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Älterwerden mit Musik

Was haben diese vier – man verzeihe mir den Ausdruck, aber hier passt er doch ganz prima – Weibsbilder nicht schon alles hinter sich gebracht: Ehealltag und Beziehungsstress haben dabei ebenso ihre Spuren hinterlassen, wie Küche, Kinder und Klimakterium. Sie haben erst „Heiße Zeiten“ erlebt und dann wurde es „Höchste Zeit“ für eine Fortsetzung ihrer Lebensgeschichten mit anderen Mitteln, die in diesem Falle Lieder sind. Und nun? Wo man doch jetzt weiß, dass sie mit Kodderschnautze oder Karriereblick, mit Eleganz oder Familiensinn so ziemlich jeder Lebenssituation trotzen können, was soll da noch kommen? Richtig: „Knocking on heaven‘s door“.

Das schwere Leben und die Leichte-Muse-Schippe

Kommt aber nicht, zumindest nicht als Song drin vor, im dritten Teil dieses wunderbaren Quartett-Spiels, welches das manchmal schwere Leben der vier Damen musikalisch auf die Leichte-Muse-Schippe nimmt. In „Himmlische Zeiten“ bekommt die Karriere-Leiter der Karriere-Frau (richtig resolut und sehr schön energiegeladen: Franziska Becker), die schon ein schönes Stück über den Wolken schwebt, sich aber für die letzten Stufen tatsächlich noch kosmetisch generalüberholen lassen will, plötzlich einen Knick. Die Junge (herrlisch hektisch und ein fantastischer Wirbelwind: Nini Stadlmann) merkt, dass auch Torschlusspanik und ein zweites Kind kein guter Kitt für eine brüchige Beziehung sind.

Die beiden anderen haben das alles längst hinter sich gelassen – doch gerade für sie hält das Leben zum Ende hin die unliebsamsten Überraschungen bereit. Die patente Hausfrau (Angelika Mann, eine „Kumpeline“, wie man sie sich ein Leben lang wünscht) hat sich tapfer durchs Älterwerden geackert, um nun festzustellen, dass da kein finanzielles Polster bleibt, auf dem sie sich einmal ausruhen könnte. Die Vornehme (Heike Jonca ist in den traurigen Passagen so eindringlich, dass man ihre Hand ergreifen möchte) hat einen Golfball an den Kopf bekommen, der jedoch nicht lange dazu taugt, den wahren Grund ihrer garstigen Verwirrtheit zu kaschieren: Demenz.

Alzheimer und Altersarmut – ja auch diese wirklich existenziellen Themen kommen aufs Tapet. Für Lösungsansätze ist die Revue-Bühne sicherlich der falsche Ort, und auch die Gefahr, ins allzu seichter Fahrwasser flacher Witze zu geraten, ist groß. Doch das einfühlsame Produktionsteam (Tilmann von Blomberg, Buch; Carsten Gerlitz, Liedtexte und musikalische Arrangements; Katja Wolff, kreative Entwicklung und Regie) und gute Darstellerinnen sorgen für eine angemessen ernsthafte Auseinandersetzung. „Altwerden ist nichts für Feiglinge“, heißt es im Untertitel treffsicher. Es ist ein Kampf gegen das Älterwerden, der hier an vier unterschiedlichen Fronten geführt wird. Und nicht vorgeführt, wohlgemerkt. Mal wird mit Witz gekämpft, mal mit Krallen, mal mit Sarkasmus, mal mit Verzweiflung – immer aber mit Würde, die wohl zu den schärfsten Waffen einer Frau zählt.

Happy-End oder endlos happy?

Was bleibt, von einem wirklich unterhaltsamen Abend, bei dem das Damen-Quartett noch einmal so richtig aufdrehen darf, ist die Erkenntnis, dass nicht das vielzitierte Happy-End zählt, sondern die Zeit bis dahin so happy wie möglich zu bleiben. Und dazu kann eine solche Revue einen wunderbaren Beitrag leisten.

Kurioser Vorverkauf für Kulturveranstaltungen

Eine bis jetzt einmalige Situation ergibt sich zum Start des Vorverkaufs für die aktuelle Kultursaison in Kevelaer. Die Theaterreihe und die Reihe „Puppenspiel 18+“ sind bereits ausverkauft. Durch die Sitzplatzbeschränkung nach der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen dürfen unter Einhaltung der Corona-Regeln nicht mehr als 300 Besucher im Konzert- und Bühnenhaus platziert werden. Somit ist das zulässige Sitzplatz-Kontingent durch die Abonnenten bereits ausgeschöpft.

Das gleiche Prozedere ist für das Forum der Öffentlichen Begegnungsstätte vorgeschrieben und auch hier finden nur die Abonnenten einen Platz. Das Team der Abteilung „Tourismus & Kultur“ bedauert sehr, die Nachfrage nach Einzelkarten in dieser Saison nicht bedienen zu können.

Für alle anderen Veranstaltungen der Spielzeit sind die Eintrittskarten ab Montag, 17. August, bei der Kartenvorverkaufsstelle im Erdgeschoss des Rathauses zu erwerben.

