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Konto für Geldwäsche- und Betrugstaten zur Verfügung gestellt

Ein unbekannter Mann hob am 09. und 15. Februar 2016 in Geldern sowie am 10. Februar 2016 in Kevelaer an einem Bankautomaten Bargeld von seinem Konto ab. Das Geld hatte er zuvor aus Geldwäsche- und Betrugstaten auf sein Konto gutgeschrieben bekommen. Der Unbekannte war in allen drei Fällen von Überwachungskameras aufgenommen worden.

Wer kennt diesen Mann oder kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen?

Hinweise bitte an die Kripo Kalkar unter Telefon 02824-880.

Unternehmerinnenforum spendet für Aktion pro Humanität

Geballte Frauenpower und -kompetenz – Kontinente übergreifend! Im “SeePark Hotel” in Geldern begrüßte Barbara Baratie, Geschäftsführerin des “unternehmerinnen forum niederrhein” 55 Businessladies. Erfahrungsaustausch, Netzwerken, Geselligkeit – das war der eine Schwerpunkt des Abends. Mit Spannung erwartet wurde dann auch der Vortrag von Top-Managerin Regina Mehler aus München, die inspirierende Bilder in die Köpfe ihrer Zuhörerinnen transportierte. Sie steht für Erfolg, Strategie, Durchsetzungskraft und Frauenpower – und machte deutlich, wie wichtig unternehmensinternes Marketing ist, wenn es gilt, neue Ideen nach vorn zu bringen.

Zuvor gab es noch eine richtig gute und bemerkenswerte Nachricht: „Unsere Frauenfilmnacht war einfach unglaublich erfolgreich. Mit Spaß, Freude und Frauenpower haben wir es gemeinsam geschafft, weit mehr als 5.000 Euro für den guten Zweck zu erzeugen“, so Sandra Pelser. Die Klever Steuerberaterin hatte noch in der Nacht das Spenden-Sparschwein geschlachtet und alles Kleingeld gezählt. Neben 1-, 2- und 5-Cent-Stücken waren hier auch zahlreiche Scheine zu finden. So konnte kürzlich mit 1.286,50 Euro auch das Klever Frauen-Flüchtlingscafé gestärkt werden.

Voll Freude nahmen Heike Waldor-Schäfer und Angelika Fedke für die Stiftung “Aktion Pro Humanität e.V.” jetzt 4.000 Euro aus der Frauenfilmnacht entgegen, mit denen die Unternehmerinnen Frauen am Niger durch Mikrokredite helfen wollen, das Überleben ihrer Familien zu sichern. Für nur 38 Euro können die Frauen dort ein Schaf oder eine Ziege erwerben, für 60 Euro ein Kälbchen, das dann übers Jahr gefüttert wird, der Familie Milch gibt und dann mit Gewinn auf dem Markt verkauft werden kann. „Das Team um Dr. Elke Kleuren-Schryvers ist seit vielen Jahren in Benin und im Niger aktiv und leistet dort eine wertvolle Arbeit, die wir gerne unterstützen“, so Baratie. „Mikrokredite sind eine unglaublich hilfreiche Form, den Frauen vor Ort unternehmerisches Handeln zu ermöglichen“. Heike Waldor-Schäfer kann das nur bestätigen: „Wir kommen gerade aus Afrika zurück und ich bin beeindruckt, wie erfolgreich Projekte, die dort von Frauen geführt werden, sind. Obwohl die Frauen nie eine Schule besucht haben, beweisen sie unternehmerisches Geschick und sind zuverlässige Kooperationspartner bei den Mikrokrediten. Eine tolle Aktion des ,unternehmerinnen forums’ – Hilfe von Unternehmerin zu Unternehmerin, Kontinente übergreifend.”

Stadt Kevelaer fördert Mehrgenerationenhaus im Klostergarten

Das Mehrgenerationenhaus im Klostergarten Kevelaer kann seine Arbeit auch im Jahr 2016 fortführen. Kevelaers Bürgermeister Dr. Dominik Pichler überbrachte am Mittwoch der Caritas als Träger die Zusage der Stadt zur Kofinanzierung des Mehrgenerationenhauses in Höhe von 10.000 Euro, die der Rat der Stadt beschlossen hatte. Damit können gleichzeitig Bundesmittel in Höhe von 30.000 Euro abgerufen werden, um den laufenden Betrieb sicherzustellen.

