gerührt nahm sie zum Dank für ihre Arbeit einen Blumenstrauß und ein Emblem der Jungschützen als Stele entgegen.
Zuvor hatte sie gewohnt souverän im Rückblick die Aktivitäten des „erfolgreichen Jahres“ 2018 vorgetragen. Das reichte von den 28 Seminaren, die man auf die Beine gebracht hatte, über die diversen Schützenveranstaltungen und der Fahradrallye bis zur 72-Stunden-Aktion.
Robert Achten ist neuer Vorsitzender
Nach den Berichten des Bezirksjungschützenschatzmeister Hans Faahsen, der ebenfalls zurücktrat, und des Bezirksschatzmeister Johannes Halmans sowie der Entlastung des Vorstandes stand die Neuwahl der vakant gewordenen Vorstandsposten auf dem Programm.
Bei der Wahl des Vorsitzenden erhielt der 44-jährige Kervenheimer Robert Achten, bislang Beisitzer im Vorstand, das Vertrauen der Versammlung. Die Amtszeit dauert zunächst nur ein Jahr, weil sich der Abschied der drei Vorstandmirglieder außerhalb des normalen Turnus vollzog.
Zu seinem Stellvertreter wurde die Twistedenerin Jaqueline Maring (bisher erste Beisitzerin) gewählt. Die Nachfolge von Guido Langenhuizen tritt Anna Kruska aus Hees-Baal an. Ihre Stellvertreterin ist Sandra Mateblowski von der Seb Winnekendonk. Neuer Kassierer ist Niklas Schwiedeck, ebenfalls von den Antonius-Schützen Twisteden.
Im Anschlusss wurden nochmal wichtige Termine des Jahres 2019 erörtert: Die Bezirksmeisterschaften werden vom 6. bis 8. Februar in Keylaer und bei Scholten stattfinden, die Siegerehrung am 9. Februar in Keylaer. Die 72-Stunden-Aktion wird vom 23. bis 26. Mai durchgeführt. Erika Bolland warb in den Kontex nochmal um kreative Ideen. Das Bezirksfest Kevelaer steigt am 23. Juni in Lüllingen, das Landesschützenfest eine Woche später in Walbeck. Und in Sachen Fahrradrallye erklärten sich die Kervenheimer Schützen bereit, diesmal als Ausrichter zu fungieren. Als Termin wurde der 6. Juli bestimmt.

Jürgen Buschhaus ist der neue Stadtbundkönig

Es war noch keine 18.30 Uhr, da konnte Jürgen Buschhaus freudestrahlend die Fäuste in den Himmel heben, um sich als neuer Stadtbundkönig Kevelaers feiern zu lassen.
„Et löpt“ sagte der 57-jährige Konditor. Doch angesichts der Tatsache, dass es nach dem MÄNN-Königstitel und der Bezirkskönigsehre nun auch zum Titel des Stadtbundkönigs reichte, konnte er gar nicht so richtig sagen, wie man das eigentlich so macht. „Wenn es dafür ein Geheimnis gäbe…“, sagte er und konnte er dann nur noch mit den Achseln zucken.
Herzlich, offen und ehrlich
„Genau über die Schraube“, habe er gezielt, sagte er beim Korps der Gratulanten. „Aber es ist doch auch ein bisschen Glück dabei“, stellte er fest und drückte seinen Adjutanten und Schwager, den Stadtbund-Vorsitzenden Rainer Koppers. Seine Frau Marita beschrieb ihn als „herzlich, offen und ehrlich“ und befand zum Thema Stadtbund-Königstitel: „Das hat er verdient.“
Er freute sich über den Zuspruch und das Mitfreuen der anderen fünf Kevelaerer Könige, die er alle herzte, musste zwischendurch erstmal ganz tief durchatmen und nahm später jubelnd und voller Stolz von Stadtbund-Schatzmeister Michael Kalcker die Kette des Stadtbundkönigs entgegen.
Am Mittag hatte sich die Gemeinschaft der sechs Kevelaerer Schützenvereine – der St. Antonius-Schützen, der Bürgerschützengesellschaft, der Johannes-Bruderschaft, der St.Petrus-Schützengilde und der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft – auf Höhe der Kerzenkapelle an der Busmannstraße versammelt, um dort das Schaufahnenschwenken zu veranstalten.
Im Anschluss daran war die Gemeinschaft der Schützen in Begleitung der „Swingies“ und des Musikvereins zur Josef-Schotten-Schützenhalle gezogen, um dort die diversen Schießwettbewerbe auszurichten. „Wir hoffen auf einen schönen Tag“, sagte Rainer Koppers , der allerdings sehr die Abwesenheit des Stadtbundkönigs von 2017 bedauerte. Frank Kirsch von der Sebastianus-Schützenbruderschaft konnte krankheitsbedingt nicht anwesend sein. Alle Schützen wünschten ihm gute Besserung.
Bei strahlendem Sonnenschein konzentrierten sich die Preisschützen in der Halle auf ihre Aufgabe, führten die Fahnenschwenker ihre Wettbewerbe durch. Diejenigen, die sich dem Vogelschießen zuwandten, durften erstmals auf der Anlage an der Wiese nahe dem Getränkestand und den Bänken ihre Schießkunst zeigen und nicht hinter der Halle.
Bei den Schützen kam die Idee gut an, so wie bei Hans Kohl von der St.-Petrus-Schützengilde, der auch den Zeitfaktor ansprach: „Auf einen Vogel zu schießen ist besser, das ist beim Verein auch nicht anders.“ „Die Situation hier ist offen. Jeder bekommt hier mit, was wichtig ist. Und so ist der Vogel schon „bearbeitet“, ehe es zum Königsschießen geht“, erläuterte Michael Kalcker die Überlegungen, die den Stadtbund-Vorstand zu der Entscheidung veranlasst hatten. Am Ende des Tages konnte der stellvertretende Stadtbund-Vorsitzende Thomas Nolden unter dem Beifall der Anwesenden konstatieren: „Gute Laune, gute Stimmung – aus meiner Sicht war es ein gelungener Tag.“

