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Motorradfahrer verletzt

Mit Verletzungen musste am Samstagmorgen, 17. Oktober 2020, ein 16-jähriger Fahrer eines Kleinkraftrades in das Krankenhaus gebracht werden. Der junge Mann aus Kevelaer war gegen 07.25 Uhr auf der Straße Am Mühlenwasser aus Richtung Kapellen in Richtung Geldern unterwegs, als er nach links in Richtung Waltersheide abbiegen wollte. Hierbei kollidierte er mit einem in gleicher Richtung fahrenden VW Passat eines 61 Jahre alten Mannes aus Sonsbeck.

Biker fuhren für einen guten Zweck

Für großes Aufsehen sorgte Sonntagmittag ein großer Korso von Motorradfahrern, der sich vom Roermonder Platz aus auf den Weg in Richtung Düsseldorf machte. Der Kevelaerer Arno Verheyen hatte mit seinen Harley-Davidson-Freunden vor einigen Wochen begonnen, Geld für Spielzeuge für das Düsseldorfer Kinderhospiz „Regenbogenland“ zu sammeln. Daraus entwickelte sich dann eine Art „Selbstläufer“. Zahlreiche Biker und Freunde begannen zu spenden. Am Ende stand eine Summe von 14.500 Euro für das Hospiz, das sich zur Hälfte aus Zuwendungen von außen finanziert. Davon kamen allein am Roermonder Platz 1.900 Euro zusammen.

„Eine Frau, der ich das gerade erzählte habe, worum es geht, ist fast weinend zusammengebrochen und musste gehen. Und zwei kleine Kinder haben darauf bestanden, ihr Taschengeld für den guten Zweck zu geben“, war Verheyen am Roermonder Platz von der Reaktion der Menschen genauso überwältigt wie von dem Engagement der vielen Motorradfahrer. „Das ist eine Herzenssache. Die verstreuen sich danach wieder in alle Himmelsrichtungen, aber fahren alle mit für den guten Zweck und die Kinder. Ich hab‘ schon wieder Pipi in den Augen“, konnte Verheyen vor Beginn der Ausfahrt beim Anblick der Fahrer aus allen Teilen des Niederrheins und aus den Niederlanden seine Rührung nicht verbergen.

„Wir sind dabei, gehören zum harten Kern, die das organisiert haben. Das ist für einen guten Zweck – da merkt man, wo das Herz sitzt“, meinte Franz Hoeboer aus Kapellen. „Es wird so viel Geld für so viel Unsinn ausgegeben. Und wir haben alle gesunde Kinder.“ Es sei für alle klar gewesen, mitzumachen.

Herzens- und Familienmenschen

Der Satz von Marion Eickelkamp aus Kleve-Grieth stand für die Meinung vieler Anwesender: „Wir sind Biker. Wir sind Herzens- und Familienmenschen und wir helfen, wo wir können, auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist.“ Neben den Spenden gab jeder Teilnehmer der Fahrt noch einen Zehner dazu.

In Düsseldorf kam Arno Verheyen dann mit gut 140 Bikern und einem Wagen mit einer Seifenblasenmaschine und Kinderliedern an. Coronabedingt erfolgte die Zusammenkunft und die Übergabe der Sachspenden und des Spendenscheck an die Verantwortlichen des Hospiz-Fördervereins  auf einem „Bauhaus“-Parkplatz. Dort machte Verheyen deutlich, dass er vor sieben Wochen niemals damit gerechnet hätte, dem „Regenbogenland“ so eine Summe überreichen zu dürfen. „Wir sind unglaublich stolz und glücklich, unser ursprüngliches Spendenziel bei Weitem überschritten zu haben und erkrankten Kindern und Jugendlichen mit der Summe schöne Miteinander-Momente schenken zu können.“

Der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins „Kinder- und Jugendhospiz Düsseldorf e.V.“, Norbert Hüsson, sprach von einer „tollen Aktion, die Sie alle auf die Beine gestellt haben. Die Spendensumme ist unglaublich und beschert uns glatt den nächsten Gänsehautmoment.“ Man wisse es sehr zu schätzen, „dass Sie gerade in dieser besonderen und für uns unsicheren Zeit an uns denken. Mit ganzer Kraft arbeiten wir daran, den Familien auch weiterhin beizustehen, ihnen Entlastung zu bieten und die Versorgung sicherzustellen.“ Unterstützer wie diese Bikler machten das möglich.

