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Krippenspende für St. Quirinus

Mit ziemlich großen Augen erkunden Helene, Anna, Franka, Theo, Merle und Isabelle die soeben neu angekommene Krippe in ihrem Kindergarten. „Der Hirte hat ein Schaf auf den Schultern“, staunen Anna und Merle, „und da ist ein kleiner Igel“, verkündet Franka, bevor sie auf die eigentlichen Hauptpersonen zu sprechen kommen.

„Das da ist Maria und die hat schon ein bisschen einen dicken Bauch“, erklärt Isabelle, „sie bekommt nämlich bald ein Baby“, fügt die Fünfjährige hinzu. „Nein, Jesus wird geboren“, ruft Theo ganz aufgeregt, „und der kommt dann da in die Krippe“, fügt er hinzu, verrückt dabei schon mal ein wenig den Ochsen. Denn schließlich ist die heilige Familie auf dem Weg zum Stall und sie braucht zu Weihnachten den Platz an der Krippe.

Dass die neue Krippe so gut ankommt, erfreut Adele und Peter Prascsik natürlich sehr. „Dann wissen wir, dass unsere Entscheidung, dem St. Quirinus Kindergarten eine Krippe zu spenden, eine richtige war“, freut sich das Twistedener Paar, dass es sich seit zehn Jahren zur Aufgabe gemacht hat, einer caritativen Einrichtung eine Krippenspende zu übergeben. „Das ist uns ein wichtiges Anliegen“, erklärt Peter Prascsik.

Und dafür nennt das Paar auch einen triftigen Grund: „Uns geht es gut, wir wollen damit ein wenig Dankbarkeit zurückgeben“, fügt Adele Prascsik hinzu. Kamen bisher Bewohner von Seniorenheimen, Krankenhäusern und Kindergärten in Kleve, Bochum bis Duisburg in den Genuss einer Prascsik-Krippe, durfte sich in diesem Jahr erstmalig eine Einrichtung vor Ort über eine weihnachtliche Gabe freuen.

Bereits im Mai dieses Jahres stellte das Ehepaar, das sich auf Reparaturen von Krippenfiguren, –Ställen, Neuanfertigungen und Figureneinkleidung spezialisiert hat, dem St. Quirinus Kindergarten in Twisteden die Frage, ob hier eine Krippe benötigt werde.

Darüber allerdings brauchte die Kindergartenleitung, Patty Brünken, nicht lange nachdenken. „Schon seit Jahren fehlt uns hier eine komplette Krippe die wir für alle Kinder aufstellen können“, bedauert die Leiterin der Einrichtung. Lediglich die einzelnen Gruppen konnten mit kleineren Krippen ausgestattet werden.

Umso größer war da natürlich die Freude über eine Spende einer großen Krippe für den Kindergarten. „Wir durften sogar unsere eigene Vorstellung mit einbringen und Figuren aussuchen“, freut sich Patty Brünken. Denn schließlich wurde die Krippe in eigener Krippenwerkstatt von Adele und Peter Prascsik in Handarbeit und als Unikat angefertigt. Und das mit viel Liebe zum Detail, die keinem Auge, im Besonderen aber den Kinderaugen, nicht verborgen bleibt.

Krippe wächst im Advent

Nun konnte diese Krippe ihrer Bestimmung dem Kindergarten übergeben werden. „Wir werden die Krippe jetzt im Advent wachsen lassen, sie zusätzlich mit einem selbst gebastelten Stern schmücken und damit die Kinder auf das bevorstehende Weihnachtsfest vorbereiten“, verspricht Patty Brünken, die sich im Namen der Erzieherinnen und allen Kindern bei Adele und Peter Prascsik herzlichst bedankt. „Es war uns ein Vergnügen einer am Ort ansässigen Einrichtung eine Krippe zu spenden“, betonen Adele und Peter Prascsik, die jetzt an allen Adventswocheneden zur Krippenausstellung an der Leegestraße einladen.

Hirtenfamilie und neue Schafe für den Kindergarten

Die Krippe im St.-Antonius-Kindergarten ist nun erweitert: Adele und Peter Prascsik von „Prascsik-Krippen“ haben heute einige neue Schafe und eine komplette Hirtenfamilie als Geschenk überreicht.

Die beiden Krippenkünstler spenden jedes Jahr einer Einrichtung einige Figuren oder (falls keine Krippe vorhanden ist) auch eine komplette Krippe. Dieses Jahr wurde dafür der St.-Antonius-Kindergarten ausgewählt.

Das Ehepaar repariert seit Jahren die bestehende Krippe in der Einrichtung, in der vor einigen Jahrzehnten auch ihre eigenen Kinder gingen.

„Wir stellen die große Krippe jedes Jahr im Advent auf und die Kinder spielen natürlich auch mit den Figuren“, sagt Hildegard Holtmann. „Manche unserer Schafe haben schon mal ein Bein verloren. Es wird von der Firma Prascsik so gut repariert, dass man hinterher nicht mehr sieht, welches Bein neu dran kam.“

„Wir sind spezialisiert auf Krippenställe und bewegliche und bekleidete Krippenfiguren, die alle Unikate und von Hand angefertigt werden sowie auf Reparaturen, auch von großen Kirchenkrippen. Sogar aus Süddeutschland erreichen uns oft Anfragen“, erzählt Peter Prascsik, der 2009 mit seiner Frau an der Leegestraße 2 die eigene Krippenfirma gründete.
Die beiden hatten schon immer nebenbei Krippenställe gebaut und Krippenfiguren bekleidet.

Nun üben sie ihr Hobby als Rentner auch als Beruf aus und verschönern mit ihren Krippenkünsten vielen die Adventszeit. Gerade die Kinder aus dem Antoniuskindergarten freuen sich über den Krippenzuwachs. Nun ist auch eine richtige Hirtenfamilie dabei, die demnächst der Heiligen Familie eine Tüte Mehl und einige frische Eier im Körbchen überreichen wird.

Ganz wichtig ist den Krippenkünstlern auch, dass es neben den vielen weißen Schafen nun erstmals auch ein schwarzes Schaf gibt. „Das gehört einfach dazu. Wir sind eben nicht alle gleich“, lacht Adele Prascsik.

In der Adventszeit ist ihr Geschäft immer samstags und sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.