Kevelaerer Unternehmen starten Pilotprojekt
Die Unternehmen Janssen Mineralöle GmbH, Herbrand Gruppe Container Express Schlabbers GmbH begehen das Projekt für mehr Nachhaltigkeit zusammen.
Die Unternehmen Janssen Mineralöle GmbH, Herbrand Gruppe Container Express Schlabbers GmbH begehen das Projekt für mehr Nachhaltigkeit zusammen.
Die Veranstaltung fand auf dem Firmengelände der WALTHER Faltbox-Gruppe statt – mit praxisnahen Einblicken und konkreten Beispielen aus dem eigenen Unternehmensalltag.
Die WALTHER Faltbox-Gruppe übernimmt die Vorbildrolle und zeigt anderen Unternehmern wie es mit der Nachhaltigkeit funktionieren kann.
Vereinte regionale Kräfte: Das „PAROOKAVILLE“ Festival und Hexagon Purus haben gemeinsam daran gearbeitet, Nachhaltigkeit und Partyvergnügen zu verbinden.
Aufmerksam hört Weihbischof Rolf Lohmann zu. Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Stephan Wolters besucht er an diesem Tag sowohl den landwirtschaftlichen Betrieb in Winnekendonk als auch den Gartenbaubetrieb Verheyen-Baetcke in Issum.
Museumsleiterin Veronika Kaenders nutzte die Tatsache, dass die Ausschussmitlieder sich zu ihrer jüngsten Sitzung im Museum trafen, nicht nur, um Interessierten eine kurze Führung durch das Haus zu geben. Sie übereichte den Mitgliedern ebenfalls ihren Jahresbericht als Tischvorlage und erläuterte diesen in einem kurzen Vortrag.
Das örtliche Handwerksunternehmen Energie-Systeme-Niederrhein (ESN) kam der Tafel finanziell entgegen und im Februar 2024 erfolgte jetzt – mit freundlicher Genehmigung der Stadt Kevelaer – die Installation einer Photovoltaikanlage, die genau auf die Bedürfnisse der Tafel zugeschnitten ist.
Die Kinder aller ersten Klassen der Grundschulen in Kevelaer und den Ortschaften haben in den vergangenen Tagen eine neue Trinkflasche erhalten. Die wiederverwendbaren und spülmaschinenfesten Trinkflaschen sind ein Geschenk der Stadtwerke Kevelaer und der NiersEnergie an die insgesamt 296 ABC-Schützen.
Nachhaltigkeit wird seit einigen Jahren in vielen Bereichen groß geschrieben und wird immer mehr zur Priorität vieler Menschen. Auf den eigenen Konsum von Rohstoffen und Müllproduktion wird zunehmend geachtet. Auch durch die globale soziale Bewegung „Fridays for Future“ gewinnen Themen wie Klima- und Umweltschutz ebenfalls in den jüngeren Generationen an Aufmerksamkeit. Auf Social-Media-Plattformen wie Instagram oder YouTube stellen Influencer immer wieder nachhaltige Do-it-yourself-Projekte vor, die simpel und sparsam sind. Darunter findet auch das Thema Upcycling Beachtung – eine ökologische und faire Methode, ganz nach dem Motto: aus Alt mach Neu.
Der aus dem Englischen stammende Begriff ist eine Kombination aus dem Wort „up“ für „auf“ und „recycling“ für „Wiederverwertung“. Doch im Gegensatz zum Recycling, bei dem das Ursprungsprodukt an Wert verliert, wird beim Upcycling das Produkt aufgewertet. Ziel dabei ist es, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen und die Müllproduktion einzudämmen, denn nicht alles, was auf den ersten Blick wie Müll oder unbrauchbar wirkt, ist es auch. Durch dieses Konzept wird der Energieverbrauch und die Luft- und Wasserverschmutzung nachweislich verringert. Die Aufwertung des schon bestehenden Produktes sorgt für einen niedrigen Verbrauch von Ressourcen. Aus einer Wegwerfgesellschaft wird so eine Kreislaufwirtschaft – ein Gegensatz zu der Schnelllebigkeit von Fashion und Trends. Statt oft schlecht bezahlte und unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeitende Menschen wird Upcycling von vielen als soziale Chance für den Kampf gegen die Ausbeutung der Entwicklungsländer gesehen.
Bundesweites Netz

So sah das Möbelstück vor der Umgestaltung aus. Foto: aer
Organisationen wie die Caritas haben mit dieser Methode bereits Sozialkaufhäuser und Kleiderkammern bestückt. Ein Gedanke dahinter: Das Upcycling gebe langzeitarbeitslosen Menschen wieder eine sinnvolle Beschäftigung. 2014 bildete sich durch die Caritas-Kampagne „Weit weg ist näher als du denkst“ ein bundesweites Netz von Upcycling-Akteuren und dem Label „EiNZIGWARE“. Die Teilnehmer und Mitarbeiter des Beschäftigungsbetriebs, die sonst Rucksäcke oder Federmäppchen nähen, stellen nun durch Corona vermehrt Mund-Nasen-Masken her. Aus „Alt mach Neu“ wird gleichzeitig Schutz für Bedürftige. „Aus entbehrlichen Klamotten werden unentbehrliche Lieblingstücke, aus alten Möbeln neue Mitbewohner und aus einer ganzen Menge Sachen richtig tolle Dinge“, heißt es auf der Website des Labels.
Und genau das ist das Prinzip des Upcyclings. Es ist simpel und grenzenlos. Dadurch kann es jeder machen und somit bewusster leben. Vor allem als gemeinsames Projekt unter Freunden oder Familie können so einzigartige Produkte entstehen. So können zum Beispiel die eigenen vier Wände verändert und individualisiert werden. Mit Hilfe von neuer Farbe und dekorativen Steinen wird Möbeln ein ganz neuer Glanz verliehen. So können sie farblich perfekt an den restlichen Raum angepasst werden und es wird durch die Wiederverwendung vorhandener Dinge Geld gespart.
Flaschen werden zu Vasen
Auch mit dem wöchentlichen Müll können einige praktische Produkte entstehen. Leere Dosen und Glasflaschen etwa können zu Vasen oder Blumentöpfen umfunktioniert werden. So müssen keine neuen Vasen oder Töpfe hergestellt werden.
Genauso einfach kann aus alten Kleidungsstücken etwas Neues hergestellt werden. Ein beliebter Trend ist momentan das Batiken. Dabei werden Kleidungsstücke mit Hausreinigungsmitteln gebleicht oder mit extra Batikfarbe gefärbt, sodass neue Muster und Farben entstehen. Ebenso beliebt ist die Kombination aus zwei Kleidungsstücken zu einem neuen. So können beispielsweise aus eintönigen T-shirts individuelle Modestücke hergestellt werden.
Aus allem kann etwas Neues, Einzigartiges entstehen, das am Ende noch stolz macht. Der kreative Spaß ermöglicht das Ausleben des inneren Künstlers und sorgt für Respekt gegenüber den Materialien – eine günstige und kreative Alternative für jeden. Inspirationen und Anleitungen für Upcycling Do-it-yourselfs gibt es im Internet.