Sein Stellvertreter Bernd Breuer dankte für das große „Herzblut“ der Biker. „Wenn das Gebrumme dann losgeht, dann steigen die Haare an den Armen hoch, weil das so emotional ist. Die sind alle freundlich, freuen sich, wenn sie die Kinder sehen und haben ein tolles Herz“, sagte er gegenüber dem KB. Von der Summe sei man überrascht. „Wir empfinden das als großes Glück, dass die Biker uns da unterstützen.“

Motorradfahrer-Wallfahrt vor dem Aus?

“MoWa dreht auf Halbgas zurück”, titelt der Verein “Motorradfahrerwallfahrt Kevelaer e.V.” seine Nachricht bei Facebook und schränkt gleich selbst ein: “Eigentlich müsste man sagen: vorerst auf „Viertelgas“. Soll heißen, in 2020 wird es keine vom Motorradfahrerwallfahrt-Kevelaer e. V. organisierte Motorradfahrer-Wallfahrt (MoWa) geben!” An den Unwägbarkeiten der Wallfahrtssaison in Zeiten der Corona-Krise liegt das wohl nicht zuvorderst, eher scheint die Absage einiger bislang fester Bestandteile dieser Wallfahrt organisatorische Gründe zu haben.

“Nachdem der Verein Motorradfahrerwallfahrt-Kevelaer e.V. die MoWa seit 34 Jahren ausrichtet, mussten Veränderungen im Laufe der Zeit zur Kenntnis genommen werden: Die Frequentierung des Zeltplatzes an der Walbecker Straße nimmt von Jahr zu Jahr ab. Immer weniger Motorradfahrer wollen oder können dort übernachten. Fazit: zurückgehende Besucherzahlen auf dem Zeltplatz mit oder ohne Motorrad. Alles das bei einem immer höheren Organisationsaufwand mit vielen Unwägbarkeiten einer solchen Veranstaltung. Hinzu kommt, dass die ehrenamtliche Personaldecke für die Ausrichtung der MoWa in der gewohnten Form immer dünner wurde und auch weiter dünner wird. Aufrufe, vereinsintern und auch extern, haben leider keine Entlastung gebracht”, heißt es zur Erklärung seitens des Vereins.

Deshalb habe sich der Vorstand entschlossen, den Zeltplatz in diesem Jahr nicht mehr zu betreiben und keine Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten. Aus dieser Situation und  mehreren Mitgliederversammlungen sei hervorgegangen, dass die MoWa 2020 nicht unter der Leitung und Organisation des Vereins zu stemmen sei. “Diese sich abzeichnende Situation wurde immer offen und mit beiderseitig offenen Ohren mit der Wallfahrtsleitung St. Marien besprochen und beraten”, heißt es von Seiten der MoWa-Organisatoren.

Nach einem weiteren Gespräch von Vereinsvorstand und Wallfahrtsleitung sei nun beschlossen worden, in diesem Jahr eine „MoWa–light“ durchzuführen. Die Durchführung liege in der Verantwortung der Wallfahrtsleitung St. Marien. Die „Lichterfahrt“ am Samstag, 4. Juli 2020, werde als reine selbstverantwortliche Anfahrt nach Kevelaer und auf den Kapellenplatz erfolgen. Der Kapellenplatz wrde ab 18 Uhr befahrbar sein. Um 21 Uhr werde es einen Wortgottesdienst mit dem Totengedenken für die verstorbenen Motorradfahrer/-innen sowie die Segnung der Biker und ihrer Maschinen geben. An einem kleinen Rahmenprogramm auf und um den Kapellenplatz werde derzeit noch gearbeitet. Eine Begrüßungsfahrt am Samstagmittag und die Abschlussfahrt am Sonntag sollen in diesem Jahr nicht stattfinden, teilt der Verein zu den Absichten der Wallfahrtsletung mit.