Preisschießen

Beim Preisschießen setzte sich bei den Präsidenten der sechs beteiligten Vereine Rainer Koppers vom Stadtbund mit 45 Ringen vor Manfred Delbeck von den Petrusschützen und Wolfgang Toonen von St. Antonius durch.
Bei den Damen errang Violett Siebers mit der gleichen Ringzahl zum zweiten Mal nach 2017 den Sieg bei den Frauen. Zweite wurde Lucia Plümpe von den Bürgerschützen, Dritte Thekla Koppers vom Stadtbund.
Die Teamwertung gewann die St. Antonius-Bruderschaft mit 343 Ringen vor dem Stadtbund und der Seb. Und bei den Schießmeistern hatte Bernd Aymanns vom Stadtbund mit 47 Ringen die Nase vorn.
Bei den Fahnensschwenkern wurde die Seb ihrer Favoritenrolle gerecht. Dort siegten Carmen und Guido Langenhuizen vor Katja Schroer und Tobias Langenhuizen.
Bei den Preisen des Vogelschießens traf Dirk Schuler von der St. Antonius-Gilde den Kopf, sicherte der Bruderschaft damit ein Sauerbratenessen für 25 Personen. Guido Langenhuizen von der Seb traf den ersten Flügel und kann mit 25 Personen Rippchen essen gehen. Und Bozo Gutesa „erschoss“ ein Schweineschnitzelessen.

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Antonius Gilde war treffsicher

Eine Delegation der Antonius Gilde Kevelaer war mit dem Fahrrad zum Bezirkschützenfest angereist mit dem Ziel, ihren amtierenden König Jürgen Buschhaus bei seinem Wettkampf zu unterstützen. Am Ende des Tages stand fest, dass es ein erfolgreicher Ausflug war. Buschhaus errang mit 28 von 30 Ringen den Titel des Scheibenkönigs, welcher ihn berechtigt beim Bundeskönigsschießen im September in Xanten für die Gilde und den Bezirksverband an den Start zu gehen. Nicht minder erfolgreich war Ashley Faahsen in der Schülerklasse.

Der Titel Bezirksscheibenprinzessin ging damit ebenfalls nach Kevelaer. Fynn Toonen wurde, ebenfalls mit 28 Ringen, zweiter bei den Schülern. In der Mannschaftswertung erreichte die St. Antonius Gilde mit den Schützen Wolfgang Reykers, Christof Humm und Jürgen Buschhaus mit 137 Ringen den ersten Platz. Isabel Bayer-Giesen erlangte den zweiten Platz beim Damen-Pokal. Charlyne Faahsen wurde mit 47 Ringen Zweite in der Einzelwertung. Das gleiche Ergebnis erzielte Jürgen Buschhaus, ebenfalls der zweite Rang. Die Jugendmannschaft belegte Platz drei mit 124 Ringen.