Kultur für Kinder startet im Oktober

Das Wittener Kinder- und Jugendtheater freut sich, das Eröffnungsstück für die Reihe „Kultur für Kinder“ aufzuführen. Am Dienstag, 6. Oktober, gastiert die Produktion um 10 Uhr mit dem Jugendbuch-Klassiker „Karlsson vom Dach“ von Astrid Lindgren. Die Aufführung ist für Kinder ab drei Jahren geeignet. Kindergartengruppen und Schulklassen werden gebeten, sich frühzeitig im Büro „Tourismus & Kultur“ anzumelden.

Sonderveranstaltungen beginnen mit Premiere

Den Verantwortlichen der Abteilung „Tourismus & Kultur“ ist es gelungen, den dritten Teil aus der Musical-Reihe um die vier Frauen aus „Heiße Zeiten“ und Höchste Zeit“, mit der neuesten Produktion „Himmlische Zeiten“, nach Kevelaer zu verpflichten. In der Premierenveranstaltung am Samstag, 26. September, geht es erneut ans „Eingemachte“. Was bleibt nach Wechseljahren und später Scheidung? Die Autoren nähern sich dem „Ernst des Alters“ in gewohnt bissiger Manier und verorten ihre Komödie in die Privatabteilung eines Krankenhauses – Lachmuskelkrämpfe sind garantiert!

Tipps und Hinweise auf alle weiteren Veranstaltungen können im aktuellen Kulturprogramm der Wallfahrtsstadt Kevelaer nachgelesen werden.

Vorverkauf
Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen – außer für Theater und Puppenspiel 18+ – beginnt am Montag, 17. August. Dann können alle Eintrittskarten im Büro „Tourismus & Kultur“ im Erdgeschoss des Rathauses Tel.-Nr.: 02832 122-991 erworben werden.

Ein Kevelaerer und sein Lebenswerk

Zufrieden und erleichtert wirkte Karl Timmermann, nachdem er in dem kleinen Raum im „Kävelse Lüj“ sein über vier lange Jahre entstandenes Musical mit diversen Hörproben präsentiert hatte. „Wirklich, ich wusste nicht, was auf mich zukommt und wer da kommt“, war er durchaus überrascht von der Tatsache, dass sogar die meisten der Gäste von außerhalb gekommen waren.

Da waren einmal die ihm seit Jahren verbundenen Aktiven von „Künstler helfen Kindern“, einem Kölner Förderverein für krebskranke Kinder. „Ein tolles Hörbuch – von den Aufnahmen her ist es einfach sehr gut“, war Larry G. Riegers Fazit. Er hatte 1999 die Kölner Initiative ins Leben gerufen. Und auch Angelika und Jürgen Bay vom Moerser Karl-Timmerman-Fanclub hatten es sich nicht nehmen lassen, das neueste Werk des Sängers und Komponisten zu würdigen. „Da waren einige Lieder drauf, die wir auf den Weihnachtsmärkten schon mal gehört haben“, meinte Jürgen Bay. Erkennbar hatte Angelika Bay während der Präsentation einzelne Liedzeilen mitgesprochen. „Das ist einfach super – für das Herz, für die Seele, für alles“, war das Paar schwer begeistert.

Zuvor hatte Timmermann nochmal auf den Umstand hingewiesen, dass er zusammen mit seinem alten und leider 2018 verstorbenen Freund Jürgen Rust die Idee zu diesem „Riesenprojekt“ entwickelt und die ersten Teile schon gestaltet hatte. Nach seinem Tod habe er dann die restlichen Musiken und Texte in seinem Sinne und im Geist der Idee fertiggestellt. Die Aufnahmen seien in Neustadt (Wied) im Studio entstanden. „Ich war dann der Sponsor“, genauso wie der Sohn von Jürgen Rust, der in Husum wohnt. Dafür hätten die Beteiligten auch viel Zeit und Geld investiert.

Es ist kein Weihnachts-Hörbuch

Timmermann ging mit seinen Zuhörern auf eine kleine „Weltreise“, erläuterte zwischendurch die Geschichte der sechs Gaukler, die von Schweden aus über die Ostsee, den Rhein und die Alpen reisen, um in Jerusalem das Krippenspiel aufzuführen. „Wer aber denkt, das ist ein Weihnachts-Hörbuch, der irrt. Das Krippenspiel ist nur der Aufhänger.“ Und so führte Karl Timmermann in das erste Lied – „eine Art Ostsee-Shanty“ namens „Nach Süden, nach Süden“ ein.  Ein spannendes Unterfangen für die Zuhörer war natürlich die Frage, welche bekannten Kevelaerer Stimmen im Einzelnen auf den Aufnahmen zu hören waren. Bei dem Song „Die Lichter tanzen“ ließ sich deutlich die Stimme von Hans Ingenpass heraushören, dem das Stück passend auf den Leib geschrieben schien. „Man kann sich die GoGo-Girls im Hintergrund vorstellen“, meinte Timmermann.

