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Magische Begegnungen in Krisenzeiten

Seit vielen Wochen darf auch der Kevelaerer Magier Tobias Velmer seine Künste nicht mehr vor Publikum zeigen. Und ab wann seine magischen Shows wieder stattfinden dürfen, ist aktuell noch unklar. Gemeinsam mit Peter Feldbrügge von Wirksam e.V. war schließlich die Idee geboren, für Kinder vor der eigenen Haustüre zu zaubern. Das KB verloste 15 Zaubershows mit dem Magier für Kinder ab einem Alter von vier Jahren. Das Interesse bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, war groß. Zahlreiche Bewerbungen gingen bei uns ein, sodass am Ende das Los entscheiden musste. 15 Familien besuchte Tobias Velmer in den vergangenen Wochen.

Christina und Tobias Schülpen durften sich mit Tochter Teresa und Sohn Casper über einen Auftritt des Magiers freuen.

Die Begegnungen gestalteten sich ganz unterschiedlich. Ob eine Show im Garten, in der Einfahrt vor dem Haus oder vom Gehweg aus zum Fenster – der Magier und die Familien ließen sich etwas einfallen, um einen großzügigen Sicherheitsabstand zu wahren. Tobias Velmer hatte an diesen Tagen ein Zauberprogramm im Gepäck, das vor allem bei den kleinen Zuschauern für großes Staunen sorgte. So zeigte er Jonglage-Künste, zauberte Knoten in einem Seil weg und bewies, dass aus einem KB sogar Wasser fließen kann. Auch die ein oder andere Panne gehörte dazu, denn aufgrund der Witterung haben unverhoffte Windböen dem Programm auch schon mal unerwartete und ungewollte Impulse gegeben. Dem Spaß der Kinder tat das jedoch keinen Abbruch.

Tobias Velmer machte das KB zur Wasserquelle…

Velmer erlebte auf seiner kleinen Zauber-Tour 15 völlig unterschiedliche Begegnungen. Auf ihn warteten Kinder in verschiedenen Altersklassen, immer andere örtliche Voraussetzungen und die Herausforderung, im Freien auf die Wetterverhältnisse zu achten. Eine Sache aber hatten alle Begegnungen gemeinsam: „Worte bildeten die Brücke und Gemeinschaft war entstanden“, sagt Velmer. Denn diese ungewöhnlichen Auftritte zeigten, dass es nicht unbedingt einer räumlichen Nähe bedarf, um miteinander in Kontakt zu treten. „Es ging mir um Abwechslung von dem ungewöhnlichen Alltag und darum, ein Gefühl von Leichtigkeit zu erzeugen, das wir alle gerade sehr brauchen“, sagt Velmer. „Ich hoffe, dass ich für einige Augenblicke die derzeitige Situation verschwinden lassen konnte.“