Winnekendonk ist jetzt fest in Frerix-Hand

Dieter Frerix ist der neue König der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft. Mit dem 239. Schuss sicherte sich der langjährige Präsident der „Seb“ und Bruder des Festkettenträgers Hans-Gerd Frerix die Königswürde.

„Heute war ganz einfach die Motivation da, weil mein Bruder Festkettenträger ist. Das hat sich für mich nach dem Heimatabend so entschieden“, freute sich der elernte Werkzeugmechaniker über seinen Glücksschuss. „Jetzt ist die Winnekendonker Kirmes in Frerix-Hand.“ Der 52-Jährige konnte sich nach 1998 und 2007 zum dritten Mal die Königskette umlegen lassen.

Zu seinem Adjutanten bestimmte Frerix, der zwischen 2004 und 2012 als Präsident die Geschicke der Schützen lenkte, mit Jürgen Matheblowski einen guten Freund. Er war gemeinsam mit Frerix an den Schießstand getreten und gilt mit seiner 40-jährignen Mitgliedschaft als Art Urgestein der Schützen.

Am Mittag war die Bruderschaft von der Gaststätte Kanders zum scheidenden König Thomas Berritz gezogen. Dieser blickte wehmütig auf ein „superschönes Jahr“ zurück und lobte die positive Resonanz aus dem Ort: „Das macht euch so schnell keiner nach.“ Von Berritz aus zogen die Schützen zur Vogelstange auf den Sebastianus-Platz, wo dann bei strahlendem Sonnenschein das Schießen mit dem Kleinkaliber seinen Lauf nahm.

Traditionell entschied sich erst nach dem Preisschießen, ob es Königsaspiranten gab. „Wir haben aufgerufen und die beiden standen sofort parat. Das ist eine schöne Sache“, freute sich der Präsident der Seb-Schützen, Markus Schink, über den reibungslosen Verlauf des Tages. Unüblich war nur das erstaunlich schnelle Tempo, in dem die Preise ermittelt wurden. „Wir mussten zwischendurch sogar mal unterbrechen, so zügig wie das Ganze hier ging“, wirkte Schink selbst etwas überrascht.

Den ersten Preis (Kopf) sicherte sich Sebastian Slooten, den dritten Preis (linker Flügel) Thorsten Thür. Die Preise zwei und vier sicherte sich Harald Ludwig, der eine besondere Motivation an dem Tag hatte: „Mein Sohn hat mit seinem vierten Preis vorgelegt.“ Das Kinderschießen fand mit einer kleinen Armbrust und Plastikpfeilen statt und entpuppte sich wieder als ein Magnet für die Kids. Dabei sicherte sich Björn Hickmann den ersten Preis. Es folgten Julian Terhoeven-Urselmans, Sophie Weber und Tobias Ludwig mit den Preisen zwei bis vier.

Emelie Heiming ist Kinderprinzessin

Im Anschluss an das Preisschießen wurde die Kinderprinzessin unter allen Kindern von sechs bis 14 Jahren ermittelt. Den Thron sicherte sich Emelie Henning, die sich zu ihren Adjutantinnen Hannah Koenen und Gesa Relouw erkor.

Nach dem Königsschuss folgte die Übergabe der Königskette an Frerix, das Fahnenschwenken und der Marsch zu dem Haus der neuen Majestät. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es zum Vereinslokal, wo bis in den späten Abend gefeiert wurde.

Es darf geschwenkt werden

Pünktlich zum Festjahr als festgebender Verein der Winnekendonker Kirmes: Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1678 e.V. Winnekendonk freute sich über die Anschaffung neuer Jugendschwenkfahnen. Dank der Unterstützung der Volksbank an der Niers konnten fünf neue Schwenkfahnen und sechs neue Messingkugeln angeschafft werden. Die gesamte Bruderschaft um ihren Präsidenten Markus Schink bedankte sich für das Engagement der Bank bei Dirk Koppers, Geschäftsstellenleiter der Volksbank Winnekendonk, und freute sich auf den ersten Einsatz der Fahnen beim Vogelschießen am ersten Maiwochenende. Und natürlich bei den Kirmesfeierlichkeiten vom 29. Juni bis zum 3. Juli.