Immer wieder für ein Lachen sorgte die auf den Aufnahmen wunderbar in ihrem schwäbischen Heimatdialekt „schwätzende“ Chrisi Maas, die bei den Aufnahmen die Rolle der Finja  verkörpert „Das war super, hat sehr viel Spaß gemacht“, meinte sie zu der Projektzeit. Auch die Gastronomen Willi Sachinidis und Kalliopi Georgiadou mit ihren charakteristischen Stimmen waren auszumachen. Gitarrist Levin Ripkens war bei „Bari“ zu hören, Timmermanns Enkel Max bei einem „Nikolaus“-Rap. Und die Kevelaerer erkannten schließlich auch den früheren Rektor der Realschule André Marchi als „Heiligen Goar.“

„Das ist ein Paradebeispiel für eine Multi-Kulti-Gesellschaft“, traf Timmermann mit der Bemerkung die Botschaft des Völkerverbindenden der Aufnahmen. Dieser Charakter spiegelte sich auch in den diversen Musiken wider – ob nun im zünftigen Kölsch-Lied oder beim temperamentvollen „Tarantella“ Stück mit beschwingter italienischer Melodie. Und so gut aufgelegt wie er war, erzählte Timmermann immer wieder diverse Anekdoten.

Die Sehnsucht nach Frieden

Die Zuhörer erlebten eine spannende Reise entlang der verschiedenen Orte, die Liebesgeschichte zwischen Finja und Lasse, den Ausdruck der „immerwährenden Sehnsucht der Menschen nach Frieden“, die sich in dem Schlusssong „Frieden ist ein Lächeln“ wiederfand.

Dass das Werk nicht nur auf CD gebannt, sondern irgendwann auch mal – und das in Kevelaer – zur Uraufführung gebracht wird, davon zeigte sich der Sänger überzeugt. „Ich habe vor es aufzuführen. Ich schreibe zur Zeit ein Drehbuch für das Bühnenhaus, habe auch schon viele Ideen“, machte er deutlich. „Einige  Gaukler sollen auch zu Hause spielen können. Meine Band hat mit dem Kopf genickt. Und nach dem ersten KB-Artikel hat sich direkt Elke Kleuren-Schryvers bei mir gemeldet.“ Es ist also schon einiges in Bewegung geraten, um die Realisierung zu ermöglichen. Man darf gespannt sein.

Frieden ist ein Lächeln

Der Wunsch nach Frieden ist wohl die brennendste Sehnsucht, die tief im Herzen der Menschen schlummert. Es ist die Sehnsucht nach einer friedvollen Welt, auf der alle Menschen, egal welcher Hautfarbe, egal welcher Religion miteinander in Freiheit leben können und dürfen. Es ist eine Sehnsucht, die auch im Herzen von Karl Timmermann aus Kevelaer brennt. Genau diese hat er aufgeschrieben, vertont und in einer aufwendigen Produktion als Musical über den Frieden und über das Leben der Menschen in ihrer ganzen Unterschiedlichkeit verfasst. Am kommenden Sonntag, 5. Juli 2020, 16 Uhr, stellt Karl Timmermann in einer Lesung, mit Auszügen aus der Doppel-CD, im Brauhaus „Kävelse Lüj“ auf der Maasstraße (aufgrund der momentanen Situation wird um eine verbindliche Anmeldung unter Tel. 0152-05778620 gebeten) dieses Erstlingswerk vor.

Es ist eine Geschichte, die berührt, die zum Nachdenken anregt, die aktueller ist denn je. Vier Jahre lang brauchte es vom Anfang bis zur endgültigen Fertigstellung des Musicals, welches er gemeinsam mit seinem Freund und Musikbegleiter Jürgen Rust, der im Januar 2018 viel zu früh verstarb, auf den Weg brachte. „2016 kam uns am Strand von St. Peter Ording die Idee, ein Musical zu produzieren“, beschreibt der Sänger die Entstehung. „Es war und ist für mich Ehrensache, dieses Projekt nach seinem plötzlichen Tod zu Ende zu bringen“, führt er weiter aus.

Grundidee auf einem Zettel

Auf dem Fahrrad: Der Mit-Ideengeber, der 2018 verstorbene Jürgen Rust. Foto: privat

Auf einem Din-A4-Zettel sei vor vier Jahren die Grundidee entstanden. Und je mehr Texte entstanden und sich die Geschichte herauskristallisierte, wurde auch der Titel des Musicals deutlich: „Frieden ist ein Lächeln – Gaukler auf der Spur“, so der Titel des frisch entstandenen Musical-Werks. Es ist ein Projekt, welches Karl Timmermann ans Herz gewachsen ist. Es ist, so sagt er selbst, sein Lebenswerk. Und ein aufwendiges dazu. Viele namhafte Künstler wie Samira Szabowski als Erzählerin, Chrisi Maas, Hans Ingenpass, Alexandra Wessler, Pascal Schürken, Levin Ripkens als Gaukler, Max Otto als jüngster Mitwirkender und viele mehr waren an der Fertigstellung und der Produktion der Doppel-CD beteiligt. „Ihnen bin ich für ihren unermüdlichen Einsatz unglaublich dankbar“, betont Timmermann. Denn immer wieder standen sie für die zwei Jahre dauernden Aufnahmen im Tonstudio engagiert bereit.

