Saisonstart beim Schach
Interessierte Kinder und Jugendliche können jeden Freitag ab 18 Uhr kostenlos am Jugendtraining teilnehmen.
Interessierte Kinder und Jugendliche können jeden Freitag ab 18 Uhr kostenlos am Jugendtraining teilnehmen.
In der sechsten Runde der Schach-Verbandsliga kam es zum lang erwarteten Derby zwischen Geldern und Kevelaer! Das letzte Duell der beiden ersten Mannschaften fand 1995 eine Liga tiefer in der Verbandsklasse statt.
Die Volksbank an der Niers unterstützt die Jugendarbeit des Schachclubs Kevelaer.
Mit 24 von 32 möglichen Brettpunkten konnte man sich den Titel sichern.
Die dritte Runde des „Schnellschach-Grand Prix“ der Schachjugend Linker Niederrhein fand am 28. September in Kevelaer statt.
Zum Abschluss der Saison fand in Kevelaer die Blitz-Einzelmeisterschaft des Schachbezirks Linker Niederrhein statt. Dabei wird die gesamte Partie mit einer Bedenkzeit von nur fünf Minuten gespielt.
Die zweite Mannschaft des SC Kevelaer hatte diese Saison in der Bezirksliga einige Punkte liegen lassen und sah vor der letzten Runde wie ein sicherer Absteiger aus, konnte sich aber in eben dieser Runde noch retten.
Nach fast eineinhalb Jahren coronabedingter Spielpause startet der Schachclub Kevelaer im September in die neue Saison 2021/22. Zunächst werden die unterbrochenen Turniere aus der Saison 2019/20 zu Ende gespielt.
Zwölf Jahre war der Kevelaerer Schachclub gerade alt, als Franz Verheyen im Jahr 1960 Mitglied wurde. Er hat den Verein mitgeprägt und durch sein ruhiges und besonnenes Auftreten viele Freunde gewonnen. Nur das Urgestein Herbert Holtappels ist mit 68 Mitgliedsjahren länger im Verein.
„Sehr spät habe ich das Schachspielen von meiner Frau erlernt“, sagte der Jubilar, als ihm im Alter von 24 Jahren die Grundzüge des königlichen Spiels erklärt wurden. Davor war er aktiver und erfolgreicher Leichtathlet. Wer hätte das gedacht, als Franz drei Jahre später zum Stammspieler der ersten Mannschaft gehörte.
Durch Selbststudium eignete er sich ein reichhaltiges Eröffnungswissen an, Material für seine Studien bot ihm seine große Schachbibliothek. Das Internet mit seinen vielfachen Möglichkeiten gerade für Schachspieler gab es zu dieser Zeit noch nicht. Zu seinen liebsten Varianten zählt er die Spanische Eröffnung und das Maroczy System in der sizilianischen Verteidigung. Seine größten Erfolge waren der Gewinn der Blitzkreismeisterschaft 1973 und der Titel des Kevelaerer Stadtblitzmeisters 1975. Ferner konnte Franz den ersten Platz im Pokal- und Plakettenturnier erringen und etliche zweite Plätze in verschiedenen Turnieren.
In unzähligen Mannschaftskämpfen kämpfte er für Kevelaer in allen drei Mannschaften von der Verbandsliga bis zur Bezirksklasse.
An die Lokalkämpfe gegen die Schachvereine aus Uedem oder Kranenburg, die ebenfalls im Jahr 1948 gegründet wurden, erinnert er sich gerne zurück. Auch in der laufenden Saison steht er im Alter von 84 Jahren immer noch als Ersatzspieler für die dritte Mannschaft zur Verfügung.
Schöne gesellige Erinnerungen verbinden ihn mit Eupen (Belgien), wo er in den 60er Jahren gespielt hat, und natürlich an die Freitagabende im damaligen Vereinslokal Voss „Zum weißen Kreuz“, wo zu später Stunde Kartenspiele angesagt waren.
Gerne erinnert er sich zudem an den denkwürdigen Mannschaftskampf Mitte der 80er Jahre, den die „Erste“ in Wuppertal mit 7:1 gewann. Damals fuhr die erste Mannschaft mit Fahrer Peter Moll in einen Kleinbus zu den Auswärtskämpfen. Dieser Kantersieg wurde in einer Düsseldorfer Kneipe recht fröhlich und ausgelassen gefeiert und wird nicht nur Franz in „guter Erinnerung“ bleiben.
