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Neues Angebot in alter Metzgerei

Wer die ehemalige Kevelaerer Metzgerei von Theo Janßen („Tütten Thei“) an der Biegstraße 20 heute betritt, wird das Lokal kaum wieder erkennen. Die steril wirkende, in die Jahre gekommene Einrichtung ist einem modernen, aufeinander abgestimmten Interieur gewichen. Fertiggerichte und eine Fleischauslage sucht man vergebens. In den Räumlichkeiten haben Marc Moors und Ferhat Ökce ihre Vorstellungen eines eigenen Lokals verwirklicht. Unter dem Namen „Old Butchery“ („Alte Metzgerei“) gibt es dort seit vergangener Woche unter anderem Burger, Pommes und Salat im Angebot. Einige wenige Sitzplätze gibt es und die Inhaber halten ihre Ansprüche an Qualität und Frische hoch.

„Ursprünglich sollte das hier nur ein Büro werden“, blickt sich Marc Moors in dem neu eingerichteten Lokal um und kann sich dabei ein Lächeln nicht verkneifen. Büro-Flair kommt in der „Old Butchery“ nämlich wahrlich nicht auf. Nachdem Ökce und er unter dem Namen „Food Works“ lediglich einen Catering-, Party- und Eventservice ins Leben rufen wollten, änderten sich die Pläne kurzfristig. Das Lokal an der Biegstraße soll ein zusätzliches Angebot für Burger-Liebhaber sein. Zumindest sind die beiden Inhaber damit nun gestartet, bei Burgern soll es allerdings nicht bleiben. „Das Ganze wird einen südländischen Einfluss bekommen“, verrät Moors und lässt in dem Zusammenhang das Wort „Tapas“ fallen. Zu viel möchte der gelernte Koch noch nicht verraten. Auch bei den Burger-Variationen möchte der Gastronom sich in Zukunft kreativ austoben. Für den Start gebe es da vorerst ein paar Standard-Varianten.

Erfahrung mit der Burger-Welt hat der 48-Jährige in den vergangenen Jahren bereits im Kevelaerer Restaurant „Herr Lehmann“ gesammelt. Als Mitbegründer war er bis zum Oktober 2019 in dem Lokal an der Gelderner Straße tätig. Dort arbeitete Moors bereits mit seinem jetzigen Geschäftspartner Ferhat Ökce zusammen. Der 36-Jährige hat dort bis Mitte 2018 in der Küche und im Service gearbeitet. Das Wissen des gelernten Kaufmannes ist für die neue Selbstständigkeit unabdingbar, weiß Moors.

Der Fokus ihres neuen Unternehmens liegt für die beiden beim Catering. Diesen Service können Interessierte künftig nicht nur daheim mit der Option zum Live-Cooking, sondern auch im Bootshaus in Kevelaer in Anspruch nehmen. Zu unterschiedlichen Anlässen können die Räumlichkeiten am Hoogeweg gemietet werden. Die Getränkeversorgung durch die beiden Betreiber ist dabei obligatorisch. Ob man das Catering-Angebot annimmt, bleibt dem Kunden überlassen. „Wir bieten einen Full Service“, sagt Moors. Vom DJ bis zur Deko kann alles organisiert werden. „Wir richten uns da nach den Wünschen des Kunden. Dann wird für alles gesorgt.“

„Bootshaus Beats“ werden fortgeführt

Die Einrichtung soll für Wohlfühl-Atmosphäre sorgen. Foto: privat

„Es wird im Bootshaus auch eigene Veranstaltungen geben“, erklärt der 48-Jährige und verweist auf die bereits bekannten „Bootshaus Beats“, die schon mehrfach dort ausgerichtet wurden und auch in Zukunft weitergeführt werden sollen. Voraussichtlicher Start der Veranstaltungen wird nächsten Monat sein – den zum betreffenden Zeitpunkt geltenden Corona-Schutzmaßnahmen entsprechend.

Apropos Corona: Während einige Betriebe durch die Krise um ihre Existenz bangen, gehört doch sicherlich ein wenig Mut dazu, gerade in der jetzigen Zeit ein Unternehmen zu gründen, oder nicht? „Es musste weitergehen“, hat Marc Moors da eine ganz klare Meinung. Die Planungen liefen bereits seit mehr als einem halben Jahr. Mit dem Start wollten die Inhaber nicht länger warten. Und weil gerade die Situation bezüglich größerer Veranstaltungen aufgrund der Covid-19-Bestimmungen noch ungewiss ist, sind Moors und Ökce zufrieden, dass der Betrieb im Lokal nun bereits anläuft. Die renovierten Räumlichkeiten konnten die ersten Gäste bei der Eröffnung am vergangenen Freitag bereits begutachten. „Wir haben fast alles selbst gemacht – mit vier linken Händen“, lacht Moors. Und mit zahlreicher Unterstützung von Freunden und Familie. Auf das Erscheinungsbild legen die Inhaber viel Wert. „Wir wollen trendy sein und anders“, erklärt Moors.

Im Trend ist inzwischen sicherlich auch, auf die Nachhaltigkeit seiner Produkte zu achten. Das habe man beim gesamten Angebot vor, sagt Moors. Neben umweltfreundlichem Verpackungsmaterial und dem Verwenden lokal angebauter Produkte zähle auch darauf zu achten, „dass das Tier oder das Gemüse vernünftig groß geworden ist.“

Wer das neue Angebot in der alten Metzgerei austesten oder sich über mögliche Catering- und Partyservice-Angebote informieren möchte, kann dies von Dienstag bis Donnerstag und sonntags zwischen 17.30 Uhr und 21.30 Uhr sowie Freitag und Samstag von 17.30 Uhr bis 22 Uhr an der Biegstraße 20. Kontaktdaten gibt‘s außerdem online unter www.foodworksonline.de und auf der Facebookseite „Old Butchery“.