Beginnend mit einer Ouvertüre wird die Geschichte um sechs Gaukler erzählt, die in Schweden für das traditionelle jährliche Krippenspiel proben. Zwar wollen Kalima, Siska, Erdano, Sore, Finja und Lasse die Geschichte nicht neu schreiben, aber sie wollen dem Ursprung des Krippenspiels auf den Grund gehen, dabei vielen Menschen begegnen und andere Länder kennenlernen. Sie wollen nach Bethlehem. Per Schiff und zu Fuß begeben sie sich auf ihre Friedenstour. Von Lübeck geht es stromaufwärts zum Rhein mit seinen 1000 Brücken. Brücken, die die Menschen verbinden. Sie sehen das beliebteste Bauwerk der Deutschen, die dritthöchste Kirche der Welt, den Kölner Dom, lernen die wichtige Rolle des Karnevals kennen. Köln ist Spiegelbild einer Multikulti-Gesellschaft.

Der Weg ist das Ziel

Die Reise geht weiter, die Wanderer werden zu Pilgern. Es geht über die Alpen. Sie lernen die Traditionen der Walliser kennen, machen dabei die Erfahrung, dass eine einfache Holzkirche reicht, um zu Gott zu finden. Politische und kirchliche Mächte lernen sie im geschichtsträchtigen Italien kennen. Immer weiter geht die erlebnisreiche und auch beschwerliche Reise, über Griechenland bis in den Orient. Hier begegnen sich Asien und Europa. Eine neue fremde Welt eröffnet sich den Gauklern. Große Weltreligionen bahnen sich einen steinigen Weg zur Nächstenliebe. Die Liebe hat während dieser Reise auch Finja und Lasse zusammengeführt. Entlang der türkischen Küste, vorbei an Myra, kommen sie ihrem Ziel Israel immer näher. Doch auch der Weg ist das Ziel: Diese Reise macht den Gauklern deutlich, dass eine eigene Auseinandersetzung mit der Geschichte, Religion und Kultur den Weg zum Frieden ebnen kann.

Frieden heißt allerdings nicht nur, dass die Waffen schweigen, sondern dass alle Menschen genug zu essen haben, dass nirgendwo ein Kind im Elend stirbt und dass alle Menschen in Glück und Freiheit leben können. Aber Frieden fällt nicht vom Himmel. „Wenn wir wahren Frieden haben wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen“, heißt es am Ende des Musicals. „Lächeln schenkt Frieden – Frieden ist ein Lächeln und stärker als Worte und Geld“, betont Karl Timmermann mit bewegten Worten.

Ihm ist mit dem Musical ein Meisterstück gelungen. Lobende Kritik hat es bereits vom Musicalproduzenten Michael Kunze gegeben, der eine Weitergabe zum Bühnenverlag empfiehlt. Eine Bühnenversion ist für das kommende Jahr eingeplant. Genaue Vorstellungen und ein passendes Drehbuch sind beim Künstler Karl Timmermann längst in Planung. Ab kommenden Montag, 6. Juli 2020, ist die Doppel-CD „Frieden ist ein Lächeln – Gaukler auf der Spur“ für 16,99 Euro im Handel erhältlich. Das Cover entwarf kein Geringerer als Alfred Gockel.

Bühnenhaus glänzt stimmgewaltig

Gut gefüllt mit über 300 Besuchern war das Bühnenhaus, als die Show begann. Mit „Die Schöne und das Biest“ wurde das Publikum eingestimmt in das Programm. Auffallend schöne aufwendig gestaltete Kostüme der Interpreten überraschten. Die blau und grün wechselnde Illumination des Bühnenbildes unterstrich die Kostüme effektvoll. Mit einem Sternenhimmel im Hintergrund der Bühne und Wunderkerzen erklangen die ersten Lieder. Später wurden weitere farbige Lichteffekte eingesetzt. Leicht und beschwingt schwebten die verschiedenen Stücke durch den Konzertsaal, der mit seiner guten Akustik auffiel, auch durch die brilliante Tontechnik und Musik des Veranstalters DS Entertainment. Spielszenen, wie in Musicalaufführungen, gab es nicht.

Im Vordergrund der Aufführung standen der Gesang und die Musik, die die Besucher schon zu Beginn mitnahm in eine bunte facettenreiche Musicalwelt. Der Applaus wurde immer wieder begleitet von begeisterten Stimmen aus dem Publikum. Nach einer musikalisch gelungenen Stunde biss Graf Dracula zu und entließ die Besucher in die Pause, die sich die Interpreten mit ihren stimmgewaltigen Einlagen verdient hatten. Der stürmische Applaus für das Lied „Totale Finsternis“ verebbte erst als der Saal hell wurde.

Mit Evita ging es nach der Pause weiter und anschließend bestimmten Soul und Rock die musikalischen Szenen. Die Darsteller lebten ihre Rollen mit Bravour und füllten sie mit Leben nicht nur durch ihre beeindruckenden Stimmen. Erst nach einer nochmals stimmgewaltigen Zugabe wurden die Künstler entlassen nach einer gelungenen Vorstellung. Diane Lübbert, Werner Wulz, Annemarie Reuter und Birgit Widmann überzeugten gekonnt.