„Franz war in all den Jahren immer ein fairer Sportsmann und gerne überreichen wir ihn den Ehrenbrief für 60 Jahre Mitgliedschaft“, so Thomas Rauers vom Vorstand des SC Kevelaer 194
Rauchende Köpfe, geleerte Gläser und tippende Finger – so stellte sich die Situation dar an den „Brettern“, die für den passionierten Schachspieler so etwas wie seine „Welt“ bedeuten. Auf den Tischen standen große Stoppuhren – und auf einem Ehrentisch die zahlreichen Fußballverein-Weihnachtsmänner, die am Ende der sportlichen Partien an die Anwesenden in Erwartung des Festes verteilt wurden. 14 Seniorenspieler hatten sich in der „Gaststätte Einhorn“ eingefunden, um sich nochmal zum Jahresende so richtig miteinander zu messen und ihren Geist zu trainieren.
„Hier läuft gleich Blitzschach – drei Minuten Bedenkzeit plus zwei Sekunden pro gespieltem Zug- und jeder gegen jeden. Entscheidend ist: schnell ziehen und den ersten Gedanken aufs Brett bringen“, beschrieb der Vorsitzende des Kevelaerer Schachclubs, Werner Vonk, den Grundcharakter des Vergleichs.

Die Schachspieler waren mit voller Konzentration dabei. Foto: AF
„Das ist das letzte Turnier im Jahr, und dann beginnt auch für uns die besinnliche Zeit. Aber vorher hauen wir noch einen raus“, schmunzelte der Vorsitzendende. 2019 sei ein sehr erfolgreiches Jahr für den Verein gewesen, bilanzierte Vonk, bevor es so richtig losging und er selbst mit ans Brett ging. „Wir haben in der Jugendarbeit erstaunlichen Zuwachs. Beim Weckmannturnier hatten wir 20 Jugendliche – so eine Zahl hatten wir seit Jahren nicht mehr. Wir sind froh, dass wir da gut aufgestellt sind.“ Im Gegensatz dazu sei das Durchschnittsalter hier „sehr hoch. Und hier wird es trotz Blitzschach ein ruhiger Abend.“
Die Mädels ausblenden
An den Tischen hatte sich „viel Erfahrung“ angesammelt. „Hier sitzen ein Dutzend Leute mit um die 50 Jahre Schacherfahrung: Wir spielen heute ohne Wertung. Da kann man experimentieren und jeder das zeigen, was er im stillen Kämmerlein vorbereitet hat.“ Einer dieser erfahrenen Schachspieler war Klaus Gutsche. „Gute Routine und viel Übersicht“ zeichne einen guten Blitzschachspieler aus, machte es ihm nicht viel aus, dass nebenher eine Frauengesellschaft laut miteinander sprach. „Ich kann die Mädels super ausblenden“, meinte er schmunzelnd.
Ludger Simon stellte derweil zufrieden seine schwarzen Figuren nach einer spannenden Runde wieder auf das Brett in die Ausgangsposition. „Er hat die Chance für C6 nicht gesehen“, beschrieb der 74-Jährige, der im Jahr 1961 mit dem Schachspielen begonnen hat, die Herausforderung dieser besonderer Schachart. „Ein guter Spieler übersieht sowas nicht, aber ein normaler Spieler sieht oft diese Gelegenheiten nicht. Und es ist oft schwer abzuschätzen, welcher Angriff jetzt stärkerer Natur ist und was ich ‚laufen’ lassen kann.“
Zwischen den Partien nutzten die Spieler die Gelegenheit zum Plauschen über die Partien und ihre persönlichen Erfahrungen am Spielbrett. Und ab und an gab es dann auch spannende Anekdoten zu hören, wie die von Simon, der einmal in Eschborn die Gelegenheit bekam, gegen den früheren Schachweltmeister und Weltmeister im Schnellschach, den Inder Viswanathan Anand, anzutreten. „Ich habe da gelernt, wie man mit dem Springer so umgeht – eine seiner Spezialitäten.“