Wie ist die Aussicht für die MoWa der Zukunft? “Allen Beteiligten ist klar, dass die MoWa und auch die damit verbundenen Begegnungen erhalten werden müssen! Um das Ziel zu erreichen, soll sich die gesamte Veranstaltung (Wallfahrt und Feiern) künftig im Zentrum der Wallfahrtsstadt abspielen, also um die Gnadenkapelle und um den Kapellenplatz. Das gilt auch für die Übernachtungsmöglichkeit. Hierzu könnte man sich neben den vorhandenen Hotels und Pensionen unter bestimmten Voraussetzungen auch das Priesterhaus und „Pastors Garten“ vorstellen. Wallfahrt feiern im Forum Pax-Christi gehört auch zu den Optionen”, heißt es von Seiten des Vereins.

Zur Umsetzung des neuen Konzepts der Wallfahrt ab 2021 sucht der Verein jedoch dringend Unterstützer, die gestalten und Verantwortung übernehmen wollen. “Hilfestellung und Mitgestaltung durch die „alten Akteure“ wären gewährleistet”, verspricht man hier. Wer also mitmachen möchte, könne sich gerne bei der Wallfahrtsleitung Kevelaer melden: info@wallfahrt-kevelaer.de.

Motorradfahrerin prallt gegen Baum

Am Dienstag, 30. Juli 2019, um 20.30 Uhr, befuhr eine 22-jährige Motorradfahrerin aus Viersen mit ihrem Motorrad der Marke Yamaha die L 362 (Alter Steeg) aus Richtung Winnekendonk kommend in Fahrtrichtung Kapellen. Auf der Landstraße geriet die Motorradfahrerin aus bislang ungeklärter Ursache im Verlauf einer Linkskurve nach rechts auf den Seitenstreifen und kollidierte mit einem Straßenbaum. Sie wurde mittels eines Rettungshubschraubers in eine Spezialklinik gebracht.

Motorradfahrer auf B9 schwer verletzt

Am Donnerstag, 7. Februar, gegen 17.50 Uhr, fuhr ein 55-jähriger Mann aus Geldern in einem 5er BMW auf der Kölner Straße (Bundesstraße 9) in Richtung Kevelaer. In Höhe eines Fitnessstudios leitete er ein Wendemanöver ein. Hinter ihm war ein 36-jähriger Mann aus Kevelaer mit einem Motorrad der Marke Honda CB 650 FA unterwegs. Der Motorradfahrer prallte gegen die hintere linke Seite des BMW und verletzte sich dabei schwer. Er wurde mit dem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei stellte beide Fahrzeuge sicher. Die Unfallstelle war für rund zwei Stunden gesperrt. Polizeibeamte leiteten den Verkehr ab.

Motorradfahrer schwer verletzt

Am Montagabend fuhren drei Pkw und ein Motorrad auf der Straße Im Auwelt (K17) hintereinander in Fahrtrichtung Weeze. In Höhe der Straße Im Hasenacker bremste das erste Fahrzeug verkehrsbedingt ab. Die beiden nachfolgenden Pkw konnten ebenfalls rechtzeitig abbremsen. Das nachfolgende Motorrad (Yamaha) konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr hinten auf den letzten Pkw auf. Trotz getragener Schutzausrüstung erlitt der 45- jährige Motorradfahrer aus Weeze schwere Verletzungen. Er musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Bochum geflogen werden. Zur Unfallaufnahme musste die Straße im Auwelt komplett bis 20:50 Uhr gesperrt werden.