„Immer authentisch bleiben“

Das Gespür für Musik bekam der am 21. Januar 1952 in Mörmter geborene Sohn eines Landwirts schon von Kind an. „Die Mutter spielte Klavier, der Vater Geige – und Heiligabend, wo der Vater Geburtstag hatte, war immer mit einer großen Feier verbunden.“ Als Geschenk erhielt der kleine Karl dann „einen Fußball oder eine Mundharmonika für 2 Mark 50.“
Man müsste Klavierspielen können…

Klavierspielen, so wie einige seiner Geschwister, lernte er nicht, Noten lesen kann er bis heute nicht. „Ich bin ein Autodidakt – wie Peter Maffay“, sagt er. „Ich hab meinen Brüdern über die Schulter geschaut und versuchte dann, mich selbst zu begleiten.“ Mit 13 Jahren – es ist die große Zeit der Beatles – bekam er von der Tante zur Konfirmation eine Gitarre geschenkt. „Da bin ich in den Gewölbekeller gegangen und habe auf den tiefen Seiten „Keep on running“ gespielt“, erinnert er sich.
Als er mit 14 seinen Cousin in Marienbaum besuchte, „waren ein Bruder und sein Freund mit da“. Sie gingen dort auf den Söller, wo ein Verstärker, ein Akkordeon und eine E-Gitarre standen. „Die haben dann Musik gemacht – und ich hab gesagt: Ich will dabei sein.“
Er sparte sich das Geld für eine Bassgitarre („Ein Stück Treibholz mit Saiten“). 1966 hatte er dann mit den „Dragons“ im Marienbaumer Jugendheim seinen ersten Auftritt. „Was ich nicht wusste, war, dass auch Saiten kaputtgehen können – ich hab auf drei Saiten zu Ende gespielt damals. Und vom Pastor gab´s fünf Mark Gage.“
Eigentlich war er damals noch „ein Schüchterner“, gibt er zu. Die Musik und das Theaterspielen am Stiftsgymnasium ließen aber sein Selbstbewusstsein wachsen – was erklärt, warum er als Lehrer an der Kevelaerer Hauptschule später viele Theatergruppen hatte und viele Schüler zu seinen Benefizkonzerten holte, „um diese Erfahrung zu ermöglichen.“
Der Duettgesang mit Karl Timmermann und Karl-Heinz Krus machte die Band in Xanten, Marienbaum und Sonsbeck bekannt. 1968 gewinnen sie bei einem Musikwettbewerb den ersten Platz – und eine Plattenaufnahme in einem Studio in der Nähe von Köln. „Die Bedingung war aber die Abnahme von 1000 Schallplatten.“ Die Scheibe mit „Hello I love Maria“ und „Heart Transplantation“ wurde ein Hit, die Platten verkauften sich „ruckzuck“. Und selbst bei Radio Luxemburg wurde die Band erwähnt. „Was ich erst vor Kurzem herausfand: Die B-Seite ist ein Kulthilt weltweit, wurde viel in Discos gespielt.“
Den ersten TV-Auftritt hat er 1969 auf der „Gorch Fock“ im belgischen Ostende. Neben Größen wie Marsha Hunt oder Gene Pitney zu sitzen, ist für den jungen Timmermann ein großes Ding.
Das erste Musikvideo überhaupt

„In einer Brüsseler Discothek wurde dann mit „Hello I love Maria“ vielleicht das erste Musik-Video überhaupt gedreht“, erzählt er. 1972 sang er im „Talentschuppen“ in Baden-Baden mit Peter Maffay zwei Lieder: „Ich hab ihm neue Griffe gezeigt, war die erste Stimme.“ Er bekommt Kontakt mit dem bekannten Komponisten Michael Kunze.
Aber nicht nur die Musik zählte – nach dem Abi am Xantener Stiftsgymnasium ging´s für Karl zum Biologie- und Erdkunde-Studium auf Lehramt nach Münster. „Meine Schwester war Lehrerin, die war mein Vorbild.“ Dort lernte er auch seine Frau Renate kennen. „Wir wollten in der Kneipe mittags essen gehen, setzten uns zu ein paar Damen, die zufällig alle aus Kevelaer kamen. Da musste ich lachen, weil ich da an dem Samstag einen Auftritt auf der Hubertuskirmes hatte. Da trat ich als Vorprogramm von Jürgen Marcus auf – und meine Frau stand in der ersten Reihe.“
1973 arbeitete er für ein halbes Jahr in Sevelen, ging dann nach Kevelaer zum Broekhof. „Zu der Zeit war die Edith-Stein-Schule frisch im Bau“, erinnerte er sich. Danach ging es für ihn ins Schulzentrum und in die Hauptschule. Langfristig hat sich diese Zweigleisigkeit für ihn ausgezahlt, sagt Karl Timmermann heute. „Denn ich musste nicht ausschließlich von der Musik leben. „Und angesichts der vielen Superstars, die abgestürzt sind“, ist er froh, für sich „bodenständig geblieben zu sein.“
Dann folgte die Band „Universum“ und die „Tanzmucken“-Zeit „von einem Schützenfest zum anderen“. Die Bee-Gees sind sein Steckenpferd, was dazu führte, „dass mich 1989 Rudi Carrell anrief“, der Imitatoren für ein Casting in Köln suchte. Das Ergebnis war eine dreiwöchige Tour mit dem Entertainer.
Heimatklänge