„Wir freuen uns, dass die Stadt Kevelaer die zukunftsweisende Arbeit, die hier im Mehrgenerationenhaus geleistet wird, würdigt“, bedankte sich Caritas-Vorstand Andreas Becker für die Förderung. Und Bürgermeister Dr. Dominik Pichler erklärte, das Mehrgenerationenhaus sei ein wichtiges Element in der Stadt, um das Miteinander von Jung und Alt zur fördern.

Das Mehrgenerationenhaus Kevelaer wurde 2009 gegründet und bildet seither den Mittelpunkt des barrierefreien Wohnquartiers Klostergarten. Dort finden Menschen aller Generationen den Raum für aktiv gelebte Nachbarschaft und Gemeinschaft. Dazu zählen Singkreis und Handarbeitskreis, aber auch Angebote wie Yoga, Sportkurse, Gedächtnistraining, das Demenzcafé, Integrations- und Deutschkurse, Beratungsangebote und noch einiges mehr. „Das Mehrgenerationenhaus hat sich gerade in den letzten Jahren deutlich besser entwickelt, als wir es zu Anfang gehofft hatten“, sagte Kristopher Kroll, der für die Caritas die Aktivitäten des Mehrgenerationenhauses koordiniert. „Längst werden die Angebote nicht mehr nur von Menschen aus dem Klostergarten selbst wahrgenommen. Das Mehrgenerationenhaus hat sich zu einem Treffpunkt für den ganzen Stadtteil entwickelt“, so Kroll.

So bringt das Mehrgenerationenhaus gerade in Zeiten, wo die Fragen des demografischen Wandels immer drängender werden, Menschen jeden Lebensalters wieder näher zusammen, um so Verständnis, Toleranz und Hilfsbereitschaft unter den Generationen zu fördern.

Liesel Borman erhält das Bundesverdienstkreuz

„Frau Liesel Borman hat im Bereich der Rechtspflege und im sozialen Bereich besondere und auszeichnungswürdige Verdienste erworben“,  so begründete Bundespräsident Joachim Gauck am 19.12.2015 die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an die engagierte Kevelaererin (das KB berichtete). Jetzt erfolgte im Rahmen einer Feierstunde in Anwesenheit des Bürgermeisters Dr. Dominik Pichler, Familienangehöriger und zahlreicher Freunde die Übergabe des Ordens durch Landrat Wolfgang Spreen im kleinen Ratssaal.

Spreen wollte sich als Bote des Bundespräsidenten verstanden wissen und zitierte deshalb aus der Laudatio des obersten Repräsentanten der Bundesrepublik. Dieser hob besonders hervor, dass Frau Borman durch ihr Wirken sich der Sorgen und Nöte von Mitmenschen angenommen und durch ihre Tätigkeit in der Rechtspflege zum sozialen Frieden beigetragen habe. Spreen sprach im Namen der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Kleve die herzlichsten Glückwünsche aus.

„Ich spreche nur Sie, Frau Borman an, weil Sie heute im Mittelpunkt stehen und alle anderen im Raum nur Dekoration sind“, stellte Bürgermeister Pichler in seinem Grußwort erst einmal die Verhältnisse im Raum klar. Er erinnerte sich an eine Begegnung mit Liesel Borman schon vor seiner Zeit als Bürgermeister, als er vor einigen Jahren als Verteidiger an einem Schiedsfall mitgewirkt hat, den sie zu verhandeln hatte. Auch kenne er sie aus vielen Begegnungen im Rat und in den Ausschüssen der Stadt. Deshalb fiele es ihm umso leichter, zu der Ehrung im Namen aller Mitbürgerinnen und Mitbürger zu gratulieren. „Und“, fügte er lächelnd hinzu, „es ist mir ein Vergnügen, mit Ihnen ab und zu ein wenig Hessisch zu babbelen, denn das verbindet unsere gemeinsame Geschichte auch.“