Der Regen fuhr mit

Der Auftakt der 34. Motorradfahrer-Wallfahrt stand unter keinem guten Stern. „Wetter, Wetter, Wetter, statt der 300 Biker im letzten Jahr sind diesmal nur gut die Hälfte da“, schüttelte ein ernüchterter MoWa-Vorsitzender Markus Appel nach den Regenprognosen den Kopf.
Alle, die gekommen waren, hatten unterschiedliche Erwartungen. „Mal sehen, ob das was für mich ist“, zeigte sich der Klever Andreas Sommer gespannt. „Echt aufregend“ fand die Rheinbergerin Michelle Kraus die Aussicht auf die erste MowA nach bestandener Führerscheinprüfung. „Mir ist wichtig, das für mich zu tun und zur Ruhe zu kommen“, sagte Reinhard Schulz. Der Recklinghausener fährt seit zwölf Jahren die Wallfahrt mit. „Wir kommen für den Glauben hierher, den Zusammenhalt und den Segen der Maschinen“, so Wolfgang Niederholz von dem „Knoasebikern Wetten“, ein Teilnehmer der ersten Stunde.
Am Kapellenplatz erwarteten einige Zuschauer die Fahrer. Unter ihnen war auch Josefine Pütz aus Merzenich. „Ich hab extra zwei Tage im Priesterhaus gebucht“, sagt die die 82-Jährige, bevor sich ihr Wunsch erfüllte, mal mit so einer Maschine mitfahren zu dürfen.
„Da kommen noch fünf“, sorgte Kaplan Christoph Schwerhoff zur Begrüßung seiner ersten kompletten Motorrad-Wallfahrt für Lacher. „Ich bräuchte Lärmschutz“, scherzte er angesichts des traditionellen Hupens. „Als Sozius merke ich, wie man die Kräfte während der Fahrt spürt“, so der Kaplan, der an beiden Tagen als Träger des Kreuzes auf dem Moped fungierte. „Da braucht man einen guten Engel. Ich habe gemerkt, das hat mit Freiheit zu tun.“ Und nach der Segnung der Maschinen gestand er, dass er anfangs zwar nervös, aber voller Freude gewesen wäre. Viele Biker zündeten vor der Fahrt an der Kapelle Kerzen an und hielten inne. „Einfach nur den Menschen gedenken und sie im Herzen mitttragen, die man geliebt hat“, erinnerten sich der Oberhausener Jürgen Seifert und der Voerde Daniel Baatsch gemeinsam an Fahrerkollegen und Freunde, die bei einem Unfall ums Leben gekommen waren.
Das aufklarende Wetter vermochte dann doch noch, Kurzentschlossene auf das Bike zu bringen. Rund „700 Maschinen und 1.200 Menschen“ zählte MoWa-Mitorganisator Willy Verhülsdonk auf dem Platz, nachdem die Kolonne ihre traditionelle Nachtfahrt absolviert hatte. Diese führte von Kevelaer über die Grenze bei Arcen und wieder zurück durch die Ortschaften Auwel-Holt, Lüllingen und die Kleindörfer. Später feierte der harte Bikern-Kern von knapp 200 Leuten am Zeltplatz zur Musik von „Sex in the Fridge“ bis in die Nacht.

„Schön, unbeschreiblich, und alle mit dem gleichen Lebensgefühl“, fand die Reeserin Carina Drost die Strecke und das Winken der Leute am Straßenrand toll. „Hier reinzufahren, ist der Hammer“, gab der Weseler Andreas Hecker bei seiner Premierenfahrt die frischen Eindrücke wieder.

Auf der Maschine des Bischofs Laurent Lompo aus dem Niger fuhr Rolf Lohmann ein letztes Mal als Wallfahrtsrektor mit: „Das ist schon was Besonderes, das nimmt man mit. Motorradwallfahrt kann man nicht erklären, das muss man erleben.“ In seiner Predigt unterstrich er die Bedeutung, „Menschen zu haben, auf die wir uns felsenfest verlassen können, wenn es einem dreckig geht“ und denen man alles sagen könne wie auch der Maria in Kevelaer. So sei es den Menschen vor 375 Jahren auch gegangen, als sie im Schatten des dreißigjährigen Krieges ihren Trost bei der Gottesmutter suchten.
„So soll es uns auch gehen, dass wir morgen wegfahren und spüren, es ist anders“, gab er nochmal ein flammes Plädoyer für den „besonderen Ort“ Kevelaer ab. Beim Verlesen der Verkehrsopfer wurde deutlich, wie sehr ihn der Moment bewegte. Wenn man überlegt, wie viele gestorben sind, das geht ans Herz“, reichte auch die Kevelaererin Bianca Lied­ke ihren Nachbarn beim „Vater unser“ die Hände.“ Zu der würdevollen Stimmung trugen auch Elmar Lehnen und Kerstin Sowislo mit ihren musikalischen Beiträgen wie „Tears in hea­ven“ oder „What if God is one of us“ bei.