Er schrieb Songs für Sendungen wie „Lieder so schön wie der Norden“, trat beim „Grand Prix der Volksmusik“ 1991 mit Liedern wie „Niederhein“ und „Zauber Deiner Heimat“ auf, das über eine Million Mal verkauft wurde und in Deutschland und der Schweiz Gold-, in Österreich sogar Platinstatus erreichte.
Von 1998 an moderierte er vier Jahre lang die WDR-Sendung „Heimatklänge“, holte da auch Markus Birkhoff oder das Niederrheinorchester ins Fernsehen.
Damit ist 2002 erstmal Schluss – der Tod seines Sohnes Mark setzte eine Zäsur. „Da hatte ich erstmal keinen Bock mehr.“ Aus der Situation heraus entstand ein Buch, das er sich von der Seele schreibt und den Weg mit seinem Kind aufarbeitet. „Das hat so was Innerliches ausgelöst.“ Und es erklärt ein Stück auch sein soziales Engagement.
Als der Tsunami 2004 über Südostasien fegte, organisierte er binnen einer Woche die Künstler für eine Benefizgala im Bühnenhaus. „Damals kamen ohne Eintritt 16.000 Euro zusammen.“ Daraus entwickelte sich eine Tradition, die bis ins letzte Jahr reichte – damit unterstützt er Initiativen wie „Aktion pro Humanität“, die Hermann-van-Veen-Stiftung oder eine Kölner Krebsklinik. „Aber jetzt bin ich Pensionär, dann wird man auch etwas ruhiger“, will er sich diese „wahnsinnig viele Arbeit“, die ihm viel Spaß gemacht hat, jetzt nicht mehr aufbürden.
Den Krippenmarkt musikalisch gestalten, das möchte Timmermann weiter machen. „Die Idee ist, da sogar das Programm zu erweitern und mit der Lebenshilfe eine Aufführung zu machen, damit diese Menschen eine Plattform haben.“ Der Komponist arbeitet auch an einem Musical, wo es „um den Menschen“ geht. Und er will weiter seiner Maxime folgen: „Authentisch bleiben und mein Ding machen.“

Zur Bereicherung der Kultur

Insgesamt sechs besondere Veranstaltungen sind es in der Saison 2018/2019, die das Kulturprogramm der Stadt komplettieren: Das „Open-Air-Kino“ auf der Hüls wird am 24. August die „Atempause im August“ beschließen. Mit dem Baumarkt-Musical „Hammerfrauen“ kommen unter anderem Isabell Varell und Caroline Beil am Samstag, 29. September ins Konzert- und Bühnenhaus. Tierisch lustig und lehrreich wird es am Dienstag, 9. Oktober, wenn Hunde-Erzieher Holger Schüler mit seinem Programm „1 – 2 oder 3“ in Kevelaer ist. Auch für Kinder wird es eine Sonderveranstaltung geben: Das Musical „Zwerg Nase“ soll am Montag, 10. Dezember, auf die Vorweihnachtszeit einstimmen. Für Montag, 18. März 2019, kündigt sich das bekannte „Traumtheater Salome“ an. Den Abschluss der Reihe macht der Theaterchor Niederrhein am 11. und 12. Mai 2019 mit der Aufführung „Freedom!“.

Wieder Open-Air-Kino zum Abschluss der Atempause

Zum Abschluss der „Atempause im August“ bietet das Stadtmarketing mit freundlicher Unterstützung der Volksbank an der Niers am Freitag, 24. August, neben einem Grill-Abend die Möglichkeit, dem bekannten Musical-Film „The Greatest Showman“ auf der Freiluft-Leinwand zu folgen. Der Eintritt ist frei und es dürfen Sitzmöglichkeiten und Verpflegung selbst mitgebracht werden. Für die richtige Kino-Atmosphäre in Form von Popcorn und kühlen Getränken ist durch Edeka Brüggemeier und Rewe Narzynski gesorgt.

Ein echtes „Hammer“-Musical

Nach den Erfolgen der Musicals „Heiße Zeiten“ und „Höchste Zeit“ kommt nun das Musical „Hammerfrauen“ mit unter anderem Isabell Varell und Caroline Beil ins Konzert- und Bühnenhaus. Am Samstag, 29. September, kann das Publikum erleben, wie neugewonnene Freundinnen, nach viel Gratis-Sekt in einem Handwerkerkurs, einen Baumarkt auf den Kopf stellen. Eintrittskarten sind zum Preis von 25,00 bis 40,00 Euro im Service-Center erhältlich.

Schüler in der Hunde-Schule

Lehrreich wie ein Besuch in der Hundeschule, amüsant wie eine Comedy-Veranstaltung und so nah an der Realität, dass sich die Zuschauer sofort in beschriebene Situationen hineinversetzen können – Holger Schüler wird mit seinem neuen Programm „1 – 2 oder 3“ in Kevelaer begeistern. Am Dienstag, 9. Oktober, um 19.00 Uhr, zeigt der „Hundeversteher“ die richtige Herangehensweise bei der Arbeit mit dem Hund, egal ob mit 1, 2 oder 3 Tieren und immer mit Witz und vollem Körpereinsatz. Eintrittskarten sind zum Preis von 25,00 Euro im Service-Center erhältlich. Das Stadtmarketing weist darauf hin, dass es nicht gestattet ist, seine eigenen Hunde mitzubringen.

Musical für Kinder in der Vorweihnachtszeit

„Zwerg Nase“ ist die wundersame Geschichte vom Jungen Jakob, der von einer Zauberin gestohlen und in den hässlichen Zwerg Nase verwandelt wird. Von allen wegen seiner langen Nase verspottet, besinnt er sich darauf, dass er bei der Hexe kochen gelernt hat und verdingt sich beim Herzog als Koch. Mit Hilfe der Gans Mimi, die er vor der Bratpfanne gerettet hat, findet Jakob das Kraut, das den Zauber löst. Das Musical ist am Montag, 10. Dezember, um 9.00 und um 11.00 Uhr zu Gast in Kevelaer.

Traumtheater Salome

„Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind“ – unter diesem Motto wird das Traumtheater Salome nach Kevelaer kommen und mit verschiedenen Kunstformen wie Akrobatik, Tanz und Jonglage begeistern. Die Varieté Show, die bereits seit 36 Jahren Groß und Klein in Atem hält, wird die Besucher des Konzert- und Bühnenhauses am Montag, 18. März 2019, im Rahmen der Reihe „Kultur+ – Ein Plus für alle“ in eine Traumwelt entführen und zeigen, wo sich Fantasie und Humor die Hand reichen. Eintrittskarten sind ab dem 6. November Dank Unterstützung der Volksbank an der Niers zum Preis von 20,00 bis 35,00 Euro beim Service-Center erhältlich.

Theaterchor Niederrhein fordert „…Freedom!

Am 11. und 12. Mai wird der Theaterchor Niederrhein e.V. in Kevelaer erneut eine große Aufführung im Konzert- und Bühnenhaus präsentieren. Was bedeutet Freiheit? Eine musikalische Reise durch verschiedene Epochen und Stilrichtungen aus aller Welt hilft Gedanken, Lieder und Emotionen zum Thema Freiheit zu entdecken. Große Filmmelodien, Musical-Evergreens, afrikanische Gesänge, Eisler-Lieder, aber auch zeitgenössische Pop-Songs sind nur ein kleiner Ausschnitt der Musik, mit der gemeinsam „des Menschen höchstes Gut“ gefeiert wird. Eintrittskarten sind ab dem 25. November zum Preis von 15,00 Euro erhältlich.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sind dem Kulturprogramm der Wallfahrtsstadt Kevelaer zu entnehmen oder beim Stadtmarketing, Peter-Plümpe-Platz 12, Telefon: (0 28 32) 122 – 162, erhältlich.

Wehe, wenn sie „loose“ gelassen

Kevelaer. Bei so vielen und so peppigen Pop-Songs fällt‘s nicht leicht, auf den Plätzen sitzen zu bleiben. Kunststück, geht‘s doch in der Geschichte „Footloose“, die es erst auf die Theaterbretter, dann auf Zelluloid und schließlich auf die Musiktheaterbühne schaffte, um nicht mehr und nicht weniger als ums tanzen zu Meldodien, die seit dem Kinoerfolg von 1994 jeder zumindest mitsummen kann. Aus dem Tanzfilm wurde das Tanzmusical und das ist mittlerweile auch schon wieder 20 Jahre her. Und der „Hype“ hält an, jedenfalls lassen das die gut besuchte Vorstellung und das niedrige Durchschnittsalter der Besucher am Samstagabend in Kevelaer vermuten.
Einfach mitreißend
Schon der Aufmarsch eines Großteils der insgesamt 18 Schauspieler und Sänger dieser Produktion („London West End Musical Company“ in Zusammenarbeit mit „Seberg Showproduction“) durch den Zuschauerraum geriet mitreißend. Die nicht eben riesige Bühne in Kevelaer bot so eben Platz für die in Details wie in Gänze üppigen Choreografien, welche die durchweg sehr jungen Darstellerinnen und Darsteller mit Elan über die Rampe schickten.
Die dünne, auf der Realität in einer amerikanischen Kleinstadt beruhenden Geschichte der gegen ein Tanz-, Konzert- und Alkoholverbot rebellierenden Jugendlichen geriet ob der prallen Ausstattung mit Ohrwürmern schnell in den Hintergrund. So fiel nicht weiter auf, dass die Verlagerung der Geschichte in eine Amish-People-Gemeinde zwar zu Beginn nicht völlig aus der Luft gegriffen, gegen Ende jedoch reichlich abstrus erschien.
Das Ensemble bot durchweg hohe Qualitäten, sowohl was die Stimmen, als auch was die tänzerischen Darbietungen anbetraf. Birgit Widmann als Ariel und Alexander Wilbert als Ren ließen‘s ordentlich krachen, Lydia Gritz als Rusty und Max Menéndez Vàzquez als Willard sorgten als komiache Randfiguren für reichlich Spaß und Ági Heiter rührte als gefühlvolle Vi Moore.
Die oft in das Bühnengeschehen integrierte vierköpfige Live-Band sorgte für reichlich Druck aus den Lautsprechern, dem die Qualitäten der Headsets der Sängerinnen und Sänger manchmal nicht durch das Mischpult folgen wollten. Dennoch: Es rockte schon ordentlich, bei Bonnie Tylers „Holding out for a hero“, Deniece Williams‘ „Let‘s hear it for the boy“, und bei Kenny Loggins‘ Titelsong „Footloose“. Aber auch und gerade die Balladen gerieten in dieser Produktion zu Höhepunkten, etwa das spektakulär inszenierte „Somebody‘s Eyes“, das anrührende „Almost Paradise“, und das von der bereits erwähnten Ági Heiter ergreifend erzählte „Can you find it in your heart?“.
Eine solide Bühne, die Raum für die Choreografien, aber auch für szenisch stimmige Bilder, eine Leinwand, ein paar einfache, aber wandelbare Möbel ließ, ein stimmungsvolles Lichtdesign und ein paar entspannt-schmunzelige Regie-Einfälle von „Fifty schades of grey“ bis „Mutti“ Angela Merkel am Rande, ließen nie Langeweile aufkommen.
Das Kevelaerer Publikum belohnte die Mühen, die so wunderbar mühelos über die Rampe schwappten, mit langanhaltenden Standing Ovations und absolvierten die Zugabe ebenfalls im Stehen. Natürlich mit mindestens wippenden Füßen…

„Footloose“ auf Tournee

Kevelaer. Das Broadway-Tanzmusical zum Kultfilm „Footloose“ feiert sein 20jähriges Bestehen und geht in diesem Jahr erstmals auf Tournee – mit Dialogen in deutscher Sprache und mit der Original-Musik. Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze findet eine Aufführung am Samstag, 10. März, um 20 Uhr, im Konzert- und Bühnenhaus statt.
18 Schauspieler, Tänzer und Sänger, begleitet von einer Live-Band bringen an diesem Abend all die unvergessenen Hits auf Kevelaers Bühne – mit den original Songs von Bonnie Tylers „Holding out for a hero“ über Deniece Williams Nummer-Eins-Hit „Let‘s hear it for the boy“ bis zum legendären Gitarrenriff in Kenny Loggins Titelsong „Footloose“.
Die Footloose-Story
Ren und seine Mutter Ethel ziehen zu Verwandten in die konservative Kleinstadt Bomont, die vom autoritären Reverend Shaw Moore geleitet wird. Ein Mädchen gefällt Ren auf den ersten Blick: Ariel, die Tochter des Pfarrers. Ren erfährt, dass der Reverend über die ganze Stadt ein Tanzverbot verhängt. Ariels Freundinnen weihen Ren in das Geheimnis von Bomont ein: Der Sohn von Shaw Moore verunglückte auf dem Rückweg aus der Disco tödlich mit dem Auto. Ren will sich dem Tanzverbot nicht beugen, kämpft dagegen an und wird zum Außenseiter. Zu allem Überfluss und Missfallen des Reverends verlieben Ren und Ariel sich ineinander.
Eintrittskarten für das Tanz-Musical „Footloose“ am Samstag, 10. März, um 20.00 Uhr, sind zum Preis von 25,00 bis 47,00 Euro beim Service-Center im Erdgeschoss des Rathauses, Peter-Plümpe-Platz 12, 47623 Kevelaer, Telefon-Nr. 02832 / 122-150 bis -153, oder an der Abendkasse erhältlich.

„Family-Singers“ spenden für soziale Einrichtungen

Kevelaer / Kleve / Pfalzdorf. Die Family-Singers Pfalzdorf freuten sich bei den drei Aufführungen ihres viel beachteten Musicals „Subway-all-ein“ über fast ausverkaufte Hallen in Kevelaer und vollbesetzte Ränge in der Stadthalle Kleve. Nun trafen sich Vertreter von vier sozialen Einrichtungen bei einem „Dankeschön-Fest“ der Family-Singers, um Spendenschecks aus den Türkollekten in Empfang zu nehmen. Über je 700 Euro freuen sich „Café Damaskus“ und „Furniture&more“ vom Evangelischen Kirchenkreis aus Goch, Stiftung Pro Humanität, Haus der Begegnung „Mifgash“, Integrationszentrum „Alte Post“ (Theodor-Brauer-Haus). Für 10 Euro ist ab sofort ein DVD-Mitschnitt des kompletten Musicals käuflich zu erwerben. Kontakt: Petra Hermsen, Tel. Nr. 02823/1697 oder Hans-Peter Bause (hanspeterbause@yahoo.de).